LfL-Information
Statistik der Bayerischen Milchwirtschaft 2018

Titelblatt der Publikation

Die Statistik der Bayerischen Milchwirtschaft liefert detaillierte Informationen rund um die Milcherzeugung, -anlieferung und -verarbeitung in Bayern. Ebenso werden der Außenhandel mit Milchprodukten sowie die Milchgeldauszahlung an bayerische Erzeuger im langjährigen Vergleich dargestellt. Die Statistik erscheint jährlich.  (56 Seiten)

Erscheinungsdatum: Juni 2019

Preis: 5 €

Die Publikation als PDF pdf 5,1 MB

Vorwort

Die Extremwetterlage, die unklare Entwicklung der Handelsbeziehungen weltweit und die Diskussionen zur Ausrichtung der Agrarpolitik flankierten bei einer stabilen gesamtwirtschaftlichen Situation die Milcherzeugung und -vermarktung 2018 und haben auch 2019 nicht an Relevanz verloren. Die Milcherzeugerpreise gaben verglichen zum Vorjahr leicht nach. Obwohl vom Allzeithoch deutlich entfernt, stützte die Fettverwertung weiterhin die Preisentwicklung während sich die Preise für Magermilchpulver auf niedrigem Niveau stabilisierten.
Im Detail
In Bayern entwickelte sich die Struktur der Milchviehbetriebe im Trend der Vorjahre. Auf 28.988 bayerischen Höfen standen zum Stichtag 3. November 1,15 Mio. Milchkühe. Dies entspricht im Durchschnitt 40 Tieren je Betrieb und einem Rückgang gegenüber 2017 um 4,9 % bei den Haltungen und 2,6 % bei den Kühen.
Die Milchanlieferung an bayerische Molkereien von in- und ausländischen Erzeugern stieg in 2018 um rund 5,1 % an und erreichte damit einen neuen Höchststand von 9,4 Mio. t. Die bayerischen Milcherzeuger lieferten rund 7,9 Mio. t Kuhmilch an deutsche Molkereien, dies entspricht einem Anteil von rund 24 % an der Gesamtanlieferung in Deutschland. Trotz der Trockenheit in einzelnen Regionen war das Milchaufkommen in Bayern gut. Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass im Verlauf des Jahres 2018 einige Molkereien den Umrechnungsfaktor für Milch (Volumen in Gewicht) änderten; statt mit 1,02 wird nun mit 1,03 gerechnet. Bei gleichem Volumen führt dies rein mathematisch zu einer Erhöhung der erfassten Milchmenge.
Der Erzeugerpreis für konventionelle Milch blieb hinter den Erwartungen zu Beginn des Jahres 2018 zurück. Bei tatsächlichen Inhaltsstoffen sowie inklusive aller Abschlusszahlungen und Rückvergütungen wurden im Durchschnitt 37,06 Cent je Kilogramm ausgezahlt und damit 0,54 Cent je Kilogramm weniger als im Vorjahr.
Der starke Zuwachs der von bayerischen Landwirten angelieferten Biomilchmenge von rund 17 % wurde vom Markt noch aufgenommen. Der Bio-Anteil an der Gesamterzeugung in Bayern betrug 2018 knapp 7 %. Die Auszahlungspreise für Biomilch hielten sich stabil auf hohem Niveau, liegen aber unter den Werten des Vorjahres. Im Durchschnitt lag der Auszahlungspreis bei tatsächlichen Inhaltsstoffen und inklusive aller Abschlusszahlungen und Rückvergütungen in Bayern bei 49,06 Cent je Kilogramm.

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