Fortbildungsseminar Fluss- und Seenfischerei 2019

Am 18. und 19. November 2019 fand am Institut für Fischerei (IFI) in Starnberg die Fortbildungsveranstaltung für Fluss- und Seenfischer statt. 105 Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern, aus Österreich und der Schweiz waren der Einladung zu der Vortragsveranstaltung gefolgt.
Aktivitäten des IFI 2016
Aktivitäten des Arbeitsbereichs Fluss- und Seenfischerei am IFI
Nach der Begrüßung durch den Institutsleiter Dr. Helmut Wedekind gab Dr. Michael Schubert, Leiter des Arbeitsbereichs Fluss- und Seenfischerei, einen Überblick über die Aktivitäten im Berichtsjahr 2019.

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Aktuelles aus der Fischereiverwaltung
Herr Dr. Reinhard Reiter, Referent für Fischerei und Fischwirtschaft im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, berichtete zur unterschiedlichen Ertragssituation in der Renkenfischerei an den bayerischen Seen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes Nitroflex haben diesbezüglich wertvolle Erkenntnisse zum Einfluss von Nährstoffen auf das Wachstum von Renken in bayerischen Seen geliefert. Die Untersuchungen sollen im Folgeprojekt Nitroflex II wieder in Kooperationsprojekt zwischen LMU-München, Fachberatung für Fischerei des Bezirkes Oberbayern, Institut für Fischerei und Fischereigenossenschaft Chiemsee durchgeführt.

Des Weiteren informierte Dr. Reiter über folgende fischereirelevante Themen:

  • • Malachitgrünvorfall in einer oberbayerischen Forellenteichwirtschaft
  • • PFOA-Grenzwertproblematik
  • • Fischottermanagement in Bayern
  • • Vorbereitung eines Forschungsprojektes zur Vergrämung von Gänsesägern an ausgewählten südbayerischen Gewässerstrecken
  • • Aktueller Sachstand zu Fördermöglichkeiten aus dem EMFF
Variabilität von Nährstoffverhältnissen in Seen und deren Bedeutung für Wachstumsprozesse
Herr Prof. Herwig Stibor berichtete über den Nährstofftransport in der Nahrungskette im See. In Folge eines voranschreitenden Klimawandels können das Schichtungsverhalten im See und damit die Nährstoffverfügbarkeit massiv beeinträchtigt werden. Durch den Klimawandel wird die auch aus fischökologischer Sicht problematische Burgunderblutalge begünstigt.

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Eco-AlpsWater - Fischbestandserhebung im Starnberger See
Herr Vogelmann und Herr Dr. Schubert präsentierten erste Ergebnisse einer im Rahmen des INTERREG Projektes Eco-AlpsWater im Starnberger See durchgeführten Fischbestandserhebung. Im Zeitraum von September bis Mitte Oktober wurden durch den Einsatz pelagischer und benthischer Multimaschennetze sowie Elektrofischerei im Uferbereich insgesamt rund 11.000 Fische verteilt auf 26 Arten gefangen.

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Bodensee - anfangen wo andere aufhören - Fang und Vermarktung von Urfischen
Frau Angela Katterloher und Herr Paul Lachenmeier stellten den von ihnen gemeinsam geführten Fischereibetrieb „Der Fischkönig“ mit Sitz in Friedrichshafen am Bodensee vor. Verkauft wird ausschließlich der eigene Bodensee-Wildfang. Brachse und Rotauge stellen einen Hauptbestandteil des Angebotes dar, das von Wildkarpfen, Schleie, Zander, Kretzer und Hecht ergänzt wird.

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Die Seelaube im Liebesrausch - Kartierung einer seltenen Fischart
Frau Anna-Sophie Pirtscher von den Österreichischen Bundesforsten vermittelte ein Portrait der Seelaube (Mairenke) und stellte die Ergebnisse von Laichplatzkartierungen, Reusenbefischungen und Unterwasser-Video-Zählungen im Gebiet des Grundlsees und Toplitzsees vor.

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Vorkommen von Mikroplastik in bayerischen Flüssen und Seen sowie mögliche Auswirkungen auf Fische
Frau Dr. Julia Schwaiger vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz in Wielenbach stellte Monitoringergebnisse zum Vorkommen von Mikroplastik in bayerischen Gewässern vor. Das Monitoring war Bestandteil eines länderübergreifenden Projektes. Mit einheitlichem Untersuchungsansatz wurde eine vergleichbare Datenbasis geschaffen.

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Entwicklung der Kormoranbestände und Schäden im Ostseeraum
Herr Thorsten Wichmann, Landesfischereiverband Mecklenburg Vorpommern e.V., informierte über die Entwicklung der Kormoranbestände und Schäden im Ostseeraum. Ein großes Problem stellen die Kormorane in Nord-/Osteuropa dar, die nicht bejagt werden und in den Süden ziehen.

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Vorstellung Fischerei Schmalzl
Herr Stefan Schmalzl gab einen Einblick in seinen Betrieb in Pfatter in der Oberpfalz. Neben der Land- und Forstwirtschaft umfasst der Betrieb auch die Donaufischerei, die in der 5. Generation ausgeübt wird. Die Fischvermarktung erfolgt im eigenen Fischladen, einem „Fischstodl“ mit Biergarten, sowie auf der Dult und dem Christkindelmarkt.

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Lagerung und Vermarktung von Renken
Herr Lars Müller, Institut für Fischerei, stellte Möglichkeiten zur Lagerung und Vermarktung von Renken vor.
Genetische Untersuchungen bayerischer Renkenpopulationen im Vergleich zu nicht bayerischen Populationen
Dr. Ulrich Schliewen von der Zoologischen Staatssammlung München fasste bereits vorhandene Ergebnisse zu Genetik und Morphometrie bayerischer Renkenpopulationen zusammen. Er gab einen Überblick über historische Renken-Besatzmaßnahmen und ging auf den aus Besatz stammenden genetischen Fremdanteil in bayerischen Renkenpopulationen ein.

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