Hopfenbau und Produktionstechnik
Aktuelle Hopfenbauhinweise

Hinweise vom 19. Juni 2018

1. Peronosporabefallssituation
Die Sporenzahlen bewegen sich monentan auf einem relativ niedrigen Niveau. In den Sporenfallengärten der Hallertau wurden zwischen 8 und 13 Zoosporangien in der 4 Tagessumme gezählt. Für Bestände, die sich noch nicht in der Blüte befinden, liegt die Bekämpfungsschwelle bei 50 Zoosporangien bei toleranten Sorten bzw. 30 bei anfälligen Sorten. Erst ab der Blüte des Hopfens sinkt die Bekämpfungsschwelle auf 20 bzw. 10 Zoosporangien. Infektionsgefahr besteht aber nur dann, wenn Regen fällt. Da in den nächsten Tagen kaum Niederschläge zu erwarten sind, besteht derzeit keine akute Peronosporagefahr. Beimischungen eines Peronosporapräparats zu notwendigen Mehltau-, Blattlaus- oder Spinnmilbenbekämpfungsmaßnahmen können im Moment bei Hopfen, die noch nicht in der Blüte sind, eingespart werden. Eine Änderung der Befallslage wird diese Woche auch nicht mehr erwartet
2. Echter Mehltau
In Praxisbeständen werden vereinzelt frische Mehltauinfektionen auf den Blättern gefunden. Kontrollieren Sie daher Ihre Bestände sorgfältig auf Befallssymptome.
Bei anfälligen Sorten und in Befallslagen wird eine Mehltaubekämpfung empfohlen, wenn die letzte Behandlung länger als 14 Tage zurückliegt.
Bei bereits vorhandenem Befall sollte eine Wirkstoffkombination aus vorbeugenden Mitteln mit einem sporen- und myzelabtötenden Präparat wie z. B. Kumar eingesetzt werden. Kumar ist jedoch nicht mit pH-Wert senkenden Mitteln mischbar.
3. Spinnmilben- und Blattlauskontrolle
In den letzten Wochen wurde vielfach eine Spinnmilbenbekämpfung durchgeführt. Jetzt ist es an der Zeit, den Bekämpfungserfolg zu kontrollieren. Bei der warmen Witterung sind die verschiedenen Milbenstadien sehr mobil und können bereits höhere Blattetagen erreicht haben. Darum die Kontrollen auch in 4-5 m Höhe durchführen. Sollten 14 Tage nach der Erstbehandlung noch aktive junge Spinnmilben gefunden werden, ist eine Folgespritzung bei erneuter Überschreitung der Bekämpfungsschwelle durchzuführen. Um Resistenzen vorzubeugen, muss auf Wirkstoffwechsel geachtet werden.
Die Wirkungssicherheit und -dauer wird nur durch eine gute Benetzung (hohe Wassermenge) mit ausreichender Dosierung gewährleistet. Penetrationshilfsmittel werden nur für Milbeknock benötigt und bringen bei den reinen Kontaktakariziden keine Vorteile.

Nach den Beobachtungen in den Monitoringgärten und Meldungen aus der Praxis dürfte der Blattlauszuflug weitgehend abgeschlossen sein.
Kontrollieren Sie daher ihre Bestände und führen Sie Bekämpfungsmaßnahmen erst durch, wenn im Durchschnitt mehr als 50 Läuse pro Blatt oder 200 Läuse auf einzelnen Blättern gefunden werden.
Ab der Blüte sollte der Hopfen blattlausfrei sein. Da dieses Jahr einige Sorten seit Anfang Juni eine vorzeitige Blüte aufweisen, sollte in diesen Gärten eine Bekämpfungsmaßnahme bei vorhandenem Blattlausbefall durchgeführt werden.
Achtung: Aufgrund der Rückstandsergebnisse des Pflanzenschutzmittelmonitorings der letzten Jahre wird dringendst empfohlen, Teppeki nur 1 Mal pro Saison und nicht zu spät einzusetzen. Bei Folgebehandlungen muss ein Wirkstoffwechsel vorgenommen werden!

Hinweis vom 14. Juni 2018

1. Hop Stunt Viroid- und Zitrusviroid-Monitoring
Auch 2018 führt die LfL wieder das Monitoring von Praxishopfen auf das Hopfenstaucheviroid (Hop Stunt Viroid) und das Zitrusviroid durch. So soll verhindert werden, dass sich diese beiden gefährlichen Schaderreger im Hopfenanbau auch bei uns ausbreiten. Das Hop Stunt Viroid (HpSVd) und das Zitrusviroid (CVd IV) führen zu massiven Ertrags- und Qualitätsverlusten. Beide Viroide kommen bereits im nahe gelegenen Slowenien vor; dort mussten erhebliche Flächen gerodet werden. Bei beiden Viroiden besteht die Gefahr der Einschleppung primär über nicht getestetes Pflanzgut insbesondere aus Ländern mit bereits nachgewiesenem Befall. Während HpSVd bisher in Japan, USA, China und Slowenien an Hopfen auftrat, wurde das Zitrusviroid bisher lediglich in Slowenien an Hopfen gefunden. Das Zitrusviroid, neuerdings auch Citrus bark cracking viroid (CBCVd) genannt, da es zum Aufplatzen (cracking) der Rinde (bark) führt, gelangte dort über Zitrusabfälle in den Hopfenbau. Die Symptome bei Befall mit Hopfenstaucheviroid und Zitrusviroid sind ähnlich und per Auge nicht zu unterscheiden. Infizierte Pflanzen haben oftmals ein gestauchtes Wachstum. Die unteren Blätter sind meist eingerollt, kleiner und zeigen Chlorosen (Aufhellungen) oder gelbe Sprenkelungen. Ertrag und Qualität des Hopfens sind massiv gemindert. Das Zitrusviroid führt sogar zum Absterben der kompletten Pflanze. Während Infektionen mit HpSVd viele Jahre symptomlos bleiben, führt Befall mit dem CVd IV schon nach einem Jahr zu deutlichen Schäden. Mit Viroiden infizierte Hopfen sind eine brandgefährliche Infektionsquelle, da sie mechanisch sehr leicht übertragbar sind und so innerhalb eines Hopfengartens, aber auch von Hopfengarten zu Hopfengarten verschleppt werden können.

Betriebe, in deren Beständen Hopfen mit auffälligen Symptomen beobachtet werden, oder Betriebe, die – auch symptomlose - Hopfensorten aus früheren oder aktuellen Viroid-Befallsgebieten wie Slowenien, USA, Japan und China anbauen oder in ihren Gärten kultivieren, werden gebeten, sich am Monitoring zu beteiligen und dies der Hopfenberatung in Wolnzach bis spätestens 18. Juni 2018 telefonisch (Tel.: 08442/957-400) zu melden. Dann können ab 18. Juni von Mitarbeitern der Hopfenforschung Blattproben gezogen werden. Bitte lassen Sie auch Ihre Hopfen untersuchen, wenn Sie Ihre Flächen mit Kompost düngen, in den auch Haushaltsabfälle und damit Zitrusfrüchte oder -schalen eingebracht worden sind.

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bedankt sich für Ihre wertvolle Unterstützung.

Hinweise vom 04. Juni 2018

1. Peronospora-Warndienst!
Achtung: Spritzaufruf für die Hallertau für alle Sorten und für das Anbaugebiet Spalt für die anfälligen Sorten!
Die Anzahl der Zoosporangien ist in den letzten Tagen angestiegen und hat bereits an mehreren Stationen in der Hallertau die Bekämpfungsschwelle für alle Sorten überschritten. Dabei ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle erkennbar. In der Mitte und im Süden der Hallertau, wo in letzter Zeit mehr Niederschläge fielen, sind die Zoosporangienzahlen höher als in der nördlichen Hallertau oder in Franken. Bei erneuten gewittrigen Niederschlägen, die ab Wochenmitte vorhergesagt werden, besteht daher eine erhöhte Infektionsgefahr. Insbesondere Bestände mit vorzeitiger Blüte und von Hagel geschädigte Hopfen sind besonders gefährdet. Aus diesem Grund ergeht ein Spritzaufruf für die Hallertau für alle Sorten und für das Anbaugebiet Spalt für die anfälligen Sorten.
2. Echter Mehltau
In Praxisbeständen werden nach wie vor frische Mehltaupusteln auf den Blättern gefunden. Wegen der schwül-warmen Witterung wird eine Bekämpfungsempfehlung für alle Sorten ausgesprochen (mit Ausnahme der vollresistenten Sorten Ariana und Hallertau Blanc).
Bei anfälligen Sorten und in Befallslagen ist eine erneute Mehltaubekämpfung erforderlich, wenn die letzte Behandlung länger als 10 Tage zurückliegt.
Bei bereits vorhandenem Befall sollte eine Wirkstoffkombination aus vorbeugenden Mitteln mit einem sporen- und myzelabtötenden Präparat wie z. B. Kumar eingesetzt werden. Beachten Sie, dass Kumar nicht mit pH-Wert senkenden Mitteln gemischt wird.
3. Wild- und Durchwuchshopfen konsequent beseitigen!
In der Verordnung zur Bekämpfung wilden Hopfens ist festgelegt, dass Wildhopfen vom Grundstücksbesitzer bis spätestens 15. Juni zu roden ist. Vom Wildhopfen geht nicht nur die Gefahr der unerwünschten Befruchtung und Samenbildung aus, sondern gefährlicher ist er als Infektionsherd für Peronospora und Echten Mehltau.
Beachten Sie dabei, dass auf Nicht-Zielflächen chemische Bekämpfungsmaßnahmen nicht zulässig sind!
4. Situation Blattlaus und Gemeine Spinnmilbe
Die Auszählung der Blattläuse in den 30 Monitoringgärten zeigt im Durchschnitt einen Anstieg des Befalls. Die Bekämpfungsschwelle von durchschnittlich 50 Läusen pro Blatt war dabei letzte Woche in einem Garten überschritten, 200 Läuse auf einzelnen Blättern wurden dagegen häufiger beobachtet. Kontrollieren Sie daher Ihre Hopfengärten und führen Sie bei Überschreitung der Schwellen Bekämpfungsmaßnahmen durch. Falls eine Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt erforderlich ist, muss aufgrund des noch anhaltenden Zuflugs mit einer Folgebehandlung gerechnet werden. Bei der Mittelauswahl sollten Sie wegen der Resistenzbildung und Rückstandsgefährdung unbedingt einen Wirkstoffwechsel einplanen!
Die heiße Witterung fördert den Befall mit der Gemeinen Spinnmilbe. In den Monitoringgärten ist daher zum jetzigen Zeitpunkt bereits ein früherer und höherer Befall als im Vorjahr festzustellen. 50 % der bonitierten Hopfen zeigten letzte Woche einen Befall und in 10 % der Gärten war die Bekämpfungsschwelle überschritten.
Kontrollieren Sie daher vom Feldrand her Ihren Hopfen auf Spinnmilbenbefall und führen Sie bei Überschreitung der Schadschwelle (leichter Befall auf jedem 2. Bonitierten Blatt) Bekämpfungsmaßnahmen durch.

Hinweise vom 23. Mai 2018

1. Peronospora-Befallssituation
Es besteht derzeit keine Peronosporagefahr durch Sekundärinfektionen.
Kontrollieren Sie dennoch Ihre Bestände auf Primärinfektionen und führen Sie bei sichtbaren Befall (Bubiköpfe) Bekämpfungsmaßnahmen mit einem systemischen Mittel in Kombination mit einem Kontakt- oder teilsystemischen Mittel durch. Zur nachhaltigen Bekämpfung ist diese Maßnahme im Abstand von 8 - 10 Tagen zu wiederholen.
Nur wer die Primärinfektion ordnungsgemäß bekämpft, kann sich bei der Bekämpfung der Sekundärinfektion nach dem Peronospora-Warndienst richten!
2. Mehltau
In Praxisbeständen wurden erste Mehltaupusteln auf Blättern gefunden. Kontrollieren Sie Ihre Bestände sorgfältig auf Befallssymptome.
In Beständen mit anfälligen Sorten und in mehltaugefährdeten Lagen wird daher eine vorbeugende Mehltaubehandlung empfohlen.
Bei bereits vorhandenem Befall sollte eine Wirkstoffkombination aus vorbeugenden Mitteln mit einem Sporen und Myzel abtötende Präparat wie z. B. Kumar eingesetzt werden. Kumar ist jedoch nicht mit pH-Wert senkenden Mitteln mischbar.
3. Kontrolle und Bekämpfung der Blattlaus und Gemeinen Spinnmilbe
Heute liegen die ersten Auszählungenergebnisse des Blattlaus- und Spinnmilbenmonitorings vor. Bei den Blattläusen sind Aphisfliegen und Blattläuse meist auf den obersten Blattetagen zu finden. Bekämpfungswürdiger Befall wurde noch nicht festgestellt. Kontrollieren Sie jetzt Ihre Gärten im Gipfelbereich auf Blattlausbefall. Sobald die Nebenwirkung von Actara nicht mehr ausreicht und im Durchschnitt 50 Läuse pro Blatt oder auf einzelnen Blättern 200 Läuse gefunden werden, sind Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich.

Durch die bisherige warme Witterung wurde der Befall mit der Gemeinen Spinnmilbe begünstigt, sodass in einigen Gärten die Bekämpfungsschwelle bereits erreicht ist. Von den 30 Monitoringgärten konnten in 9 Gärten Spinnmilben und Eier gefunden werden. In 4 Gärten ist die Bekämpfungsschwelle schon erreicht oder überschritten.
Kontrollieren Sie deshalb Ihre Hopfengärten vom Feldrand her im unteren Rebenbereich auf Spinnmilbenbefall, insbesondere letztjährig befallene Gärten und Junghopfen.
Als grobe Faustregel kann vor der Erstbehandlung eines Gartens davon ausgegangen werden, dass leichter Befall auf jedem zweiten bonitierten Blatt bereits einen bekämpfungswürdigen Spinnmilbenbefall bedeutet.
Da die Spinnmilben vom Boden her zuwandern, kann durch sorgfältiges Entfernen der Blätter, Boden- und Seitentriebe im unteren Bereich der Hopfenreben der Ausgangsbefall stark verringert und ein besserer Bekämpfungserfolg der Akarizid-Behandlungen erwartet werden.

