Tag der offenen Tür der LfL in Freising, 17. September 2017: Thema "Wasser" im Fokus

Wasserfall

Foto: Wolfgang Seemann

Weit mehr als 5.000 Besucherinnen und Besucher strömten am Sonntag auf das Gelände der LfL. Den schlechten Wetterprognosen zum Trotz scheinte die Sonne und lockte Familien und Verbraucher nach Weihenstephan, um hautnah bei Führungen, Vorführungen, Präsentationen und Mitmachaktionen dabei zu sein und unter dem Motto "Wasser im Fokus" viel Interessantes zu erfahren.

Als Trinkwasser für unsere Nutztiere ist es bekannt, aber die heiß begehrte Kuhdusche gegen Sommerhitze für Milchkühe kennen die wenigsten. Gartenbesitzern ist die Bewässerung bei Gemüse vertraut, doch wie geschieht es im größeren Maßstab bei Speisekartoffel – effizient und zugleich umweltschonend.

Die LfL präsentierte den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ihre Themen, die Berührungspunkte mit dem kostbaren Gut Wasser haben. Die Gäste konnten vor Ort die LfL-Lösungen für die Landwirtschaft erkunden und erfahren, welchen Nutzen die Verbraucher dabei haben. Der echte und gemessene Wasserbedarf in der Tierernährung spielt eine Rolle, da es im besten Sinne des Wortes überlebenswichtig für die Tiere ist. Hier sparsam zu haushalten, ist mit besonderer Verantwortung verbunden.
Auszug aus dem vielfältigen Programm

Führungen und Vorführungen

  • Maschinenvorführung: Umweltfreundliche und effiziente Gülleausbringung
  • Spürhunde der LfL im Arbeitseinsatz auf Käfersuche
  • Innovative Technik in der Landwirtschaft: Der Weideroboter
  • Mit der Pflanze auf Du und Du – was fehlt meiner Pflanze?
  • Wasserorgel und Regensimulator
  • Flora und Fauna unter dem Mikroskop
  • Alte Sorten wieder entdeckt – moderne Pflanzenzüchtung für mehr Vielfalt
  • Laboranalytik für mehr Qualität, Führungen durch die LfL-Labore
  • Alles öko? Ökolandbau zum Anfassen
  • Alles rund um Fischfang, -haltung, -fütterung und Verarbeitung
  • Berufe rund um Landwirtschaft, Tierhaltung, Versuchstechnik und Maschinen

Erlebnis Landwirtschaft

  • Bauernhof-Flipper
  • Apfelsaft-Pressen und Streuobstquiz
  • Kükenschlupf: Schau den Küken beim Schlüpfen zu
  • Ferkel, Kuh und Kalb kennenlernen
  • Bäckerei für Kinder
  • Süßholzkaramell selbst herstellen
  • Angeln für Kinder
  • Fühlquiz
  • Süßholzkaramell selbst herstellen
  • Maispüppchen basteln
  • Getreide mahlen auf dem Getreidefahrrad
  • Schatzsuche
  • Kinderschminken uvm.

Impressionen

Präsentationen und Aktionen

Maschinenvorführung "Umweltfreundliche und Effiziente Gülleausbringung"

Landwirtschaftliche Maschine auf Feld
Wenn es in unserer Agrarlandschaft mal wieder strenger riecht, dann liegt das oftmals an der Gülleausbringung. Dabei hat es einen guten Grund weshalb die in der Tier- oder Energieproduktion anfallende Gülle wieder auf die Felder ausgebracht wird. Doch welche aktuellen landtechnischen Entwicklungen gibt es überhaupt in der Gülletechnik? Wo liegen die Vorteile dieser ganz unterschiedlichen Ausbringtechniken? Und welche Anforderungen und Grenzen gibt es beim Einsatz emissionsarmer Ausbringtechniken? Eine Ausstellung mit Gülletechnik sowie Antworten zu diesen und vielen anderen Fragen rund um Gülletechnik bekamen die Besucherinnen und Besucher am Stand "Umweltfreundliche und effiziente Gülleausbringung".

