Rückblick: Info-Tage "Gesunde Kälber, gesunde Kühe – Praktikerworkshops" 2020

Mehrere Fleckviehkühe auf der Weide vor dem Gruber Milchviehstall
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft unter Federführung des Instituts für Landtechnik und Tierhaltung veranstaltete am 18. und 19. Februar 2020 Informationstage zum Thema "Tiergesundheit Rind". Am Vormittag des 18. Februar 2020 gaben Experten in Fachvorträgen einen Überblick zu den Themen Kuhsignale, Eutergesundheit und Selektives Trockenstellen, schonendes Veröden der Hornanlagen beim Kalb sowie die Kälberernährung und -aufzucht mit ad libitum Tränke. Am Nachmittag konnten die Teilnehmer ihre Kenntnisse im Rahmen von praktischen Workshops vertiefen. Am 19. Februar 2020 stellten die Referenten die Themen Hitzestress (baulich und klimatechnisch), Klauengesundheit und betriebliche Eigenkontrolle vor. Auch an diesem Tag wurden zu den jeweiligen Fachvorträgen Workshops angeboten.

Zusammenfassungen der Vorträge

Cow Signals
Der Vortrag und der anschließende Workshop mit praktischen Beispielen im Stall sind Teil des CowSignals® Systems und unterliegen deren Copyright (www.CowSignals.com). Das Konzept der CowSignals® wurde durch praktizierende Tierärzte aus den Niederlanden entwickelt und ist Teil des Beratungsangebotes ihrer Firma Vetvice. Ziel von CowSignals® ist es, die Entstehung von Krankheiten zu vermeiden und das Wohlbefinden wie auch die Leistung der Tiere zu steigern.
Dieser Workshop soll den Teilnehmern eine Einführung in das System der CowSignals® geben. Dabei sollen sie sich darin üben, - vom Großen zum Kleinen - das Herdenverhalten sowie die Körpersprache der einzelnen Kühe zu erkennen und diese zu verstehen. Durch bewusstes Beobachten der Kühe können frühzeitig erste Anzeichen von Krankheiten erkannt und gegengesteuert werden. Die CowSignals® ermöglichen erste Rückschlüsse auf Schwachstellen in der Haltungsumgebung bzw. dem Management. Durch eine systematische Eingrenzung dieser Schwachstellen können Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls abgeleitet werden.
Selektives Trockenstellen in der Praxis
Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts mit dem Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. (TGD) und der Ludwigs-Maximilian-Universität, Klink für Wiederkäuer (LMU) wurde untersucht, wie mit dem Verfahren „Selektives Trockenstellen“ der Antibiotikaeinsatz in der Milchviehhaltung unter Praxisbedingungen reduziert und wie dieses Verfahren in der Praxis umgesetzt werden kann. In einem Folgeprojekt wird weiterhin der Schwerpunkt auf die praktische Umsetzung gesetzt, wobei sich die zu untersuchenden Praxisbetriebe zum einen aus alten RAST-Betrieben und zum anderen aus Neueinsteigern zusammensetzen.
Im Rahmen der Projekte wurde ein Entscheidungsbaum entwickelt. Dabei wird in Stufe 0 geklärt, ob der Eutergesundheitsstatus der Herde ein Selektives Trockenstellen zulässt. Hierzu werden die Zellzahlergebnisse und die Ergebnisse der Bestandsuntersuchung (bakteriologische Untersuchungen der Viertelanfangsgemelke aller laktierenden Kühe) herangezogen. Die Freiheit des Bestandes von bestimmten Erregern auf Herdenebene ist eine entscheidende Voraussetzung.
Wenn die Voraussetzungen auf Herdenebene in Stufe 0 erfüllt sind, kann der Entscheidungsbaum auf Einzeltierebene beim jeweiligen Trockenstellvorgang weiter verfolgt werden. Die Überprüfung hinsichtlich der Erfüllung von Stufe 0 ist dabei nicht nur bei der Umstellung auf Selektives Trockenstellen wichtig, sondern auch im laufenden Betrieb. In den drei weiteren Stufen des Entscheidungsbaums wird ermittelt, ob bei der trockenzustellenden Kuh auf Antibiotika verzichtet werden kann. Dabei wird anhand der Zellzahlen der letzten drei Milchleistungsprüfungen und der Mastitishistorie, dem Ergebnis aus der bakteriologischen Untersuchung 14 Tage vor dem Trockenstellen und des Schalmtests am Tag des Trockenstellens die Entscheidung gefällt. Die konkrete Vorgehensweise und die Auswahl des Präparats erfolgen in Absprache mit dem Hoftierarzt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse des Projekts RAST legen dar, dass das selektive Trockenstellen bei gleichbleibender Eutergesundheit möglich ist, wenn der Entscheidungsbaum befolgt wird. Es ergab sich ein Einsparpotential an antibiotischen Trockenstellern von durchschnittlich rund 40 %. Von Seiten der Projektbetriebe wurden, neben der Einsparung von Antibiotika, eine bessere Kenntnis über Erreger und den Erregerstatus der Herde festgestellt. Durch die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchungen der Einzeltiere und der Bestandsuntersuchungen sowie durch den intensiveren Umgang mit den LKV-Daten erhält der Betrieb einen besseren Überblick über die Eutergesundheit der Kühe. Mastitiden können hierdurch gegebenenfalls früher erkannt und dementsprechend behandelt werden.