Hinweise vom 09. Mai 2018

1. Hopfenputzen mit Vorox F und Quickdown
Vorox F bringt nur in Kombination mit AHL und einem Haftmittel den gewünschten Entlaubungseffekt. Für das erste Hopfenputzen sind die für die Mischungen notwendigen Mengen an Vorox F deutlich geringer als die zugelassene max. Aufwandmenge. Grund hierfür ist, dass bei zu aggressiven Mischungen das Risiko steigt, den Hopfen zu schädigen. Deshalb sind die folgenden Herstellervorgaben bei diesem Produkt genau einzuhalten.
  • Das erste Hopfenputzen mit Vorox F
    • darf erst nach dem ersten Ackern erfolgen.
    • der Hopfenbestand muss im dritten Standjahr oder älter sein und eine Wuchshöhe vom mindestens 3 m erreicht haben.
    • er muss vital sein und darf keine Welkeprobleme zeigen
    • die Anwendung darf nicht mit handgeführten Geräten durchgeführt werden
  • Für Bestände ab 3 m, die die Gerüsthöhe noch nicht erreicht haben, gilt die Empfehlung (Angaben für die Reihenbehandlung = 1/3 der Fläche):
    • 20 g/ha Vorox F
    • in 400 – 500 l Spritzbrühe
    • davon 120 – 150 l AHL (30 %)
    • + 0,4 – 0,5 l/ha Adhäsit (0,1 %
  • Für Bestände, die zum ersten Hopfenputzen bereits Gerüsthöhe erreicht haben, gilt die Empfehlung (Angaben für die Reihenbehandlung = 1/3 der Fläche):
    • 30 gha Vorox F
    • in 400 – 500 Spritzbrühe
    • davon 120 – 150 l AHL (30 %)
    • + 0,4 – 0,5 l/ha Adhäsit (0,1 %)
Achtung: Quickdown nicht zu früh einsetzen!
Um Schäden an Hopfen zu vermeiden, sollte das Präparat Quickdown erst angewendet werden, wenn alle angeleiteten Triebe die volle Gerüsthöhe erreicht haben (ca. letzte Junidekade). Die Aufwandmenge beträgt bei der Reihenbehandlung zum 1. Hopfenputzen 0,1 l Quickdown in 250 - 350 l Wasser/ha. Das Präparat besitzt keine Rückstandshöchstmenge in den USA.
2. Nährstofflösungen zum Hopfenputzen
Bei Düngebedarf und zur Behebung von Spurennährstoffmangel können flüssige Düngerlösungen direkt auf die Hopfenreihen im Spritzverfahren ausgebracht werden. Anders als im Ackerbau oder bei den übrigen Sonderkulturen, wo Blattverbrennungen unerwünscht sind, haben die Düngemaßnahmen im Hopfen den Nebeneffekt, dass die benetzten Blätter, Boden- und Seitentriebe je nach Witterungsbedingungen und Aggressivität der Düngerlösung verätzt werden. Bei starker Verätzung entspricht das Ergebnis dem des Hopfenputzens.
Stickstoffhaltige Lösungen:
- AHL (Dichte: 1280 kg/m³)
Das Ackern sollte erst 8-10 Tage nach der Anwendung erfolgen.
Stickstoff greift Metall an. Deshalb sollte die Spritze sofort nach der Arbeit gereinigt werden!

- InnoFert Hopfen (Dichte: 1195 kg/m³)
Die von der Firma AlzChem hergestellte Ammonium-Nitrat-Lösung wird unter dem Handelsnamen „InnoFert Hopfen“ als EG-Düngemittel vertrieben. Die Stickstofflösung hat im Vergleich zu AHL einen niedrigeren Stickstoffanteil.
Der mit dem Hopfenputzen ausgebrachte Stickstoff ist düngewirksam und muss bei der Düngebedarfsermittlung angerechnet werden.
Magnesiumchloridlösung (MgCl2-Lösung) (Dichte: 1330 kg/m³)
ist nach EG-Düngemittelrecht als Düngemittel zugelassen und kann als 30 % ige Lösung über den Landhandel bezogen werden. Das beim Hopfenputzen abtropfende Magnesiumchlorid liefert dem Boden als kostengünstigen Nebeneffekt sofort düngewirksames Magnesium. Das hierbei mitgelieferte Chlorid hat keine Schadwirkung. Der Umrechnungsfaktor von MgCl2 zu MgO ist 0,432. Restmengen von der Magnesiumchloridlösung können problemlos bis zur nächsten Saison überlagert werden.
Achtung: bei der Mischung von AHL, MgCL2 -Lösung und Wasser darf die Temperatur der Spritzflüssigkeit nicht unter 11 °C fallen, da es sonst zu Ausfällungen kommt, die Filter und Düsen verstopfen können.
Empfohlene Mischungen für Nährstofflösungen
28 % N-Lös. (AHL)
Komponentenanteil in der Gesamtlösung (%) Absolute Mengen in 500 l Gesamtlösung in 500 l enthaltene Rein-nährstoffmengen (kg)
N-Komponente 35 % 175 l 63 kg N
Mg-Chloridlösung 35 % 175 l 30 kg MgO
Wasser 30 % 150 l
15 % N-Lös. (InnoFert Hopfen)
Komponentenanteil in der Gesamtlösung (%) Absolute Mengen in 500 l Gesamtlösung in 500 l enthaltene Reinnährstoffmengen (kg)
N-Komponente 50 % 250 l 43 kg N
Mg-Chloridlösung 35 % 175 l 30 kg MgO
Wasser 15 % 75 l
Witterungsbedingungen
Optimale Wirkungen werden bei sonniger Witterung nach vorangegangenen Niederschlägen erzielt, wenn die Wachsschicht abgewaschen ist und die Blätter weich und aufnahmefähig sind. Nachfolgende Tage ohne Niederschlag begünstigen die Wirkung.
Applikationstechnik
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass bei der Applikation durch die Verwendung von kleineren Düsen ein feineres Tropfenspektrum erzeugt wird und somit Blätter und Seitentriebe gleichmäßiger benetzt werden, was zu einer Verbesserung der Ätzwirkung führt. Die zwei Standard Düsen TD 80-08 je Seite sollten z. B. mit Hilfe eines Doppeldüsenhalters gegen jeweils zwei Düsen TD 80-04 getauscht werden. Dies ergibt 4 Düsen je Seite mit einem kleineren Tropfenspektrum, wobei die Ausstoßmenge gleich bleibt. Das Abspritzen mit Handverstäuberen ist arbeitsintensiv, wird aber durch die gezielte Benetzung ein besseres Wirkungsergebnis zeigen.
Netzmittel und Spurennährstoffe
Der Zusatz von Superspritern ist zwingend erforderlich. Bewährt hat sich z. B. das Produkt Break-Thru mit einer Konzentration von 0,04 %, das die Oberflächenspannung reduziert und damit eine gleichmäßige und großflächige Benetzung bewirkt.
Bei Bedarf können dieser Mischung Zink- (0,3 %) und Borsalze (0,2 %) zugegeben werden. Damit wird die Ätzwirkung ebenfalls verstärkt.

Hinweise vom 09. Mai 2018

1. Peronospora-Befallssituation
Nach den ersten Auszählungen der Zoosporangien besteht keine Peronosporagefahr durch Sekundärinfektionen.
Kontrollieren Sie dennoch Ihre Bestände auf Primärinfektionen und führen Sie bei sichtbaren Befall (Bubiköpfe) Bekämpfungsmaßnahmen mit einem systemischen Mittel in Kombination mit einem Kontakt- oder teilsystemischen Mittel durch. Zur nachhaltigen Bekämpfung ist diese Maßnahme im Abstand von 8 - 10 Tagen zu wiederholen.
Nur wer die Primärinfektion ordnungsgemäß bekämpft, kann sich bei der Bekämpfung der Sekundärinfektion nach dem Peronospora-Warndienst richten!
2. Rufnummern des Peronospora-Warndienstes und der LfL-Hopfenberatung
Gestern hat der Peronospora-Warndienst wieder seinen Betrieb aufgenommen. In der Hallertau werden an 5 Standorten Sporenfallen betrieben und täglich die Zoosporangieen ausgezählt. Geändert hat sich der Standort Lutzmannsdorf, der weggefallen ist. Dafür wird in Forchheim (ehemals Jura) eine Peronosporastation neu in Betrieb genommen. Somit ergeben sich in der Hallertau folgende 5 Standorte:
• Aiglsbach (KEH)
• Eschelbach (PAF)
• Eschenhart (KEH)
• Forchheim (EI)
• Hirnkirchen (FS)
In den Anbauregionen Spalt (Obersteinbach) und Hersbruck (Speikern) stehen jeweils 1 Station.

Ab sofort kann der Peronospora-Warndienst wieder täglich aktuell abgehört werden. Die Aktualisierung erfolgt gegen 12.00 Uhr, an Montagen und nach Feiertagen erst um ca. 14.00 Uhr.
Peronospora-Warndienst (Hallertau) 08442/9257-60 oder -61
Die Übermittlung der Warndienst-Aufrufe per SMS auf das Handy kann beim Hopfenring gegen eine Gebühr von ca. 5 € pro Jahr beantragt werden.
Im Internet sind die Peronospora-Warndiensthinweise aller Anbaugebiete und andere aktuelle Hopfenbauhinweise auf der Homepage der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft nachzulesen.
Ferner ist die Hopfenberatung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in allen Spezialfragen des Hopfenbaus wie gewohnt unter Tel.: 08442/957-400 erreichbar. Aufgrund der Personalsituation ist die Erreichbarkeit künftig nur noch am Vormittag gewährleistet!

Peronospora-Warndienst

Hinweise vom 13. April 2018

1. Endgültige Nmin-Werte im Hopfen
Nach Abschluss der Nmin-Untersuchungen im Labor des Hopfenrings stehen nun die endgültigen Nmin-Werte für Hopfen in Bayern fest. Betriebe, die keine eigenen Nmin-Untersuchungen durchführen mussten oder nicht für alle Hopfenschläge Nmin-Ergebnisse haben, können zur Berechnung des N-Bedarfs auf diesen Schlägen auf die regionalisierten Durchschnittswerte zurückgreifen. Bekanntlich ist ja nach der neuen Düngeverordnung (DüV) der Düngebedarf für Stickstoff (N) und Phosphat (P) jährlich vor der ersten Düngung für alle Schläge oder Bewirtschaftungseinheiten nach definierten Vorgaben zu ermitteln.
Endgültige Nmin-Werte für Hopfen in Bayern (Stand: 12.04.2018)
Landkreis/Anbaugebiet Anzahl Untersuchungen Vorläufiger Nmin-Wert
(Stand 29.03.2018)
Endgültiger Nmin-Wert
Eichstätt (inkl. Kinding) 287 49 59
Freising 349 49 52
Hersbruck 90 (49) 48
Kelheim 1606 48 50
Landshut 238 70 68
Pfaffenhofen (u. Neuburg-Schrobenhausen) 1333 46 48
Spalt 107 53 53
Bayern 4010 49 51
Hopfenbaubetriebe ohne eigene Nmin-Werte konnten die Stickstoffbedarfsermittlung bereits mit den vorläufigen Nmin-Durchschnittswerten ihres Landkreises oder Anbauregion durchführen. Wenn der endgültige Nmin-Wert um mehr als 10 kg N/ha höher als der vorläufige Nmin-Wert ist, muss die Düngebedarfsermittlung noch einmal angepasst werden. 2018 trifft dies in keinem Landkreis bzw. Anbaugebiet zu!
2. Hinweise zur Düngebedarfsermittlung mit dem Excelprogramm der LfL
Nach der Vorgabe der neuen Düngeverordnung ist jeder Landwirt, der mehr als 15 ha oder mehr als 2 ha Sonderkulturen (Hopfen) bewirtschaftet, verpflichtet, für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit den Düngebedarf für Stickstoff (N) und Phosphat (P2O5) zu bestimmen. Ausgenommen sind dabei lediglich Flächen, auf denen weniger als 50 kg N/ha und weniger als 30 kg P2O5/ha gedüngt werden. Die Düngebedarfsermittlung muss vor der ersten Düngergabe vorliegen.
Die Berechnung kann entweder durch einen Dienstleister, wie z. B. dem Hopfenring, erfolgen oder selbst durchgeführt werden. Hierfür stellt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft ein kostenloses Excel-EDV-Programm zur Verfügung.

Definition Bewirtschaftungseinheit:
Vor der Berechnung des Düngebedarfs können einzelne zu berechnende Schläge in Bewirtschaftungseinheiten nach folgenden Kriterien zusammengefasst und somit bei der N- und P-Düngung einheitlich betrachtet werden.

