LfL-Zweigstelle Ruhstorf a.d. Rott

Bürogebäude

Agrarökosysteme | Digitalisierung | Diversifizierung

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) baut eine neue Zweigstelle in Ruhstorf a.d. Rott, Landkreis Passau, auf. Das Projekt ist Teil der Heimatstrategie der Bayerischen Staatsregierung.
Im Zusammenspiel von Forschung, Wirtschaft und landwirtschaftlicher Praxis sollen in Ruhstorf zusammen mit den LfL-Instituten und -Abteilungen in Freising-Weihenstephan und München zukunftsfähige Lösungen für die Agrarwirtschaft in Bayern entwickelt und zur Praxisreife gebracht werden.

Aktuell

Körnermais für Spätsaat: Ergebnisse der Sortenversuche aus Ruhstorf

Welche Sorten und vor allem welche Reifegruppen an Körnermais können in Gunstlagen nach der Ernte von Wintergetreide noch angebaut und mit gutem Ertrag reif geerntet werden? Zu dieser Frage wurde 2018 erstmals in Ruhstorf a.d. Rott ein Sortenversuch angebaut, der in den nächsten Jahren fortgeführt werden soll.  Mehr

2. Standort in Kleeberg

2018 bezog die LfL einige Büros im Technologiezentrum Energie (TZE) in Ruhstorf a.d. Rott. Im ersten Quartal 2019 werden knapp 40 Kolleginnen und Kollegen in einem Gutsgebäude im Ortsteil Kleeberg einziehen.
mehrere Personen stehen vor einem Backsteingebäude

Erste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LfL in Kleeberg

zwei Klinkergebäude von außen

Bürogebäude

Klinkergarage

Technikum außen

große Garage mit landwirtschaftlichen Versuchsfahrzeugen

Technikum innen

Nächste Schritte

Bis zur Fertigstellung eines Neubaus, vermutlich in den Jahren 2022 bis 2024, soll sich die Zahl der Beschäftigten in Ruhstorf schrittweise erhöhen. 2026 sollen im neuen Gebäude 200 Mitarbeiter ansässig sein.
Konkret begann 2018 der Aufbau eines landwirtschaftlichen Digitalisierungszentrums, die Projektgruppe "Digitalisierung" verlagerte ihre Aktivitäten schrittweise nach Ruhstorf. Das agrarmeteorologische Messnetz wird von der LfL-Zweigstelle Ruhstorf aus betreut. Erste Feldversuche zur Züchtung von Mais, Soja und Lupinen und zur Sichtung historischer bayerischer Getreidsorten wurden im Frühjahr 2018 angelegt.
2019 ziehen weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Ruhstorf a.d. Rott.

Parzellenversuche mit Lupine, Soja, Mais und Getreide

Parzellen mit blühender Weißer und Blauer Lupine

Nicht nur Denkarbeit findet in der neuen Zweigstelle statt, sondern es wurden 2018 eine Vielzahl von Versuchen auf Feldern in Ruhstorf direkt und der Umgebung angelegt. Darin bearbeitet das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung in Sortenversuchen und Versuchen zur Anbautechnik verschiedene Fragestellungen zum optimierten Anbau und zur Züchtung von Lupine, Soja, Mais, Weizen und Gerste.  Mehr

Letztes Jahr in Ruhstorf a.d. Rott

Pflanzenbausysteme der Zukunft, LfL-Jahrestagung 2018 in Ruhstorf a.d. Rott

einzelne Sonnenblume im Feld in Nahaufnahme

Die Jahrestagung der LfL stand ganz im Zeichen der neuen LfL-Zukunftswerkstatt in Ruhstorf a.d. Rott. Mitte Oktober lockte sie mit dem Thema "Pflanzenbausysteme der Zukunft" 250 Praktiker, Forscher und Behördenvertreter in die Niederbayernhalle. Sie bekamen einen umfassenden Überblick über die laufenden und geplanten Arbeiten der LfL rund um Biodiversität, Digitalisierung im Ackerbau, Erosionsschutz, integrierten Pflanzenschutz und Pflanzenzüchtung. Das große Interesse von Gemeindevertretern, regionalen Landwirten an der Jahrestagung zeigte, dass die LfL inzwischen gut in Ruhstorf angekommen ist.   Mehr

Was passierte letztes Jahr auf den Versuchsflächen der LfL in Ruhstorf?

Parzelle mit Sojapflanzen

Während der Vegetationszeit von Soja, Lupine & Co konnten Sie hier aktuelle Impressionen und Informationen zum Stand der Versuche des Instituts Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung finden.  Mehr

LfL-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bei Bürgermeister Andreas Jakob

Eine Gruppe von acht Ruhstorfer LfL-Mitarbeitern (Digitalisierung, Pflanzenzüchtung und Agrarökologie) besuchte Mitte 2018 Bürgermeister Andreas Jakob und informierte ihn über anstehende Termine und erste Aktivitäten vor Ort. Vor Ort hatte die LfL in Ruhstorf und Umgebung bereits erste Feldversuche mit Mais, Soja, Lupinen und historischen Getreidesorten angelegt.

