Pressemitteilung – 03. März 2026, Freising
Gerstenzüchtung: Kooperation mit Brasilien

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und die brasilianische Fundacão Agrária de Pesquisa Agropecuária (FAPA) haben eine Vereinbarung zur gegenseitigen Überlassung von Gerstenmaterial für Forschungszwecke unterzeichnet. Wie die LfL mitteilte, regelt die Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der FAPA die gegenseitige Überlassung verschiedener Gerstenlinien und -Zuchtstämme.

Zuchtgarten GersteZoombild vorhanden

Der Braugerstenzuchtgarten der LfL. Hier werden in Zukunft auch Zuchtstämme aus Brasilien geprüft (Foto: LfL).

Das Material wird laut LfL ausschließlich für die Forschung genutzt werden. Ziel der Maßnahme ist die Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs und die Beschleunigung der gerstenzüchterischen Forschung. Die Kooperation ermögliche dies durch einen gesicherten Zugang zu genetischer Diversität bei klaren rechtlichen und biosicherheitskonformen Rahmenbedingungen. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung online von LfL-Präsident Stephan Sedlmayer und Ivandro Bertan, Gerstenzüchter an der FAPA.

"Diese Kooperation schafft den Rahmen für einen intensiven Wissens- und Materialtransfer und gemeinsame Forschungsprojekte", sagte Stephan Sedlmayer. Das habe seinen Worten zufolge Vorteile sowohl für Forschungseinrichtungen, Züchter und auch Industrie durch eine effizientere Zusammenarbeit, die gemeinsame Datenbasis und eine geteilte Expertise. Und nicht zuletzt die Landwirtschaft beider Länder profitiere mittelbar durch resilientere Sorten. Beide Seiten planen laut Sedlmayer eine Evaluation der Kooperation vor Vertragsende mit Blick auf mögliche Fortführung oder Ausweitung auf weitere Kulturen.

Ansprechpartner:
LfL: Dr. Markus Herz, Arbeitsgruppe IPZ 2b Züchtungsforschung Winter- und Sommergerste, Tel. +49 8161/8450 3629, markus.herz@lfl.bayern.de
FAPA: Ivandro Bertan, ivandro.bertan@agraria.com.br

Weitere Informationen:

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.