Voraussetzungen:
- gleiches Ertragsniveau im 3 Jahresdurchschnitt (Hageljahre ausgenommen)
- gleiche Bodenart
- gleiche Phosphat-Gehaltsklasse
- gleiche Zwischenfrucht
- gleiche organische Düngung im Vorjahr (z. B. Rebenhäcksel)

Excel-Programm Düngebedarfsermittlung 2018 Externer Link

Hinweise vom 10. April 2018

1. Bekanntgabe der endgültigen Nmin-Werte im Hopfen verzögert sich
Aufgrund der nassen Bodenverhältnisse vor Ostern und des hohen Probenaufkommens in den letzten Tagen haben sich die Untersuchungen und Auswertungen der Nmin-Werte verzögert, so dass die endültigen regionalisierten Durchschnittswerte erst in den nächsten Tagen feststehen und gegen Ende der Woche veröffentlicht werden.
2. Kontrolle auf Bodenschädlinge
Kontrollieren Sie bei Erwärmung der Böden die Hopfenstöcke und frischen Triebe auf Befall mit Drahtwurm, Erdfloh und Liebstöckelrüssler. Besonders gefährdet können Junghopfen und junge Ertragsanlagen sein.
Bei Befall mit Drahtwurm kann 0,1 g Actara mit 0,2 l Wasser pro Stock (pro ha 200 g Actara in 400 l Wasser) gegossen werden. Für die Indikationen Liebstöckelrüssler und Erdfloh ist die Aufwandmenge auf 0,075 g pro Stock (150 g Actara pro ha in 400 l Wasser) begrenzt.
Beachten Sie, dass die Anwendung erst nach dem Kreiseln erfolgen darf und keine blühenden Zwischenfrüchte oder blühende Unkräuter im Hopfengarten oder unmittelbar an diesen angrenzend vorhanden sind. Außerdem müssen auf geneigten Flächen (über 2 % Hangneigung) die Zwischenreihen auf 25 % der Gesamtfläche begrünt sein. Sollte ein Oberflächengewässer an den Hopfengarten angrenzen, muss ein mind. 20 m breiter bewachsener Randstreifen mit einer geschlossenen Pflanzendecke vorhanden sein.
3. Gießbehandlung zur Peronospora-Primärbekämpfung
Zur Bekämpfung der Peronospora-Primärinfektion kann Profiler (Wirkstoffe Fosetyl-Al + Fluopicolide) eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt nach dem Austrieb ab dem 3. Laubblattpaar bis zur Entfaltung des 5. Laubblattpaares als Reihen- oder Einzelpflanzenbehandlung. Die Aufwandmenge beträgt 1,125 g pro Stock in 0,2-0,5 l Wasser. Max. dürfen 2,25 kg pro ha ausgebracht werden. Empfohlen wird die Spritzbehandlung bei den primäranfälligen Sorten HA, HE, TU, NB und NU, sowie in allen jungen Ertragsanlagen, unabhängig von der Sorte. Außerdem wird eine Behandlung in allen Hopfengärten empfohlen, die im letzten Jahr Primärbefall aufwiesen. Die Wirkung erfolgt hauptsächlich über das Blatt, so dass eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit nicht so entscheidend ist. Profiler sollte nicht mit Blattdüngern und Kupferfungiziden gemischt werden. Bei Mischungen mit SC-Formulierungen sollten diese im Eimer angerührt und als erstes Produkt ins Fass gegeben werden (Ausflockungsgefahr). Sonstige Anwendungsbestimmungen und Sicherheitshinweise finden Sie im Grünen Heft oder in der Gebrauchsanweisung.
Die Festsetzung der Rückstandshöchstmenge in Japan liegt zwar noch nicht schriftlich vor, wird aber noch vor der Ernte erwartet, so dass die Hopfenhandelsfirmen „Grünes Licht“ für den Einsatz in Exporthopfen nach Japan geben.
Bei einem gleichzeitigen Befall mit Bodenschädlingen ist eine Mischung mit Actara möglich, sobald der Hopfen gekreiselt ist und keine blühenden Unkräuter/Zwischenfrüchte im oder um den Hopfengarten zu finden sind.
Aliette WG ist ebenfalls zur Bekämpfung der Peronospora-Primärinfektion zugelassen. Da die Wirkstoffaufnahme bei diesem Präparat hauptsächlich über das Blatt erfolgt, ist eine erste Spritzanwendung bei mindestens 5-10 cm Wuchshöhe des Hopfens sinnvoll. Die 2. Anwendung erfolgt dann bei 20-40 cm Wuchshöhe durch Besprühen der Stöcke.
Die Aufwandmenge beträgt jeweils max. 2,5 kg/ha in 1000 l Wasser. Bei Einzelstock- bzw. Bandbehandlung ist die Mittel- und Wassermenge entsprechend zu reduzieren.
Eine ordnungsgemäße Bekämpfung der Primärinfektion ist Voraussetzung für die Bekämpfung der Sekundärinfektion nach dem Peronosporawarndienst.

Hinweise vom 29. März 2018

Stellenangebot der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft am Hopfenforschungszentrum Hüll!
Das Hopfenforschungszentrum Hüll der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sucht ab sofort eine/n Landwirtschaftliche/n Mitarbeiter/in mit abgeschlossener Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich, gerne auch Meister/in oder Techniker/in in Vollzeit, befristet bis 31.12.2019, mit Option zur Verlängerung. Weitere Details zur Stellenbeschreibung finden Sie im Internet auf der Seite der LfL (Stellenangebot Nr. 60/2018).

Weitere Details zur Stellenbeschreibung Externer Link

Düngebedarfsermittlung: Vorläufige Nmin-Werte im Hopfen
Nach der neuen Düngeverordnung (DüV) ist der Düngebedarf für Stickstoff (N) und Phosphat (P) jährlich vor der ersten Düngung für alle Schläge oder Bewirtschaftungseinheiten nach definierten Vorgaben zu ermitteln. Zur Berechnung des Stickstoffbedarfs muss neben verschiedenen Zu-und Abschlägen in erster Linie der Nmin-Wert der Fläche bekannt sein und vom Stickstoffbedarfswert des Hopfens abgezogen werden. Der Nmin-Wert ist der zu Vegetationsbeginn verfügbare mineralische Stickstoff im durchwurzelten Bereich des Bodens. Da der mineralisierte Stickstoff jährlich starken Schwankungen unterliegt, ist eine Bodenuntersuchung im Frühjahr unerlässlich. In Bayern erfolgt die Nmin-Untersuchung in Hopfen auf 0-90 cm Tiefe und wird in der Zeit von Ende Februar bis Anfang April vom Hopfenring über die Ringwarte angeboten. Betriebe, die im letzten Herbst Rebenhäcksel auf ihre Flächen zurückgefahren und somit die Ausnahmen von der DüV hinsichtlich der Mengenbegrenzung und Sperrfrist in Anspruch genommen haben, müssen in diesem Frühjahr mindestens 3 eigene Nmin-Untersuchungen durchführen. Dazu ist noch bis Mittwoch, 4. April 2018 Gelegenheit, die gekühlten Bodenproben beim zuständigen Ringwart abzugeben. Für Flächen, von denen keine eigenen Nmin-Untersuchungen vorliegen, können für die N-Bedarfsermittlung vergleichbare betrieblich vorhandene Nmin-Werte herangezogen oder die regionalen Durchschnittswerte der amtl. Beratung übernommen werden. Folgende vorläufige Nmin-Werte gelten für Hopfen:
Vorläufige Nmin-Werte für Hopfen in Bayern (Stand: 29.03.2018)
Landkreis/Anbaugebiet Anzahl Untersuchungen Vorläufiger Nmin-Wert
Eichstätt (inkl. Kinding) 98 49
Freising 292 49
Hersbruck 0 (49)
Wenn der endgültige Nmin-Wert, der am 10. April veröffentlicht wird, um mehr als 10 kg N/ha höher als der vorläufige Nmin-Wert ist, muss die Düngebedarfsermittlung noch einmal angepasst werden. Der für jeden Schlag oder Bewirtschaftungseinheit errechnete Stickstoffbedarf stellt die Obergrenze der N-Düngung dar, die in der Summe der mineralischen und organischen Düngergaben einschließlich der Stickstofflösungen zum Hopfenputzen nicht überschritten werden darf. Die Düngebedarfsermittlung ist eine Aufzeichnung gemäß DüV und deshalb 7 Jahre aufzubewahren.

Hinweis vom 15. Februar 2018

Interessierte Hopfenbaubetriebe können sich ab sofort für das Forschungsprojekt „Stickstoffdynamik in Hopfenböden“ anmelden!
Im Rahmen der Umsetzung der neuen Düngeverordnung im Hopfen hat sich die Hopfenwirtschaft verpflichtet, begleitende Maßnahmen unter der Federführung der LfL durchzuführen. So soll z. B. die „Stickstoffdynamik in Hopfenböden bei unterschiedlichen Bodenarten und Düngesystemen“ näher erforscht werden, um genauere Daten für die Stickstoffaufnahme und den Verbleib des Reststickstoffs nach der Ernte bzw. aus dem Rebenhäcksel zu gewinnen. Dazu wird über einen Zeitraum von 3 Jahren ein Projektbearbeiter angestellt, der in der LfL-Arbeitsgruppe Hopfenbau, Produktionstechnik im Haus des Hopfens beschäftigt ist und in diesem Zeitraum in verschiedenen Praxisbetrieben das Düngemanagement und die Stickstoffdynamik in den Hopfenböden verfolgt. Projektbeginn ist das Frühjahr 2018 mit Untersuchung des Nmin-Gehalts in ausgewählten Hopfengärten.
Für das Projekt können sich ab sofort 20 interessierte Hopfenbaubetriebe anmelden.
Um eine Vielfalt verschiedener Düngesysteme zu erhalten, ist auch eine Beteiligung von Nebenerwerbsbetrieben, Gemischtbetrieben oder viehhaltenden Betrieben gewünscht. In den ausgewählten Betrieben wird auf 2-3 Hopfenflächen die Stickstoffdynamik anhand von Nmin-Beprobungen im Frühjahr, Herbst und Winter, dem betrieblichen Düngemanagement und der tatsächlichen Nährstoffabfuhr untersucht. Die Nährstoffabfuhr von der Fläche wird über die Untersuchung von Dolden- und Rebenhäckselproben ermittelt. Vorgaben oder Einschränkungen für die Düngung bestehen nicht. Alle betrieblichen Daten und Aufzeichnungen zur Düngung werden vertraulich behandelt und nicht weitergegeben.
Zum Ausgleich und als Honorierung für die Kooperation steht dem Betrieb der Projektbearbeiter für alle Fragen der Düngung und Umsetzung der Düngeverordnung beratend zur Seite. Soweit gewünscht werden jährlich eine kostenlose Düngebedarfsermittlung und ein betrieblicher Nährstoffvergleich durchgeführt. Außerdem können die Ergebnisse der Nmin-Untersuchungen für die betrieblichen Zwecke verwendet werden.
Interessierte Betriebe erhalten nähere Informationen bei der staatlichen Hopfenberatung der LfL in Wolnzach unter Tel. 08442/957-400

Hinweis vom 25. Januar 2018

LfL-Hopfenbauversammlungen 2018
Für die Hopfenbauversammlungen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Arbeitsbereich Hopfen, zusammen mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sind in den Anbaugebieten Hallertau und Spalt folgende Themen und Termine vorgesehen:

Fachthemen:

  • Die Stickstoffbedarfsermittlung bei Hopfen nach der neuen Düngeverordnung
    (LD Johann Portner)
  • Was beeinflusst das Hopfenaroma – eine analytische und sensorische Annäherung
    (ROR Klaus Kammhuber)
  • Forschung zur Verticilliumwelke: Aktueller Stand und Zielsetzung
    (M. Sc. Simon Euringer)
  • Pflanzenschutz im Hopfenbau 2018 - Grenzen und Möglichkeiten
    (M. Sc. Silvana Wolf, Dipl.-Biol. Dr. Florian Weihrauch)

Veranstaltungsort und Termine:

  • Biburg (GH Wurmdobler) Montag, 29.01.2018 13.00 Uhr
  • Oberhatzkofen (GH Burger) Dienstag, 30.01.2018 13.00 Uhr
  • Unterpindhart (GH Rockermeier) Mittwoch, 31.01.2018 19.00 Uhr
  • Osseltshausen (GH Siebler) Donnerstag, 01.02.2018 13.00 Uhr
  • Hedersdorf (GH Schuster) Montag, 05.02.2018 13.00 Uhr
    (Hersbruck)
  • Spalt (GH Hoffmanns-Keller) Montag, 05.02.2018 19.00 Uhr
  • Lindach (GH Kreitmayr) Mittwoch, 07.02.2018 13.00 Uhr
  • Mainburg (Stadthalle) Mittwoch, 07.02.2018 19.00 Uhr
  • Marching (GH Paulus) Freitag, 09.02.2018 13.00 Uhr

Hinweis vom 27. Oktober 2017

an den Donnerstagen 09., 16., 23., und 30.11.2017 • jeweils 19.00 – 22.15 Uhr
BiLa-Seminar „Hopfenbau“Im Rahmen des Bildungsprogramms Landwirt (BiLa) bietet das Amt für Ernährung, Landwirt-schaft und Forsten Abensberg für die gesamte Hallertau ein Schwerpunktseminar zum Thema Hopfenbau an.
Inhalte der 4 Abende sind Anbau und Sorten, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Qualität, Vermarktung und Wirtschaftlichkeit.
Zielgruppe sind Hofnachfolger und/oder Ehepartner mit außerlandwirtschaftlicher Ausbildung bzw. Hopfenpflanzer, die ihr Grundlagenwissen an 4 Abenden auffrischen wollen.
VeranstalterJohann Portner, LfL-Hopfenberatung, Wolnzach Tel.:08442/957-400
VeranstaltungsortLandwirtschaftsschule Abt. Hauswirtschaft, Münchener Str. 2a, 93326 Abensberg
AnsprechpartnerInfos zum Bildungsprogramm am AELF Abensberg bei Fr. Oberhofer (Tel.: 09443/704-158) oder Hr. Schneeweis-Müller (Tel.: 09443/704-120)

Hinweise vom 18. September 2017

1. Ausbringung von Rebenhäcksel
Vom Rebenhäckselhaufen läuft nach einiger Zeit Sickersaft weg.
Dieser Sickersaft ist gewässergefährdend und somit auch schädlich für unser Grundwasser. Rebenhäcksel sollte deshalb auf einer festen Betonplatte gelagert und der Sickersaft in geschlossenen Gruben aufgefangen werden. Er darf auf keinen Fall in oberirdische Gewässer oder in das Grundwasser gelangen.
Um die Gefahr der Gewässerverunreinigung durch Sickersaft möglichst gering zu halten, sollte der Rebenhäckselhaufen nach einer gewissen Heißrottephase so bald wie möglich ausgefahren werden. Die Heißrotte dient der Abtötung von Schädlingen und Krankheitserregern. Frisches Rebenhäcksel sollte daher nicht in Hopfengärten ausgebracht werden. Das gilt auch für die Randbereiche abgelagerter Rebenhäckselhaufen, die nicht ausreichend hygienisiert sind.
Achten Sie bei der Ausbringung auf die neuen Einschränkungen durch die Düngeverordnung!
In Bayern gilt eine allgemeine Sperrfristverschiebung für Rebenhäcksel, so dass Rebenhäcksel bis zum 15. Oktober ausgebracht werden kann. Dabei muss die Rückführung gleichmäßig auf alle Hopfenflächen oder sonstige gem. DüV zulässige Flächen (Ackerfläche mit bereits eingesäter Zwischenfrucht, Winterraps und bis 1. Oktober gesäte Wintergerste nach Getreidevorfrucht) erfolgen.
Ungeachtet der 60 kg N-Obergrenze kann die Gesamtmenge des angefallenen Rebenhäcksels nur auf die Hopfenfläche zurückgeführt werden, wenn eine überwinternde Zwischenfrucht eingesät ist/wird, die im Winter zwischen den Reihen eine Mindestbreite von 1 m aufweist und nicht vor dem 1. Mai eingearbeitet wird. Eine Herbsteinsaat nach der Rebenhäckselausbringung ist bis 15. Oktober noch möglich.
Beachte: Für Landwirte, die die KULAP-Maßnahmen „Winterbegrünung mit Zwischenfrüchten“ (B 35) bzw. „Winterbegrünung mit Wildsaaten“ (B 36) abgeschlossen haben, ist der spätestmögliche Einsaatzeitpunkt 1. Oktober zu beachten.
Beim Ausfahren der Rebenhäcksel ist darauf zu achten, dass eine Verschmutzung der Straßen mit Rebenhäcksel und Drahtresten vermieden wird.
2. Entfernen von welkebefallenen Rebstrunken von der Fläche
Der Pilz Verticillium nonalfalfae, der die Hopfenwelke verursacht, trat auch dieses Jahr wieder auf. Der Bodenpilz infiziert im Frühsommer junge oder verletzte Wurzeln und breitet sich in den Wasserleitungsbahnen von unten nach oben aus. Dabei verstopft er die Leitungsbahnen, so dass die Wassernachlieferung gestört ist. Die Folge sind typische Welkeerscheinungen. Zusätzlich scheidet der Pilz Gifte aus, die die Rebe zum Absterben bringen. Als Überdauerungsorgane bildet der Pilz im infizierten Gewebe eine Art Dauermycel, das über Pflanzenreste, nicht hygienisierte Ernterückstände und Bodenverschleppung verbreitet werden kann und 4-5 Jahre im Boden lebensfähig ist.
Großen Einfluss auf den Welkebefall haben neben der Witterung und der Höhe der Stickstoffdüngung die Menge und Qualität (Rasse) des Pilzes im Boden.
Um die Anreicherung von infektiösen Dauerorganen im Boden zu reduzieren, wird dringend empfohlen, in welkebefallenen Hopfengärten kein Rebenhäcksel auszubringen und die Rebstrunken tief abzuschneiden und von der Fläche zu entfernen. Da eine Abtötung der Dauersporen nur in der Heißrotte erfolgt, sollten die entfernten Rebstrunken verbrannt oder einer ordentlichen Kompostierung zugeführt werden.

