LfL-Information
Jahresbericht 2018 Sonderkultur Hopfen

Titelblatt der Publikation

In dieser LfL-Information werden Forschungsprojekte und Schwerpunktthemen der Arbeiten am Hopfenforschungszentrum Hüll im Jahr 2018 zusammengefasst und anschaulich dargestellt. (165 Seiten)

Erscheinungsdatum: April 2019

Preis: 5 €

Die Publikation als PDF pdf 4,7 MB

Stück  

Zusammenfassung

Klimawandel

Jedes Jahr ist anders und hält für den Hopfenanbau neue Herausforderungen bereit. Generell kann man jedoch sagen, dass die Klimaerwärmung nicht mehr widerlegbar ist und sich heiße und trockene Sommer häufen. So stand auch das Jahr 2018 ganz im Zeichen des Klimawandels. Die ersten Zweidrittel des Märzes waren noch sehr winterlich, doch dann startete der Frühling und ging direkt in den Sommer über. Die Vegetationsperiode war überdurchschnittlich warm und trocken, was dazu führte, dass der Hopfen sehr früh zu blühen begann und die Ernte historisch früh startete. Die Erträge lagen leicht und die alpha-Säurengehalte deutlich unter dem Durchschnitt. Dies zeigt, dass Forschungsarbeiten zum Thema Bewässerung sehr aktuell sind. Für die Anpassung an den Klimawandel ist aber in erster Linie die Züchtung gefragt. Die neuen Hüller Sorten Mandarina Bavaria und Hallertau Blanc sowie Herkules und Polaris stellten auch unter diesen extremen Witterungsbedingungen des Jahres 2018 erneut ihre verbesserte Stresstoleranz unter Beweis.

Krankheiten und Schädlinge

Bei den Krankheiten und Schädlingen gab es im Jahr 2018 große Probleme mit echtem Mehltau und mit hartnäckigem Spinnmilbenbefall. Das erfolgreiche Volksbegehren zur Artenvielfalt wird sicher die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln nicht fördern. Auch die Düngeverordnung wird von den Landwirten große Anstrengungen zum Schutz des Grundwassers verlangen. In der Arbeitsgruppe Hopfenanbau und Produktionstechnik werden in einem Projekt die Grundlagen für eine gezielte, bedarfsgerechte Düngung mit effizienter Ausnutzung der Nährstoffe erarbeitet. Zudem wird die Stickstoffdynamik in Hopfenböden und die Umsetzung der Rebenhäcksel erforscht mit dem Ziel der Optimierung des Düngemanagements und der Vermeidung von Gewässerbelastungen.

Hopfenqualität und -analytik

Die Arbeitsgruppe IPZ 5d Hopfenqualität und -analytik hat eine wichtige Querschnittsfunktion und führt alle analytischen Untersuchungen für die anderen Arbeitsgruppen, insbesondere die Züchtung, durch. In den letzten Jahren hat die Gesellschaft für Hopfen-forschung umfangreich in Analysengeräte investiert. Im Jahr 2018 wurde die Beschaffung eines Flüssigprobengebers als Ergänzung für das Gaschromatographie-Massen-spektrometer-System genehmigt, so dass jetzt auch Wasserdampfdestillate untersucht werden können.

Craft-Biere und „Special-Flavor-Hopfen“

Die Euphorie um die Craft-Biere und „Special-Flavor-Hopfen“ ist etwas gedämpft worden. Momentan gibt es ein Überangebot an diesen Hopfensorten, was sich auch im Preis und in der Nachfrage niederschlägt. Ansonsten ist der Hopfenmarkt erfreulich. Die Vertragsdeckung ist sehr hoch und die Preise, insbesondere beim Freihopfen, sind sehr gut. Bei den Bitterhopfen ist sogar ein Defizit vorhanden.

Warenkorb

  • Ihr Warenkorb ist leer