Landesanstalt für Landwirtschaft mit Themenvielfalt auf der Rottalschau 2026

Viele Menschen tummeln sich an einem Messestand

LfL-Messestand auf der Rottalschau 2025, Foto: Rainer Winter

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) präsentiert auf der Rottalschau 2026 ihre vielfältigen Themen: von zukunftsweisenden Stallungen für Schweine, über Wirtschaftsdüngermanagement, Forschungsfragen zur Rinderhaltung sowie die aktuellen Projekte "Sustainable Meat" und "Reallabor an Rott und Inn" bis hin zum Streuobst und der Wildlebensraumberatung.

Parallel zum Karpfham Fest läuft die Rottalschau auf dem großen Freigelände von Freitag, 28. August bis Dienstag, 1. September 2026. Mit rund 600 vertretenen Firmen auf 6.000 m² Hallenfläche ist die Schau inzwischen eine der attraktivsten und bedeutendsten Landtechnik-Messen Deutschlands, täglich geöffnet von 8:30 bis 18:00 Uhr.
Uns finden Sie in Karpfham auf dem Freigelände "Landtechnik WEST" in der Halle 7, der Agrarhalle 1.

Zukunftsweisende Stallungen für Schweine

Ferkel stehen im Stall

Tierwohl im Fokus, Foto: Birgit Gleixner

Unser Hauptfokus bei zukunftsweisenden Stallungen für Schweine ist das Tierwohl: Haltungsverfahren und Haltungstechniken werden in wissenschaftlichen Studien bewertet und weiterentwickelt. Gerne informieren wir Sie vor Ort mit unseren Exponaten und Publikationen über den aktuellen Forschungsstand.

Forschungsfragen zur Rinderhaltun und der neue Milchviehforschungsstall

Drei Menschen stehen vor einem Monitor

Mit Hilfe der VR-Brille spazieren Sie virtuell durch den neuen Forschungsstall, Foto: Rainer Winter

Im Bereich Rinderhaltung erforschen wir Haltungssysteme und -verfahren für Kälberaufzucht, Rindermast sowie Milch- und Mutterkuhhaltung, um auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen Praxisempfehlungen geben zu können. Dafür ist an unserem Standort in Grub ein neuer Forschungsstall für Milchkühe geplant: Durch seine baulich-technische Variabilität wird er die Bearbeitung aktueller Forschungsfragen ermöglichen.
Das Modell des neuen Milchviehforschungsstalls können Sie am Messestand digital über VR-Brillen sowie anhand eines Stallmodells besichtigen.

Wirtschaftsdüngermanagement

Maschine steht auf einem Hof

Gülleseparierung: mechanische Auftrennung der Gülle in feste und flüssige Phase, Foto: Jonas Köster

In der Arbeitsgruppe "Wirtschaftsdüngermanagement und Biogastechnologie" werden anaerobe Behandlungsverfahren von Wirtschaftsdüngern, nachwachsenden Rohstoffen und Sekundärrohstoffen entwickelt, optimiert und bewertet. Das sind durchweg Techniken, die erfolgreich zur Umweltentlastung im Bereich "organische Düngung" führen. In Karpfham vor Ort sind wir mit einem Exponat zur Messung von Ammoniakemissionen.

Nebenprodukte in der Nutztierfütterung, Projekt "Sustainable Meat"

Zwei Hände halten eine kleine Menge an Kleie

Weizenkleie als Koppelprodukt der Mehlherstellung – eine ressourcenschonende Komponente in der Nutztierfütterung, Foto: Elisa Rocchi

In diesem Arbeitsbereich untersuchen wir, inwieweit Nebenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung im Rahmen der Nutztierernährung als Futtermittelkomponenten eingesetzt werden können. Die Nebenprodukte sind für die menschliche Ernährung nur eingeschränkt nutzbar, enthalten jedoch weiterhin wertvolle Nährstoffe.
Das Forschungsprojekt "Sustainable Meat" untersucht zum Beispiel die Nutzung ausgewählter Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung (wie Molke, Bierhefe, Kleie, Biertreber oder Schlempe) als Bestandteile in der Fütterung von Schweinen, Geflügel und Rindern.

Projekt "Reallabor an Rott & Inn"

grünes Logo auf weißem Hintergrund Reallabor Rott und Inn

Aus dem Zukunftsvertrag Landwirtschaft hervorgegangen: das Forschungsprojekt „Reallabor an Rott und Inn“, Foto: LfL

Das Hauptziel des Reallabors an Rott und Inn besteht darin, die Ertragssicherheit und Resilienz im Ackerbau zu steigern. Langjährige Versuchserfahrungen der LfL und Ideen aus der Praxis fließen im Reallabor in einen Co-Creation-Prozess mit Landwirten, Beratern, Verbänden und Vertretern der Wertschöpfungskette ein. Das Ergebnis ist ein ackerbauliches Maßnahmenportfolio, verbunden mit Werkzeugen zum Risikomanagement. Auf regionalen Betrieben entstehen daraus Demonstrationsanlagen.
Auf der Rottalschau freuen wir uns über Ihre Ideen, Ihr Feedback und gute Gespräche zum Reallabor an Rott und Inn.

Weitere Informationen

Streuobstpakt

Messestand zum Thema Streuobst

Das Thema Streuobst mit allen Sinnen erleben, Foto: LfL

Sie können am von der LfL koordinierten Messestand auch den Bayerischen Streuobstpakt kennenlernen. Die interessanten Informationen rund um das Thema Streuobst können Sie am Glücksrad unmittelbar in Preise umsetzen und dazu Slusheis aus bayerischem Streuobstsaft genießen.

Wildlebensraumberatung (WLB) in Bayern

Fünf Rebhühner auf einem Feld

Auch das Rebhuhn profitiert von der Wildlebensraumberatung, Foto: M. Schäf

Die Wildlebensraumberatung möchte Lebensräume verbessern, Artenvielfalt fördern sowie Mensch und Natur verbinden. Um diesen Zielen gerecht zu werden, werden Landwirtinnen und Landwirte bezüglich lebensraumverbessernder Maßnahmen beraten und bei deren Umsetzung unterstützt. Über ein Quizrad und Tierspurenstempel vermitteln die Kolleginnen und Kollegen spielerisch ihr praxisnahes Wissen.

Weitere Informationen

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