Kulturlandschaft
Hecken und Feldgehölze

KULAP-Maßnahme B49: Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen

Strukturreiche, vielgestaltige und abwechslungsreiche Kulturlandschaft
Die Förderung der Erneuerung von bestehenden Hecken und Feldgehölzen im Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm 2015-2020 soll sowohl zur Erhaltung und Entwicklung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes, als auch zur dauerhaften Sicherung einer naturraum- und regionaltypischen biologischen Vielfalt (Biodiversität) in der vom Menschen genutzten Landschaft beitragen. Gleichzeitig sollen Vielfalt, Eigenheit und Schönheit, sowie der Erholungswert der traditionell genutzten Kulturlandschaft dauerhaft erhalten werden.
Hecken und Feldgehölze sind nach Art. 16 Bayerisches Naturschutzgesetz i.V.m. § 29 Bundesnaturschutzgesetz als Landschaftsbestandteil geschützt und dürfen nicht erheblich beeinträchtigt werden.

Heimische Gehölze

Die Kenntnis unserer heimischen Gehölze - früher ein Teil der Allgemeinbildung - ist heute in den Bereich des "Fachwissens" gerückt.
Nachstehend werden unsere heimischen Laubgehölze und ihre ökologische Bedeutung in Wort und Bild dargestellt.

Kurzbeschreibungen heimischer Gehölze

Autochthone Gehölze

Wald- und Wiesenlandschaft

Zur Saatgewinnung geeignete Wildgehölze am natürlichen Standort

Die genetische Vielfalt und Eigenart der heimischen Gehölzarten wird durch die Verwendung von Pflanzen der gleichen Art, aber aus gebietsfremder Herkunft, in einem seit Jahrzehnten andauernden Prozess der Vermischung verändert, verfälscht und somit gefährdet. Dieser Entwicklung soll nun mit der Anzucht von Pflanzen aus autochthonem Saatgut entgegen gewirkt werden.
Zum Verständnis der Problematik: Die meisten der in Deutschland heimischen Wildgehölze kommen in weitaus größeren Wuchsgebieten vor. Der Weißdorn Crataegus monogyna z.B. ist von der Iberischen Halbinsel über Mittel- und Südosteuropa bis nach Kleinasien und Russland verbreitet. Im Laufe einer Jahrtausende langen Entwicklung hat er sich mit seinen Erbanlagen an die Verhältnisse in den jeweiligen Wuchsgebieten angepasst. Das in Bayern erhältliche Saat- und Pflanzgut wird zum Teil auch aus Süd- und Osteuropa bezogen. Auf diesem Wege gelangen Pflanzen "gebietsfremder" Herkünfte in unsere Landschaft. Genetische Nivellierung tritt auf, wenn von einer heimischen Wildpflanzenart ein bestimmter Typus, der durch besondere Eigenschaften, seien es Blütengröße, starke Bedornung etc. auffällt, im großen Stil vermehrt und ausgepflanzt wird.