Düngung
Berechnung Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft (Grenze 170 kg N/ha)

Nach § 4 der bisher gültigen Düngeverordnung darf mit Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft nur so viel Stickstoff ausgebracht werden, dass im Durchschnitt der landwirtschaftlich genutzten Flächen des Betriebes 170 kg/ha und Jahr nicht überschritten werden. Nach der neuen Düngeverordnung zählen ab 2018 auch der Stickstoff aus anderen organischen Düngern zur 170 kg Grenze. Daher kann für das Jahr 2017 noch mit dem vorhandenen Programm gerechnet werden, ab 2018 stellen wir ein aktualisiertes Programm zur Verfügung.

Berechnungsmöglichkeiten

Um die vorgegebenen Obergrenzen einzuhalten, können Sie mit dem bereitgestellten Programm folgende Punkte für ihren Betrieb berechnen:

  • ob die Grenze von 170 kg eingehalten wird,
  • wie viel Wirtschaftsdünger Sie abgeben müssten oder noch aufnehmen könnten,
  • wie weit der Viehbestand abzustocken wäre oder noch aufgestockt werden könnte,
  • wie viel Flächen noch zugepachtet werden müssten oder abgegeben werden könnten,
  • oder welche Maßnahmenkombinationen notwendig wären.
um die vorgegebenen Obergrenzen einhalten zu können.

Dabei ist zu beachten:

  • Anrechenbarer Viehbestand
    Bei der Kontrolle der Obergrenze 170 kg Stickstoff aus tierischen Ausscheidungen durch die Cross-Compliance-Teams wird das Kalenderjahr (01.01. bis 31.12.) zu Grunde gelegt. Wir empfehlen daher einen Sicherheitszuschlag zu berücksichtigen, da zum Planungszeitpunkt noch nicht alle Einflussfaktoren endgültig bekannt sind (Tierbestandsschwankungen, Flächenschwankungen, Stickstoffbedarf der Flächen).
  • Die Milchleistung berechnet sich aus der abgelieferten Milch geteilt durch die Kuhzahl des Betriebes.

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Fragen

Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.