Um selektives Trockenstellen erfolgreich im Betrieb zu implementieren, ist jedoch mit einem erhöhten Arbeits- und Kostenaufwand zu rechnen. Nicht bei jeder Kuh kann auf einen antibiotischen Trockensteller verzichtet werden.
Die Untersuchungskosten für die bakteriologische Untersuchung im Labor sind ein zusätzlicher Kostenpunkt. Kosten für die Anwendung eines internen Zitzenversieglers generell oder anstelle eines antibiotischen Trockenstellers sind nicht außer Acht zu lassen.
Möchte ein Betrieb auf das Verfahren Selektives Trockenstellen umstellen, sind in einem ersten Schritt die Herdenvoraussetzungen zu prüfen. Des Weiteren sollte mit dem Hoftierarzt eine mögliche Vorgehensweise besprochen werden. Wichtige Punkte bei der Umsetzung sind die Dokumentation der Trockenstellvorgänge und die anschließende Erfolgskontrolle. Denn nur über eine regelmäßige Erfolgskontrolle kann der Betrieb herausfinden, ob das Verfahren auf seinem Betrieb erfolgreich funktioniert oder, falls nicht, entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Schonendes Veröden der Hornanlagen
Auch wenn die Zahl der natürlich hornlosen Kälber und Kühe stetig wächst (die Prognose liegt bei ca. 11 % natürlich hornloser Kühe der bayerischen Fleckviehrinder im Jahr 2021), wird ein Veröden der Hornanlage bei Kälbern noch länger notwendig sein, um die Tiere in Laufställen mit viel Bewegungsfreiheit halten zu können und dabei die Verletzungsgefahr für Tier und Mensch durch Hornstöße so gering wie möglich zu halten.
Bereits 2014 wurden im Rahmen eines Gruber Infotages die Ergebnisse einer großangelegten Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. (TGD) erfolgte, vorgestellt. An 493 Kälbern wurde untersucht, wie ein schonendes Veröden der Hornanlagen erfolgen kann und für den Landwirt umsetzbar bleibt. Zusätzlich zur Untersuchung der geeigneten Medikation konnten wichtige Erfahrungen zum praktischen Vorgehen (Arbeitsschritte etc.) und den auf dem Markt befindlichen Geräten gemacht werden (weiterführende Informationen unter: www.lfl.bayern.de/enthornen). Als für die Kälber schonendes und für den Landwirt praktikables Verfahren hat sich das Veröden der Hornanlage nach der Gabe eines Beruhigungs- und Schmerzmittels herausgestellt (seit 2015 in Bayern CC-relevant).
Auch wenn in Bezug auf die Medikation nur noch wenige Fragen auftauchen, so stehen die Landwirte in der Praxis oft vor anderen Schwierigkeiten. Zum einen in Bezug auf geeignete Geräte und deren Anwendung sowie die richtige Dokumentation der verwendeten Medikamente und zum anderen auf die Einhaltung der gesetzlichen Fristen. So ist laut Tierschutzgesetz das Enthornen oder Verhindern des Hornwachstums nur bei unter 6 Wochen alten Kälbern erlaubt. Danach bedarf es einer tierärztlichen Indikation und einer Betäubung, die nur vom Tierarzt durchgeführt werden darf. Auf Grund dieser Frist, die sich in den letzten Jahren nicht geändert hat, aber durch die CC-Relevanz nun auch kontrolliert wird, ist das Veröden der Hornanlage der Kälber in den meisten Fällen nur auf dem Geburtsbetrieb und nicht beim Mäster möglich. In der Praxis hat sich die Situation dahingehend verändert, dass ein Großteil der Kälber bereits mit verödeten Hornanlagen vermarktet wird. Der Anteil hat sich in Bayern seit 2015 stetig erhöht und auch andere Bundesländer nehmen seit Anfang 2019 (Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen) nur noch enthornte Kälber an.
Das Gesamtpaket zählt
Im Rahmen der immer wieder aufflammenden Tierwohldebatten wird u.a. auch darüber diskutiert, zusätzlich zur Beruhigungs- und Schmerzmittelgabe auch die lokale Betäubung der Hornanlagen zum Veröden der Hornanlage zu fordern. Dies ist jedoch dem Tierarzt vorbehalten und darf vom Landwirt nicht durchgeführt werden. In unserer Studie hat sich gezeigt, wie wichtig das „Gesamtpaket“ des Verödens für ein tierschonendes Verfahren ist.