Vorführung Weidepflegeroboter

Weidepflegeroboter im Einsatz
Auf einem modernen Milchviehbetrieb sind heute alle Bereiche vom Melken über das Füttern bis zum Misten in der Hand von Robotern. Nur im Bereich der Weide wurden bisher nur erste Ansätze verwirklicht. Der Prototyp des am Institut für Landtechnik und Tierhaltung entwickelten Weidepflegeroboters könnte dies in naher Zukunft ändern. Neben der Weidepflege, die der Roboter mittels Mulcher und Sämaschine durchführt, kann er den Landwirt auch beim Monitoring des Aufwuchses und bei der Futterrationsplanung assistieren. Im zuletzt genannten Bereich ist er ein wahrer Pionier, da er die täglich tatsächlich gefressene Grasmenge der Herde samt deren Qualität erfassen kann. Bei den stündlichen stattfindenden Vorführungen konnte der Weidepflegeroboter sein Können unter Beweis stellen.

Streuobst in aller Munde

Obstsorten von Streuobstwiesen
Aktion Streuobst
Frisch gepresster Apfelsaft, Apfelchips und Honig, wie gehören diese gesunden Lebensmittel zusammen? Streuobst verbindet den Lebensraum von alten Obstsorten, Insekten und Kräutern mit dem Genuss für die Menschen. Die Gäste am Tag der offenen Tür konnten beim Streuobstquiz ihr Wissen testen, beim Apfelsaftpressen zuschauen und faszinierende Aspekte des „Schützen durch Nützen“ kennenlernen.

Arbeitsschwerpunkt Ökologischer Landbau

Öko-Landbau zum Anfassen an der LfL
Der ökologische Landbau an der LfL präsentierte den Besucherinnen und Besuchern eine große Vielfalt an Themen: Vom Bayerischen Bio-Siegel bis zur Forschung in der Öko-Schweinhaltung, vom Stallbau für tiergerechte Haltung bis zur Beikrautregulierung ohne Herbizide. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LfL informierten über die neuesten Entwicklungen und zeigten anschauliche Beispiele aus den aktuell rund 50 Forschungsprojekten zum ökologischen Landbau.
Bald jeder zehnte Landwirtschaftsbetrieb in Bayern ist ein Biobetrieb
Und bei der Verarbeitung von Öko-Erzeugnissen ist Bayern ebenfalls führend: So kommt inzwischen mehr als die Hälfte der in Deutschland produzierten Öko-Milch aus Bayern. Unsere Mitarbeiter beantworteten Fragen rund um die Vielfalt der Bio-Label und zum Öko-Kontrollsystem in Bayern.

Mit der Pflanze auf Du und Du

Was fehlt denn meiner Pflanze?
Die Gäste des Rages der offenene Tür bekamen Anworten auf die Frage, warum ihre Pflanzen nicht so wachsen, wie sie sollen. Zudem beantworteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LfL Fragen rund um Probleme mit Krankheiten und Schädlingen und zum richtigen Standort der verschiedenen Pflanzen.
Pflanzenkrankheiten auf der Spur
Auch die Diagnoselabore des Instituts für Pflanzenschutz stellten sich vor: Die Besucherinnen und Besucher konnten Einblick in die Arbeit der LfL gewinnen und wichtige Pflanzenschädlinge, beispielsweise Bakterien, Pilze oder Insekten, kennenlernen.
Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB)
Bei dem aus Asien eingeschleppten Asiatischen Laubholzbockkäfer handelt es sich um einen gefährlichen Gehölzschädling, für dessen Bekämpfung eine Quarantänezone eingerichtet werden muss. Der Käfer befällt gesunde Laubbäume und -sträucher und schädigt sie soweit, dass Teile welken und abbrechen, bis schließlich das gesamte Gehölz abstirbt. Wie man den ALB, seine Befallsmerkmale und die von ihm verursachten Schäden erkennen kann, erfuhren die Besucherinnen und Besucher anhand von Anschauungsobjekten. Zudem beantwortete das ALB-Team sämtliche Fragen rund um den Käfer. Die Vorführungen der ALB-Spürhunde fanden besonders großen Andrang und die Gäste waren von den Leistungen der Spürhunde sehr beeindruckt.
Kinderprogramm
Die große Frage, was ist in der Kiste. Das Ratespiel für kleine Forscher. Durch Tasten und Erfühlen konnten die Kinder auch die nicht so einfachen Dinge erraten. Ob Gemüse, Obst oder das große Geheimnis, die Gewinner durften sich eine Pflanze eintopfen und mitnehmen.

