Getreide

Die Forschung zu Züchtung und Qualität von Weizen und Gerste ist eine zentrale Aufgabe des Arbeitsbereichs Getreide. Zudem wird in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein bayernweites Netz von Getreideversuchen koordiniert und daraus gewonnene Daten als Grundlage für die Beratung und Sortenempfehlung ausgewertet.

Produktionstechnik und Sorten

Aktuell

Fusarium in der Ähre war heuer oft deutlich sichtbar

Winterweizenähren mit tauben Körnern aufgrund von Fusariumbefall

Partielle Taubährigkeit

Heuer war stärkerer Befall mit Ährenfusarium zu beobachten. Durch die anhaltend niederschlagsreiche Witterung fanden Fusariumarten optimale Bedingungen für die Infektion und das Wachstum in der Ähre vor. Obwohl die Ausgangssituation heuer sehr hohen Befall begünstigte , sind die Landwirte in Bayern noch einigermaßen glimpflich davon gekommen. In der Praxis sind einzelne Partien der Ernte 2016 von erhöhten Mykotoxinwerten betroffen und müssen außerhalb des Lebensmittelbereiches verwertet werden.  Mehr

Triticale: aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Triticale-Feld in Nahaufnahme

Auf rund 74.000 Hektar konnte dieses Jahr in Bayern bei Wintertriticale ein mittlerer Kornertrag von 60 dt/ha gedroschen werden. Knapp 19 Prozent der gesamten Winterform dienten in Bayern zur Erzeugung von Ganzpflanzensilage. Für diese Nutzungsrichtung werden häufig spezielle Sorten verwendet. Welche Sorten bei der Körnernutzung die Nase vorne haben, zeigen die hier veröffentlichten Ergebnisse der staatlichen Landessortenversuche.  Mehr

Winterweizen: aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Winterweizen-Feldbestand während der Blüte

Obwohl die Ertragserwartungen aufgrund des milden Winters und der guten Wasserversorgung im Frühjahr zunächst hoch waren, konnte die Praxis heuer in Bayern nur rund 74 dt/ha mit schwächerer Kornqualität einfahren. Anhaltendes Regenwetter, verbunden mit einem erhöhten Krankheits- und Lagerdruck, und zu wenig Sonnenschein während der Kornfüllungsphase sind dafür verantwortlich. Größere Probleme mit Auswuchs und geringen Fallzahlen gab es nicht, die Proteingehalte lagen auf dem Niveau der letzten Jahre.  Mehr

Winterroggen: aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Winterroggen Feldbestand

Die bayerischen Landwirte konnten heuer mit rund 57 dt/ha etwa 4 dt/ha mehr dreschen als letztes Jahr und somit das gute Ernteergebnis von 2014 wiederholen. Die Roggenanbaufläche ist seit den 70er Jahren auf derzeit rund 34.000 ha zurückgegangen. Ertragsstarke Hybridroggensorten haben im Laufe der Zeit zunehmend den konventionellen Praxisanbau erobert und mittlerweile rund 80 Prozent Anbauanteil erreicht. Bei der Sortenwahl ist einiges zu beachten.  Mehr

Wintergerste: aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Sechszeilige Wintergerste

Die Wintergerstenfläche ist seit Jahren leicht rückläufig. So wurde 2015/16 in Bayern auf knapp 241.000 Hektar Wintergerste angebaut, rund 5.000 weniger als im Vorjahr. Nach ersten Druschergebnissen aus der Praxis ist eine überdurchschnittliche Wintergerstenernte bei schwächerer Kornqualität zu erwarten.  Mehr

Weitere Beiträge

Erträge steigern mit Hybridsorten

Roggen Zuchtgarten

Bei Mais, Zuckerrübe und Roggen haben sich Hybridsorten aufgrund ihrer Ertragsüberlegenheit durchgesetzt. Derzeit wird intensiv an der Züchtung von Weizen- und Gerstenhybriden gearbeitet. Ihre Bedeutung in der Praxis ist jedoch noch gering.   Mehr

Sommerweizen – Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Sommerweizen

Sommerweizen stand heuer auf rund 7 800 ha und damit, wie auch in den meisten Jahren zuvor, bayernweit auf weniger als 1 % der Getreidefläche.
Das im Vergleich zu Winterweizen niedrige Ertragspotenzial ist ausschlaggebend für die geringe Bedeutung der Sommerform.
Kommt es jedoch wieder einmal zu größeren Auswinterungsschäden bei Wintergetreide, steigt die Nachfrage nach Sommerweizen sprunghaft. Ein Blick auf die aktuellen Sorten kann somit für jedermann lohnend sein.  Mehr