Mineralische Düngung
Stickstoff Düngeempfehlung im Frühjahr 2017

Stickstoff ist der Nährstoff mit den größten Ertrags- und Qualitätseinflüssen. Aber er kann auch schnell zu einem Umweltproblem werden. Für eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Pflanzenproduktion ist daher eine von der Menge und vom Zeitpunkt optimale Stickstoffdüngung notwendig.

Nmin-Gehalte bayerischer Böden

Die Düngeverordnung schreibt für Ackerland vor der Ausbringung von mehr als 50 kg N/ha und Jahr eine jährliche Ermittlung des im Boden verfügbaren Stickstoffs vor. Neben der Untersuchung eigener Flächen können alternativ Untersuchungsergebnisse vergleichbarer Standorte herangezogen werden. Hier finden Sie laufend aktualisierte Nmin-Werte mit der zugehörigen Artikelserie im Wochenblatt. Drucken Sie sich die hier veröffentlichten Nmin-Werte oder Wochenblattartikel aus, dies erfüllt für Stickstoff Ihre Aufzeichnungspflicht nach Düngeverordnung.

Aktuelle Untersuchungsergebnisse

Frühjahr 2017
Nmin-Gehalte für Bayern und die einzelnen Regierungsbezirke aus dem Programm "Düngeberatungssystem Stickstoff (DSN)"

Untersuchungsergebnisse bis 17. Mai 2017

Fruchtarten mit einer tiefen Durchwurzelung des Bodens (kg N/ha)
HauptfruchtBayern
gesamt
Ober-
bayern
Nieder-
bayern
Ober-
pfalz
Ober-
franken
Mittel-
franken
Unter-
franken
Schwa-
ben
W-Weizen, Dinkel 88 84 76 87 87 90 98 90
Triticale, W-Roggen 71 80 62 71 73 62 83
W-Gerste 78 80 71 73 78 79 83 85
W-Raps 72 62 50 67 87 86 83 55
Z-Rüben, F-Rüben 89 89 74 73 106 93 105
Silomais, Körnermais 80 78 70 70 76 73 105 108
Durum, S-Weizen, S-Roggen, S-Raps 90 98
Spargel 2. Jahr 63 64
Spargel 3. Jahr
Spargel ab 4. Jahr 44
Fehlende Werte: Keine ausreichende Zahl an Stichproben (<25)
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von zirka 60 cm sollten nur 75 Prozent vom Nmin-Gehalt angerechnet werden.
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von zirka 30 cm sollten nur 45 Prozent vom Nmin-Gehalt angerechnet werden.

Fruchtarten mit einer mittleren Durchwurzelung des Bodens (kg N/ha)
HauptfruchtBayern
gesamt
Ober-
bayern
Nieder-
bayern
Ober-
pfalz
Ober-
franken
Mittel-
franken
Unter-
franken
Schwa-
ben
Spargel 1. Jahr 73
Sommer-(Brau-)Gerste, Hafer 55 56 53 45 60 57
Sonnenblumen, Lein 65
Kartoffeln 57 67 57 52 50 72 68
Sonstige Fruchtarten 60 60 53 53 57 56 73 78
Fehlende Werte: Keine ausreichende Zahl an Stichproben (<25)
Bei einer Durchwurzelungstiefe des Bodens von zirka 30 cm sollten nur 60 Prozent vom Nmin-Gehalt angerechnet werden.

Nmin-Artikelserie im Wochenblatt

Der Ausdruck der hier veröffentlichten Nmin-Werte oder des entsprechenden Wochenblattartikels erfüllt die Aufzeichnungspflicht nach Düngeverordnung:

Aktuelle Nmin-Artikelserie im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt (BLW)

DSNonline - Düngeberatungssystem Stickstoff

Das Düngeberatungssystem Stickstoff (DSN) bietet eine umfassende Unterstützung bei der Stickstoffbedarfsermittlung im Frühjahr.
Auf Grundlage einer eigenen Bodenuntersuchung erhalten Sie eine detaillierte Düngeempfehlung zu allen wichtigen Feldfrüchten. Um den Aufwand dafür möglichst gering zu halten, wird DSN 2017 auch wieder online im Internet angeboten.

Beschreibung von DSNonline im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt pdf 409 KB

Mineraldüngerstreuer bei der Ausbringung von Stickstoffdünger im Frühjahr auf Getreide.
DSNonline
Die Untersuchung der Nmin-Bodenproben online per Internet beantragen und die Düngeempfehlung zeitnah per E-Mail erhalten:

Stickstoffbedarfsermittlung für Acker

Die Nmin-Methode informiert über Menge und Verteilung des pflanzenverfügbaren Stickstoffs (Ammonium und Nitrat) im Wurzelraum (0 - 60 bzw. 0 - 90 cm).
Die Bodenuntersuchung auf Nmin eignet sich für die Feinsteuerung der N-Düngung, da sie das jahrgangsspezifische N-Angebot des Bodens zu Vegetationsbeginn erfasst.
Der Rechengang zur Ermittlung des N-Düngebedarfs hängt davon ab, ob eine eigene Untersuchung vorliegt, oder ob auf Durchschnittswerte zurückgegriffen wird.