Düngebedarfsermittlung Stickstoff und Phosphat 2018

Jeder Pflanzenbestand hat seinen individuellen Nährstoffbedarf. Stickstoff ist der Nährstoff mit den größten Ertrags- und Qualitätseinflüssen. Aber er kann neben Phosphat auch schnell zu einem Umweltproblem werden. Für eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Pflanzenproduktion ist daher eine von der Menge und vom Zeitpunkt optimale Stickstoff- und Phosphatdüngung notwendig. Die DüV schreibt vor der ersten Aufbringung dieser Nährstoffe eine schriftliche Düngebedarfsermittlung vor.

EDV-Düngeprogramme

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft stellt kostenlose EDV-Programme für die Düngebedarfsermittlung zur Verfügung. Bei Fragen zu den Programmen wenden Sie sich an Ihr zuständiges Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Düngebedarfsermittlung Stickstoff und Phosphat für Acker- und Grünland (Excelprogramm)

Mittels des Excelprogramms ist eine schriftliche Düngebedarfsermittlung für Kulturen des Ackers und des Grünlands möglich. Neben Stickstoff kann hier auch die Phosphatdüngung geplant werden.
Ein automatisches Laden von Mehrfachantragsdaten ist nicht möglich. Der Ausdruck dient als Nachweis bei einer Betriebskontrolle.
Für ein fehlerfreies Arbeiten mit diesem Excelprogramm muss eine Excelversion vorliegen, die 2010 oder später erschienen ist. Wenn ältere Versionen oder andere Tabellenkalkulationsprogramme (z. B. Open Office) verwendet werden, rechnet das Programm unvollständig und zeigt die Fehlermeldung #Name oder #Makro an.

Excel-Programm zur Berechnung der Düngebedarfsermittlung für max. folgende Anzahl von Bewirtschaftungszeiten:
48 Acker, 8 mehrschnittiger Fruchtbau, 16 Grünland, 8 Zweitfrucht und 8 Zwischenfrucht

Excel-Programm Düngebedarfsermittlung 2018 (Stand 28.02.2018) xls 2,0 MB

Erweitertes Excel-Programm zur Berechnung der Düngebedarfsermittlung für max. folgende Anzahl von Bewirtschaftungseinheiten:
80 Acker, 16 mehrschnittiger Fruchtbau, 80 Grünland, 16 Zweitfrucht und 8 Zwischenfrucht.

Erweitertes Excel-Programm Düngebedarfsermittlung 2018 (Stand 26.03.2018) xls 3,1 MB

Excel-Programm zur Berechnung der Düngebedarfsermittlung für Trauben, Heil- und Gewürzpflanzen und sonstige Ackerkulturen

Excel-Programm Düngebedarfsermittlung sonstige Ackerkulturen 2018 (Stand 28.02.2018) xls 1,4 MB

DSNonline – Düngeberatungssystem Stickstoff für Ackerkulturen

Auf Grundlage einer eigenen Nmin-Bodenuntersuchung bietet das Düngeberatungssystem Stickstoff (DSN) zu den wichtigsten Ackerkulturen eine detaillierte Stickstoffdüngeempfehlung.

Erträge (Orientierung) Düngebedarfsermittlung 2018

Der Düngebedarf ist auf Grundlage der betriebsspezifischen Erträge zu ermitteln. Da die Erträge oftmals unbekannt sind, können nachfolgend aufgelistete Erträge bei der Düngebedarfsermittlung verwendet werden.

Wichtige Ackerkulturen: Erträge auf Landkreisebene pdf 153 KB

Nmin-Gehalte Ackerkulturen 2018

Bei Grünland und mehrschnittigem Feldfutterbau sind keine Nmin-Gehalte notwendig.
Zu den nachfolgenden genannten Terminen werden die Nmin-Gehalte veröffentlicht:
Vorläufige Werte Endgültige Werte
Wintergetreide, Raps 30. Januar 1. März
Sommergetreide, Rüben,
sonstige Fruchtarten
28. Februar 15. März
Kartoffeln 10. März 1. April
Mais 15. März 10. April
Die vorläufigen Werte können für eine frühzeitge Düngebedarfsermittlung verwendet werden.
Wenn der endgültige Nmin-Wert um mehr als 10 kg N/ha höher als der vorläufige Nmin-Wert ist, muss die Düngeplanung angepasst werden.

Nmin-Werte

Tabelle 1: Hauptfrüchte mit einer tiefen (0-90 cm) Durchwurzelung des Bodens (kg N/ha)
Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Oberfranken Mittelfranken Unterfranken Schwaben
Hauptfrucht Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
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gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
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Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
W-Raps3033403628312434313126314143
W-Gerste4344524634372838363343434949
Triticale, W-Roggen4947474244412933483645415351
W-Weizen, Dinkel5354615448464951544751505455
S-Weizen, Durum, S-Roggen, S-Raps5762505044454747514949536864
Z-Rüben, F-Rüben5858535251514852615961596566
Silomais, Körnermais6570656948554854575656666163
Spargel 2. und 3. Jahr5261526152615261526152615261
Spargel ab 4. Jahr3242324232423242324232423242
Sonstige Fruchtarten5159505645514953454950555858
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von circa 60 cm sollten nur 75 Prozent vom Nmin-Gehalt angesetzt werden.
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von circa 30 cm sollten nur 45 Prozent vom Nmin-Gehalt angesetzt werden.
Tabelle 2: Hauptfrüchte mit einer mittleren (0-60 cm) Durchwurzelung des Bodens (kg N/ha)
Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Oberfranken Mittelfranken Unterfranken Schwaben
Hauptfrucht Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
S.-Gerste, Hafer3642293128323639333233354542
Sonnenblumen, Lein33383638----3337353840404545
Kartoffeln3846383943433533303042464743
Spargel 1. Jahr8261826182618261826182618261
Sonstige Fruchtarten3844374233383639333737414343
-- bedeutet, dass keine oder eine nicht ausreichende Anzahl an Untersuchungen vorliegt.
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von circa 30 cm sollten nur 60 Prozent vom Nmin-Gehalt angesetzt werden
Tabelle 3: Zweitfrüchte haben eine mittlere (0-60 cm) Durchwurzelung des Bodens (kg N/ha). Zweitfrüchte sind z.B. Grünroggen vor Silomais oder Weidelgras nach Wintergerste.
Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Oberfranken Mittelfranken Unterfranken Schwaben
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Vor-
läufig
End-
gültig
Zweitfrucht3334383329292429322731313737
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von circa 30 cm sollten nur 60 Prozent vom Nmin-Gehalt angesetzt werden.

Nmin-Artikelserie im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt

Der Ausdruck der hier veröffentlichten Nmin-Werte oder des entsprechenden Wochenblattartikels erfüllt die Aufzeichnungspflicht zur Ermittlung des Nmin-Wertes.

Aktuelle Nmin-Artikelserie im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt (BLW)