So geht es nicht nur um die Medikation, sondern auch um

  • den ruhigen Umgang mit den Tieren durch vertraute Personen
  • ein gutes Zeitmanagement (am besten 2h nach der Morgentränke), um die Kälber nach dem Eingriff noch lang genug über den Tag verteilt beobachten zu können
  • flexibles Reagieren auf nicht planbare Ereignisse (Erkrankungen der Kälber, Unruhe im Kälberstall etc.)
  • die korrekte Anwendung der Enthornungsgeräte
  • eine gezielte Nachsorge nach dem Eingriff (Schutz vor Witterungseinflüssen, Kontrolle der Wundheilung usw.)
  • ein rechtzeitiges Veröden der Hornanlage (in den ersten zwei Lebenswochen) vor allem auch bei Kälbern, die vermarktet werden
Diese Punkte würden deutlich erschwert, sofern das Veröden der Hornanlage nur unter Anwesenheit des Tierarztes erfolgen könnte, was ebenfalls negative Auswirkungen auf das Tierwohl haben kann. Schon jetzt klagen viele Landwirte und Tierarztpraxen, dass selbst dringende Behandlungen nur unter großen Anstrengungen zu schaffen sind. Das Enthornen muss dann häufig erfolgen, wenn „Zeit dafür“ ist, was für alle Beteiligten keine zufriedenstellende Lösung ist.
Der Schwerpunkt des heutigen Workshops liegt dementsprechend auf der praktischen Umsetzung des Verfahrens sowie der Handhabung unterschiedlicher Geräte und deren Vor- und Nachteile.
Kälberfütterung und Ad libitum Tränke
Biestmilch
Um Kälber gesund aufzuziehen und ihnen einen bestmöglichen Start ins Leben zu geben ist eine frühzeitige und ausreichend hohe Biestmilchgabe von entscheidender Bedeutung. Daher muss das Kalb vom ERSTgemelk innerhalb der ersten ZWEI Stunden mit mindestens DREI Liter Biestmilch von guter Qualität versorgt werden.
Die ersten 4 Lebenswochen
Die Verdauungsenzyme des Kalbes sind in den ersten Lebenswochen auf die Verdauung von Milch spezialisiert. Erst ab der vierten Lebenswoche steigt langsam die Fähigkeit, Stärke und pflanzliches Eiweiß zu verdauen. Dementsprechend ist Milch für die Ernährung eines Kalbes in den ersten vier Lebenswochen die absolute Lebensgrundlage. In dieser Zeit findet auch die so genannte metabolische Programmierung statt, d.h. Stoffwechsel und Drüsen profitieren ein Leben lang von einer guten Nährstoffversorgung in diesen ersten 4 Wochen. Dies kann z.B. zu einer höheren Milchleistung und besseren späteren Entwicklung führen.
Ad-libitum-Tränke
Um das Wachstumspotential voll auszuschöpfen, ist gerade in den ersten 4 Wochen die Ad-libitum-Tränke sinnvoll. Dies bedeutet, dass dem Kalb von Anfang an Milch zur freien Aufnahme angeboten wird. Der Eimer darf niemals leer werden, da die Tränke ansonsten zu hastig aufgenommen wird und es dadurch zu Verdauungsstörungen kommen kann. In der 4. und 5. Woche wird die Tränke auf 6 Liter pro Tag begrenzt. Von der 6. bis zur 10. Woche wird Schritt für Schritt abgetränkt. Zudem wird die Milch z.B. durch Säurezusatz angesäuert und ist dadurch länger haltbar.
Die erste Biestmilchgabe wird nicht angesäuert. Die nicht getrunkene Biestmilch wird zur langsamen Gewöhnung mit halbierter Säuremenge auf einen pH-Wert von ca. 6,0 angesäuert und der Eimer beim Kalb hängen gelassen. Dadurch braucht jedes Kalb seinen eigenen Eimer mit Deckel. Ab der nächsten Stallzeit wird die Restmilch ausgeleert, der Eimer mit heißem Wasser ausgespült und frische angesäuerte Milch (pH 5,5) eingefüllt. Die Milch wird z.B. direkt von der Milchpumpe (25 - 30°C) genommen und das säuernde Produkt langsam unter ständigem Rühren nach Herstellerangabe zudosiert. Vorsicht beim Umgang mit Säuren: Sie sind stark ätzend! Je nach betrieblicher Situation können Fertigpräparate sinnvoll sein, da sie sicherer im täglichen Umgang und leichter zu dosieren sind.
Versuchsergebnisse Ad-libitum-Tränke
In verschiedenen Versuchen, z.B. in Neumühle (Rheinland-Pfalz) und Grub, konnte nachgewiesen werden, dass bei der Ad-libitum-Tränke durch die höhere Milchaufnahme bessere Zunahmen erzielt werden und ein besserer Gesundheitsstatus erreicht wird. Das Trinkverhalten kommt der natürlichen Milchaufnahme in muttergebundener Aufzucht näher. Zudem ist durch die Ansäuerung die Milch länger haltbar und das Tränken benötigt weniger Arbeitszeit.
Beachten bei Vollmilch und Milchaustauscher