Hinweise vom 30. August 2017

1. Reife und Erntezeitpunkte!
Der warme Sommer hat die Entwicklung und Reife des Hopfens dieses Jahr etwas beschleunigt, was sich auch in den bisher gemessenen Trockensubstanzgehalten und Alphaergebnissen wiederspiegelt. Allerdings sind in Abhängigkeit vom Standort und der Wasserversorgung erhebliche Reifeunterschiede festzustellen. Betrachtet man die Ergebnisse des Trockensubstanz- und Alphagehaltmonitorings der LfL, so stellt man fest, dass die Alphsäurengehalte bei den frühen Aromasorten mit Ausnahme von Perle kaum mehr angestiegen sind und mit einer zügigen Abreife zu rechnen ist. Die späteren Bitterstoffsorten Hallertauer Magnum und Herkules haben letzte Woche im Alpha noch deutlich zugelegt und dürften den Höhepunkt ebenfalls nächste Woche erreicht haben.
Um optimale Alphaerträge pro ha erzielen zu können, wird dennoch empfohlen, die alphabetonten Aromasorten und die Bitterstoffsorten nicht zu früh zu ernten, sondern die optimale Erntereife der einzelnen Sorten abzuwarten. Dadurch kann der Hopfen genügend Reservestoffe einlagern und ist im nächsten Jahr wüchsiger und weniger anfällig für Krankheiten wie z. B. die Welke!
Bei den Flavor-Sorten sind die speziellen Qualitätsanforderungen der Abnehmer zu berücksichtigen!

Soweit der Reifezustand jetzt abgeschätzt werden kann, beginnt die Erntereife zu folgenden Terminen:

Hallertauer Mfr.: 29. August
Northern Brewer: 30. August
Hallertauer Tradition: 31. August
Perle: 02. September
Saphir: 02. September
Opal: 02. September
Hall. Taurus: 04. September
Hall. Magnum: 06. September
Spalter Select: 06. September
Smaragd: 07. September
Hersbrucker Spät: 08. September
Polaris: 08. - 10. September
Herkules: 08. - 10. September
Hallertauer Blanc: 08. - 10. September
Callista: 10. - 12. September
Hüll Melon: 14. - 16. September
Nugget: 14. - 16. September
Ariana: 18. - 22. September
Mandarina Bavaria: 18. - 22. September

Trockensubstanz- und Alphasäurenmonitoring bei den wichtigsten Hopfensorten

2. Hopfenausstellung in Moosburg
Für die Moosburger Herbstschau werden noch Hopfenmuster von den Aromasorten Hersbrucker, Saphir und Spalter Select sowie von den Bitter- und Hochalphasorten Northern Brewer, Magnum, Taurus und Herkules gesucht. Letzter Termin für die Probenahme des abgewogenen und zur Zertifizierung bereitgestellten Hopfens ist Samstag, der 9. September 2017.
Falls Sie ein Muster der genannten Sorten zur Verfügung stellen können, melden Sie sich bitte beim Hopfenring unter der Tel.-Nr. 08442/957-311 oder sprechen Sie Ihren Musterzieher auf die Probenahme an.

Hinweise vom 25. August 2017

1. Achtung: Peronospora-Spritzaufruf für alle Anbaugebiete für späte anfällige Sorten!
Die Anzahl der Zoosporangien bewegt sich in der Hallertau seit dem letzten Spritzaufruf über der Bekämpfungsschwelle für anfällige Sorten. Da der letzte Spritzaufruf 11 Tage zurückliegt und gewittrigen Niederschläge in der schwül-warmen Luft die nächsten Tage nicht auszuschließen sind, ergeht ein erneuter Spritzaufruf für späte anfällige Sorten, die nach dem 08. September geerntet werden, sowie alle Flavor-Sorten. Bekämpfungsmaßnahmen sollten erfolgen, wenn die letzte Spritzung länger als 10 Tage zurückliegt.
Beachten Sie die Wartezeit der eingesetzten Präparate.
2. Gefahr von Spätmehltaubefall!
Der Infektionsdruck mit Echten Mehltau scheint nicht so stark zu sein wie im letzten Jahr; dennoch ist in Praxisgärten vielfach Doldenbefall zu beobachten. Es ist zu befürchten, dass der Erreger sich in befallenen Beständen noch weiter verbreitet und zu sogenanntem Spätmehltaubefall an den Dolden führt. Hierbei weisen die Dolden bei der Pflücke meist keinen sichtbaren Pilzbelag auf und sind von schöner grüner Farbe. Nach der Trocknung aber haben die Dolden ein gelblich bis gelb-bräunlich gesprenkeltes Aussehen und unter dem Mikroskop sind Pilzstrukturen erkennbar.
Wegen des schwer einzuschätzenden Mehltaudrucks wird empfohlen, zusammen mit der Peronosporabekämpfung insbesondere in Befallsgärten und bei den späten anfälligen Sorten nochmal eine Bekämpfungsmaßnahme z. B. mit Kumar, Vivando oder Schwefelpräparaten durchzuführen. Andere Mehltaumittel mit längeren Wartezeiten sind stark rückstandsgefährdet. Hier sollten unbedingt ausreichende Wartezeiten einkalkuliert werden.
3. Junghopfen möglichst spät ernten und weiterhin pflegen!
Junghopfen sollten im ersten Jahr nicht oder erst sehr spät geerntet werden. Dies dankt der Stock mit einem kräftigeren Austrieb und Mehrertrag im nächsten Jahr.
Wegen der längeren Vegetationszeit ist der Junghopfen empfänglicher für Krankheiten (Peronospora, Echter Mehltau) und Schädlinge (Spinnmilben). Insbesondere Peronospora stellt eine Gefahr dar, da der Erreger im Junghopfen überwintern kann und der Stock nächstes Jahr Peronospora-Primärbefall zeigt. Kontrollieren Sie daher Ihre Junghopfenanlagen und führen Sie weiterhin notwendige Bekämpfungsmaßnahmen durch. Dies gilt v.a. auch für aufgeschultes Fechsermaterial.

Hinweise vom 23. August 2017

1. Ergebnisse des Trockensubstanz- und Alphasäurenmonitorings!
Aus den Durchschnittswerten der wöchentlichen Trockensubstanz- und Alphagehaltsbestimmungen von 10 Standorten in der Hallertau können Rückschlüsse auf die Erntereife der wichtigsten Hopfensorten gezogen und Beratungshinweise zum optimalen Erntezeitpunkt gegeben werden.

Trockensubstanz- und Alphasäurenmonitoring bei den wichtigsten Hopfensorten

2. Reife und Erntezeitpunkt
Mit einer zu frühen Ernte wird Ertrag verschenkt und der Stock geschwächt. Eine zu späte Ernte führt zu Mängeln bei der äußeren Qualität.
Ausreichende Niederschläge in den letzten Wochen und dazu meist warme Temperaturen werden dieses Jahr die anfangs eher verhaltenen Ertrags- und Alphasäurenprognosen noch positiv beeinflussen, so dass in gut entwickelten Beständen mit mindestens durchschnittlichen Erträgen gerechnet werden kann. Schlechter entwickelte Bestände oder „spitzige Hopfen“ zeigen sich in der Entwicklung schon etwas weiter und lassen gegenüber dem Vorjahr einen um mehrere Tage früheren Erntebeginn erwarten. Dies kann man auch aus den ersten Untersuchungsergebnissen des TS- und Alphasäurenmonitorings schließen.
Je nach Schneidzeitpunkt, Lage, Niederschlagsverteilung und Nährstoffversorgung zeigen sich die Bestände, wie in den Vorjahren, sehr uneinheitlich, so dass die Erntereife von Feld zu Feld individuell beurteilt werden muss.
Soweit der Reifezustand abgeschätzt werden kann, werden aus jetziger Sicht folgende Termine für den Beginn der Erntereife vorgeschlagen.

Hallertauer Mfr.: 29. August
Northern Brewer: 30. August
Hallertauer Tradition: 31. August
Perle, Saphir, Opal: 2. September
Für die übrigen Sorten wird die geschätzte Erntereife nächste Woche bekannt gegeben, wenn weitere Alpha- und Trockensubstanzergebnisse vorliegen.

Planen Sie Ihren Erntebeginn!
Die im Betrieb vorhandenen Sorten sollten im optimalen Reifezustand geerntet werden. Dabei sind die jeweiligen Qualitätsanforderungen der Abnehmer zu berücksichtigen. Während bei den Aromasorten und Special-Flavor-Hopfen die vom Abnehmer gewünschte Aromaausprägung und die äußere Qualität eine größere Rolle spielen, sollte bei den alphabetonten Sorten die Ernte erst erfolgen, wenn der höchste Alphagehalt bzw. Alphaertrag pro ha erreicht ist.
Zur Planung des Erntebeginns überlegen Sie daher, wie viele Tage Sie für jede einzelne Sorte benötigen. Berücksichtigen Sie dabei, dass der Ernteertrag gegenüber dem Vorjahr deutlich geringer ausfallen wird und Sie mit der Ernte der einzelnen Sorten schneller fertig sind. Zählen Sie die Erntetage zusammen und beginnen Sie so, dass die Sorten nacheinander jeweils zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden. Falls Sie die Ernte nicht unterbrechen können, zählen Sie die notwendigen Erntetage rückwärts von optimalen Erntereife ihrer letzten Sorte zurück zu ihrer frühesten Sorte und erhalten so den Beginn der Hopfenernte.

Hinweise vom 17. August 2017

1. Peronospora-Warndienst! Achtung: Erweiterung des Peronospora-Spritzaufrufs vom 14. August auf alle Anbauge-biete und alle Sorten!
Aufgrund der z.T. erheblichen Niederschlagsmengen von Dienstagabend bis Mittwoch früh und der deutlich angestiegenen Anzahl der Zoosporangien in der Hallertau über die Bekämpfungs-schwelle für tolerante Sorten, wird der Peronospora-Spritzaufruf vom Montag auf alle Sorten erweitert. In den Anbauregionen Spalt und Hersbruck waren die Niederschlagsmengen und die Anzahl der Zoosporangien zwar nicht so hoch, dennoch gibt es bereits erste Meldungen von Peronospora-Sekundärbefall, so dass auch für diese Gebiete ein Spritzaufruf erfolgt.
Da gestern Vormittag nach dem Regen ideale Infektionsbedingungen bestanden und zum Wo-chenende hin weitere Niederschläge erwartet werden, sollten Bekämpfungsmaßnahmen erfol-gen, sobald die Befahrbarkeit der Gärten es zulässt.
2. Ergebnisse des LfL-Trockensubstanz- und Alphasäurenmonitorings ab morgen wieder im Internet!
Ab dem 16. August wird, in Zusammenarbeit mit dem Hopfenring, verteilt über die Hallertau von den Aromasorten Hallertauer Mfr., Perle, Hallertauer Tradition und Hersbrucker sowie von den Hochalphasorten Hallertauer Magnum und Herkules an 5-7 Terminen im wöchentlichen Ab-stand aus je 10 Praxisgärten jeweils eine Aufleitung beerntet, verwogen und separat getrocknet. Durch die Analyse des TS- und Alphasäurengehalts in einem akkreditierten Labor kann am Fol-getag der Trockensubstanzgehalt des Grünhopfens und der Alphasäurengehalt bei 10 % Wasser berechnet werden. Aus den Ergebnissen dieser wöchentlichen Trockensubstanz- und Al-phagehaltsbestimmungen können Rückschlüsse auf die Erntereife der wichtigsten Hopfensorten gezogen und Beratungshinweise zum optimalen Erntezeitpunkt gegeben werden.
Damit die Hopfenpflanzer schnellstmöglich Kenntnis von den Ergebnissen und Beratungsemp-fehlungen erhalten, veröffentlicht die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft für jede Sorte die Trockensubstanz- und Alphasäurengehalte von den 10 Standorten im Internet.
Die ersten Ergebnisse werden bis morgen Mittag ins Netz gestellt!

Hinweise vom 14. August 2017

1.Peronospora-Warndienst
Achtung: Peronospora-Spritzaufruf in der Hallertau für anfällige Sorten!
Die Anzahl der Zoosporangien ist am Wochenende leicht angestiegen, liegt aber an allen Stati-onen noch unter der Bekämpfungsschwelle für anfällige Sorten. Da aber letzte Woche schon mal die Bekämpfungsschwelle überschritten war und ab Mittwoch gewittrige Niederschläge vor-hergesagt werden, wird für anfällige Sorten eine Bekämpfungsmaßnahme gegen Peronospora empfohlen, wenn die letzte Behandlung länger als 10 Tage zurückliegt.
Laut Mitteilung der Fa. BASF hat die US-Behörde die Importtoleranz von Initium (Ametoctradin) von 10 auf 100 ppm erhöht, so dass das Peronospora-Präparat „Orvego“ jetzt auch in US-Hopfen im Rahmen der Zulassung bedenkenlos eingesetzt werden kann.

