Anleitung zum Ziehen von Materialproben für Laboruntersuchungen

In der neuen Düngeverordnung sowie in der Stoffstrombilanzverordnung werden verschiedene Kennzahlen und Basisdaten vorgegeben. Diese Zahlen müssen in den unterschiedlichen vorgeschriebenen Berechnungen verwendet werden, sofern keine eigenen Untersuchungsdaten vorliegen. Es sind aber auch eigene Untersuchungen möglich, in manchen Bereichen werden sie sogar vorgeschrieben. Sobald belastbare eigene Untersuchungsergebnisse vorliegen, können diese in der Regel in den Berechnungen verwendet werden.
Die Voraussetzung für ein gutes und belastbares Untersuchungsergebnis ist eine ordentliche und sachgemäße Ziehung der zu untersuchenden Materialprobe. Die gezogene Probe bildet die Basis der Laboranalyse. Werden Fehler bei der Probenziehung gemacht, können diese nachher nicht mehr korrigiert werden. Das heißt, dass Fehler, die bei der Probenentnahme gemacht werden, sich direkt auf das Untersuchungsergebnis auswirken und dieses unbrauchbar werden lassen.
Fehler beim Ziehen, Verpacken, Aufbewahren und Transportieren der Probe sind unbedingt zu vermeiden.
Je nach dem, was untersucht werden soll, gibt es bestimmte Regeln bei der Probenziehung zu beachten.

Anleitung zur Probenahme von flüssigen und festen Wirtschaftsdüngern

Misthaufen

Mistlagerplatz

Das Aufbringen von Wirtschaftsdüngern darf laut DüV nur erfolgen, wenn vor dem Aufbringen deren Gehalte an Gesamtstickstoff, verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat bekannt sind. Für eine bedarfsgerechte Düngung mit Wirtschaftsdüngern wird eine Probenahme im Betrieb und einer Untersuchung in einem anerkannten Labor empfohlen.

Anleitung Probenahme Wirtschaftsdüngern (zum Ausdrucken) pdf 133 KB

Anleitung zum Ziehen von Nmin-Bodenproben

Person auf einem Acker

Ziehen einer Bodenprobe

Laut DüV ist jährlich auf jedem Schlag oder Bewirtschaftungseinheit (außer Dauergrünland, Grünland, Flächen mit mehrjährigem Feldfutterbau) für den Zeitpunkt der Düngung der im Boden verfügbare Stickstoff zu ermitteln. In roten Gebieten ist je Kultur auf einem Schlag/Bewirtschaftungseinheit eine Untersuchung nötig. Anhand dieser Ergebnisse ist es möglich, den Stickstoffdüngebedarf zu verschiedenen Kulturen im Frühjahr zu ermitteln. Eine Probenahme im Herbst dient der Kontrolle der Nmin-Restgehalte.

Anleitung Ziehen von Nmin-Bodenproben (zum Ausdrucken) pdf 138 KB