Der Milchviehstall in Grub

Milchkuh lässt sich bürsten
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft forscht in Grub in den Bereichen Tierhaltung, Tierernährung und Tierzucht. Es handelt sich dabei vor allem um Beobachtungen.

In welcher Art von Stall fühlen sich die Tiere wohl? Welche Futtermittel sind für ihre Bedürfnisse optimal? Dies alles geschieht unter der Prämisse des Tierwohls.

Überblick

  • Baujahr: 1997
  • Durchschnittsbestand: 115 Kühe (davon zirka 40 Prozent genetisch hornlos)
    Durchschnittliche Herdenleistung: Milch: 9.173 kg, Fett: 3,94 Prozent, Eiweis: 3,45 Prozent, Zellzahl: 150.000
  • Offenfrontstall mit Automatischem Melksystem (AMS)
    3-reihiger Liegeboxenlaufstall mit 65 Liegeboxen (verschiedene Ausführungen), Wiegetröge, gesteuerte Durchgangstore, Kraftfutterstation, gummierte Spaltenbodenlaufflächen nur im Liegegebereich, Unterstützungslüftung über 9 Ventilatoren
  • Cuccettenstall mit Melkstand (2x5 Fischgrätenmelkstand)
    3-reihiger Liegeboxenlaufstall mit 55 Liegeboxen (Hoch-/Tiefboxen), Selbstfangfressgitter, Spaltenbodenlaufflächen
Cuccettenstall: In diesem Stallsystem sind nur die Liegeboxen überdacht, die Laufflächen nicht. Die Liegeboxenüberdachung und der Unterbau der Liegeboxen, d.h. die Liegefläche bilden i.d.R. eine Einheit.
Fischgrätenmelkstand: Bei diesem Melkstandtyp sind die Melkbuchten schräg, wie eine Fischgräte angeordnet.

Was passiert aktuell im Milchviehstall?

Welche Box mag eine Kuh?

Eine Kuh steht, eine liegt in einer Box

Für eine nachhaltig hohe Leistung von Milchkühen sind ausreichende Ruhephasen von mehr als zwölf Stunden täglich unabdingbar. Welche Faktoren beeinflussen die Liegedauer und den Liegekomfort? Dies versucht die LfL in einer langfristigen Erfassung und Auswertung herauszufinden.   Mehr

Was tun, wenn es der Kuh zu warm ist? Ein optimales Stallklima schaffen!

Ventilatoren in einem Stall

Milchkühe produzieren aufgrund ihrer hohen Milchleistung und des damit einhergehenden intensiven Stoffwechsels große Mengen an Wärme. Diese metabolische Wärme muss an die Umgebung abgegeben werden. Dies erfolgt über u.a. bei hohen Temperaturen vermehrt über Wasserdampfabgabe durch Schwitzen und erhöhte Atmung. Übersteigt die Umgebungstemperatur jedoch einen bestimmten Schwellenwert, kann die Kuh ihre Wärme nicht mehr in ausreichendem Maße an die Umgebung abgeben. Es kommt zum Hitzestress für das Tier.  Mehr

Hitze im Milchviehstall – das stresst die Milchkuh

Wie kann man Klauenkrankheiten automatisch erkennen?

Kranke Klaue einer Milchkuh mit grünem Behandlungsklotz

Lahmheiten stellen in der Milchviehhaltung ein ernstzunehmendes Problem dar, das zu großen wirtschaftlichen Verlusten führen kann. In einem laufenden ILT-Projekt sollen Klauenerkrankungen anhand von automatisch erfassten Daten zum Liege- und Futteraufnahmeverhalten frühzeitig erkannt werden.
  Mehr

Pro Gesund - Gesundheitsmonitoring für Rinder

Pro Gesund Logo ohne Untertitel

Mit der Teilnahme am Gesundheitsmonitoring Pro Gesund erhält jeder Milchviehhalter einen genauen Überblick über den Gesundheitsstatus seiner Herde und über die möglichen Schwachstellen im eigenen Betrieb. So können Problemtiere des Bestandes bereits frühzeitig erkannt werden. Mit Hilfe der Auswertungen von Diagnosedaten, die vom Hoftierarzt erfasst wurden, können gemeinsam mit dem Tierarzt Strategien zur Vermeidung von z.B. Eutergesundheits- oder Fruchtbarkeitsproblemen entwickelt und dadurch langfristig Kosten vermieden werden.  Mehr

Zucht auf Hornlosigkeit beim Fleckvieh

Natürlich hornloser Bulle mit zwei Kühen

Während in der Fleischrinderzucht bei Fleckvieh fast ausschließlich nur noch genetisch hornlose Zuchttiere nachgefragt werden, sind diese in der Milchviehhaltung noch in geringerem Maße verbreitet, jedoch zunehmend im Kommen, da viele Betriebe eine Alternative zur mechanischen Enthornung wünschen. Die Rinderhalter sehen in der Hornlosigkeit ihres Bestandes eine Reihe von Vorteilen.   Mehr

Nutzung von Solarstrom für die Erzeugung von Eiswasser zum Abkühlen der Milch auf Lagertemperatur

Eiswasserkühler

Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlage) sind auf einem Großteil der Milchviehbetriebe vorhanden. Die Speicherung und Nutzung des auf dem Stalldach erzeugten Stroms ist aufgrund bisher noch fehlender Wirtschaftlichkeit von Batteriespeicherlösungen (Blei-Säure, Lithium-Ionen-Batterien) höchst selten. Die Eiswasserproduktion kann eine praktikable Lösung für die Speicherung von Solarstrom darstellen.  Mehr

Demonstrations-Photovoltaikanlage an der Versuchsstation Grub