Arbeitsschwerpunkt
Ökologischer Landbau

Die Forschung und Entwicklung zum ökologischen Landbau wird an der LfL seit ihrer Gründung im Jahr 2003 als Querschnittsaufgabe (Arbeitsschwerpunkt) organisiert. An den neun Instituten der LfL wurden im Zeitraum 2008-2013 rund 50 Forschungsprojekte zum ökologischen Landbau in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Praxisbetrieben und der Ökolandbau-Beratung in Bayern bearbeitet.

Themenbereiche

In den unten dargestellten Themenbereichen finden Sie das gesamte Angebot der Landesanstalt zum ökologischen Landbau: Ergebnisse aus Forschungsprojekten und Beratungsgrundlagen, Informationen zur Öko-Kontrolle, Marktberichte und Zahlen zu Ökobetrieben und –flächen in Bayern, Informationen zu den von der LfL betreuten BioRegio 2020 Bereichen (Öko-Modellregionen, BioRegio-Betriebsnetz, Akademie ökologischer Landbau), aktuelle Terminankündigungen und Hinweise zum ökologischen Landbau.

Landessortenversuchsführungen ökologischer Landbau 2016 - ÄELF und LfL

Personengruppe bei einer Feldführung am Fledrand. Im Vordergrund goldener Weizen.ug.

Auch im Sommer 2016 werden wieder interessante Führungen durch die Landessortenversuche auf verschiedenen Biobetrieben angeboten. Veranstalter sind die Ämter für Ernährnung, Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.  Mehr

Lohnt sich die Ökomilcherzeugung?

Kühe auf einer Weide

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Erzeugung von Ökomilch in den letzten Jahren in der Kombination aus höheren Preisen und der KULAP-Ökoförderung gut mithalten konnte. Vor einer Umstellungsentscheidung ist der eigenen Betrieb mit seinen Stärken und Schwächen jedoch genau zu analysieren, um die (erwartete) Steigerung des Betriebserfolgs mit der ökologischen Milcherzeugung realistisch einzuschätzen.  Mehr

Optimierung des Sojaanbaus

Reife Sojabohnenschote

Im Rahmen der Eiweißstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sollen Wettbewerbsnachteile von Leguminosen verringert werden. In diesem Zusammenhang wird am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) das Drittmittelprojekt „Optimierung des Anbaus von Sojabohnen – Bestimmung des Vorfruchtwertes und der N2-Fixierleistung, sowie Reduzierung der Bodenbearbeitung“ durchgeführt.  Mehr

Regenwürmer in bayerischen Ackerböden - Beratungsgrundlage

Regenwurm

Wie beeinflussen Regenwürmer die Bodenfruchtbarkeit? Wie viele Arten und Individuen der Regenwürmer leben auf einem Acker in Bayern und wie ist das einzustufen? Durch welche Bewirtschaftungsmaßnahmen kann der Regenwurmbestand gezielt in Ackerböden verbessert werden? Diese und andere Fragen werden in einer praxisnahen Beratungsgrundlage beantwortet.  Mehr

Öko-Winterweizen - Aktuelle Sortenergebnisse aus den Öko-LSV

Winterweizen Bild 2015

Beim Winterweizen war auch heuer in ganz Bayern ein massives Auftreten von Gelbrost zu beobachten. Daneben prägten lange Trockenphasen und in Südbayern ein hoher Krankheitsdruck mit Septoria tritici die Vegetation. In Südbayern reichten die Niederschläge vor der Trockenheit im Juli häufig für gute Erträge aus, während in Franken auf schwächeren Böden oft Mindererträge erzielt wurden. Im ökologischen Landbau sind gute Resistenzen gegen Krankheiten beim Winterweizen unerlässlich, da der Befall mit Gelbrost und Co nur über die Sortenwahl minimiert werden kann. Die LfL hat hierzu die Sorteneigenschaften im Öko-LSV bestimmt.  Mehr

Anbautechnik der Weißen Lupine und Anbauwürdigkeit der Blauen Lupine im ökologischen Landbau