Beim Einsatz von Vollmilch sollte zur Ergänzung von Spurenelementen und Vitaminen ein Vollmilchergänzer verwendet werden. Milchaustauscher sollten in den ersten 4 Lebenswochen keine pflanzlichen Proteine enthalten. Sofern danach solche MAT gefüttert werden, muss die Umstellung entsprechend langsam und sorgfältig durchgeführt werden. Orientierungswerte für Inhaltsstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in Milchaustauschern finden sich im Vortrag des Workshops. Beim testweise Anrühren ist das Absetzen einzelner Schichten interessant. Es sollte weder eine Fettschicht oben schwimmen, noch sollte sich ein zu starker Bodensatz bilden. Auch die angegebene Anrührtemperatur gibt Auskunft über Qualität der Komponenten.
Festfutter:
Für die Entwicklung des Pansens ist sowohl Kraftfutter als auch Grobfutter (z.B. Heu) wichtig: Grobfutter fördert durch den mechanischen Reiz das Größenwachstum des Pansens, der bei Geburt nur ein Volumen von ca. 0,5 Litern hat. Die Stärke im Kraftfutter fördert in Ergänzung dazu das Wachstum der Pansenzotten. Frühestens ab der 2. Woche, spätestens aber ab der 3. Lebenswoche sollte den Kälbern daher Kraftfutter angeboten werden. Verschiedene Komponenten sind für Kälber unterschiedlich gut geeignet. Daher sind in der Tabelle im Vortrag maximale Anteile im Kälberkraftfutter genannt. Orientierungswerte für Inhaltsstoffe, Mineralstoffe und Vitamine im Kälberkraftfutter sind im Vortag ebenfalls aufgeführt. 
Klauengesundheit und Lahmheitserkennung
Trotz der züchterischen und technologischen Fortschritte bleibt Lahmheit eine der wichtigsten haltungsbedingten Krankheiten in der Milchviehwirtschaft. Lahmheit ist ein sowohl wirtschaftliches als auch tierschutzrechtliches Thema. Die Kosten für eine Lahmheit können sich auf bis zu 850 € pro Fall belaufen (Mülling und Hagen, 2012) und bei einer durchschnittlichen Lahmheitsprävalenz von 45 % pro Betrieb in Deutschland (Winkler und Brill, 2004) sind die finanziellen Einbußen für Landwirte nicht unerheblich. Da Lahmheit in den meisten Fällen ein Symptom für Schmerz ist, stellt diese eine erhebliche Beeinträchtigung des Tierwohls dar.
Ursachen und Maßnahmen
Ein Grund für die hohe Lahmheitsprävalenz ist die Schwierigkeit, lahme Tiere zu erkennen. Rinder sind Beutetiere und verstecken ihre Schmerzen so lange wie möglich, um vor Beutegreifern keine Schwäche zu zeigen. Außerdem erkennen Landwirte laut Studien nur ein Viertel der lahmen Tiere auf dem eigenen Betrieb und nennen Zeitmangel als den Hauptgrund für die späte Behandlung von Tieren mit Klauenerkrankungen. Die Optimierung von Haltungs- und Managementfaktoren, die einen Einfluss auf die Klauengesundheit haben, ist für die Lahmheitsprävention unentbehrlich. Eine wiederkäuergerechte, strukturreiche Ration, weiche, trockene Liegeflächen sowie saubere Böden begünstigen gesundes, hartes Klauenhorn. Kot und Urin auf den Laufflächen greifen die Hornstruktur der Klaue an und machen diese anfälliger für infektiöse Klauenkrankheiten wie die Mortellaro’sche Krankheit und Klauenfäule. Durch Überbelegung des Stalles oder durch unpassende Liegeflächen bedingte lange Stehzeiten verursachen Belastungsschäden wie Sohlenblutungen und Sohlengeschwüre an der Klaue. Eine fachgerecht ausgeführte Klauenpflege sollte mindestens zweimal im Jahr erfolgen. Außerdem sollte eine funktionelle Klauenpflege vor der Trockenstehphase durchgeführt werden, um das Tier durch den für Klauenerkrankungen sehr anfälligen Zeitraum um die Kalbung zu begleiten.
Lahmheiten entwickeln sich schnell
Es empfiehlt sich, regelmäßig und systematisch die Klauengesundheit der Herde zu überprüfen und zu dokumentieren. In einer an der Landesanstalt für Landwirtschaft durchgeführten Studie wurde gezeigt, dass Lahmheitsfälle durchschnittlich nur 9 bis 10 Tage brauchen, um sich zu entwickeln. Um Klauenerkrankungen in einem noch frühen Stadium behandeln zu können, sollte alle 14 Tage ein „Klauentag“ eingeführt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, effektiv und mit verhältnismäßig wenig Zeitaufwand eine Lahmheitsbeurteilung durchzuführen. Um die Tiere einzeln in der Bewegung beurteilen zu können, können diese beispielsweise nach dem Melken auf dem Weg zurück in den Laufstall bonitiert werden. Klauenkrankheiten, die am Kronsaum und am Ballen sichtbar sind, wie z.B. die Mortellaro’sche Krankheit, lassen sich täglich vom Melkstand dokumentieren um ein frühes Eingreifen zu ermöglichen. Eine Beurteilung der Rückenlinie und der Haltung der Tiere ist auch vom Futtertisch oder vom Futtergang möglich. Wenn alle Tiere am Fressgitter fixiert werden, ist eine Lahmheitsbeurteilung mit einer Zeit von ca. 2 bis 5 Sekunden pro Tier durchführbar. Dies entspricht bei einer Herde mit 60 laktierenden Kühen maximal 10 Minuten.