Eröffnung Zweigstelle am 12. Januar 2018

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat gemeinsam mit LfL-Präsident Jakob Opperer die Kopfstelle in den Räumen des Ruhstorfer "Technologiezentrums Energie", einer Außenstelle der Hochschule Landshut, eröffnet. Fünf LfL-Mitarbeiter haben ihre Tätigkeit dort aufgenommen. Sie bilden die Basis für die zügige weitere Entwicklung der neuen Zweigstelle.

Details zu den Schwerpunkten in Ruhstorf

„Wie führe ich meinen landwirtschaftlichen Betrieb in die Zukunft?“
Wirtschaftlich erfolgreich - mit hoher gesellschaftlicher Anerkennung - robust im Klimawandel
Im Schwerpunkt "Agrarökosysteme" entwickelt und erprobt die LfL in Ruhstorf besonders umweltverträgliche und an den Klimawandel angepasste Produktionsweisen. Das Kompetenzzentrum "Digitalisierung" hat zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen landwirtschaftlichen Betriebe weiter zu stärken. Mit den Lösungsansätzen der "Diversifizierung" für Einkommensalternativen wird der bayerische Weg der Agrarpolitik praxisnah umgesetzt.
Agrarökosysteme: zukunftsfähige Anbausysteme
Die LfL stellt in Ruhstorf zukunftsfähige, innovative Systeme im Acker- und Pflanzenbau in den Mittelpunkt ihrer angewandten Forschung. Entwickelt und zur Praxisreife gebracht werden Anbauverfahren, die
  • mit Starkregen und Trockenphasen gut zurechtkommen,
  • Lebensraum bieten für die in der Agrarlandschaft heimische Flora und Fauna,
  • Pflanzenschutzmittel, Dünger und Kraftstoffe sparsam, umwelt- und klimaschonend einsetzen,
  • dazu geeignete Sorten verwenden,
  • innovative Technologien nutzen und
  • stabile und angemessen hohe Erträge sicherstellen.
Mit welchen Anbauverfahren kann der Landwirt wettbewerbsfähig wirtschaften, gleichzeitig Lebensräume für Flora und Fauna schaffen und Erosion verhindern? Welche Chancen bieten dabei digitale Technologien und Anwendungen wie z.B. sensorgestützte Hackgeräte, Drohnen oder kleine Feldroboter, um Boden- und Gewässerbelastungen zu minimieren?
Digitalisierung: Digitale Lösungen für die bayerische Landwirtschaft
Fließdiagramm landwirtschaftliche Wertschöpfungskette mit Einfluss der DigitalisierungZoombild vorhanden

Wertschöpfungsketten
(verändert nach Burose 2014)

Digitalisierung ist einer der Megatrends in der Landwirtschaft und im Agribusiness und betrifft alle Akteure der Wertschöpfungskette. Trotz der enormen Medienpräsenz des Themas ist die Verbreitung digitaler Technologien in Bayern noch nicht weit fortgeschritten. Für die Betriebe besteht aktuell die Herausforderung darin, den Marktüberblick zu behalten und sinnvolle Investitionsentscheidungen zu treffen. Die Projektgruppe Digitalisierung will dafür die Grundlagen schaffen.

Übersicht LfL-Projekt "Digitalisierung in der Landwirtschaft"

Ziele der Projektgruppe

  • Marktübersicht
  • Erprobung und Bewertung digitaler Technologien
  • Analyse von Akzeptanzhemmnissen
  • Analyse der gesellschaftlichen Akzeptanz
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen und Forschungsbedarf
Diversifizierung: Einkommensalternativen erschließen
Ein weiterer in Ruhstorf angesiedelter Arbeitsschwerpunkt ist die „Diversifizierung“. Betriebe auf der Suche nach innovativen Einkommensfeldern oder Entwicklungspotentialen erhalten hier Beratungsangebote und Lösungsansätze, um Einkommensalternativen auf- oder auszubauen. Beispiele sind die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, Naturbildungsangebote für Schulen oder der Bereich soziale Landwirtschaft. Betriebe mit mehr als einem Standbein stärken Vielfalt, Lebensqualität und Wirtschaftskraft im ländlichen Raum und sind sichtbare Zeichen innovativer bayerischer Betriebsleiter und Unternehmerinnen.

Aktuelle Arbeiten der LfL zu Diversifizierung

Kontakt

LfL-Zweigstelle Ruhstorf a.d. Rott

Telefon:
08534 31398-5585

Adresse:
Kleeberg 14
94099 Ruhstorf a.d. Rott

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