Zentrale Analytik

Semmeln im Korb
Backen für Kinder
Die Züchtungsforschung nimmt an der LfL einen breiten Raum ein. Im Fokus steht Weizen als Brotgetreide und wichtiges Lebensmittel. In der Zentralen Analytik konnten Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Versuchsbäckerei der LfL gewinnen. Kinder durften ihre eigenen Experimente mit Teig durchführen. Der Kreativität der Jungforscher waren kaum Grenzen gesetzt. Ihre Backprodukte aus der Versuchsbäckerei durften die jungen Nachwuchsbäcker dann natürlich auch mitnehmen. Während der Nachwuchs beim Backen war, konnten sich die Eltern in der Zentralen Analytik über die Anwendung von Untersuchungsverfahren informieren.
mehrere Kolben in einem Labor
Laborführungen
An der LfL werden in der Zentralen Analytik aufwendige und anspruchsvolle Analysen aus allen landwirtschaftlichen Themengebieten durchgeführt. Das beginnt bei Bodenanalysen und geht über mikrobiologische Untersuchungen bis hin zur Produktqualität und konkreten Produktanwendungen wie der Brau- oder Backfähigkeit von Getreide. Experten aus den Laboren erklärten ihre Aufgaben im Rahmen von Führungen durch ausgewählte Laborbereiche. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich einen Eindruck von der landwirtschaftlichen Analytik der LfL verschaffen.
zwei Scheiben
Chromatographie
Am Beispiel der Chromatographie von Farben zeigten die Experten der LfL den Gästen, wie mit einfachsten Mitteln eine Stofftrennung erreicht werden kann. Das Grundprinzip der Chromatographie ist die Basis vieler moderner Analysenverfahren wie z.B. Säulenchromatographie, Hochdruckflüssigkeitschromatographie oder Gaschromatographie. All diese Verfahren finden heute Anwendung an der LfL.
Farben
Nah-Infrarot-Spektroskopie - NIRS
Licht hat als elektromagnetische Strahlung in der Analytik eine große Bedeutung: es tritt in Wechselwirkung mit dem Probenmaterial. Die Messung dieser Wechselwirkung spiegelt Stoffeigenschaften wider und kann zur Bestimmung und Quantifizierung von Inhaltsstoffen herangezogen werden. Eine wichtige Anwendung findet dieses Prinzip z.B. bei der Nahinfrarotspektroskopie (NIRS), die ein schnelles und kostengünstiges Analysenverfahren darstellt. Am Beispiel einer Mehlanalyse wurde den Besucherinnen und Besuchern die praktische Anwendung im Messlabor vorgeführt und erläutert.

Niedrigenergie-Gewächshaus mit konzeptioneller LED Pflanzenbelichtung

Gewächshaus bei Nacht
In Zeiten des Klimawandels gewinnen Energieverbrauch und CO2-Emissionen auch bei Gewächshäusern immer mehr an Bedeutung. Die LfL zeigte mit ihrem neuen Niedrigenergie-Gewächshaus wie das Gewächshaus der Zukunft aussehen könnte. Durch eine hochisolierte Gewächshaushülle und neuartige LED-Pflanzenbelichtung werden Heiz- und Elektroenergie eingespart. Gleichzeitig sorgen die lichtdurchfluteten und bestens klimatisierten Räume dafür, dass sich Pflanzen und Menschen gleichermaßen wohlfühlen – ganz gleich zu welcher Jahreszeit.

Niedrigenergie-Gewächshaus mit konzeptioneller LED-Pflanzenbelichtung

Heimisches Eiweiß - Züchtung, Anbau und Verwertung

Collage aus verschiedenen Eiweißpflanzen
2011 wurde die Bayerische Eiweißstrategie von Staatsminister Helmut Brunner gestartet. Ziel ist es, heimische Eiweißfuttermittel besser zu nutzen und damit den Einsatz von Soja aus Übersee in der Nutztierfütterung zu reduzieren.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LfL informierten die Gäste am Stand der bayerischen Eiweißinitiative über Züchtung, Anbau und Verwertung heimischer Eiweißpflanzen. Auf den Demonstrationsflächen, an denen sich der Stand befand, wachsen Soja, Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen und Futterpflanzen. Ob Groß oder Klein, bei den Fühlkästen oder den Quizfragen durfte jeder seine Kenntnisse unter Beweis stellen.

