Düngung
Berechnung organischer Dünger (Grenze 170 kg N/ha)

Nach § 6 der Düngeverordnung darf mittels organischen und organisch- mineralischen Düngern nur so viel Stickstoff (Ngesamt) ausgebracht werden, dass im Durchschnitt der landwirtschaftlich genutzten Flächen des Betriebs 170 kg N je Hektar und Kalenderjahr (01.01. bis 31.12.) nicht überschritten werden. Gegenüber der alten Düngeverordnung fließen jetzt nicht nur die Gesamtstickstoffmenge aus Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft in die „170 kg Grenze“ ein, sondern auch die Mengen Ngesamt aus allen anderen organischen Düngern, die im Betrieb ausgebracht werden (z. B. Biogasgärreste). Reine Mineraldünger fallen nicht unter die 170 kg Grenze. Bei der Berechnung der 170 kg Grenze dürfen Stall- und Lagerungsverluste, aber keine Aufbringungsverluste abgezogen werden.
Es werden für 2018 zwei Programme angeboten. Das Programm für tierhaltende Betriebe ist für alle Betriebe ohne betriebseigene Biogasanlage geeignet. Für Betriebe mit betriebseigener Biogasanlage muss das Programm „Biogasbetriebe“ verwendet werden. Dieses Programm „Biogasbetriebe“ kann für gewerbliche Betriebe (anderer Verfügungsberechtigter) ohne Fläche zur Abschätzung des Stickstoffanfalls in der Biogasanlage verwendet werden.

Dabei ist zu beachten:

  • Anrechenbarer Viehbestand
    Bei der Kontrolle der Obergrenze 170 kg Stickstoff durch die Cross-Compliance-Teams werden die Berechnungen der abgelaufenen Kalenderjahre geprüft. Für eine Planung empfehlen wir einen Sicherheitszuschlag zu berücksichtigen, da zum Planungszeitpunkt noch nicht alle Einflussfaktoren endgültig bekannt sind (Tierbestandsschwankungen, Flächenschwankungen).
  • Die Milchleistung berechnet sich aus der abgelieferten Milch geteilt durch die Kuhzahl des Betriebes.
  • Die Excelprogramme 2006 - 2017 basieren auf die Vorgaben der „alten“ DüV vom 10.01.2006.

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Fragen

Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.