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Mineralische Düngung
Stickstoff Düngeempfehlung im Frühjahr 2016

Stickstoff ist der Nährstoff mit den größten Ertrags- und Qualitätseinflüssen. Aber er kann auch schnell zu einem Umweltproblem werden. Für eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Pflanzenproduktion ist daher eine von der Menge und vom Zeitpunkt optimale Stickstoffdüngung notwendig.

Nmin-Gehalte bayerischer Böden

Die Düngeverordnung schreibt für Ackerland vor der Ausbringung von mehr als 50 kg N/ha und Jahr eine jährliche Ermittlung des im Boden verfügbaren Stickstoffs vor. Neben der Untersuchung eigener Flächen können alternativ Untersuchungsergebnisse vergleichbarer Standorte herangezogen werden. Hier finden Sie laufend aktualisierte Nmin-Werte mit der zugehörigen Artikelserie im Wochenblatt. Drucken Sie sich die hier veröffentlichten Nmin-Werte oder Wochenblattartikel aus, dies erfüllt für Stickstoff Ihre Aufzeichnungspflicht nach Düngeverordnung.

Aktuelle Untersuchungsergebnisse

Frühjahr 2016
Nmin-Gehalte für Bayern und die einzelnen Regierungsbezirke aus dem Programm "Düngeberatungssystem Stickstoff (DSN)"

Untersuchungsergebnisse bis 20. Mai 2016

Fruchtarten mit einer tiefen Durchwurzelung des Bodens (kg N/ha)
HauptfruchtBayern
gesamt
Ober-
bayern
Nieder-
bayern
Ober-
pfalz
Ober-
franken
Mittel-
franken
Unter-
franken
Schwa-
ben
W-Weizen, Dinkel 54 55 59 46 51 55 54 56
Triticale, W-Roggen 39 50 46 32 41 30 45 72
W-Gerste 46 48 50 37 45 40 51 53
W-Raps 40 38 43 32 48 37 42 48
Z-Rüben, F-Rüben 64 54 63 45 71 66
Silomais, Körnermais 66 66 64 57 57 59 82 86
Durum, S-Weizen, S-Roggen, S-Raps 53 54
Spargel 2. Jahr 49 49
Spargel 3. Jahr 45 44
Spargel ab 4. Jahr 31 29
Fehlende Werte: Keine ausreichende Zahl an Stichproben (<25)
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von zirka 60 cm sollten nur 75 Prozent vom Nmin-Gehalt angerechnet werden.
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von zirka 30 cm sollten nur 45 Prozent vom Nmin-Gehalt angerechnet werden.

Fruchtarten mit einer mittleren Durchwurzelung des Bodens (kg N/ha)
HauptfruchtBayern
gesamt
Ober-
bayern
Nieder-
bayern
Ober-
pfalz
Ober-
franken
Mittel-
franken
Unter-
franken
Schwa-
ben
Spargel 1. Jahr 65
Sommer-(Brau-)Gerste, Hafer 39 43 34 35 40
Sonnenblumen, Lein 71 77
Kartoffeln 42 48 46 39 41 31 54 48
Sonstige Fruchtarten 47 48 47 40 42 42 51 59
Fehlende Werte: Keine ausreichende Zahl an Stichproben (<25)
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von zirka 30 cm sollten nur 60 Prozent vom Nmin-Gehalt angerechnet werden.

Nmin-Artikelserie im Wochenblatt

Der Ausdruck der hier veröffentlichten Nmin-Werte oder des entsprechenden Wochenblattartikels erfüllt die Aufzeichnungspflicht nach Düngeverordnung:

Aktuelle Nmin-Artikelserie im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt (BLW)

DSNonline - Düngeberatungssystem Stickstoff

Das Düngeberatungssystem Stickstoff (DSN) bietet eine umfassende Unterstützung bei der Stickstoffbedarfsermittlung im Frühjahr.
Auf Grundlage einer eigenen Bodenuntersuchung erhalten Sie eine detaillierte Düngeempfehlung zu allen wichtigen Feldfrüchten. Um den Aufwand dafür möglichst gering zu halten, wird DSN 2016 auch wieder online im Internet angeboten.

Beschreibung von DSNonline im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt pdf 409 KB

Mineraldüngerstreuer bei der Ausbringung von Stickstoffdünger im Frühjahr auf Getreide.
DSNonline
Die Untersuchung der Nmin-Bodenproben online per Internet beantragen und die Düngeempfehlung zeitnah per E-Mail erhalten:

Stickstoffbedarfsermittlung für Acker

Die Nmin-Methode informiert über Menge und Verteilung des pflanzenverfügbaren Stickstoffs (Ammonium und Nitrat) im Wurzelraum (0 - 60 bzw. 0 - 90 cm).
Die Bodenuntersuchung auf Nmin eignet sich für die Feinsteuerung der N-Düngung, da sie das jahrgangsspezifische N-Angebot des Bodens zu Vegetationsbeginn erfasst.
Der Rechengang zur Ermittlung des N-Düngebedarfs hängt davon ab, ob eine eigene Untersuchung vorliegt, oder ob auf Durchschnittswerte zurückgegriffen wird.