Eiweiß - Bayerische Eiweißinitiative

Welche Düse ist die Richtige?

Damit der Pflanzenschutz umweltschonend und abdriftarm, aber gleichzeitig auch effektiv durchgeführt werden kann, bedarf es einer entsprechenden Düse. Am Düsendemonstrationsstand konnten die Besucherinnen und Besucher eine Vielzahl an Pflanzenschutzdüsen mit optimalem Tropfenspektrum im Einsatz sehen.

Pflanzenschutzmittel

Mutterkuhhaltung

Kuh mit saugendem Kalb auf einer Weide
Die Mutterkuhhaltung ermöglicht eine gesunde naturnahe Rindfleischerzeugung und ist für die Pflege der Kulturlandschaft besonders an Grenzertragsstandorten und im Naturschutz unverzichtbar. Anhand von ausgestellten Kühen mit ihren Kälbern erhielten die Gäste des Tages der offenen Tür Einblick in züchterische und produktionstechnische Maßnahmen eines Zuchtbetriebes im Jahresablauf.

Rind - Tierzucht

Attraktiv und kurzweilig – Berufe in der Landwirtschaft

drei junge Männer in Blaumännern schauen in die Kamera
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bildet in verschiedenen landwirtschaftlichen Berufen aus und koordiniert bayernweit die Aus- und Fortbildung für zahlreiche landwirtschaftliche Berufe.
Wer selbständig und abwechslungsreich arbeiten möchte, sich für die Natur interessiert und betriebswirtschaftliches Verständnis hat, kann im Agrarbereich aus 15 interessanten und vielseitigen Berufen wählen.
Anschaulich und praxisnah informierten Bildungsberater über die Berufsbilder und gaben wertvolle Tipps und Hinweise zur Berufswahl.

Übersicht: Berufsbildung an der LfL

Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung

Gendiagnose in der Züchtungsforschung

Die moderne Biotechnologie ist eine Schlüssel- und Querschnittstechnologie des 21. Jahrhunderts, ihre Verfahren spielen entscheidende Rollen in fast allen Bereichen des Alltagslebens. In der modernen Pflanzenzüchtung und Züchtungsforschung erlauben sie einen Blick tief ins Innere der Pflanze und ermöglichen die gezielte Selektion vielfältiger Züchtungsmerkmale, wie Blühzeitpunkt, Krankheitsresistenz oder auch Brau- und Backqualität.
Die Methoden der Gendiagnostik werden immer leistungsfähiger und umfassender. Auch sehr komplexe Wechselwirkungen der Pflanze mit ihrer Umwelt, zum Beispiel unter extremen Witterungseinflüssen, können experimentell mit den Methoden der Hochdurchsatz-Phänotypisierung, Genexpressionsanalyse, Genomanalyse und Bioinformatik erfasst und die Kenntnisse darüber in entsprechenden Züchtungsprogrammen und ganz aktuell nun auch über die Zuchtwertschätzung angewendet werden. Eine weitere Steigerung stellt die effiziente Kombination von Gewebekultur- mit DNA-Markertechniken dar. Über die Jahre hinweg ist so an der LfL ein innovatives Konzept der Biotechnologie zur Beantwortung und Reaktion auf aktuelle Fragestellungen entstanden.

Gewebekultur-Techniken

In der Pflanzenzüchtung werden immer stärker doppelhaploide Pflanzen eingesetzt. Das sind komplett reinerbige Pflanzen, bei denen alle väterlichen und mütterlichen Gene identisch sind. Solche Pflanzen lassen sich im Gewebekultur-Labor ausschließlich aus männlichen oder weiblichen Keimzellen entwickeln, bzw. regenerieren.