Die regelmäßige Lahmheitsbeurteilung und Dokumentation von lahmen Tieren ist für die Prävention von Klauenerkrankungen und für die Analyse von eventuellen Haltungs- oder Managementproblemen unverzichtbar.
Bauliche Maßnahmen zur Reduzierung von Hitzestress in Milchviehställen
Auf Grund der globalen Klimaerwärmung und der höheren Stoffwechselleistung von Milchkühen muss immer häufiger mit dem Auftreten von kritischen Temperaturen in Rinderställen gerechnet werden. Diese Belastungssituation für das Tier wird als Hitzestress bezeichnet. Ab welchem Zeitpunkt eine Hitzestresssituation entsteht, ist neben tierbezogenen Faktoren wie Milchleistung, Alter, Trächtigkeitsstadium auch von Faktoren abhängig, auf die die bauliche Hülle einen großen Einfluss hat. Zu diesen gehören die Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, die Luftgeschwindigkeit, die direkte Einstrahlung durch die Sonne, aber auch die indirekte Einstrahlung über erwärmte Bauteile wie Dachflächen.
Die Simulation am PC
Mit Hilfe eines hygrothermischen Simulationsprogramms wurden verschiedene digitale Gebäudemodelle mit unterschiedlichen baukonstruktiven Eigenschaften untersucht. Berechnet wurden Stundenwerte für Lufttemperatur, -feuchtigkeit und die Temperatur der inneren Bauteilflächen. Ausgehend von diesen Werten konnte als Indikator für das Tierwohl im Gebäude der THI Wert berechnet werden, wobei anstelle der Lufttemperatur die operative Temperatur verwendet wurde. Die operative Temperatur berücksichtigt zu gleichen Teilen die Lufttemperatur und die mittlere Temperatur der inneren Bauteilflächen. Somit geht in den berechneten THI Wert neben der Lufttemperatur und -feuchtigkeit auch die Strahlungswärme umhüllender Bauteile wie Dachflächen ein.
Einflussgrößen
Die von uns durchgeführten Simulationen zeigen, dass eine Vielzahl von Faktoren unterschiedlichen Einfluss auf das Stallklima eines Milchviehstalls haben.
Ein Dachaufbau mit niedriger Strahlungsabsorption und hohem Puffervermögen, ausreichender Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung durch wirkungsvolle Verschattung des Stallinneren und großzügige Fassadenöffnungen für einen hohen Luftwechsel sind die wichtigsten Merkmale um den Hitzestress im Milchviehstall zu minimieren. Auch die Gebäudetypologie hat einen Einfluss auf den Hitzestress im Gebäude, weil bei einem langen und schmalen Baukörper eine größere Fassadenfläche zur Verfügung steht, die bei entsprechender Fassadenausbildung einen höheren Luftwechsel möglich macht. Hingegen bringt ein größeres Gebäudeluftvolumen durch steilere Dächer bei gleichem Luftwechsel auf Grund der geringen Wärmekapazität von Luft keine Verbesserung hinsichtlich der Vermeidung von Hitzestress. Die Orientierung des Baukörpers quer zur Hauptwindrichtung kann den Luftwechsel begünstigt. Es sollte dabei allerdings sorgfältig geprüft werden, ob an heißen Tagen und bei hohen Außentemperaturen überhaupt relevante Luftbewegungen genutzt werden können. Unter bayerischen Klimaverhältnissen, besonders im Alpenvorland, ist die Temperaturregulierung über natürliche Luftbewegung im Stall wenig erfolgversprechend, weil heiße Sommertage hier oft weitgehend windstill verlaufen.
Darüber hinaus zeigen die Simulationen auch, dass passive Kühlmaßnahmen, wie das Bewässern von Gründächern, und ein Lüftungsmanagement bei Stallgebäuden mit höherer Puffermasse vielversprechende Maßnahmen sind, um den Hitzestress in Stallgebäuden weiter deutlich zu reduzieren.
Die Planung von Stallanlagen wird auf Grund der zunehmenden Hitzestressproblematik anspruchsvoller. Dies liegt zum einen daran, dass lokalklimatische Faktoren stärker berücksichtigt werden müssen, zum anderen an den wechselseitigen Abhängigkeiten von baulicher Hülle und installierter Technik. Als Entscheidungsgrundlage werden dabei neben den Baukosten auch die Betriebs- und Wartungskosten der Technik und die Umweltwirkung, besonders bei Gründächern, eine zunehmende Rolle spielen.
