Arbeitsschwerpunkt
Eiweiß - Bayerische Eiweißinitiative

Landwirtschaftliche Nutztiere werden in hohem Maße mit Eiweißträgern aus Übersee gefüttert. Insbesondere der Import von Sojabohnen und Sojaschrot gleicht derzeit die Unterversorgung Europas an Eiweißfutter aus. Im Rahmen der Bayerischen Eiweißinitiative sollen der Import an Überseesoja reduziert und der Anbau heimischer Eiweißpflanzen gefördert werden. Der interdisziplinäre Arbeitsschwerpunkt an der LfL unterstützt die Erforschung und Praxiseinführung von Lösungsansätzen im Bereich der Tierernährung und des Pflanzenbaus.

Bayerische Eiweißinitiative
Wirtschaftlichkeit von Luzernecobs: Berechnung mit dem Deckungsbeitragsrechner

Luzernecobs

Die Verarbeitung von Luzerne zu Cobs stellt eine Möglichkeit zur hochwertigen Veredelung der Luzerne dar. Doch wie steht es um die Wirtschaftlichkeit von Luzernecobs? Mit der Internetanwendung „LfL-Deckungsbeiträge und Kalkulationsdaten“ können Landwirte die Wirtschaftlichkeit verschiedener Produktionsverfahren speziell für ihren Betrieb kalkulieren.   Mehr

Stickstoff- und phosphorreduzierte Schweinemast mit Soja- und Rapsextraktionsschrot

Rapsextraktionsschrot

Ziel der bayerischen Eiweißinitiative ist es, unter anderem auch den Einsatz „heimischer“ Eiweißfuttermittel wie Rapsextraktionsschrot zu fördern. Problematisch beim Rapsextraktionsschrot ist, dass er im Vergleich zu Sojaextraktionsschrot weniger Lysin aufweist. Zudem ist die Dünndarmverdaulichkeit des Lysins geringer. Aber auch der relativ hohe Phosphorgehalt im Rapsextraktionsschrot wird hinsichtlich der Düngeverordnung als problematisch erachtet. Kann dennoch der Einsatz hoher Rapsanteile in der Schweinemast auch unter den Vorgaben der Düngeverordnung Sinn machen?  Mehr

Ackerbohnen, Erbsen oder Lupinen im Futter für Aufzuchtferkel

Erbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen

Aufgrund von Agrarfördermaßnahmen wurden in den letzten Jahren verstärkt heimische Körnerleguminosen angebaut. Wie und in welcher Höhe sich diese Rationen für Aufzuchtferkel einbauen lassen, wurde in einem Fütterungsversuch in Schwarzenau überprüft.  Mehr

Neue LfL-Information zur Legehennenfütterung

kopf einer braunen Legehenne mit intaktem Schnabel

Mit dem Verzicht auf das routinemäßige Schnabelkupieren stehen die Legehennenhalter vor neuen Herausforderungen, um das Risiko für Verhaltensstörungen zu reduzieren. In dieser LfL-Information werden fütterungsseitige Einflussfaktoren auf das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus dargestellt und praxisorientierte Empfehlungen zur Optimierung der Fütterung geben Hilfestellung für die Legehennenhaltung.  Mehr

Bayerische Eiweißinitiative
Grünlandverbesserung

Bilder von Wiesen

Die Grundlage einer bedarfsgerechten und kostengünstigen Eiweißversorgung von Rindern ist das Grobfutter. Nur durch ein standortangepasstes und produktives Grünlandmanagement können die Energie- und Eiweißkomponenten effizient genutzt werden. Dies ermöglicht eine wiederkäuergerechte und ökonomische Rationsgestaltung und die Reduktion des Einsatzes zugekaufter Kraftfuttermittel. Voraussetzung für eine konstante Futterqualität ist eine leistungsfähige Grasnarbe aus wertvollen Futtergräsern.   Mehr

Nanoviren - eine neue Gefahr für den Leguminosen-Anbau

Wiese

2016 war ein nahezu landesweiter Befall mit neuartigen Leguminosen-Viren zu beobachten. Zum Teil kam es zu Totalausfällen der Ernte. Ursache dafür waren Nanoviren. Was sind Nanoviren und kann man gegen sie etwas tun?   Mehr

Bayerische Eiweißinitiative
LfL-Jahrestagung am 19. Oktober 2017 in Plankstetten

4 Bilder zum Thema heimisches Eiweiß

Die Jahrestagung der LfL findet 2017 im Kloster Plankstetten statt. Unter dem Motto "Heimisches Eiweiß - Potentiale und Perspektiven für die bayerische Landwirtschaft" widmet sich die Tagung aktuellen Themen aus den Bereichen Pflanzenbau, Tierernährung, Ökonomie und Vermarktung von heimischen Eiweißpflanzen. Interessenten können sich bereits jetzt für einen Newsletter anmelden, um weitere Informationen zur Veranstaltung zu erhalten.  Mehr

Bayerische Eiweißinitiative
Anbauflächenentwicklung von Leguminosen 2016

Erbsenpflanze

Der Leguminosenanbau verzeichnete auch 2016 deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtfläche stieg auf rund 55.600 Hektar in Bayern, wobei die Erbse und die Luzerne die deutlichsten Zuwächse verzeichnete. Die Veränderungen der Anbauflächen auf Ebene der Regierungsbezirke spiegeln dabei die Reaktionen auf die starke Trockenheit des Jahres 2015 sehr gut wider.   Mehr