Genomanalyse und markergestützte Pflanzenzüchtung

Fischerei

Wasserkraftnutzung contra Fischartenschutz

Der Beitrag, den Kleinwasserkraftanlagen (< 1 MW) zum Klimaschutz leisten können, ist im Vergleich zu den großen Anlagen und anderen regenerativen Energiequellen marginal, sie verursachen aber weitreichende, nicht ausgleichbare ökologische Schäden in den Fließgewässern.

Fluss- und Seenfischerei in Bayern

Fische
Die Berufsfischer an den bayerischen Seen sowie Main und Donau sind in Genossenschaften bzw. Zünften organisiert, von denen die ältesten auf eine zum Teil über 1.000 jährige Tradition zurückblicken können. Sie versorgen die Bevölkerung mit hochwertigen, nachhaltig erwirtschafteten Lebensmitteln in bester Qualität.

Fischzustandsbericht

Schaubild
Die Fischartenzusammensetzung ist in vielen Fließgewässerstrecken gestört. Verschiedener Faktoren, die meist in Kombination auftreten, wie z.B. die Verschlammung und Querverbauung der Gewässer sowie die Wasserkraftnutzung gefährden den Fortbestand der Fischpopulationen. Zur Information der Öffentlichkeit erstellt die LfL im sechsjährigen Turnus einen Fischzustandsbericht für Bayern. Der nächste Bericht erscheint 2018.

Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie

Männer im Bach beim Fischen
Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) ist das Erreichen des guten chemischen und ökologischen Zustandes aller Oberflächengewässer. In Bayern beteiligt sich das Institut für Fischerei, gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt, den Fachberatungen für Fischerei und dem Landesfischereiverband an der fischereilichen Umsetzung der EU-WRRL.

Düngung, Nährstoffflüsse und Gewässerschutz

Was die Grünfärbung der Blätter über den Stickstoffbedarf einer Pflanze verrät

Sensor, der über Getreidebestand geschoben wird
Über viele Jahre und Versuche hinweg wurden an der LfL verschiedene Sensortechniken getestet und die Düngung bedarfsgerecht auf die Pflanzen abgestimmt. Gewonnene Versuchsergebnisse sowie die eingesetzte Technik werden am Stand von IAB 2 präsentiert.

Düngung und Düngeverordnung

Darstellung Textrolle und §§§
Die Experten der LfL beantworteten den Gästen des Tages der offenen alle Fragen rund um Düngung und die Düngeverordnung.

Böden und ihre Filterfunktion für das Grundwasser

Zwei Böden in Plexiglasbehältern mit Auslauf
Anhand von zwei Bodensäulen mit unterschiedlichen Korngrößen- und Steinanteilen wurde die Filterfunktion von Böden demonstriert.

Dem Nitrat auf der Spur

Schacht mit Flaschen und Leitungen
Anhand eines Funktionsmodells erläuterten Experten der LfL, wie Nährstoffkonzentrationen im Sickerwasser des Bodens erfasst werden und diskutierten die Ergebnisse mit den Besucherinnen und Besuchern.

Boden

Regensimulator

Gerätschaft
Erosion gehört mit zu den größten Gefahren für unsere Böden. Mit dem Regensimulator zeigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LfL den Oberflächenabfluss und den Sickerwasseranfall verschiedener Bodenbearbeitungsvarianten.

Leistungen der Regenwürmer im Boden

Regenwurm

Der Tauwurm Lumbricus terrestris – ein tiefgrabender Regenwurm der nahezu senkrechte, tief in den Unterboden reichende, stabile Röhren anlegt, Foto: R. Walter

Versteckt unter der Oberfläche verrichten im Boden unzählige Organismen ihr Werk und sorgen für fruchtbare Böden. Vor allem die kleinen, oft unauffälligen Tierarten erreichen hier eine überraschend große Vielfalt. Sie beschleunigen den Abbau von Ernteresten. Allseits bekannte und wichtige Bewohner des Bodens sind die Regenwürmer. Ihre eindrücklichen Leistungen, z.B. zur Einmischung von organischer Substanz in den Boden und zur Bildung von Makroporen zeigten zwei Boden-Terrarien mit und ohne Regenwürmer. Diese von Regenwürmern geschaffenen luftführenden und dränfähigen Röhren lassen den Niederschlag schneller versickern, mindern den Oberflächenabfluss und tragen so zum Erosionsschutz sowie zum dezentralen Hochwasserschutz bei.
Die Besucherinnen und Besucher erfuhren, welche Strategien Regenwürmer entwickelt haben um beispielsweise Überflutungsereignisse zu überstehen.