Technische Maßnahmen zur Reduzierung von Hitzestress
Planung wird anspruchsvoller
Jeden Sommer zeigt sich aufs Neue, wie sich Hitze auf verschiedene Leistungsparameter, aber auch auf die Tiergesundheit von Milchkühen auswirkt. Neben dem Rückgang der Futteraufnahme und der Liegezeiten sind erste Auswirkungen auf die Tiergesundheit bereits kurz nach Beginn einer Hitzeperiode feststellbar. Andere äußern sich erst Monate später. Die Krankheitssymptome sind dabei vielschichtig. Neben Ketosen, Pansenazidosen und Fruchtbarkeitsstörungen lassen sich auch Klauenprobleme auf die Hitzeeinwirkung zurückführen. Allgemein entsteht bei den Tieren ein zunehmendes Unbehagen, was sich zusammen mit den anderen Krankheitsbildern schlussendlich auf die Milchleistung und Milchinhaltsstoffe auswirkt. Des Weiteren wird in der Literatur beschrieben, dass die Milchleistung einer hitzegestressten Kuh in der Folgelaktation geringer ausfällt.
Ventilatoren optimal einsetzen
Ventilatoren können eingesetzt werden, um die Tiere aktiv zu kühlen. Durch Luftbewegung auf den Tieren wird die Wärmeabgabe der Tiere unterstützt, wodurch sich die gefühlte Temperatur verringert. Dabei ist zu beachten, dass auf dem Tier eine Luftgeschwindigkeit von mindestens 2 m/s erreicht werden muss, um überhaupt einen Abkühlungseffekt zu erhalten. Um einen bestmöglichen Abkühlungseffekt zu erzielen, werden die Ventilatoren in Abhängigkeit des spezifischen Leistungsspektrums des jeweiligen Ventilators in Giebelrichtung über den Liegeboxenreihen in einem Abstand von ca. 12 m eingebaut. Sie werden dabei mit einem Winkel von 15 – 25 ° nach vorne geneigt, um die nötige Luftgeschwindigkeit in den Tierbereich zu leiten. Wenn eine Ausrichtung der Ventilatoren in Giebelrichtung nicht möglich ist, können sie auch in Querausrichtung eingebaut werden. Dies zieht aber einige Nachteile mit sich. In den meisten Fällen wird die Liegeboxenreihe an der Außenwand nicht ventiliert. Des Weiteren werden die Laufgänge verstärkt bewirkt, was dazu führt, dass sich die Tiere hier verstärkt im Stehen aufhalten. Zusätzlich wird die Lauffläche verstärkt abgetrocknet, was die Reinigung erschwert.
Von Vertikalventilatoren, die die Luft senkrecht nach unten drücken, muss abgeraten werden, da die benötigte Mindestluftgeschwindigkeit zum Kühlen der Tiere nur durch eine hohe Stückzahl flächig im Stall erreicht werden kann.
Bei der Auswahl des Ventilators sollten neben den Anschaffungskosten, dem tatsächlichen Stromverbrauch und der erreichbaren Luftgeschwindigkeit auch die Lautstärkeentwicklung berücksichtigt werden.
Nicht nur neu gebaute Ställe können mit Ventilationsanlagen zur Kühlung ausgestattet werden. Auch ältere Ställe können durch den gezielten Einsatz von Ventilatoren deutlich aufgewertet und dadurch den Ansprüchen der Tiere gerechter werden.
Betriebliche Eigenkontrolle der Tiergerechtheit in der Rinderhaltung
Gemäß § 11 Abs. 8 Tierschutzgesetz (TierSchG) müssen Landwirte - um sicherzustellen, dass die Anforderungen des Tierschutzgesetzes umgesetzt werden – das Tierwohl in ihren Betrieben erfassen und bewerten.
§ 11 (8) Tierschutzgesetz
„Wer Nutztiere zu Erwerbszwecken hält, hat durch betriebliche Eigenkontrollen sicherzustellen, dass die Anforderungen des § 2 eingehalten werden. Insbesondere hat er zum Zwecke seiner Beurteilung, dass die Anforderungen des § 2 erfüllt sind, geeignete tierbezogene Merkmale (Tierschutzindikatoren) zu erheben und zu bewerten."
Mit dieser Regelung wird explizit die Eigenverantwortung des Tierhalters für das Wohlbefinden der Tiere herausgestellt. Über die Eigenkontrolle muss der Landwirt die aktuelle Tierwohlsituation der Herde überprüfen. Hierdurch soll die Einhaltung der Vorgaben in §2 TierSchG sichergestellt werden. Zweck der Eigenkontrollsysteme ist neben dem o.g. Einhalten der tierschutzrechtlichen Anforderungen, dass sich jeder Tierhalter mit den Gegebenheiten, Besonderheiten und ggf. Problematiken in seinem Betrieb auseinandersetzt und sich deren bewusst ist. In jedem Betrieb kann im Alltag eine gewisse Betriebsblindheit entstehen, der durch einen objektiveren Blick auf die Situation entgegengewirkt werden kann.

