Forschungs- und Innovationsprojekt
Digitalisation for Agroecology (D4AgEcol)

IProjektlogo D4AgEcol

Von September 2022 bis August 2025 beteiligte sich die ILT Arbeitsgruppe „Digital Farming“ (ILT 6a) an der europäischen Koordinierungs- und Fördermaßnahme "Digitalisation for Agroecology“. In der europäischen Kooperation wurden die Potenziale der Digitalisierung als Ermöglicher für Anbausysteme im Sinne von Agroecology untersucht.

Zielsetzung

Hier wird ein schematisches Bild des D4AgEcol Projektes gezeigt.Zoombild vorhanden

Digitalisation for Agroecology

Die Digitalisierung birgt Potenziale, die landwirtschaftlichen Produktionsprozesse zu optimieren und eine nachhaltigere Ressourcennutzung zu fördern. Hierbei ist es notwendig, die potenziellen Vor- und Nachteile digitaler Werkzeuge und Technologien zu ermitteln, um schließlich geeignete Anreize für die digitale Transformation der Landwirtschaft zu geben. Natürlich kann die Bewertung des digitalen Wandels je nach Perspektive sehr unterschiedlich ausfallen. Deshalb ist die Interaktion mit verschiedenen landwirtschaftlichen und nicht-landwirtschaftlichen Stakeholdergruppen wichtig. Dieser Austausch soll in diesem Projekt in Empfehlungen für Landwirte, Beratungsdienste und politische Entscheidungsträger münden.
In einer europäischen Kooperation hat D4AgEcol daher die Potenziale der Digitalisierung als Ermöglicher für Anbausysteme im Sinne von Agroecology in Europa auf Basis des vorhandenen Wissens unterstützt durch Ansätze von Co-Creation und Co-Design aufgezeigt. Das strategische Ziel von D4AgEcol war die Bereitstellung von Wissen, um den Übergang zu einer Landwirtschaft im Sinne von Agroecology, durch die Identifizierung geeigneter digitaler Werkzeuge und Technologien mitzugestalten.

Methode

Das Konsortium deckte ein breites Spektrum an pedoklimatischen Zonen in Europa ab und nahm eine ganzheitliche Bewertung digitaler Werkzeuge und Technologien vor. In den sogenannten "Living Labs" der Projektpartner wurden Workshops mit Landwirtinnen und Landwirten aber auch mit nicht-landwirtschaftlichen Stakeholdern durchgeführt. Dabei wurden Indikatoren zur Agroecology (z.B. zur Biodiversität, Ressourcenschonung, soziale Fairness) identifiziert und wirtschaftlichen Überlegungen und Untersuchungen zum wahrgenommenen Nutzen für die verschiedenen Interessensgruppen erarbeitet. Treiber, Hemmnisse und Risiken wurden im Rahmen eines Adoptionsmodells ("ADOPT") für mehrere Technologien und Regionen mit Landwirtinnen und Landwirten diskutiert und modelliert. ILT 6a koordinierte die Durchführung dieses Teils der "Digital Tool Scoping Workshops" in den zehn Projektländern zur Untersuchung der regionalen Adoptionspotentiale verschiedener digitaler und autonomer Fokustechnologien (z. B. Feldroboter, Sensoren zur Fernerkundung, drohnenbasierte Anwendungen im Pflanzenschutz). Die Ergebnisse der Workshops wurden in Roadmaps auf nationaler wie internationaler Ebene berücksichtigt und als Grundlage für politische Handlungsempfehlungen verwendet.

Ergebnisse

Hier ist eine Karte Europas zu sehen. Die Partnerländer des Projektes sind hervorgehoben. Zoombild vorhanden

Teilnehmende europäische Institutionen am D4AgEcol-Projekt

Darüber hinaus wurde das Projekt und seine Zielsetzungen durch Umfragen und Präsentationsbeiträge auf verschiedenen nationalen und internationalen Veranstaltungen (Agritechnica, GIL-Jahrestagung, ECPA, EAAE, GIATE) mit aktiver Beteiligung von ILT 6a bekannt gemacht. Mit Blick auf die wissenschaftlichen Beiträge sowie die im Projekt erarbeiteten Deliverables hat das Projekt Beiträge zur multi-dimensionalen Bewertung (agrarökologisch, ökonomisch, sozial) geliefert, den Wert partizipativer Technologiebewertung demonstriert sowie eine Wissensbasis zu digitalen Technologien in verschiedenen pedoklimatischen und sozioökonomischen Umgebungen geschaffen. Dadurch wurde eine höhere Aufmerksamkeit in Wissenschaft, Politik und Praxis für die Effekte digitaler Technologien auf agrarökologische Systeme sowie für die möglichen Hindernisse und Treiber geschaffen. Das Projekt zeigt darüber hinaus weiteren Forschungsbedarf für die Ausrichtung von Technologien an agrarökologischen Prinzipien auf.

Projektinformation
Projektleitung: Dr. A. Gabriel
Projektbearbeitung: Dr. A. Gabriel, Dr. M. Gandorfer (ILT6a)
Laufzeit: 1.9.2022-31.8.2025
Finanzierung: Europäische Union, Horizon Europe - HORIZON-CL6-2021-FARM2FORK-01-03