2. Echter Mehltau
Nach wie vor werden in der Praxis – auch bei bisher toleranten Sorten - Mehltaupusteln auf den Blättern, Blüten und Dolden gefunden. Kontrollieren Sie daher Ihre Bestände sorgfältig auf Be-fallssymptome.
Da jetzige Infektionen die Basis für den zur Ernte sichtbaren Spätmehltaubefall sind, wird in allen Sorten eine vorbeugende Mehltaubekämpfung empfohlen, wenn die letzte Behandlung länger als 14 Tage zurückliegt.
Bei bereits vorhandenem Befall sollte eine Wirkstoffkombination aus vorbeugenden Mitteln mit einem sporen- und myzelabtötenden Präparat wie z. B. Kumar eingesetzt werden. Kumar ist jedoch nicht mit pH-Wert senkenden Mitteln mischbar.
Schwefelpräparate sollten wegen der Empfindlichkeit der Blüte nicht bei Temperaturen über 25 °C ausgebracht werden.
3. Blattlaus- und Spinnmilbenbefall kontrollieren
Zum jetzigen Zeitpunkt dürfte der Hopfen weitgehend blattlausfrei sein. Einzelne Blattläuse im Bestand können insbesondere bei Alphaverträgen toleriert werden.
Sollte dennoch eine Behandlung notwendig sein, ist zu beachten, dass eine späte Zweitbehand-lung mit Teppeki zur Überschreitung des niedrigeren EU-Rückstandswertes führen kann und ein Wirkstoffwechsel empfohlen wird.
Der Befallsdruck mit der Gemeinen Spinnmilbe oder „Roten Spinne“ ist auch dieses Jahr über-durchschnittlich hoch. In den 30 Monitoringgärten, die wöchentlich bonitiert wurden, mussten alle Hopfen behandelt und in 7 Gärten eine Zweitbehandlung durchgeführt werden.
Die heiße Witterung begünstigt nach wie vor den Befall, so dass sich überlebende Spinnmilben regenerieren und erneut eine bekämpfungswürdige Population aufbauen können.
Wenn die letzte Bekämpfungsmaßnahme länger als 14 Tage zurück liegt und je nach Sorte im-mer noch auf jedem 2-4 Blatt einzelne Spinnmilben gefunden werden, sollte umgehend eine weitere Bekämpfungsmaßnahme bei warmer Witterung durchgeführt werden.
Achten Sie dabei auf Wirkstoffwechsel und die Einhaltung der Wartezeiten, die je nach Präparat zwischen 14 und 28 Tage liegt! Außerdem ist bei den Kontaktmittel Envidor und Kanemite SC eine gute Benetzung mit ausreichend Wassermenge sehr wichtig.
Milbeknock hat keine US-Toleranz! Bei Ordoval (pulverförmig) ist die Zulassung ausgelaufen, Restmengen konnten noch bis 30.06.2017 aufgebraucht werden. Gleichzeitig gibt es dieses Jahr für Exporthopfen in die USA eine Zulassung für Notfallsituationen für ein flüssiges Ordoval, das bis max. 0,6 l/ha 1-mal angewendet werden darf.

4. Termine für die Versuchsbesichtigungen mit der LfLThemenschwerpunkte:
a) Bewässerungsversuche mit Düngereinspeisung (Fertigation)
b) Forschungsprojekt: Leistungssteigerung und Automatisierung eines Bandtrockners
c) Abspritzversuche zum 2. Hopfenputzen
  • Dienstag, 08.08.2017 Ring junger Hopfenpflanzer (Themen a+b)
    Treffpunkt um 13.00 Uhr am Gasthaus Paulus, Marching (Busrundfahrt)
  • Mittwoch, 09.08.2017 Landkreis Freising (Themen a+c)
    Treffpunkt um 18.00 Uhr am Parkplatz des Haus des Hopfens in Wolnzach
  • Donnerstag, 10.08.2017 VlF Kelheim (Themen a+b)
    Treffpunkt um 13.00 Uhr am Gasthaus Reich, Niederlauterbach (Busrundfahrt)
Im Anschluss an die Veranstaltungen besteht wie immer Gelegenheit zur Einkehr und Brotzeit. Dabei werden die Umsetzung der neuen Düngeverordnung im Hopfen und weitere aktuelle Themen besprochen!

Hinweise vom 11. Juli 2017

1. Achtung: Spritzaufruf für alle Anbaugebiete und alle Sorten!
Die Anzahl der Zoosporangien sind in den letzten Tagen angestiegen und haben bereits an einer Station die Bekämpfungsschwelle für anfällige Sorten erreicht. Aufgrund der vorhergesagten wechselhaften Witterung ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Deshalb ergeht trotz der noch geringen Anzahl der Zoosporangien ein Spritzaufruf für alle Sorten. Beginnen Sie in den nächsten Tagen bei passender Witterung mit den Behandlungen zuerst bei den anfälligen Sorten.
2. Echter Mehltau
In Praxisbeständen werden nach wie vor Mehltaupusteln auf den Blättern gefunden. Kontrollieren Sie daher Ihre Bestände sorgfältig auf Befallssymptome.
Bei anfälligen Sorten und in Befallslagen wird eine vorbeugende Mehltaubekämpfung empfohlen wenn die letzte Behandlung länger als 14 Tage zurückliegt.
Bei bereits vorhandenem Befall sollte eine Wirkstoffkombination aus vorbeugenden Mitteln mit einem Sporen und Myzel abtötende Präparat wie z. B. Kumar eingesetzt werden. Kumar ist jedoch nicht mit pH-Wert senkenden Mitteln mischbar.
3. Spinnmilben- und Blattlauskontrolle
In den letzten Wochen wurde vielfach die Spinnmilbenbekämpfung durchgeführt. Jetzt ist es an der Zeit, den Bekämpfungserfolg zu kontrollieren. Sollten 14 Tage nach der letzten Behandlung noch aktive junge Spinnmilben gefunden werden, ist eine Folgespritzung bei Überschreitung der Bekämpfungsschwelle durchzuführen. Um Resistenzen vorzubeugen, muss auf Wirkstoffwechsel geachtet werden.
Die frühen und mittelfrühen Hopfensorten erreichen in den nächsten Tagen die Vollblüte. Ab der Blüte sollte der Hopfen blattlausfrei sein. In den Monitoringgärten wurden keine Aphisfliegen mehr gefunden, so dass der Zuflug abgeschlossen sein dürfte.
Wenn zum jetzigen Zeitpunkt bei Kontrollen noch Blattläuse gefunden werden, ist eine Blattlausbekämpfung durchzuführen.

Hinweise vom 05. Juli 2017

1.Peronosporabefallssituation
Nach wie vor werden in den Sporenfallen nur sehr wenige Zoosporangien gefunden. Die 4-Tagessumme bewegt sich an den 5 Stationen in der Hallertau zwischen 1-6 Zoosporangien.
Da jetzt die ersten Sorten in die Blüte gehen, wird die Bekämpfungsschwelle auf 10 Zoosporangien für anfällige Sorten und 20 für die toleranten Sorten abgesenkt. Die aktuellen Werte liegen aber noch weit unter diesen Schwellen, so dass selbst bei den angesagten gewittrigen Regenfällen gegen Ende der Woche keine Peronosporagefahr für Sekundärinfektionen besteht und Pflanzenschutzmaßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich sind.
2. Echter Mehltau
In Praxisbeständen werden nach wie vor frische Mehltaupusteln auf den Blättern gefunden. Kontrollieren Sie daher Ihre Bestände sorgfältig auf Befallssymptome.
Bei anfälligen Sorten und in Befallslagen wird deshalb erneut eine Mehltaubekämpfung empfohlen, wenn die letzte Behandlung länger als 14 Tage zurückliegt.
Bei bereits vorhandenem Befall sollte eine Wirkstoffkombination aus vorbeugenden Mitteln mit einem Sporen und Myzel abtötende Präparat wie z. B. Kumar eingesetzt werden. Beachten Sie, dass Kumar nicht mit pH-Wert senkenden Mitteln gemischt wird.
3. Spinnmilben und Blattläuse bei Befall jetzt bekämpfen
Wer noch keine Spinnmilbenbekämpfung durchgeführt hat, sollte die Bestände mit der Kanzel in allen Höhen sorgfältig kontrollieren und bei Befall baldige Behandlungen vornehmen. Das gleiche gilt auch für die Blattlausbekämpfung, da der Hopfen zu Beginn der Blüte weitgehend blattlausfrei sein soll.
Mit Folgebehandlungen sollte nicht zu lange gewartet werden. Wenn sich nach 14 Tagen der gewünschte Bekämpfungserfolg nicht einstellt und bei den Bonituren noch Spinnmilben oder Blattläuse gefunden werden, sind weitere Bekämpfungsmaßnahmen einzuplanen. Dabei ist auf Wirkstoffwechsel zu achten.
4. Hopfenputzen
Für das Hopfenputzen stehen zur Reihenbehandlung die Präparate Reglone (max. 1,67 l/ha), Quickdown (max. 0,1 l/ha) und Vorox F (max. 120-150 g/ha) zu Verfügung. Zur Wirkungsverstärkung wird bei Vorox F die Beimischung von 120-150 l AHL empfohlen. Haftmittel (zu Reglone bzw. Quickdown) bzw. Spreiter (zu Vorox F) verbessern ebenfalls die Wirkung.
Für die Anwendung sollten die Blätter weich sein (nach Regenfällen), keine zu hohen Temperaturen herrschen und die Bestände nicht unter Trockenstress leiden.
Weitere Anwendungshinweise können Sie dem Grünen Heft auf den Seiten 84-86 entnehmen.

Hinweis vom 21. Juni 2017

1. Peronosporabefallssituation
Die trocken-heiße Witterung wirkt sich ungünstig auf die Sporulation aus, so dass derzeit in den Sporenfallen nur wenige Zoosporangien gefunden werden und die Bekämpfungsschwelle bei weitem nicht erreicht ist. Da auch in den nächsten Tagen keine Regenfälle zu erwarten sind, besteht derzeit absolut keine Peronosporagefahr. Beimischungen eines Peronosporapräparates zu notwendigen Mehltau-, Blattlaus- oder Spinnmilbenbekämpfungsmaßnahmen können derzeit bedenkenlos eingespart werden, da eine Änderung der Befallslage in dieser Woche nicht mehr zu erwarten ist.
2. Echter Mehltau
In Praxisbeständen werden nach wie vor frische Mehltauinfektionen auf den Blättern gefunden. Kontrollieren Sie daher Ihre Bestände sorgfältig auf Befallssymptome.
Bei anfälligen Sorten und in Befallslagen wird eine Mehltaubekämpfung empfohlen, wenn die letzte Behandlung länger als 14 Tage zurückliegt.
Bei bereits vorhandenem Befall sollte eine Wirkstoffkombination aus vorbeugenden Mitteln mit einem Sporen und Myzel abtötende Präparat wie z. B. Kumar eingesetzt werden. Kumar ist je-doch nicht mit pH-Wert senkenden Mitteln mischbar.
3. Spinnmilben- und Blattlauskontrolle
In den letzten Wochen wurde vielfach eine Spinnmilbenbekämpfung durchgeführt. Jetzt ist es an der Zeit, den Bekämpfungserfolg zu kontrollieren. Bei der warmen Witterung sind die ver-schiedenen Milbenstadien sehr mobil und können bereits höhere Blattetagen erreicht haben. Darum die Kontrollen auch in 4-5 m Höhe durchführen. Sollten 14 Tage nach der Erstbehandlung noch aktive junge Spinnmilben gefunden werden, ist eine Folgespritzung bei Überschreitung der Bekämpfungsschwelle durchzuführen. Um Resistenzen vorzubeugen, muss auf Wirk-stoffwechsel geachtet werden.
Die Wirkungssicherheit und -dauer wird nur durch eine gute Benetzung (hohe Wassermenge) mit ausreichender Dosierung gewährleistet. Penetrationshilfsmittel werden nur für Milbeknock benötigt und bringen bei den reinen Kontaktakariziden keine Vorteile.

In den Monitoringgärten wurden diese Woche immer noch Aphisfliegen gefunden, so dass der Zuflug noch nicht abgeschlossen ist. Kontrollieren Sie daher ihre Bestände und führen Sie Be-kämpfungsmaßnahmen erst durch, wenn im Durchschnitt mehr als 50 Läuse pro Blatt oder 200 Läuse auf einzelnen Blättern gefunden werden.
Ab der Blüte sollte der Hopfen blattlausfrei sein. Blühbeginn ist je nach Sorte in etwa 14 Tagen. Bis dahin sollte der Zuflug beendet sein. Werden zu Blühbeginn immer noch Blattläuse gefunden, ist eine Bekämpfungsmaßnahme notwendig!

