LfL-Newsletter: Landwirtschaft im Fokus 01/2026
Foto: Birgit Gleixner, LfL
Liebe Leserinnen und Leser,
auch in diesem Jahr warten spannende Aufgaben auf uns. Aktuell setzen wir uns für eine verursachergerechte Ausgestaltung der Düngeverordnung ein. Außerdem forschen wir weiterhin intensiv daran, die Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade einzudämmen. Im Juni lädt das Hopfenforschungszentrum Hüll anlässlich der 100-Jahrfeier zu einem Tag der offenen Tür ein. An unserem Standort in Ruhstorf, an dem 2025 das "Reallabor an Rott & Inn" erfolgreich gestartet ist, werden innovative und zukunftsfähige Lösungen für bayerische Ackerbaubetriebe erprobt.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026!
Ihr Stephan Sedlmayer, Präsident der LfL
TOP-Themen des Monats
MethaCow: Mit der Fütterung den Methanausstoß reduzieren
Foto: Veronika Huber, LfL
Das klimaschädliche Treibhausgas Methan wird von Wiederkäuern wie Rindern bei der Verdauung an die Umgebung abgegeben. Um diese Emissionen zu reduzieren und die Akzeptanz der Milchviehhaltung in der Gesellschaft zu sichern, untersucht das LfL-Projekt "MethaCow" die Auswirkungen unterschiedlicher Fütterungsmaßnahmen auf die Methanausscheidungen von Kühen. Erste Ergebnisse liegen bereits vor. Das Projekt wird nun als "MethaCow II" bis 2029 fortgeführt. Mehr
Abnehmen per App: KErn-"Ernährungsradar" verschafft Durchblick
Foto: Adobestock/Asiandelight
Zu Jahresbeginn und nach den Feiertagen werden gerne gute Vorsätze gefasst: Abnehmen mit einer App – das klingt leicht und unkompliziert. Doch das Angebot ist groß und die Orientierung im App-Store-Dschungel mitunter schwer. Die Wissensplattform "Ernährungsradar" des LfL-Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn) hat sich angeschaut, was die Anwendungen können und wo ihre Grenzen liegen - verständlich, kompakt und faktenbasiert aufbereitet.
Forschungsprojekt des Monats
Was motiviert die Menschen in der Landwirtschaft, neue Wege zu gehen?

In einem Pilotprojekt hat das LfL-Gründerzentrum NEU.LAND. im vergangenen Winter eine Umfrage zur Diversifizierung auf bayerischen Höfen durchgeführt. Was treibt Menschen in der Landwirtschaft an, was hält sie zurück – sei es bei der Weiterentwicklung bestehender Betriebszweige oder bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder? 1.931 Menschen haben daran teilgenommen. Sie geben einen Einblick in Motive, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Gründung neuer Betriebszweige.
Zahl des Monats

LfL-Panorama
Veranstaltungshinweise
- Abferkelbuchten- Erfahrungsberichte aus dem Stall am 12. Januar in Schwarzenau
- Kolloquienreihe: Neue elektronische Aufzeichnungspflicht bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln am 13. Januar
- Fortbildungstagung Fischhaltung und Fischzucht am 13./14. Januar in Starnberg
- Kolloquienreihe: Precision Farming - Versuche in Ruhstorf am 27. Januar
- Workshop "Kuhsignale für mehr Tierwohl" am 29. Januar in Kaufbeuren
- Kolloquienreihe: Natürliche Duftstoffe zur Schädlingsabwehr: Eine Strategie gegen den Ackerbohnenkäfer? am 3. Februar
- Hybride Infoveranstaltung Molkereimeister/-in und Molkereitechniker/-in am 7. Februar in Kempten
Agrarmarktanalyse
Milch- und Molkereiwirtschaft
Neue LfL-Publikationen
LfL-Videoreihe: Start mit neuen Strategien im Pflanzenschutz
Foto: Peter von Saalfeld
Eine neue Reihe von kurzen Videos stellt die verschiedenen Arbeitsbereiche der LfL vor. Den Anfang macht ein Film zum Pflanzenschutz. Hier wird gezeigt, welche neuen Strategien die LfL in diesem Bereich erforscht. Zu sehen sind Neuheiten in der automatisierten mechanischen Unkrautregulierung, aber auch innovative Technologien des chemisch-synthetischen Pflanzenschutzes wie Spot Spraying. Die Maschinenvorführungen wurden beim Feldtag in Ruhstorf gedreht.
LfL-Information
Neuer Leitfaden zur klimaschonenden Milchkuhhaltung
Foto: LfL
Mit einem neuen kompakten Leitfaden gibt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Betrieben mit Milchkuhhaltung wertvolle Tipps, um klimaschädliche Treibhausgase (THG) wie Methan und Lachgas zu reduzieren – mit geringem Mehraufwand und ohne wesentliche Mehrkosten. Zugleich wird so strikteren Vorgaben zum THG-Ausstoß Rechnung getragen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat das Projekt mit rund 281.000 Euro gefördert. Nun steht der Leitfaden kostenfrei bereit. Mehr

