Forschungs- und Innovationsprojekt
Wildlebensraumberatung in Bayern - Verbesserung des Wildtierlebensraumes im Offenland

Feldhase

Foto: M.Schäf

"Lebensräume verbessern – Wildtiere fördern – Mensch und Natur verbinden" lautet das Motto der Wildlebensraumberatung in Bayern.

Gemeinsam mit Landwirten und Jägern sollen die Lebensräume der Agrarlandschaft durch lebensraumverbessernde Maßnahmen ökologisch aufgewertet werden. Dies sorgt für bessere Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen, schafft eine strukturreiche Kulturlandschaft und fördert auf vielfältige Art und Weise die bayerische Artenvielfalt.

Ziel

Ziel der Wildlebensraumberatung in Bayern ist die Förderung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft. Lebensräume für Wildtiere sind heute aufgrund der Flächennutzung oft beschnitten, eingeengt oder teilweise verloren gegangen. Um eine Verbesserung der Situation vor Ort zu erreichen, werden vielfältige lebensraumverbessernde Maßnahmen beraten.

Methode

Im Schwerpunkt ist das Projekt darauf ausgerichtet Landwirte, Jäger und Jagdgenossen bezüglich lebensraumverbessernder Maßnahmen zu beraten. Zusätzlich sind die Wildlebensraumberater Ansprechpartner für Naturschützer, Imker, Bürger und Kommunen. Generell sind unsere Ansprechpartner alle jene, die ein Interesse an der Verbesserung der Agrarlebensräume haben.
Die Wildlebensraumberater an den Fachzentren Agrarökologie der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geben Hilfestellung und praktische Tipps bei der Umsetzung von förderfähigen Agrarumweltmaßnahmen und sonstigen freiwilligen Maßnahmen.

Ergebnisse

Das Projekt erfährt eine hohe Nachfrage und stößt auf positive Resonanz. Jährlich werden rund 1.000 Beratungen durchgeführt. Die Beratung beinhaltet Maßnahmen aus dem Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm (KULAP), dem Greening und den nicht förderfähigen Maßnahmen.
Die Top-Maßnahmen im KULAP sind mehrjährige Blühfläche (B48), gefolgt von jährlich wechselnden Blühflächen (B47) und Gewässer- und Erosionsschutzstreifen (B34). Im Greening ist die Stilllegung/Brache (NC062) die am meisten beratene Maßnahme, gefolgt von Feldrandstreifen (NC058) und dem Zwischenfruchtanbau. Bei den nicht förderfähigen Maßnahmen ist die Anlage von Wildäckern die am meisten beratene Maßnahme, gefolgt von alternierenden Mahd- Mulchkonzepten von Randstreifen und der Anlage von Blühflächen und Bienenweiden.
Feldlerche am Himmel

Foto: M. Schäf

Feldhase auf einer Wiese

Foto: R. Vornehm

Projekinformation
Projektleitung: Dr. Christian Wagner
Projektbearbeiter: Philipp Bozem
Laufzeit: 15.07.2014 bis 31.12.2021
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Projektpartner: Fachzentren Agrarökologie der ÄELF
Förderkennzeichen: K 0820 - T 42811