Hinweise vom 09. Juni 2017

1. Pflanzenpass Hopfen: Meldefrist 30. Juni
Hopfenfechser dürfen nur mit einem Pflanzenpass in Verkehr gebracht, d. h. an andere Betriebe abgegeben werden. Betriebe, die Hopfenvermehrungsmaterial an andere Pflanzer abgeben wollen, müssen daher registriert sein und bis zum 30. Juni die Flächen und Sorten anmelden, von denen im nächsten Jahr Fechser gewonnen und in Verkehr gebracht werden sollen.
Noch nicht registrierte Betriebe können bei der zuständigen Stelle, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz, Lange Point 10, 86354 Freising bzw. pflanzenpass@lfl.bayern.de die einmalige Registrierung beantragen. Anschließend erhalten sie das Formular zur Beantragung der Flächen und Sorten.
Registrierte Betriebe haben bereits das entsprechende Formular. Die Flächenmeldung muss bis zu 30. Juni bei der zuständigen Stelle sein.
2. Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch Zwischenfruchteinsaat
Der Zwischenfruchtanbau ist eine wichtige Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Er dient dem Humusaufbau, verbessert die Wasserinfiltration und das Wasserhaltevermögen. Gleichzeitig werden Nährstoffverlagerungen, Erosions- und Verschlämmungsgefahr vermindert.
Für eine gute Entwicklung ist eine frühe Einsaat der Zwischenfrucht entscheidend!
Zum Risikoausgleich werden Saatgutmischungen vermehrt eingesät und bieten gegenüber Reinsaaten viele Vorteile. So ist das Auflaufrisiko bei ungünstigen Witterungs- und Saatbettbedingungen vermindert. Durch das unterschiedliche Wuchsverhalten von Wurzeln und oberirdischen Aufwuchs der einzelnen Mischpartner kommt es zu einer besseren Unkrautunterdrückung. Auch wurzeln die verschiedenen Pflanzenarten unterschiedlich tief und können dadurch Bodenverdichtungen besser lockern und Nährstoffe und Wasser effizienter ausnutzen. Standortnachteile können somit besser ausgeglichen werden. Die vielfältigen Wurzelausscheidungen gewährleisten zudem ein vielseitigeres Nahrungsangebot für das Bodenleben.
Bei der neu abgeschlossenen KULAP-Maßnahme B37 ist zu beachten, dass bis 21. Juni noch so viel Pflanzenmasse vorhanden sein muss, dass eine Mulchabdeckung von mind. 10% gewährleistet ist.
Nähere Hinweise zum Zwischenfruchtanbau sind im „Grünen Heft“ ab Seite 21 nachzulesen.

Hinweise vom 08. Juni 2017

1.Peronosporabefallssituation
Die kühlen Temperaturen während der letzten Tage waren für die Sporulation ungünstig, so dass in den Sporenfallen die Zoosporangienzahlen bis jetzt nicht angestiegen sind. Deshalb besteht für Bestände, die frei von Primärinfektion sind und an keinen Garten mit Primärinfektionen angrenzen derzeit noch keine Peronosporagefahr durch Sekundärinfektionen.
2. Echter Mehltau
In Praxisbeständen wurden erste Mehltaupusteln auf Blättern gefunden. Kontrollieren Sie Ihre Bestände sorgfältig auf Befallssymptome.
In Beständen mit starken Vorjahresbefall, anfälligen Sorten und mehltaugefährdeten Lagen wird eine Mehltaubekämpfung empfohlen, wenn die letzte Behandlung länger als 14 Tage zurückliegt.
3. Hop Stunt Viroid- und Zitrusviroid-Monitoring
Auch 2017 führt die LfL wieder das Monitoring von Praxishopfen auf das Hopfenstaucheviroid (Hop Stunt Viroid) und das Zitrusviroid durch. So soll verhindert werden, dass sich diese beiden gefährlichen Schaderreger im Hopfenanbau auch bei uns ausbreiten. Das Hop Stunt Viroid (HpSVd) und das Zitrusviroid (CVd IV) führen zu massiven Ertrags- und Qualitätsverlusten. Beide Viroide kommen bereits im nahe gelegenen Slowenien vor; dort mussten erhebliche Flächen gerodet werden. Bei beiden Viroiden besteht die Gefahr der Einschleppung primär über nicht getestetes Pflanzgut insbesondere aus Ländern mit bereits nachgewiesenem Befall. Während HpSVd bisher in Japan, USA, China und Slowenien an Hopfen auftrat, wurde das Zitrusviroid bisher lediglich in Slowenien an Hopfen gefunden. Das Zitrusviroid, neuerdings auch Citrus bark cracking viroid (CBCVd) genannt, da es zum Aufplatzen (cracking) der Rinde (bark) führt, gelangte dort über Zitrusabfälle in den Hopfenbau (Hopfen-Rundschau, Juli-Ausgabe 07/2013, S. 224-225). Die Symptome bei Befall mit Hopfenstaucheviroid und Zitrusviroid sind ähnlich und per Auge nicht zu unterscheiden. Infizierte Pflanzen haben oftmals ein gestauchtes Wachstum. Die unteren Blätter sind meist eingerollt, kleiner und zeigen Chlorosen (Aufhellungen) oder gelbe Sprenkelungen. Ertrag und Qualität des Hopfens sind massiv gemindert. Das Zitrusviroid führt sogar zum Absterben der kompletten Pflanze. Während Infektionen mit HpSVd viele Jahre symptomlos bleiben, führt Befall mit dem CVd IV schon nach einem Jahr zu deutlichen Schäden. Mit Viroiden infizierte Hopfen sind eine brandgefährliche Infektionsquelle, da sie mechanisch sehr leicht übertragbar sind und so innerhalb eines Hopfengartens, aber auch von Hopfengarten zu Hopfengarten verschleppt werden können.
Betriebe, in deren Beständen Hopfen mit auffälligen Symptomen beobachtet werden, oder Betriebe, die – auch symptomlose - Hopfensorten aus früheren oder aktuellen Viroid-Befallsgebieten wie Slowenien, USA, Japan und China anbauen oder in ihren Gärten kultivieren, werden gebeten, sich am Monitoring zu beteiligen und dies der Hopfenforschung in Hüll bis spätestens 16. Juni 2017 telefonisch (Fr. Wolf, Tel.: 08442/9257-30) bzw. per Fax (siehe Anmeldung unten!) zu melden. Dann können ab 20. Juni von Mitarbeitern der Hopfenforschung Blattproben gezogen werden. Bitte lassen Sie auch Ihre Hopfen untersuchen, wenn Sie Ihre Flächen mit Kompost düngen, in den auch Haushaltsabfälle und damit Zitrusfrüchte oder -schalen eingebracht worden sind.
Wegen der begrenzten Finanzausstattung des Projektes können wir auch dieses Jahr die Hopfenproben nicht auf Virusbefall, sondern nur auf Viroide untersuchen. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bedankt sich für Ihre wertvolle Unterstützung.

Hinweise vom 30. Mai 2017

1. Kontrolle und Bekämpfung der Blattlaus und Gemeinen Spinnmilbe
Heute liegen die ersten Auszählungenergebnisse des Blattlaus- und Spinnmilbenmonitorings vor. Demnach hat in fast allen Gärten der Blattlauszuflug durch die Aphisfliege eingesetzt. Bekämpfungswürdiger Befall wurde noch nicht festgestellt. Kontrollieren Sie jetzt Ihre Gärten im Gipfelbereich auf Blattlausbefall. Sobald die Nebenwirkung von Actara nicht mehr ausreicht und im Durchschnitt 50 Läuse pro Blatt oder auf einzelnen Blättern 200 Läuse gefunden werden, sind Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich.
Durch die warme Witterung ab Mitte Mai wurde auch der Befall mit der Gemeinen Spinnmilbe begünstigt, die in einigen Gärten die Bekämpfungsschwelle bereits erreicht hat. Von den 30 Monitoringgärten konnten in 8 Gärten oder ein Viertel der Flächen bereits Spinnmilben gefunden werden. In 2 Gärten ist die Bekämpfungsschwelle schon erreicht oder überschritten.
Kontrollieren Sie deshalb Ihre Hopfengärten vom Feldrand her im unteren Rebenbereich auf Spinnmilbenbefall, insbesondere letztjährig befallene Gärten und Junghopfen. Wenn mindestens auf jedem 2. Blatt einzelne Spinnmilben gefunden werden, ist die Bekämpfungsschwelle überschritten.
Zur Bekämpfung können Restmengen von dem pulverförmigen Ordoval noch bis 30. Juni aufgebraucht werden. Für den Einsatz des flüssigen Ordovals, das eine Notfallzulassung nur für die Anwendung in US-Hopfen erhalten hat, geben wir folgenden Hinweis gemäß Zulassungsbescheid wieder:
„Unter normalen Bedingungen sind zur Kontrolle von Spinnmilben im Hopfen auf Flächen für den Export je eine Behandlung mit den regulär zugelassenen Mitteln Envidor und Kanemite ausreichend. Lediglich bei einem hohen Spinnmilbendruck ist eine dritte Behandlung mit dem hier zugelassenen Mittel Ordoval erforderlich.“
2. Wild- und Durchwuchshopfen konsequent beseitigen!
In der Verordnung zur Bekämpfung wilden Hopfens ist festgelegt, dass Wildhopfen vom Grundstücksbesitzer bis spätestens 15. Juni zu roden ist. Vom Wildhopfen geht nicht nur die Gefahr der unerwünschten Befruchtung und Samenbildung aus, sondern gefährlicher ist er als Infektionsherd für Peronospora und Echten Mehltau.
Beachten Sie dabei, dass auf Nicht-Zielflächen chemische Bekämpfungsmaßnahmen nicht zulässig sind!
3. Erinnerung: Online-Befragung zur allgemeinen Wirtschaftsweisen im Hopfenbau
Wie bereits im Ringfax Nr.18 vom 16.Mai hingewiesen, bitten die TUM und die LfL alle Hopfenpflanzer an der Befragung zur allgemeinen Wirtschaftsweise im Hopfenbau teilzunehmen.
Wir bitten auch alle Hopfenpflanzer, die keinen Zwischenfruchtanbau betreiben, sich an der Umfrage zu beteiligen (etwa fünf Minuten Zeitaufwand)! Für Hopfenpflanzer, die Zwischenfruchtanbau betreiben dauert die Befragung etwa acht Minuten.
Um wissenschaftlich auswertbare Daten zu erhalten, werden möglichst viele, ausgefüllte Fragebögen benötigt.
Für Rückfragen können Sie sich gerne an folgende Mailadresse wenden:
yannick-braconnier@mytum.de
Vielen Dank fürs Mitmachen!

Online-Fragebogen Externer Link

Hinweise vom 22. Mai 2017

Dienstag, 23. Mai 2017 • 18.00 Uhr
1. Hoftag rund um die Themen Befüllen und Reinigen von Pflanzenschutzgeräten, Düsentechnik und Anwenderschutz am Demonstrationsbetrieb Moser in GeibenstettenDie Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) lädt alle interessierten Hopfenpflanzerinnen und -pflanzer zu einem Hoftag auf den Demonstrationsbetrieb Moser in Geibenstetten ein.
Zu unseren diesjährigen Themen zählen unter anderem das kontaminationsvermeidende Befüllen sowie das sachgerechte Reinigen von Pflanzenschutzgeräten. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Einspülschleusen für Pflanzenschutzmittel, welche unter anderem mit dem neuen EasyFlow System (agrotop) ausgestattet sind. Im Weiteren werden Wissenswertes im Bereich der Düsentechnik vorgestellt und anhand einer kleinen Demonstration auf die Wichtigkeit des Anwenderschutzes aufmerksam gemacht.
Im Anschluss an die Demonstrationen werden bei einem kleinen Imbiss aktuelle Pflanzenschutzthemen angesprochen und es besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit den Wissenschaftlern der LfL und der Hopfenbauberatung.
(Der Hoftag findet bei jeder Witterung statt!)
VeranstaltungsortAm Hof der Familie Moser, Schwaiger Straße 10, 93333 Geibenstetten Parkmöglichkeit am Hof bzw. ausgeschildert!
1. Hopfenputzen mit Quickdown und Vorox F
Achtung: Quickdown nicht zu früh einsetzen!
Um Schäden an Hopfen zu vermeiden, sollte das Präparat Quickdown erst angewendet werden, wenn alle angeleiteten Triebe die volle Gerüsthöhe erreicht haben (ca. letzte Junidekade). Die Aufwandmenge beträgt bei Reihenbehandlung zum 1. Hopfenputzen 0,1 l Quickdown in 250-350 l Wasser/ha. Das Präparat besitzt keine Rückstandshöchstmenge in den USA.

Vorox F zum 1. Hopfenputzen!
Vorox F bringt nur in Kombination mit AHL und einem Haftmittel den gewünschten Entlaubungseffekt. Für das erste Hopfenputzen sind die für die Mischungen notwendigen Mengen an Vorox F deutlich geringer als die zugelassene max. Aufwandmenge. Da andererseits durch zu aggressive Mischungen das Risiko den Hopfen zu schädigen steigt, sind die folgenden Herstellervorgaben bei diesem Produkt genau einzuhalten.
  • Das erste Hopfenputzen mit Vorox F
    • darf erst nach dem ersten Ackern erfolgen.
    • der Hopfenbestand muss im dritten Standjahr oder älter sein und eine Wuchshöhe vom mindestens 3 m erreicht haben.
    • er muss vital sein und darf keine Welkeprobleme zeigen
    • die Anwendung darf nicht mit handgeführten Geräten durchgeführt werden
  • Für Bestände ab 3 m, die die Gerüsthöhe noch nicht erreicht haben, gilt die Empfehlung (Angaben für die Reihenbehandlung = 1/3 der Fläche):
    • 20 g/ha Vorox F
    • in 400 – 500 l Spritzbrühe
    • davon 120 – 150 l AHL (30 %)
    • + 0,4 – 0,5 l/ha Adhäsit (0,1 %
  • Für Bestände, die zum ersten Hopfenputzen bereits Gerüsthöhe erreicht haben, gilt die Empfehlung (Angaben für die Reihenbehandlung = 1/3 der Fläche):
    • 30 gha Vorox F
    • in 400 – 500 Spritzbrühe
    • davon 120 – 150 l AHL (30 %)
    • + 0,4 – 0,5 l/ha Adhäsit (0,1 %)
3. Nährstofflösungen zum Hopfenputzen
Bei Düngebedarf und zur Behebung von Spurennährstoffmangel können flüssige Düngerlösungen direkt auf die Hopfenreihen im Spritzverfahren ausgebracht werden. Anders als im Ackerbau oder bei den übrigen Sonderkulturen, wo Blattverbrennungen unerwünscht sind, haben die Düngemaßnahmen im Hopfen den Nebeneffekt, dass die benetzten Blätter, Boden- und Seitentriebe je nach Witterungsbedingungen und Aggressivität der Düngerlösung verätzt werden. Bei starker Verätzung entspricht das Ergebnis dem des Hopfenputzens.
Stickstoffhaltige Lösungen:
- AHL (Dichte: 1280 kg/m³)
Das Ackern sollte erst 8-10 Tage nach der Anwendung erfolgen.
Stickstoff greift Metall an. Deshalb sollte die Spritze sofort nach der Arbeit gereinigt werden!