Ziele der betrieblichen Eigenkontrolle sind:

  • Einhaltung der Anforderungen des § 2 TierSchG
  • Einschätzung des Wohlbefindens der Tiere anhand geeigneter tierbezogener Indikatoren
  • Sensibilisierung bzw. Betonung der Eigenverantwortung der Nutztierhalter für das Wohlbefinden der Tiere
  • Die betriebliche Eigenkontrolle ergänzt die täglichen Routinekontrollen nach § 4 TierschNutztV im Stall, sie kann diese aber nicht ersetzen
Für die betriebliche Eigenkontrolle schreibt der Gesetzgeber insbesondere die Verwendung von tierbezogenen Indikatoren vor. Tierbezogene Indikatoren ermöglichen über Erfassung der Gesundheit und Beobachtung des Verhaltens der Tiere einen direkten Rückschluss auf die Auswirkung von Haltung und Management.
Tierbezogene Indikatoren bei Rindern sind beispielsweise Körperkondition, Verschmutzung, haltungsbedingte Verletzungen, Klauengesundheit, Lahmheit, aber auch tierbezogene Daten aus Systemen wie der Milchleistungsprüfung, der HI-Tierdatenbank oder Schlachthofbefunden.

Systeme zur Durchführung der betrieblichen Eigenkontrolle:

  • App Q-Wohl BW für Milchkühe
  • KTBL-Tierschutzindikatoren-Leitfaden für die Praxis – Rind
  • Ab Mitte 2020: App Tierwohl-Check
Die Initiative Q-Wohl BW wurde 2016 von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) und dem Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) und der Landesbeauftragten für Tierschutz gegründet. Dahinter steht ein Kriterienkatalog für die Bereiche Haltung und Management sowie tierbezogener Indikatoren mit Richt- und Alarmwerten. Die kostenlose App bietet neben der Eigenkontrolle auch eine Managementhilfe zur Verbesserung des Tierwohls sowohl in Neu- als auch in Bestandsbauten an.
Der KTBL-Tierschutzindikatoren-Leitfaden für die Praxis – Rind für Milchkühe, Mastrinder und Aufzuchtkälber wurde 2016 vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau und anderen Experten in Zusammenarbeit mit dem KTBL herausgegeben. Tierhalter können sich mithilfe der beschriebenen Indikatoren regelmäßig einen systematischen Überblick über die Tierwohlsituation in ihrem Betrieb verschaffen. Der Leitfaden bezieht sich auf die Haltungssysteme Laufstall- und Anbindehaltung beim Milchvieh sowie Ein- und Zweiflächenbuchten in der Rindermast. Tierhalter können die Indikatoren selbst erheben, eine Schulung ist allerdings empfehlenswert. Der stalltaugliche Leitfaden kann kostenpflichtig beim KTBL erworben werden. Über die Website:
https://www.ktbl.de/fileadmin/user_upload/Allgemeines/Download/Tierwohl/Leitfaden_Indikatoren_Milchkuh.pdf können die Steckbriefe auch kostenlos im pdf-Format heruntergeladen werden. Zur Erhebung der Indikatoren steht eine kostenlose Excel-Tabelle zur Verfügung, die der Tierhalter nach Anpassung der Tierzahl an seinen Betrieb entweder direkt mit einem Tablet oder ausgedruckt im Stall verwenden kann:
www.ktbl.de/webanwendungen/indikatorenerhebung-tierschutz/.
Mitte 2020 wird das Thünen-Institut für ökologischen Landbau in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern aus Schleswig-Holstein die kostenlose App Tierwohl-Check herausgeben, die Indikatoren aus dem KTBL-Leitfaden für Tierschutzindikatoren beinhaltet und Daten aus HI-Tier und der Milchleistungsprüfung zusammenführt: www.tierwohl-check-sh.de.

Die Erhebung tierbezogener Indikatoren sollte als Chance wahrgenommen werden:

  • Anregung für einzelbetriebliches Herdenmanagement
  • Grundlage für betriebsindividuelle Optimierungsmaßnahmen, die auch die Wirtschaft-lichkeit verbessern können
  • Vergleich der eigenen Entwicklung über die Zeit und/oder mit Berufskollegen
  • Sicherung und ggf. Verbesserung der Tiergerechtheit in der Nutztierhaltung
  • Erhöhte gesellschaftliche Akzeptanz
Nach derzeitigem Gesetzesstand reicht es aus, wenn Tierhalter für ihren Betrieb passende tierbezogene Indikatoren auswählen und anwenden.

