Organische Düngung
Biogasgärreste

Gärrestendlager einer Biogasanlage

Gärrestendlager einer Biogasanlage

Bei der Produktion von Biogas fällt neben dem Hauptprodukt Methan Biogasgärrest an.

Biogasgärreste entstehen aus den verschiedensten Ausgangssubstanzen. Die sogenannten Gärsubstrate werden in der Biogasanlage vergoren und unterliegen während des Gärprozesses in Abhängigkeit von Verweildauer und Temperatur im Gärbehälter unterschiedlichen Abbauraten. Es ist nicht möglich, für Biogasgärreste durchschnittliche Standart-Nährstoffgehalte festzulegen. Für eine sinnvolle Düngeplanung und um der Düngeverordnung gerecht zu werden, muss der Gärrest daher vor der Ausbringung auf seinen Nährstoffgehalt untersucht werden.
Der Biogasgärrest wird auf landwirtschaftliche Flächen zur Nährstoffversorgung der Kulturen ähnlich des Wirtschaftsdüngers Gülle ausgebracht. Sind die Gärreste aus der Vergärung von pflanzlichen Materialien aus landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Betrieben (auch gemischt mit tierischen Ausscheidungen) entstanden, werden sie als Wirtschaftsdünger betrachtet. Werden andere Stoffe (z. B. Bioabfälle) mitvergoren, handelt es sich nach der Düngemittelverordnung um organische Düngemittel, die auch der Bioabfallverordnung unterliegen.
Durch den Gärprozess entstehen qualitative und quantitative Veränderungen, die eine angepasste fach- und umweltgerechte Ausbringung erfordern.

Berechnungshilfen Biogas und Gärrest

Das Programm zur Berechnung des Gärrestanfalles und der Nährstoffgehalte des Gärrestes rechnet mit den Vorgaben der alten DüV und ist daher nur bis Ende 2017 gültig. Das Ergebnis des Biogasgärrestrechners ist deshalb nur eine grobe Abschätzung und erfüllt keine rechtlichen Vorgaben.

Forschung und Veröffentlichungen

Für den optimalen Einsatz von Gärresten in der Praxis untersuchen wir in Forschungsprojekten die Düngewirkung von Gärresten und veröffentlichen Düngestrategien und Handlungsempfehlungen.