- InnoFert Hopfen (Dichte: 1195 kg/m³)
Die von der Firma AlzChem hergestellte Ammonium-Nitrat-Lösung wird unter dem Handelsnamen „InnoFert Hopfen“ als EG-Düngemittel vertrieben. Die Stickstofflösung hat im Vergleich zu AHL einen niedrigeren Stickstoffanteil.
Der mit dem Hopfenputzen ausgebrachte Stickstoff ist voll düngewirksam und muss bei der Düngebedarfsermittlung angerechnet werden.
Magnesiumchloridlösung (MgCl2-Lösung) (Dichte: 1330 kg/m³)
ist nach EG-Düngemittelrecht als Düngemittel zugelassen und kann als 30 % ige Lösung über den Landhandel bezogen werden. Das beim Hopfenputzen abtropfende Magnesiumchlorid liefert dem Boden als kostengünstigen Nebeneffekt sofort düngewirksames Magnesium. Das hierbei mitgelieferte Chlorid hat keine Schadwirkung. Der Umrechnungsfaktor von MgCl2 zu MgO ist 0,432. Restmengen von der Magnesiumchloridlösung können problemlos bis zur nächsten Saison überlagert werden.
Achtung: bei der Mischung von AHL, MgCL2 -Lösung und Wasser darf die Temperatur der Spritzflüssigkeit nicht unter 11 °C fallen, da es sonst zu Ausfällungen kommt, die Filter und Düsen verstopfen können.
28 % N-Lös. (AHL)
Komponentenanteil in der Gesamtlösung (%) Absolute Mengen in 500 l Gesamtlösung in 500 l enthaltene Rein-nährstoffmengen (kg)
N-Komponente 35 % 175 l 63 kg N
Mg-Chloridlösung 35 % 175 l 30 kg MgO
15 % N-Lös. (InnoFert Hopfen)
Komponentenanteil in der Gesamtlösung (%) Absolute Mengen in 500 l Gesamtlösung in 500 l enthaltene Reinnährstoffmengen (kg)
N-Komponente 50 % 250 l 43 kg N
Mg-Chloridlösung 35 % 175 l 30 kg MgO
Witterungsbedingungen
Optimale Wirkungen werden bei sonniger Witterung nach vorangegangenen Niederschlägen erzielt, wenn die Wachsschicht abgewaschen ist und die Blätter weich und aufnahmefähig sind. Nachfolgende Tage ohne Niederschlag begünstigen die Wirkung.
Applikationstechnik
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass bei der Applikation durch die Verwendung von kleineren Düsen ein feineres Tropfenspektrum erzeugt wird und somit Blätter und Seitentriebe gleichmäßiger benetzt werden, was zu einer Verbesserung der Ätzwirkung führt. Die zwei Standard Düsen TD 80-08 je Seite sollten z. B. mit Hilfe eines Doppeldüsenhalters gegen jeweils zwei Düsen TD 80-04 getauscht werden. Dies ergibt 4 Düsen je Seite mit einem kleineren Tropfenspektrum, wobei die Ausstoßmenge gleich bleibt. Das Abspritzen mit Handverstäuberen ist arbeitsintensiv, wird aber durch die gezielte Benetzung ein besseres Wirkungsergebnis zeigen.
Netzmittel und Spurennährstoffe
Der Zusatz von Superspritern ist zwingend erforderlich. Bewährt hat sich z. B. das Produkt Break-Thru mit einer Konzentration von 0,04 %, das die Oberflächenspannung reduziert und damit eine gleichmäßige und großflächige Benetzung bewirkt.
Bei Bedarf können dieser Mischung Zink- (0,3 %) und Borsalze (0,2 %) zugegeben werden. Damit wird die Ätzwirkung ebenfalls verstärkt.

Hinweise vom 16. Mai 2017

1. Bei Bodenbearbeitung auf Erosionsschutz achten
Vielfach wird zum oder nach dem 1. Ackern die Zwischenfrucht eingearbeitet, um ausreichend lockere Erde für das Anhäufeln zu erhalten oder eine Lockerung und Einebnung zwischen den Reihen zu erzielen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Einarbeitung nicht zu tief erfolgt und möglichst viel Mulchmaterial an der Oberfläche verbleibt. Dies dient zum einen als Nahrung für die Regenwürmer und sonstige Bodenlebewesen und ist zum anderen ein hervorragender Erosi-onsschutz. Gerade jetzt beginnt wieder die Zeit der erosiven Gewitterniederschläge, da der Hopfen als Hauptkultur die Fläche noch nicht bedeckt und die schützenden Untersaaten eingearbeitet sind.
Für den Gewässerschutz besonders wichtig ist, dass die Vorgewende ganzjährig begrünt sind. Aus fachlicher Sicht ist die Bearbeitung max. einer Arbeitsbreite quer zu den Hopfenreihen notwendig. Damit kann der Abschwemmung von Erdreich und der Verschmutzung der Oberflächengewässer wirksam entgegengewirkt werden.
2. Online-Befragung zum Zwischenfruchtanbau im Hopfen
Trotz des intensiven Zwischenfruchtbaus in der Hallertau kommt es im Frühjahr immer wieder zu Erosionsereignissen in der Region, an denen der Hopfen nicht unbeteiligt ist. Dabei sind deutliche Unterschiede in der Abschwemmung zwischen den Hopfengärten festzustellen. Dem Zwischen-fruchtanbau sowie der Art und dem Zeitpunkt der Einarbeitung kommt somit eine bedeutende Rolle zu. Um die Gründe für die unterschiedliche Bewirtschaftung zu erfassen und wissenschaftlich zu analysieren, wurde im Rahmen einer Masterarbeit an der Technischen Universität München ein Online-Fragebogen entwickelt. Anhand der Ergebnisse sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, um den Zwischenfruchtanbau in Hopfen attraktiver zu gestalten und den Erosions- und Gewässerschutz voranzubringen.
Um wissenschaftlich auswertbare Daten zu erhalten, werden möglichst viele, ausgefüllte Fragebö-gen benötigt. Deshalb bitten die Technische Universität und die LfL alle Hopfenpflanzer sich knapp zehn Minuten Zeit zu nehmen und den Fragebogen online auszufüllen.
Für Rückfragen können Sie sich gerne an folgende Mailadresse wenden:
yannick-braconnier@mytum.de
Vielen Dank fürs Mitmachen!

Online-Fragebogen Externer Link

3. Notfallzulassung von Ordoval zur Bekämpfung der Gemeinen Spinnmilbe nur in Exporthopfen für die USA
Auf Initiative und Antrag der Fa. Sumi Agro nach Art 53 (Notfallsituationen) der EU-Verordnung Nr. 1107/2009 hat Ordoval zur Bekämpfung der Gemeinen Spinnmilbe in Hopfen eine Notfallzulas-sung erhalten. Gemäß Bescheid wurde die Zulassung von Ordoval für 120 Tage (vom 9. Mai bis 5. September 2017) und nur für die Anwendung auf Flächen zur Erzeugung von Exporthopfen für die USA ausgesprochen.
Die Anwendung erfolgt ab Befallsbeginn in einer gestaffelten Aufwandmenge in Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium und der Wassermenge: 0,27 l/ha in 700-1400 l Wasser/ha bis ¾ Gerüsthöhe; 0,4 l/ha in 2000 l Wasser/ha bis vor der Blüte und 0,6 l/ha in bis zu 3300 l Wasser/ha ab der Blüte. Beachten Sie, dass es sich bei dem Produkt um eine neue Formulierung in Form eines flüssigen Suspensionskonzentrats handelt, das gegenüber der bisherigen Pulverform 2,5 fach stärker kon-zentriert ist und eine dementsprechend geringere Aufwandmenge hat. Innerhalb des vorgegeben Anwendungszeitraumes ist max. 1 Anwendung erlaubt. Die Wartezeit beträgt 28 Tage.
Anwendungsbestimmungen und Sicherheitshinweise:
NW 607-1: Die Anwendung in Nachbarschaft zu Oberflächengewässern darf nur mit verlust-mindernder Technik erfolgen und es ist ein Mindestabstand von 5 m einzuhalten.
Das Mittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft.

Hinweise vom 09. Mai 2017

1. Peronospora-Befallssituation
Nach den ersten Auszählungen der Zoosporangien besteht keine Peronosporagefahr durch Sekundärinfektionen.
Kontrollieren Sie dennoch Ihre Bestände auf Primärinfektion und führen Sie bei sichtbaren Befall (Bubiköpfe) Bekämpfungsmaßnahmen mit einem systemischen Mittel in Kombination mit einem Kontakt- oder teilsystemischen Mittel durch. Zur nachhaltigen Bekämpfung ist diese Maßnahme im Abstand von 8-10 Tagen zu wiederholen.
Nur wer die Primärinfektion ordnungsgemäß bekämpft, kann sich bei der Bekämpfung der Sekundärinfektion nach dem Peronospora-Warndienst richten!
2. Rufnummern des Peronospora-Warndienstes und der LfL-Hopfenberatung
Heute hat der Peronospora-Warndienst wieder seinen Betrieb aufgenommen. Die Anzahl und Standorte der Peronospora-Stationen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. In der Hallertau werden 5 Sporenfallen betrieben (Lutzmannsdorf erst ab der Blüte) und in Spalt (Obersteinbach) und Hersbruck (Speikern) jeweils an 1 Standort.
Ab sofort kann der Peronospora-Warndienst wieder täglich aktuell abgehört werden. Die Aktualisierung erfolgt gegen 12.00 Uhr, an Montagen und nach Feiertagen erst um ca. 14.00 Uhr.
Die Übermittlung der Warndienst-Aufrufe per SMS auf das Handy kann beim Hopfenring gegen eine Gebühr von ca. 5 € pro Jahr beantragt werden.
Ferner ist die Hopfenberatung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in allen Spezialfragen des Hopfenbaus unter der gewohnten Nummer erreichbar. Aufgrund der Personalsituation ist die Erreichbarkeit aber künftig nur noch am Vormittag gewährleistet!

Peronospora-Warndienst (Hallertau)
Tel.: 08442/9257-60 oder -61

Hopfenberatung
Tel.: 08442/957-40

Dienstag, 23. Mai 2017 • 18.00 Uhr
3. Hoftag rund um die Themen Befüllen und Reinigen von Pflanzenschutzgeräten, Düsentechnik und Anwenderschutz am Demonstrationsbetrieb Moser in GeibenstettenDie Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) lädt alle interessierten Hopfenpflanzerinnen und -pflanzer zu einem Hoftag auf den Demonstrationsbetrieb Moser in Geibenstetten ein.
Zu unseren diesjährigen Themen zählen unter anderem das kontaminationsvermeidende Befüllen sowie das sachgerechte Reinigen von Pflanzenschutzgeräten. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Einspülschleusen für Pflanzenschutzmittel, welche unter anderem mit dem neuen EasyFlow System (agrotop) ausgestattet sind. Im Weiteren werden Wissenswertes im Bereich der Düsentechnik vorgestellt und anhand einer kleinen Demonstration auf die Wichtigkeit des Anwenderschutzes aufmerksam gemacht.
Im Anschluss an die Demonstrationen werden bei einem kleinen Imbiss aktuelle Pflanzenschutzthemen angesprochen und es besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit den Wissenschaftlern der LfL und der Hopfenbauberatung.
(Der Hoftag findet bei jeder Witterung statt!)
VeranstaltungsortAm Hof der Familie Moser, Schwaiger Straße 10, 93333 Geibenstetten Parkmöglichkeit am Hof bzw. ausgeschildert!

Hinweise vom 05. Mai 2017

1. Peronospora-Primärbekämpfung!
Aus der Praxis wurde von vielen Hopfengärten bereits vor dem Kälteeinbruch Peronospora-Primärbefall gemeldet.
Inzwischen sind reichliche Niederschläge gefallen und für die kommenden Tage ist eine Temperaturerwärmung vorhergesagt. Dies kann zu einem erneuten Ausbruch von primärinfizierten Trieben (Bubiköpfen) führen und die Ausbreitung des Erregers begünstigen. Kontrollieren Sie daher alle Junghopfen und die gegen Peronospora-Primärbefall anfälligen Sorten (Grünes Heft S. 25-27) und führen Sie bei Überschreiten der Bekämpfungsschwelle von 1 % „Bubiköpfen“ Bekämpfungsmaßnahmen mit systemischen Präparaten oder Kombinationen von systemischen mit Kontaktmitteln durch. Bei Befallssymptomen sind die Behandlungen im Abstand von 8-10 Tagen zu wiederholen, bis keine neuen Bubiköpfe mehr beobachtet werden.
Nur wer die Primärinfektion ordnungsgemäß bekämpft, kann sich bei der Bekämpfung der Sekundärinfektion nach dem Peronospora Warndienst richten, der nächste Woche ab 9. Mai wieder täglich aktuell erscheint!
2. Echter Mehltau
Aufgrund des starken Vorjahresbefalls ist damit zu rechnen, dass der Echte Mehltau in Befallsgärten überdauert hat und bei günstigen Infektionsbedingungen den Neuaustrieb infizieren kann. Es wird daher prophylaktisch empfohlen, letztjährig befallene Hopfen und anfällige Sorten gegen Echten Mehltau zu behandeln. Die Bekämpfungsmaßnahme kann zusammen mit notwendigen Peronospora-Primärbehandlungen als Einzelpflanzen- oder Reihenbehandlung im Spritzverfahren ausgebracht werden.
Bei einer Kombination des Mehltaubekämpfungsmittels mit Alliette WG oder Profiler sind die jeweiligen Mischungsempfehlungen des Herstellers zu beachten.
3. Kontrolle auf Schneckenbefall
Die derzeitige feuchte Witterung mit zunehmender Erwärmung der Böden begünstigt die Entwicklung der Schnecken in den Hopfenbeständen. Junganlagen sind besonders betroffen. Kontrollieren Sie Ihre Bestände auf Schneckenbefall und führen Sie bei verstärktem Blattfraß gezielte Bekämpfungen mit den in Hopfen zugelassenen Granulaten (Grünes Heft Seite 62) durch.

Hinweis vom 06. April 2017

1. Zulassung von Profiler zur Peronospora-Primärbekämpfung
Zur Bekämpfung der Peronospora-Primärinfektion ist Profiler (Wirkstoffe Fosetyl-Al + Fluopicolide) vom 3. Laubblattpaar bis zur Entfaltung des 5. Laubblattpaares zur Reihen- oder Einzelpflanzenbehandlung zugelassen.

Achtung: Wegen der fehlenden Rückstandshöchstmenge für Exporthopfen nach Japan ist die Anwendung mit der Hopfenvermarktungsfirma abzusprechen!