Süßholz – von Anbau bis lakritZ

Süßholzpflanze im Sommer

Süßholzpflanze im Sommer

Bei Süßholz werden die süß schmeckenden Wurzeln z. B. für die Lakritzherstellung verwendet

Bei Süßholz werden die süß schmeckenden Wurzeln z. B. für die Lakritzherstellung verwendet

Pflanzenbausysteme und Züchtungsforschung bei Körner- und Silomais

Von der Wildpflanze zur Sorte

Maispflanze
Rasanter als viele andere Kulturarten hat sich Mais weltweit als wichtigstes Nahrungsmittel etabliert. Warum ist das so? Bereits im Mittelalter unterstützen die europäischen Feudalherren den Maisanbau. Was steckt dahinter? 18 historische Maissorten hat es in Deutschland gegeben, fünf alleine in Bayern. Warum werden heute ausschließlich Hybridsorten angebaut? Beim Tag der offenen Tür erfuhren die Gäste die spannende Kulturgeschichte der Maispflanze und die Entwicklung der Sorten bis zur Hybride.

Retten durch Essen

Chips in Tüte
Die Gäste konnten leckere Mais Tortilla Chips aus einer historischen Maislandsorte aus dem Alpenraum probieren. Genetische Ressourcen erhalten durch Inwertsetzung ist eine wichtige Aktivität der LfL-Arbeitsgruppe Pflanzengenetische Ressourcen.

Biogas und Biodiversität, das geht?!

Sida, Durchwachsene Silphie oder Triterbse, so heißen nur ein paar der noch eher unbekannteren Energiepflanzen die nach der Ernte in Biogasanlagen zu Strom und Wärme umgewandelt werden können. Eine größere Artenvielfalt an Energiepflanzen bringt aber auch viele weitere Vorteile: Mehr Pflanzenvielfalt kann die Bodengesundheit durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen verbessern. Zudem verschönern blühende Energiepflanzen die Landschaft und bieten einen Lebensraum für Wildtiere und Insekten. Die Besucherinnen und Besucher erfuhren alles über die faszinierende Welt der Energiepflanzen am Stand der „Informations- und Demonstrationszentren für den Energiepflanzenanbau“. Neben hochwertigen Fachinformationen zu Energiepflanzen konnten Groß und Klein auch spielerisch ihr Wissen über vielfältige Energiepflanzen erweitern.

So riecht Landwirtschaft

Maul eines Rinds in Nahaufnahme
Hier konnten die Gäste spielerisch Gerüche aus der Landwirtschaft erschnüffeln. Da war vieles dabei, was unsere individuell geprägten Nasen je nach Erfahrung unterschiedlich bewerten. Duftet – stinkt – angenehm – erinnert an früher – und vieles mehr. Die Besucherinnen und Besucher erfuhren, wie unsere Nasen funktionieren und unser Gehirn bewertet.

Das Wurzelwachstum von Gersten-Kleinstbestände vollautomatisch verfolgen

Ein gut ausgebildetes Wurzelsystem ist die wichtigste Voraussetzung für eine optimale Ausnutzung von Wasser und Nährstoffen durch Pflanzen. Lange Zeit existierte keine zerstörungsfreie Methode zur Messung des Wurzelwachstums - auch nicht unter Laborbedingungen. Durch die Inbetriebnahme der "Moving Fields"- Anlage an der LfL in Freising bietet sich seit dem Sommer 2014 die einzigartige Möglichkeit, das Wurzelwachstum von "Kleinstbeständen" kontinuierlich und zerstörungsfrei mittels bildgebender Verfahren zu untersuchen.
Die Moving-Fields-Anlage der LfL ermöglicht, Pflanzenbestände mittels Förderband durch ein Gewächshaus fahren zu lassen (Foto links). Pflege (Bewässerung (Foto Mitte), Wiegung, Düngung) und Beobachtung (Bildaufnahme; Foto rechts) können dabei vollautomatisch und äußerst exakt geschehen.
Die in den Pflanzengefäßen eingebauten Klarsichtscheiben (Foto links) ermöglichen, das Wurzelwachstum von Gersten-Kleinstbeständen (Foto Mitte) zu fotografieren; in zufriedenstellendem Maße gelingt es, das Wurzelwachstum im Rechner zu verfolgen und die Wurzelbiomasse zu quantifizieren (Foto rechts: die Ergebnis einer Computer-gestützten Analyse, wobei als Wurzel identifizierte Pixel Grün gefärbt sind).