Workshops

Cow Signals

Menschen in Schutzanzügen stehen im Kreis
Dieser Workshop gab den Teilnehmern eine Einführung in das System der CowSignals®. Sie konnten sich darin üben, das Herdenverhalten sowie die Körpersprache der einzelnen Kühe zu verstehen und durch bewusstes Beobachten der Kühe frühzeitig erste Anzeichen von Krankheiten zu erkennen und gegenzusteuern.

Selektives Trockenstellen in der Praxis

Frau mit Testschalen
Im Melkstand wurden praktische Fähigkeiten rund ums Selektive Trockenstellen geübt. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, verschiedene Schalmtestflüssigkeiten und -testschalen auszuprobiern und über die Ergebnisse des Schalmtests zu diskutieren . Außerdem lernten und übten Sie die Entnahme von Viertelanfangsgemelksproben unter aseptischen Bedingungen.

Schonendes Veröden der Hornanlagen

Menschen sehen Mann beim Enthornen eines Kalbes zu
Im Workshop „Schonendes Veröden der Hornanlagen beim Kalb“ wurde im Kälberstall des Versuchsbetriebs Grub das Veröden der Hornanlagen an vier Kälbern demonstriert. Hierbei wurde die Anwendung der Medikamente und verschiedener Enthornungsgeräte besprochen. Bei den Kälbern kam der Heißluftföhn zum Einsatz, der in der Anwendung von anderen Enthornungsgeräten abweicht, aber sehr gute Ergebnisse erzielt. Zusätzlich hatten die Teilnehmer die Möglichkeit weitere Enthornungsgeräte an Holzbrettern zu testen.

Überprüfung der Qualität von Milchaustauschern und Ergänzungsfuttermitteln bei Kälbern

Schalen mit Futterproben
Im Workshop „Überprüfung der Qualität von Milchaustauschern und Ergänzungsfuttermitteln für Kälber“ hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre eigenen Milchaustauscher bzw. Ergänzungsfuttermittel mitzubringen und zu überprüfen.

Klauengesundheit und Lahmheitserkennung

Frau mit Kuh im Klauenstand
Im Workshop zum Thema Lahmheitserkennung und Klauenkrankheiten wurde im Selektionsbereich des AMS Milchviehstalls anhand von neun Kühen eine Gangbeurteilung durchgeführt. Die Teilnehmer konnten die Tiere auf einer Skala von 1 bis 3 (1 – gesund, 3 – lahm) bonitieren und die Ergebnisse wurden mit den anderen Workshopteilnehmern diskutiert. Anschließend wurde ein lahmes Tier in den Klauenpflegestand getrieben und die Hinterklauen untersucht. Nach der Demonstration der fünf Schritte der funktionellen Klauenpflege wurden Verbände angelegt und Klötze geklebt um die diagnostizierten Klauenkrankheiten zu behandeln.

Bauliche Maßnahmen zur Reduzierung von Hitzestress in Milchviehställen

Mann an Rednerpult
Im Workshop zum Thema "Bauliche Maßnahmen zur Vermeidung von Hitzestress" hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich zu einzelnen Aspekten des Themas weitergehend zu informieren. Dazu gehörte der Aufbau von Gründächern, die Planung von Verschattungseinrichtungen und der Vergleich von passiven und aktiven Maßnehmen zur Hitzestressvermeidung.

Technische Maßnahmen zur Reduzierung von Hitzestress

Menschen stehen vor großem Ventilator
Im Workshop zu "technischen Möglichkeiten zur Reduzierung von Hitzestress" bekamen die Teilnehmer am Gruber Messstand die Wirkungsweise von Ventilatoren zu spüren und konnten sich tiefer mit dem praktischen Einbau in Milchviehställe beschäftigen.

Betriebliche Eigenkontrolle der Tiergerechtheit in der Rinderhaltung

Menschen in blauen Schutzanzügen
Im Workshop "Betriebliche Eigenkontrolle der Tiergerechtheit in der Rinderhaltung" konnten die Teilnehmer mit ihren eigenen Smartphones, mithilfe der App Q-Wohl BW, sechs Milchkühe beurteilen. Auch der Tierschutzindikatoren Leitfaden für die Praxis - Rind (KTBL) wurde auszugsweise auf dem Papier angewendet.

Bilder von den Info-Tagen

Menschen sitzen an Tischen in Saal

Teilnehmer der Info-Tage

Menschen sitzen an Tischen in Saal

Teilnehmer der Info-Tage

Menschen sitzen an Tischen in Saal

Teilnehmer der Info-Tage

Menschen stehen vor Plakat

Referenten der Info-Tage

Frau steht neben Rednerpult

Referentin Dr. Isabella Lorenzini

Frau mit Presenter in der Hand

Referentin Jennifer Brandl

Frau mit Presenter in der Hand

Referentin Ulrike Bauer

Mann und Frau an Rednerpult

Referentin Melanie Jakob und Dr. Jan Harms

Frau an Rednerpult

Referentin Martina Leißner

Mann in orangem Pulli

Referent Johannes Zahner

Frau an Rednerpult

Referentin Sophia Sauter

Mann mit ausgebreiteten Armen

Referent Peter Stötzel