Projektsteckbrief weiße Lupine web.jpg

Optimierung der Anbautechnik der Weißen Lupine sowie Prüfung der Anbauwürdigkeit der blauen Lupine und deren verschiedener Wuchstypen unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus.  Mehr

Bei Winterweizen reagieren die Sorten verschieden auf Gelbrost

Gelbrost bei Winterweizen

Auch heuer trat ein hoher Befall mit Gelbrost bei anfälligen Sorten auf. Wie im Vorjahr war wiederum Bayern stark betroffen. Der Gelbrost konnte in diesem sehr milden Winter gut überdauern und Weizenschläge mit anfälligen Sorten infizieren.  Mehr

Projektsteckbrief
Verhaltenseigenschaften und Mütterlichkeit bei Sauen im ökologischen Landbau – Ein Beitrag zur Züchtung und Eigenremontierung

Säugende Sau auf Stroh

Zur Beurteilung der Mütterlichkeit von Sauen wird eine Zusatzkarte Mütterlichkeit im LKV Sauenplaner programmiert und evaluiert. Die Zusatzkarte enthält verschiedene Verhaltensparameter, deren Eignung zur Erfassung von Mütterlichkeit getestet wird. Zusammen mit den Daten des LKV Sauenplaners soll mit der Zusatzkarte Mütterlichkeit ein Beitrag zur Zucht und eine Auswahlhilfe für ökologische Ferkelerzeugerbetriebe zur Eigenremontierung geboten werden. Es ist zusätzlich angedacht einen ökologischen Zuchtwert für Sauen zu errechnen.  Mehr

Projektsteckbrief
Sicherstellung der Saatgutqualität im Ökologischen Landbau

Fusariumbefall auf Keimlingen

Jeder Landwirt, der Saatgut kauft oder produziert, erwartet einen guten Feldaufgang, gesunde Bestände und einen sicheren Ertrag. Neben acker- und pflanzenbaulichen Maßnahmen ist die Saatgutqualität ein entscheidender Faktor. Besonders wichtig ist sie im ökologischen Landbau, da hier eine herkömmliche Beizung des Saatgutes nicht erlaubt ist. Im Rahmen dieses Projektes werden jährlich 150 Saatgutproben verschiedener Getreidearten untersucht und die Ergebnisse zur Beratung weitergegeben.  Mehr

Projektsteckbrief
Fruchtfolgen in Öko-Betrieben

Fruchtfolgeversuche in Parzellen

Für die landwirtschaftliche Beratung, für die Planung und Durchführung praxisnaher Versuche zum Pflanzenbau im ökologischen Landbau ist es wichtig, Kenntnisse über standortbezogene, für Bayern repräsentative, Fruchtfolgedaten zu erlangen. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden jährlich feldbezogene Daten zur Fruchtfolge in ausgewählten Ökobetrieben erhoben und dokumentiert.  Mehr

Herbstsaat von Sommerweizen-Sorten

Im Herbst gesäter Sommerweizenbestand nach dem Ährenschieben neu

In den letzten Jahren haben die Schäden durch die Gelbe Halmfliege im Sommergetreide, v.a. im Sommerweizen, zugenommen. Durch eine gezielte Sortenwahl kann das Schadensrisiko nicht ausreichend gemindert werden. Daher muss das Augenmerk auf vorbeugende Anbaumethoden gerichtet werden. In diesem Forschungsprojekt wurde der Effekt der Herbstsaat von Sommerweizen auf den Befall durch die Gelbe Halmfliege im Feldversuch geprüft.  Mehr

Projektsteckbrief
Veränderung des Brandsporenpotenzials von Steinbrand- und Zwergsteinbrandsporen im Boden

Mikroskopaufnahme von Steinbrandsporen

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts wurde untersucht, ob nach Befall mit Steinbrand bzw. Zwergsteinbrand 1. durch eine entsprechende Fruchtfolgegestaltung, 2. durch Zwischenfruchtanbau mit Senf und 3. durch Stallmistdüngung das Brandsporenpotenzial im Boden reduziert werden kann.  Mehr

