KULAP Anlage von Struktur- und Landschaftselementen
Anlage von Struktur- und Landschaftselementen (KULAP B59)

Hecke mit Trockensaum.

Hecke mit Trockensaum
Foto: Ph. Bozem

B59 – Anlage von Struktur- und Landschaftselementen

Die investive Förderung zur Anlage von Struktur- und Landschaftselementen dient dem Schutz der Ressourcen Boden und Wasser zur Sicherung einer langfristigen Nutzungsfähigkeit der Landschaft in boden:ständig-Projektgebieten sowie der zielgerichteten Steigerung der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft. Anträge können von Inhabern landwirtschaftlicher Betriebe von mindestens 3 ha gestellt werden. Die Maßnahme wird auf landwirtschaftlich genutzten oder nutzbaren Flächen in Bayern durchgeführt. Maßnahmen zur Steigerung der Artenvielfalt werden ohne spezifische Kulisse nach fachlicher Beratung und Bestätigung durch die Landwirtschaftsverwaltung gefördert. Die Zielsetzung und Strukturen der CC-Landschaftselemente wird im Beratungsprotokoll festgelegt. Die Zuordnung zum CC-Landschaftselement erfolgt im Förderbescheid des ALE. Nach der Anlage kann einmalig eine Förderung für die Flächenbereitstellung beantragt werden.
Die Landschaftselemente dürfen in der Summe maximal 25 % eines Feldstücks einnehmen und müssen < 0,2 ha sein.
Bei Ansaaten und Pflanzungen auf dauerhaften CC-Landschaftselementen muss gebietseigenes Saat- und Pflanzgut verwendet werden.
Genaue Informationen finden sich im Merkblatt B59 des StMELF.

Lebensraum

Die Anlage von Struktur- und Landschaftselementen gliedert und bereichert die Kulturlandschaft. Es entstehen ungestörte Rückzugsräume. Diese bieten unterschiedlichen Tieren und auch Pflanzen Nahrung, Versteck und Fortpflanzungsmöglichkeiten. Als Maßnahmen zur Steigerung der Artenvielfalt können folgende Struktur- und Landschaftselemente angelegt werden:
  • Hecken
  • Feldgehölze und Feuchtgebüsche
  • Baumreihen
  • Gewässerrandstreifen
  • Trockenlebensräume
  • Feldraine über 2 m Breite; Gras- und Krautfluren
  • Trocken- und Natursteinmauern
  • Lesesteinwälle
  • Fels- und Steinriegel sowie naturversteinte Flächen bis höchstens 2.000 m²
  • Terrassen
Einzelheiten zur Anlage der einzelnen Struktur- und Landschaftselemente finden Sie unter den einzelnen Elementen. Bitte in der Liste auswählen.
Für eine Beratung zur Anlage und zum Antrag wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Ein Lesesteinhaufen und ein Asthaufen im hohen Gras neben einer Hecke.

Lesesteinhaufen und Asthaufen
Foto: H. Laumer

Zwei frisch gepflanzte Bäume.

Pflanzung einer Baumreihe
Foto: E. Schweiger

Lesesteinwälle.

Lesesteinwälle in Unterfranken
Foto: E. Schweiger

Feldgehölz.

Feldgehölz in Oberfranken
Foto: E. Schweiger

Zielgerichtete Planung mit Mehrwert

Kombinationen von Struktur- und Landschaftselementen
Für die Förderung sind alle Kombinationen aus den genannten Maßnahmen möglich. Die Zusammenstellung sollte je nach Ziel der Maßnahme und den örtlichen Gegebenheiten gewählt werden.
Kombination mit Kleinstlebensräumen
Alle Hauptmaßnahmen können mit Kleinstlebensräumen wie Lesestein-, Asthaufen, Totholzstrukturen, Sandschüttungen, Lehmkuhlen, Rohboden, natürlichen Nisthilfen usw. kombiniert werden. Eine Heckenneuanlage kann so zum Beispiel durch das Einbringen von Totholz sehr schnell wertvolle Strukturen bieten. Die Kombinationen von Hauptmaßnahme und Kleinstlebensräumen sollten je nach Ziel der Maßnahme und den örtlichen Gegebenheiten gewählt werden.

Arten, die von der Anlage von Struktur- und Landschaftselementen profitieren können

Je nachdem, welches Struktur- und Landschaftselement angelegt wird, können verschiedene Tier- und Pflanzenarten profitieren. Durch Kombinationen verschiedener Elemente oder mit Kleinstlebensräumen wird ein breites Angebot an Lebensräumen geschaffen. Konkrete Beispiele finden Sie bei den einzelnen Struktur- und Landschaftselementen.
Ein Feldhase sitzt in einem Kornfeld.

Feldhase (Lepus europaeus)
Foto: M. Schaef

Vogel in einer Wiese

Stieglitz

Schachbrettfalter.

Schachbrett
Foto: S. Heinz

Hummel auf blauer Blume

Dunkle Erdhummel
Foto: Ch. Janko