Die Anwendung erfolgt im Spritzverfahren mit 1,125 g pro Stock in 0,2-0,5 l Wasser. Max. dürfen 2,25 kg pro ha ausgebracht werden. Empfohlen wird die Spritzbehandlung bei den Primär-anfälligen Sorten HA, HE, TU, NB und NU, sowie in allen jungen Ertragsanlagen, unabhängig von der Sorte. Außerdem wird eine Behandlung in allen Hopfengärten empfohlen, die im letzten Jahr Primärbefall aufwiesen. Die Wirkung erfolgt hauptsächlich über das Blatt, so dass eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit nicht so entscheidend ist. Profiler sollte nicht mit Blattdüngern und Kupferfungiziden gemischt werden. Bei Mischungen mit SC-Formulierungen sollten diese im Eimer angerührt und als erstes Produkt ins Fass gegeben werden (Ausflockungsgefahr).
Anwendungsbestimmungen und Sicherheitshinweise:
NT 104: Zu Nichtzielflächen (z.B. Wald) ist ein Abstand von 5 m einzuhalten, wenn keine verlustmindernde Technik eingesetzt wird.
NW 605-1 u. 606: Zu Oberflächengewässern muss ein Mindestabstand von 10 m eingehalten werden. Bei der Verwendung von abdriftmindernden Düsen kann der Mindestabstand in Abhängigkeit von der Abdriftminderungsklasse (in %) auf 5 m (75 %) oder auf den landesspezifischen Mindestabstand (90 %) reduziert werden.
Das Mittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft.

Hinweise vom 05. April 2017

1. Gießbehandlung zur Peronospora-Primärbekämpfung
Zur Bekämpfung der Peronospora-Primärinfektion können Restmengen von Ridomil Gold Hopfen in diesem Frühjahr letztmalig eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt zur Zeit des Austriebs. Pro Stock werden 0,2 ml Ridomil Gold Hopfen in 0,2 l Wasser verdünnt gegossen. Das entspricht einer Konzentration von 0,1 %. Bei 2000 Stöcken pro ha werden 0,4 l Präparat und 400 l Wasser benötigt. Empfohlen wird die Gießbehandlung bei den Primär-anfälligen Sorten HA, HE, TU, NB und NU, sowie in allen jungen Ertragsanlagen, unabhängig von der Sorte. Außerdem wird eine Behandlung in allen Hopfengärten empfohlen, die im letzten Jahr Primärbefall aufwiesen. Entscheidend für eine Wirkung ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit. Da bei frisch eingelegten Hopfen die Gefahr der Schädigung besteht, ist hier auf Blattbehandlungen mit dafür zugelassenen Präparaten auszuweichen.
Bei einem gleichzeitigen Befall mit Bodenschädlingen ist eine Mischung mit Actara möglich, sobald der Hopfen gekreiselt ist und keine blühenden Unkräuter und Zwischenfrüchte im oder um den Hopfengarten zu finden sind.
Aliette WG ist ebenfalls zur Bekämpfung der Peronospora-Primärinfektion zugelassen. Da die Wirkstoffaufnahme bei diesem Präparat hauptsächlich über das Blatt erfolgt, ist eine erste Spritzanwendung bei mindestens 5-10 cm Wuchshöhe des Hopfens sinnvoll. Die 2. Anwendung erfolgt dann bei 20-40 cm Wuchshöhe durch Besprühen der Stöcke.
Die Aufwandmenge beträgt jeweils max. 2,5 kg/ha in 1000 l Wasser. Bei Einzelstock- bzw. Bandbehandlung ist die Mittel- und Wassermenge entsprechend zu reduzieren.
Eine ordnungsgemäße Bekämpfung der Primärinfektion ist Voraussetzung für die Bekämpfung der Sekundärinfektion nach dem Peronosporawarndienst.
2. Kontrolle auf Bodenschädlinge
Kontrollieren Sie bei Erwärmung der Böden die Hopfenstöcke und frischen Triebe auf Befall mit Drahtwurm, Erdfloh und Liebstöckelrüssler. Besonders gefährdet können Junghopfen und junge Ertragsanlagen sein.
Bei Befall mit Drahtwurm kann 0,1 g Actara mit 0,2 l Wasser pro Stock (pro ha 200 g Actara in 400 l Wasser) gegossen werden. Für die Indikationen Liebstöckelrüssler und Erdfloh ist die Aufwandmenge auf 0,075 g pro Stock (150 g Actara pro ha in 400 l Wasser) begrenzt.
Beachten Sie, dass die Anwendung erst nach dem Kreiseln erfolgen darf und keine blühenden Zwischenfrüchte oder blühende Unkräuter im Hopfengarten oder unmittelbar an diesen angrenzend vorhanden sind. Außerdem müssen auf geneigten Flächen (über 2 % Hangneigung) die Zwischenreihen auf 25 % der Gesamtfläche begrünt sein. Sollte ein Oberflächengewässer an den Hopfengarten angrenzen, muss ein mind. 20 m breiter bewachsener Randstreifen mit einer geschlossenen Pflanzendecke vorhanden sein.

Hinweise vom 13. März 2017

Donnerstag 16.03.2017 • 19:30
1. InformationsveranstaltungDas AELF Abensberg führt zusammen mit dem BBV Abensberg eine Informationsveranstaltung zum Mehrfachantrag 2017 durch.
Themen:
Rückblick Fördergeschehen 2016/2017
Genehmigungsverfahren Umwandlung von Dauergrünland
Neuerungen im Mehrfachantrag 2017, Antragstellung – online (Hauptformular/Flächen- und Nutzungsnachweis)
VeranstalterAELF Abensberg mit dem BBV Abensberg
VeranstaltungsortGasthof Elsendorfer Hof, Elsendorf
2. Nährstoffvergleich bis 31. März erstellen
Gemäß der Düngeverordnung sind jährlich bis spätestens 31. März die Nährstoffvergleiche für Stickstoff und Phosphat für das abgelaufene Düngejahr zu erstellen.
Die Berechnung kann über landwirtschaftliche Dienstleistungsanbieter (z.B. Ringwarte), mit eigenem EDV-Programmen (z.B. LKP-Nährstoffvergleich vom Hopfenring) oder kostenlos über die Internetanwendung „Nährstoffbilanz Bayern“ der Landesanstalt für Landwirtschaft (www.LfL.bayern.de/iab/duengung/) durch Einloggen mit dem betriebsindividuellen Passwort durchgeführt werden.
Ein Vorteil des staatlichen Programms „Nährstoffbilanz Bayern“ der LfL ist, dass die Daten für die Flächennutzung und Viehhaltung automatisch aus dem Mehrfachantrag übernommen und somit Übertragungs- und Eingabefehler vermieden werden.
Beachten Sie, dass der Stickstoffüberschuss im 3 jährigen Saldo (2014-2016) die Obergrenze von 60 kg/ha im Betriebsdurchschnitt nicht überschreiten darf. Beim Phosphat ist im Durchschnitt der letzten 6 Jahre ein max. betrieblicher Überschuss von 20 kg P2O5 je ha und Jahr einzuhalten.

Hinweise vom 03. März 2017

1. Stickstoffbodenuntersuchung Nmin
Seit Ende Februar ist im Hopfen die Nmin-Untersuchung möglich. Die bisher untersuchten Proben zeigen heuer deutlich höhere Nmin- Werte als in den vergangenen Jahren. Außerdem bestehen teils starke Schwankungen zwischen den Schlägen innerhalb eines Betriebes. Dieses Jahr besteht die Gefahr, dass bei Beibehaltung des bisherigen Düngeniveaus zuviel Stickstoff im Boden zur Verfügung steht und Infektionen mit dem Welkepilz gefördert werden. Deshalb wird allen Betrieben empfohlen Stickstoffuntersuchungen in den Hopfengärten durchführen zu lassen, um eine optimale und angepasste Düngeempfehlung zu erhalten. Gelegenheit zur Untersuchung der Hopfengärten über den Ringwart besteht noch bis Anfang April!
2. Nährstoffvergleich bis 31. März erstellen
Gemäß der Düngeverordnung sind jährlich bis spätestens 31. März die Nährstoffvergleiche für Stickstoff und Phosphat für das abgelaufene Düngejahr zu erstellen.
Die Berechnung kann über landwirtschaftliche Dienstleistungsanbieter (z.B. Ringwarte), mit eigenem EDV-Programmen (z.B. LKP-Nährstoffvergleich vom Hopfenring) oder kostenlos über die Internetanwendung „Nährstoffbilanz Bayern“ der Landesanstalt für Landwirtschaft (www.LfL.bayern.de/iab/duengung/) durch Einloggen mit dem betriebsindividuellen Passwort durchgeführt werden.
Ein Vorteil des staatlichen Programms „Nährstoffbilanz Bayern“ der LfL ist, dass die Daten für die Flächennutzung und Viehhaltung automatisch aus dem Mehrfachantrag übernommen und somit Übertragungs- und Eingabefehler vermieden werden.
Beachten Sie, dass der Stickstoffüberschuss im 3 jährigen Saldo (2014-2016) die vorgeschriebene Obergrenze von 60 kg/ha im Betriebsdurchschnitt nicht überschreiten darf. Beim Phosphat ist zu berücksichtigen, dass bei hohen Bodengehalten (>20 mg P/100 g Boden) der Saldo im Durchschnitt der letzten 6 Jahre 20 kg P2O5 je ha und Jahr nicht überschreiten darf.
3. Beim Schneiden Bodenverdichtungen vermeiden
Bei wassergesättigten Böden im Frühjahr besteht die Gefahr, dass beim Befahren Bodenverdichtungen im Untergrund entstehen können, auch wenn die Bodenoberfläche vermeintlich abgetrocknet ist. Schneiden Sie deshalb die Sorten mit frühem Schnittzeitpunkt wie Northern Brewer, Perle, Hall. Tradition, Taurus, Opal und Saphir erst, wenn die Tragfähigkeit der Böden gegeben ist bzw. wenn die Böden ausreichend abgetrocknet sind. Die Absenkung des Luftdrucks der Schlepperbereifung bei Arbeiten im Hopfengarten hilft ebenfalls Bodenverdichtungen zu reduzieren und die durch Frostgare geschaffene gute Struktur der Böden zu erhalten. Alle übrigen Sorten sollten erst Ende März bis Anfang April geschnitten werden.

Hinweise vom 16. Februar 2017

23. Februar 2017 • 9:00 - 12:00
Workshop „Zwischenfruchtanbau“In diesem Workshop tauschen Hopfenpflanzer, die Zwischenfrüchte zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, zum Erosionsschutz und zur Verminderung der Nitratauswaschung zwischen den Hopfenreihen einsäen, ihre Erfahrungen zu den Arten, Einarbeitungszeitpunkten und Einarbeitungstechniken aus.
Voraussetzung: Die Teilnehmer berichten über ihr betriebliches Zwischenfruchtmanagement und stellen es zur Diskussion.
VeranstaltungsortHopfenforschungsinstitut Hüll, „Holzhaus“ (Seminarraum)
AnsprechpartnerEine Anmeldung bei der Hopfenberatung ist erforderlich.
Telefon: 08442/957-400
Endspurt für die Beantragung von KuLaP-Maßnahmen im Hopfen
Am morgigen Freitag, den 17. Februar 2017 endet beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die KULAP-Antragstellung. Erfreulicherweise werden auch im Hopfen wieder mehr Maßnahmen angeboten. Für Kurzentschlossene darum folgende Hinweise:

Mulchsaatverfahren (B 37) 100 €/ha
Kein fester Einsaatzeitpunkt, dafür
im Frühjahr (bis 21. Juni) muss noch so viel Pflanzenmasse vorhanden sein, dass eine Mulchabdeckung von mind. 10 % gewährleistet ist.
Für die Antragstellung 2017 muss bereits eine Zwischenfruchtaussaat im Sommer/Herbst 2016 erfolgt sein!

Winterbegrünung mit Wildsaaten(B 36) 120 €/ha
Einsaat einer definierten Wildsaatenmischung zwischen die Hopfenreihen bis 1. Oktober
(Die für Hopfen bestimmte Wildsaatenmischung kostet ca. 80-85 €/ha bei einer nachgewiesenen Aussaatmenge von 45 kg/ha)
Förderung von max. 10 ha/Betrieb
bis Vegetationsende muss ein für eine erosions- und nitratmindernde Wirkung ausreichender Pflanzenbestand vorhanden sein
Einarbeitung der Zwischenfrucht und Bodenbearbeitung ist ab 15. Februar des Folgejahres möglich

Gewässer- und Erosionsschutzstreifen (B 34) 920 € / ha Grünstreifen

Emissionsarme Wirtschaftsdüngerausbringung (B 25 / B 26) 1,50 € / m3, max. 54 €/ha u. J.

Hinweis vom 02. Februar 2017

Doktorarbeit von Tobias Graf zum Bewässerungsmanagement im Internet
Tobias Graf war in der Zeit von 2012-2015 bei der LfL-Hopfenberatung in Wolnzach angestellt und hat ein Forschungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur „Optimierung des Bewässerungsmanagements im Hopfenbau“ bearbeitet. Da er gleichzeitig promoviert und seine Doktorarbeit zum Thema „Tröpfchenbewässerung im Hopfenbau – Feldversuche, Physiologie und Rhizosphäre“ Ende 2016 abgeschlossen hat, kann diese im Internet unter folgendem Link nachgelesen werden.

Tröpfchenbewässerung im Hopfenbau – Feldversuche, Physiologie und Rhizosphäre Externer Link

Hinweis vom 23. Januar 2017

Vorsicht beim Einsatz teerölimprägnierter Hopfenmasten!
In einem aktuellen Fall wurden wir informiert, dass bei einem im Vorjahr mit Teersäulen aus Polen
errichteten Hopfengarten wegen starker Geruchsbelästigung und abtropfendem Teeröl Mast- und
Bodenproben an den Maststandorten gezogen wurden. Bei diesen Stichproben wurden erhöhte
Messwerte insbesondere an Kohlenwasserstoffen festgestellt, die besonders wassergefährdend
sind.
Da derartige Masten (intensiver naphthalinartiger Geruch, tiefschwarze Färbung) zwar EU weit
vermarktet und eingesetzt werden dürfen, u.U. aber Probleme durch schädliche Bodenkontaminationen
verursachen können, empfehlen Hopfenberatung und Hopfenpflanzerverband derartige teerölimprägnierte
Hopfenmasten beim Anlagenbau nicht einzusetzen!