27 Gemeindeverbünde als "Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen in Bayern"
Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen in Bayern

Die staatlich anerkannten Öko-Modellregionen in Bayern sind ein zentraler Baustein der Initiative "BioRegio Bayern 2020" der Bayerischen Staatsregierung. Es handelt sich um 27 Gemeindeverbünde unterschiedlicher Größe, die über ganz Bayern verteilt sind.
Mit zukunftsfähigen Ideen und Maßnahmen entwickeln engagierte Menschen vor Ort den ökologischen Landbau in ihren Kommunen weiter. Einige der Modell-Regionen weisen bereits hohe Anteile ökologischen Landbaus auf und möchten noch erfolgreicher werden. Andere sind bei diesem Thema noch schwächer entwickelt. Sie wollen die Chance nutzen und einen deutlichen Schritt nach vorne machen.
Im Fokus der Öko-Modellregionen steht dabei die Verbindung von regionaler Wertschöpfung, ökologischer Erzeugung und den positiven Synergieeffekten aus beidem für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Solche Synergieeffekte können z.B. Boden- und Gewässerschutz, Tierwohl, Erhaltung der gebietstypischen Biodiversität, Landschaftsbild, Naherholung und Tourismus sowie die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen betreffen.

Ziel der Öko-Modellregionen

Landkarte mit den 27  "Staatlich anerkannten Öko-Modellregionen in Bayern"Zoombild vorhanden

Lage der 27 "Staatlich anerkannten Öko-Modellregionen in Bayern"

Ziel des Projekts ist die Einbindung der Kommunen, der Verbraucherinnen und Verbraucher, der Verarbeitung und des Handels, der Öko-Anbauverbände und -Beratung, der Landwirtschaftsämter sowie weiterer lokaler Akteure in den Ausbau des ökologischen Landbaus und die Verwendung von Ökolebensmitteln in der Region sowie die Vernetzung mit Themen der Ländlichen Entwicklung. Die in den jeweiligen Gemeindeverbünden existierenden Potenziale werden identifiziert, die vorhandenen Strukturen mit den engagierten Menschen vor Ort belebt bzw. neu aufgebaut und eine große Bandbreite an Projekten gemeinsam umgesetzt.

Aktivitäten in den Öko-Modellregionen

In den Öko-Modellregionen werden Maßnahmen - im Sinne der vorgenannten Zielsetzung - hinsichtlich der vier vorgegebenen Bereiche ergriffen:
  • Landwirtschaftliche Erzeugung einschließlich Gartenbau, Imkerei und Teichwirtschaft
  • Verarbeitung
  • Vermarktung, Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung
  • Information und Bewusstseinsbildung
Die Maßnahmen sind hierbei so konzipiert, dass sich Verknüpfungspunkte mit Themen einer nachhaltigen Regionalentwicklung ergeben (bspw. Kulturlandschaftsentwicklung und Landschaftspflege, Ressourcenschutz, Innenentwicklung, Agrarstrukturentwicklung und Flächenmanagement, Touristische Entwicklung, soziale / solidarische / kooperative Landwirtschaft).
Den Kommunen als Projektträger kommt dabei eine verantwortliche Rolle zu.
Gärtner im Tomatengewächshaus

Foto: Daniel Delang

Bäcker beim Brotbacken

Foto: Daniel Delang

Käser im Reifekeller

Foto: Daniel Delang

Ziegenhalterin inmitten ihrer Herde

Foto: Daniel Delang

Tomatenvielfalt im Hofladen

Foto: Daniel Delang

Wettbewerb und Förderung

Im Rahmen des vom StMELF getragenen Landesprogramms BioRegio Bayern 2020 wurden drei Wettbewerbe „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen in Bayern“ ausgerichtet, bei denen sich Gemeindeverbünde mit innovativen Projekten und Konzepten zur Stärkung des ökologischen Landbaus entlang der gesamten Wertschöpfungskette als Öko-Modellregionen bewerben konnten.
Siebenundzwanzig Regionen wurden mittlerweile von einer Jury ausgewählt und im April 2014, Mai 2015 und, ganz aktuell, im Mai 2019 als „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ ausgezeichnet. Sie werden vom Freistaat mit der Teilfinanzierung eines Projektmanagements vor Ort gefördert. Aufgabe der Projektmanager im jeweiligen Gemeindeverbund ist u.a. die Netzwerkarbeit und die Erschließung von Fördermöglichkeiten zur Realisierung der geplanten Aktivitäten zum Aufbau von ökologischen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen (z.B. LEADER, Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE), Dorferneuerung, VuVRegio, Marktstrukturförderung).
Fachlich und organisatorisch begleitet werden sie durch das Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und durch den Bereich Zentrale Aufgaben der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung (BZA).

Kontakt

Geschäftsstelle Öko-Modellregionen Bayern
Dr. Klaus Wiesinger (Projektleitung), Claudia Heid (Projektbetreuung) und Katharina Schmitt (Projektbetreuung)
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz
Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau
E-Mail: oekolandbau@lfl.bayern.de


Claudia Heid (Projektbetreuung)
Tel.: 08161 8640-4971
E-Mail: claudia.heid@lfl.bayern.de


Katharina Schmitt (Projektbetreuung)
Tel.: 08161 8640-3748
E-Mail: katharina.schmitt@lfl.bayern.de


Norbert Bäuml (Projektleitung) und Katharina Niemeyer (Projektbetreuung)
Bereich Zentrale Aufgaben der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung (BZA)


Katharina Niemeyer (Projektbetreuung)
Tel.: 089 1213-1507
E-Mail: katharina.niemeyer@bza.bayern.de

Detaillierte Informationen zu den Öko-Modellregionen

Logo Öko-Modellregionen
Publikationen
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit:
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