Optimierung der Aminosäuren- und Phosphorversorgung beim Schwein

Bucht mit Mastschweinen

Die Novellierung der Düngeverordnung befindet sich in der Endphase. Um schweinehaltende Landwirte bei der Umsetzung der neuen Vorgaben unterstützen zu können, wurde das Thema „Optimierung der Aminosäuren- und Phosphorversorgung von Schweinen“ in drei Teilprojekten genauer beleuchtet. Kernpunkt ist die Stickstoff- und Phosphorreduzierte Fütterung.   Mehr

DemoNetErBo
Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne in Bayern

Logodemoneterbo Rgb

2016 startete das bundesweite Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne mit dem Ziel, Anbau und Verarbeitung von Erbsen und Ackerbohnen zu unterstützen und auszuweiten. Sechs Demonstrationsbetriebe sind in Bayern Teil des Netzwerks. Sie zeigen innovative und praktische Ansätze im Anbau und in der Verwertung von Erbsen und Bohnen und helfen dabei, Wissen zu sammeln, aufzubereiten und im Rahmen von Feldtagen und Seminaren zur Verfügung zu stellen.  Mehr

Versuchsergebnisse und Beratungshinweise zum Grünland

Wiese mit Weißklee

Grünland ist ein wesentlicher heimischer Eiweiß- und Energielieferant, insbesondere für die Milchviehfütterung und trägt darüber hinaus zum Schutz von Boden und Grundwasser bei. Eine nachhaltige und ressourceneffiziente Nutzung dieser Standorte erfordert eine standortangepasste Bewirtschaftung. Die Grünlandhefte der Versuchsstandorte Spitalhof, Steinach und der Region Franken liefern hierzu praxisorientierte Beratungshinweise und Empfehlungen.   Mehr

Bayerische Eiweißinitiative
Heimische Eiweißfuttermittel in der Schweinefütterung

Sojapflanzen

Die Eiweißversorgung in der Schweinefütterung wird zu einem überwiegenden Teil mit importiertem Sojaextraktionsschrot (SES) sichergestellt. Es bieten sich jedoch heimische Alternativen an, welche die Importabhängigkeit reduzieren können, ökonomisch rentabel sind und eine bedarfsgerechte und eiweißsparende Aminosäurenversorgung der Tiere ermöglichen. Zudem wurden auch durch „Greening“ und „KULAP“ neue Impulse für den Anbau heimischer Eiweißpflanzen und deren Einsatz in der Fütterung gesetzt.  Mehr

Mastversuch mit abgesenktem Gehalten an Sojaextraktionsschrot in den einzelnen Mastabschnitten

Sojaschrot

Ein Ziel der bayerischen Eiweißstrategie ist es, den Import von Sojaextraktionsschrot aus Übersee zu reduzieren. Weniger Soja in der Ration beziehungsweise pro erzeugtes Mastschwein schont zudem die Umwelt und den Geldbeutel des Mästers. Derzeit liegt der Verbrauch an Soja bei rund 40 Kilogramm pro erzeugtes Mastschwein. Ob Schweine auch mit deutlich niedrigeren Aufwandmengen an Sojaextraktionsschrot erfolgreich gemästet werden können, verrät ein Fütterungsversuch aus Schwarzenau.  Mehr

Bayerische Eiweißinitiative
Heimische Eiweißfuttermittel in der Milchviehfütterung

Kühe beim Fressen

Die Proteinergänzung in der Rinderfütterung wurde in den vergangenen Jahren häufig durch importierten Sojaextraktionsschrot vorgenommen. Doch die Gründe für den Einsatz heimischer Eiweißfuttermittel sind vielfältig und liegen beispielsweise in der Möglichkeit der GVO-freien Fütterung, der Importunabhängigkeit, der Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe und der Erhöhung der Biodiversität in der Kulturlandschaft.  Mehr

Bayerische Eiweißinitiative
Sojaaufbereitung

Sojapflanze

Sojabohnen bieten für den Einsatz in der Fütterung die Vorteile eines hohen Rohproteingehalts von durchschnittlich 40 % (in TM) sowie ein günstiges Aminosäurenmuster. Aufgrund von verdauungshemmenden Inhaltsstoffen können die geernteten Rohbohnen jedoch an Monogastriden wie Schweine und Geflügel nicht ohne vorherige Aufbereitung verfüttert werden. Die thermische Aufbereitung bewirkt einerseits den Abbau der verdauungshemmenden Inhaltsstoffe und somit eine verbesserte Nährstoffverfügbarkeit. Daneben wird auch eine verbesserte Schmackhaftigkeit erreicht.  Mehr

Untersuchungen zum Rohproteinbedarf von Fleckviehbullen

Bullen am Wiegetrog

Die Mast von Fleckviehbullen ist eine relativ effiziente Form der Rindfleischerzeugung. Im Vergleich zu anderen Formen der Fleischerzeugung (Geflügel und Schwein) ist dennoch ein relativ hoher Aufwand an Futterprotein gegeben. Vor allem in der Mast besteht über den tatsächlichen Bedarf an Rohprotein (XP) der Rinder allerdings Unklarheit. Die LfL hat anhand von mehreren dose-response-Versuchen abgeklärt und dargestellt, wie weit die Rohproteinversorgung in der Rindermast ohne negative Effekte auf die Leistung abgesenkt werden kann und wie der Rohproteinbedarf in der Bullenmast unter derzeitigen Bedingungen einzuschätzen ist.   Mehr

LfL-Informationen

Ansprechpartner
Robert Schätzl

Menzinger Straße 54
80638 München
E-Mail: Eiweissinitiative@lfl.bayern.de

Ansprechpartner
Sabine Braun

Menzinger Straße 54
80638 München
E-Mail: Eiweissinitiative@lfl.bayern.de

Für die Bayerische Eiweißinitiative stellt das Bayerische Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusätzliche Finanzmittel für Forschung, Beratung und Wissenstransfer zur Verfügung.