Projektsteckbrief
Mechanische Beikrautregulierung im ökologischen Sojaanbau

Soja Hackgerät zwischen und in den Reihen

Eine erfolgreiche Beikrautregulierung ist eine der größten Herausforderungen beim Anbau von Öko-Soja. Daher wurden verschiedene Strategien der mechanischen Beikrautregulierung in einer vierjährigen Feldversuchsserie an je drei Orten in Oberbayern untersucht.   Mehr

Projektsteckbrief
Mulchsaat von Sojabohnen im Ökobetrieb

Sechsreihige Mulchsaat von Sojabohne

Beim Anbau von Soja im ökologischen Landbau besteht in Hanglagen Erosionsgefahr, da häufig aufgrund der besseren Möglichkeiten bei der mechanischen Beikrautregulierung in weiten Reihenabständen gesät wird. Zur Minderung dieser Gefahr wurden verschiedene vorlaufende Zwischenfrüchte in unterschiedlichen Saatverfahren geprüft.   Mehr

Projektsteckbrief
Fruchtfolgen im ökologischen Landbau

Verschiedene Felder

Die Gestaltung der Fruchtfolge ist ganz besonders im ökologischen Landbau ein wichtiges Instrument, mit dem Unkraut- und Krankheitsdruck reguliert, Bodenfruchtbarkeit erhalten, die Nährstoffversorgung gewährleistet und nicht zuletzt ein guter Deckungsbeitrag erzielt werden muß. Ein langjährig durchgeführter Fruchtfolgeversuch an zwei Standorten untersucht die Auswirkungen beispielhafter Fruchtfolgen für viehlose und viehaltende Betriebssysteme.  Mehr

Projektsteckbrief
Reduzierung oder Ersatz kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel im ökologischen Hopfenbau

hopfen klein und hutzlig

Nach umwelt- und anwendertoxikologischer Beurteilung durch das Umweltbundesamt (UBA) sollten kupferhaltige Pflanzenschutzmittel generell nicht mehr angewendet werden. Öko-Hopfenbaubetriebe können zum derzeitigen Stand allerdings nicht auf diesen Wirkstoff verzichten. In diesem Projekt wird untersucht, wie dieser Einsatz reduziert werden kann.  Mehr

Projektsteckbrief
Wechselwirkungen zwischen groß- und kleinkörnigen Leguminosen

Grünes Feld mit verschiedenen Leguminosen (Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler)

Dass ein zu häufiger Anbau der gleichen Leguminosenart in der Fruchtfolge großen Schaden anrichten kann, ist weitreichend bekannt. Aber wie verträglich sind verschiedene Leguminosenarten untereinander? Ein Forschungsvorhaben soll sich diesem Sachverhalt in einem ersten Ansatz nähern.  Mehr

Projektsteckbrief
Wintererbsen im Gemengeanbau mit verschiedenen Mischungspartnern

Wintererbse im gemenge

Der Anbau von Sommererbsen gestaltet sich in vielen Betrieben des ökologischen Landbaus z. B. aufgrund einer hohen Verunkrautungsgefahr oder der sogenannten Erbsenmüdigkeit schwierig. Eine Alternative kann der Anbau von normalblättrigen Wintererbsen im Gemengeanbau darstellen. In diesem Projekt werden daher unterschiedliche Wintererbsentypen mit verschiedenen Mischungspartnern evaluiert.  Mehr

Status-Quo-Analyse zur Unkrautregulierung im ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbau in Bayern

Petersilienpflanze im Bestand vor dem Hacken

Unkräuter im Heil- und Gewürzpflanzenanbau haben einen negativen Einfluss auf Qualität und Ertrag des Ernteguts. Daher ist eine optimierte Unkrautregulierung zugunsten eines reduzierten Handhackaufwands für die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen und deutschen Ökoproduktion von besonderer Bedeutung. Ein wichtiges Ziel der Status-Quo-Erhebung ist es, erfolgreiche Ansätze und Methoden zur Unkrautregulierung – von indirekten Maßnahmen bis hin zum gezielten Geräteeinsatz – zu beschreiben  Mehr

Ansprechpartner
Dr. Klaus Wiesinger
Lange Point 12
85543 Freising
Tel.: 08161 71-3832
Fax: 08161 71-5848
E-Mail: klaus.wiesinger@lfl.bayern.de