Forschungs- und Innovationsprojekt
Sorghumhirse und Trockenbohnen für eine klimafitte Landwirtschaft in Österreich, Bayern und Südtirol
Foto: Andrea Winterling, LfL
Trockenbohnen und Sorghumhirse: Etablierung neuer Kulturen für Kreislauf-Bioökonomie und klimafitte Landwirtschaft in Österreich, Bayern und Südtirol (HirseBohne)
Der Anbau von Trockenbohnen und Sorghumhirse ist in den Alpenregionen aktuell noch wenig verbreitet, gewinnt jedoch zunehmend an Interesse – besonders im Kontext von Klimawandel, Trockenheitstoleranz und regionaler Diversifizierung. Im Rahmen des Verbundprojekts "HirseBohne" führen die Projektpartner Sortenversuche zur Prüfung der agronomischen Eigenschaften beider Kulturen in Bayern, Österreich und Südtirol durch. Somit schaffen sie die notwendigen Grundlagen für eine erfolgreiche Ernte, Aufbereitung und Verarbeitung beider Kulturen.
Um was geht es im Projekt HirseBohne?
Ziel
Methode
Exaktversuche zur Prüfung agronomischer Merkmale auf Flächen des ökologischen Landbaus in Unterfranken (Trockenstandort):
- Evaluierung von Trockenbohnen-Sorten verschiedener, von heimischen Verarbeitern besonders nachgefragter Typen (schwarze/weiße Bohnen, Kidneybohnen, Borlottibohnen) in Bezug auf Kornertrag und Speisequalität
- Prüfung von für die Alpenregion angepasster Sorten der Sorghumhirse (früh blühend, schnell abreifend) mit Fokus auf Ertrag und Verarbeitungseignung (Kornfarbe, Inhaltsstoffe)
- Untersuchung des Effekts einer Saatgutbeimpfung (Rhizobien) auf die Pflanzenentwicklung, den Kornertrag und die Qualität der Speiseware bei Trockenbohnen
Optimierung der Anbau‑, Ernte- und Aufbereitungsmethoden in der Praxis
- Lösungsansätze für anbautechnische Herausforderungen in der Praxis finden
- Verbesserung der Wissensgrundlagen in der Ernte- und der Aufbereitungstechnik (z. B. Reinigen, Schälen, Bürsten), um die erforderlichen Qualitäten sicher zu stellen und die Prozesse effektiver und kostengünstiger zu gestalten
Qualitätsanforderungen
- Klärung der Verarbeitungs- und Produktspezifikationen für Trockenbohnen und Sorghum-Hirse in direktem Austausch mit Erzeugern, Verarbeitern und dem (Erfassungs-)Handel
Ergebnisse
Projektinformation
Projektleitung: Andrea Winterling, Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB)
Projektbearbeitung: Michael Kutzob, Andrea Winterling (IAB)
Laufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2028
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF)
Projektpartner: Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein (A), Versuchszentrum Laimburg (IT)
Förderkennzeichen: A/25/15

