Kopfbild viele Fische in einem Gewässer

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Karpfenteichwirtschaft

Die Karpfenteichwirtschaft hat eine lange Tradition. Die Anfänge reichen 1200 Jahre zurück. In Bayern werden heute auf einer Fläche von 20.000 ha hauptsächlich in den traditionellen Karpfengebieten Frankens und der Oberpfalz von etwa 5.500 Teichwirten jährlich etwa 6.000 t Speisekarpfen erzeugt. Dies entspricht etwa 50% der gesamten Karpfenproduktion Deutschlands.

Im Fokus

Öko-Aquakultur
Entwicklung und Situation der ökologischen Teichwirtschaft in Bayern

Luftbild einer Teichlandschaft

Die Öko-Aquakultur hat noch keine lange Tradition. Seit 1994 gibt es Richtlinien von Öko-Anbauverbänden. In Bayern gibt es momentan 16 Betriebe mit ökologischer Karpfenteichwirtschaft und 10 Öko-Forellenteichbetriebe. Es gibt verschiedene Gründe, die gegen eine Umstellung auf ökologische Teichwirtschaft sprechen. Aktuell fehlen Öko-Vermehrungsbetriebe, um die 100-prozentige Versorgung mit Öko-Setzlingen sicherzustellen. Diese Regelung bietet also für diejenigen Betriebe Chancen, die Teichfische vermehren und auf ökologische Erzeugung umstellen wollen. Seit kurzem gibt es außerdem die Möglichkeit, dass umstellungswillige Betriebe über den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) eine Förderung beantragen können, die abhängig von Fischart und -größenklasse einen Ausgleich für die Mehrkosten gewährt.  Mehr

Karpfen schlachten und vorbereiten für die Küche

Gebackener Karpfen auf Teller

Wie schlachte ich Karpfen und bereite sie für die Küche vor? Und was gibt es sonst noch zu beachten? Die LfL hat Tipps und Tricks zusammengestellt.   Mehr

Der Karpfen als Motor für die Gastronomie einer ganzen Region

Teich

Bedeutende Karpfenteichgebiete finden sich in Europa vor allem in Teilen von Frankreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Ungarn und im ehemaligen Jugoslawien. Die bayerischen Karpfenteichgebiete in Franken und der Oberpfalz zeichnen sich durch ihre kleine Betriebsstruktur aus.  Mehr

Herkunft und Vermehrung

Die Bestimmung der Herkunft des Karpfens mittels Stabilisotopen-Technik

Spiegelkarpfen im Wasser

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit setzt in der Lebensmittelüberwachung die Stabilisotopenverhältnismassenspektrometrie (IRMS) zur Authentizitätsprüfung ein. Können Karpfen aus verschiedenen Regionen damit unterschieden werden?   Mehr

Einsatz von synthetischen Präparaten zur Vermehrung von Fischen

Abstreifen eines Grasfischregeners in eine Schüssel

Nach dem Deutschen Arzneimittelrecht ist der Einsatz von Hypophysen zur Auslösung der Ovulation bei Fischen in Deutschland nicht zugelassen. Das Institut für Fischerei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft untersucht daher seit einigen Jahren die Wirksamkeit synthetischer Präparate bei Karpfen, Schleie und Grasfisch.  Mehr

Verluste durch Feinde

Einfluss von Blaubandbärblingen (Pseudorasbora Parva) auf die Überwinterung von Karpfen und Schleien

Blaubandbärbling attakiert Schleie

Die Neozoe Blaubandbärbling kann unter heimischen Fischen große Schäden in der Winterung anrichten. Besonders beim Besatz von Winterungen ist darauf zu achten, dass keine Blaubandbärblinge hinein gelangen.  Mehr

Einfluss von Schutzkäfigen auf die Verluste durch Kormorane im Karpfenteich

Kormoranschutzkäfig in einem Karpfenteich

In bayerischen Karpfenteichwirtschaften richten Kormorane erhebliche Schäden an. Die Größe der Karpfenteiche stellt ein ernstes Hindernis dar, um diesem Problem zu begegnen. Überspannung mit Drähten oder Netzen sowie Einhausung sind nur schwer bzw. nicht durchführbar. Wichtig ist es, den Fischen Versteckmöglichkeiten zu bieten.   Mehr

Beratung

Kormoranbeauftragter
Derzeit ist am Institut für Fischerei, Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft,der Kormoranbeauftragte Dipl.ing. Tobias Küblböck eingestellt. Seine Aufgabe besteht darin, Maßnahmen zu ergreifen bzw. zu koordinieren zur Reduktion der Schäden in der Teichwirtschaft. Zunächst ist seine Tätigkeit auf die Projektgebiete Aischgrund und Waldnaabaue beschränkt. Bei vorhandenen Problemen steht er Teichwirten, Jägern und Behördenvertretern als Ansprechpartner zur Verfügung.
Fisch- und Wasseruntersuchungen
Bei Problemen können Teichwirte Fische und auch Wasserproben untersuchen lassen. Die Kosten betragen 6 Euro für die Untersuchung der Wasserqualität und 9 Euro für die Untersuchung der Fischgesundheit. Die Beurteilung der Fischgesundheit kann nur an lebenden Tieren erfolgen. Die Außenstelle wird bei den Fischuntersuchungen jeweils am Mittwoch Vormittag vom Fischgesundheitsdienst Bayern e.V. durch Tierarzt Bachmann unterstützt.
Teichbauberatung
Bei Bauvorhaben in der Teichwirtschaft (Teiche, Hälterungen, Bruthäuser, Vermarktungseinrichtungen) können Sie Beratung anfordern.

FWM Wolfgang Städtler
Tel.: 09193 5089014
E-Mail: hoechstadt@lfl.bayern.de