Wurzelwachstum bei Gerste

Genussinsel Trinken und Fahrradergometer

Bestens erfrischt mit Trinkwasser
Regelmäßig und ausreichend zu trinken ist entscheidend für Wohlbefinden und Gesundheit. Wie viel Flüssigkeit unser Körper braucht und wie der Durst am besten gelöscht werden kann, darüber informierte das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) am Stand mit seiner "Genussinsel Trinken". Sie zeigte einfache Möglichkeiten auf, Trinkwasser mit Aroma zu versehen und lud die Besucherinnen und Besucher zum Verkosten ein. So konnten diese testen, wie vielfältig Wasser schmecken kann.
Fahrradergometer: Energieverbrauch "erfahren"
Anhand eines Fahrradergometers konnten Besucher am KErn-Stand ausprobieren, wie viele Lebensmittel sich in vier Minuten auf dem Rad abtrainieren lassen.
Das Fahrraddisplay zeigte beispielsweise, wie viel Schokolade, Gummibärchen oder Laugenbrezen in einer begrenzten Zeitspanne von vier Minuten abgebaut werden können. Somit erfuhren die Besucher, wie viel Energie in welchen Lebensmitteln steckt.

Braugerste: Herausforderungen bei Anbau und Züchtung

Aufgesprungene Körner sind eines der vielfältigen Merkmale, die bei der Selektion von Braugerstensorten eine wichtige Rolle spielen
Eine Braugerstensorte muss heute vielfältige Anforderungen erfüllen. Dazu gehören neue Pflanzenbauverfahren, genauso wie sich ändernde Umweltvoraussetzungen und besonders auch die Verarbeitungseigenschaften. Durch die ständige Veränderung all dieser Anforderungen ist eine fortlaufende Anpassung der Gerste an neue Gegebenheiten notwendig. Die Pflanzenzüchtung ist das bewährte Instrument, die Gerste für diese Herausforderungen fit zu machen. Dafür steht eine große Zahl an genetisch vielfältigen Gerstentypen zur Verfügung, aus denen durch gezielte Kreuzung und mit dem Einsatz modernster Technologie und der Erfahrung des Züchters jedes Jahr neue, besser angepasste Sorten entstehen.
Die Experten der LfL zeigten auf, worauf man bei der Züchtung von Braugerste besonders achten muss und vermittelte einen Eindruck vermitteln, wie Braugerstenzüchtung und -anbau heute funktionieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworteten Fragen und zeigten anschaulich worauf es bei der Gerstenzüchtung ankommt – Gerstenzüchtung zum Anschauen, Anfassen und Schmecken.

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Am ersten Juli-Sonntag war der Tag der offenen Tür in Grub Treffpunkt für Familien und Verbraucher, die einen erlebnisreichen Tag verbringen wollten. Trotz teilweise glühender Hitze waren Kaltblutwettbewerb, Schafschur sowie die Informationen rund um die Themen Tierwohl, Eiweiß und regenerative Energie gut besucht. Die Besucher nutzen die Gelegenheit, Antworten zu ihren Fragen aus erster Hand zu bekommen. Zahlreiche Vorführungen und Mitmachaktionen begeisterten die knapp 5.000 Besucher. Mehr

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Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) nutzte das zehnjährige Jubiläum als willkommenen Anlass, ihre Pforten für Verbraucher und Landwirte zu öffnen.
Die Forschungseinrichtung zeigte unter dem Motto "forschen, fördern, bilden", was genau die LfL für ihre Kunden leistet und in welchen Lebensbereichen die Bürger, oft ohne es zu wissen, von der Arbeit der LfL profitieren. Die Besucher erlebten selbst hautnah bei Führungen, Vorführungen, Präsentationen und Mitmachaktionen wofür die LfL steht. Mehr