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Weißklee – Trifolium repens L. (engl.: white clover)

Die Futterleguminose Weißklee findet in zahlreichen Grünland- und Feldfutterbaumischungen Verwendung. Da Weißklee häufigem Tritt und Verbiss standhält, ist er als einzige Futterleguminose auch für intensive Weiden geeignet.
Weißklee
Wachstumsbedingungen / Eigenschaften
Verbreitung
Der ausdauernde Klee ist in Europa von der Ebene bis ins Gebirge heimisch. Als Kulturpflanze wird er im gemäßigten und mediterranen Klima der ganzen Welt angebaut. Von den anderen Futterleguminosen unterscheidet er sich durch seine an den Knoten bewurzelten, fest dem Boden anliegenden Kriechtriebe, die mit langgestielten Blättern besetzt sind, aus deren Achseln noch länger gestielte, weiße Blütenköpfchen entspringen.

Formen und Nutzung
Er gedeiht am besten auf schwerem, feuchtem Boden bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Die Winterhärte ist ausreichend. Weißklee ist die einzige Futterleguminose, die intensiver Beweidung auf Dauer standhält; die durch ständigen Biß und Tritt kurzgehaltene Grasnarbe ist geradezu Voraussetzung für sein gutes Gedeihen. Weißklee kommt in zahlreichen Formen vor, über deren Benennung und Abgrenzung man sich nicht einig ist. Gewöhnlich unterscheidet man sie nach der Größe der Blätter. Eine Form ist kleinblättrig ertragsarm. Die meisten Sorten gehören der mittelgroßblättrigen Form an. Die großblättrige var. giganteum wurde zuerst im 19. Jahrhundert in der Po-Ebene kultiviert und gelangte von dort als „Ladinoklee“ nach Kalifornien. Der typische Ladinoklee ist sehr anspruchsvoll an Wärme und Wasserversorgung, anfällig für Krankheiten und wenig winterhart.
Klima- und Bodenansprüche
Der Weißklee bringt im maritimen Klima die höchsten Erträge. Er ist weniger dürre- und kälteempfindlich als der Rotklee. Die Keimtemperatur liegt bei 3°C. Kahlfröste können dem Weißklee schaden.
Die Ansprüche an die Bodengüte sind geringer als bei Rotklee. Die Anpassungsfähigkeit des Weißklees ist demzufolge größer. Humus und nährstoffarme sowie saure Böden sind jedoch für den Anbau nicht geeignet. Trockene und unter stauender Nässe leidende Böden scheiden ebenfalls für den Anbau aus.
Stellung in der Fruchtfolge
Der Weißklee zeigt im Ablauf der Fruchtfolge zu sich selbst und anderen Leguminosen eine größere Verträglichkeit als der Rotklee. Durch die Aufnahme von Weißklee in das Kleegrasgemisch kann eine nur 5jährige Anbaupause verantwortet werden. Ob ein reiner Weißkleeanbau für Gründüngungszwecke bei 5 bis 6jährigem Kleegrasgemengeanbau zusätzlich in die Fruchtfolge aufgenommen werden kann, ist umstritten. Die Vorfruchtwirkung des Weißklees ist gut.

Weißklee findet in folgenden Bayerischen Qualitätssaatgutmischungen Verwendung:

Grünlandmischungen
KurzbezeichnungEinsatzschwerpunkt
BQSM - D 2Mischung für mittlere bis schwere Böden, niederschlagsreiche Gebiete, auch Moorböden (vorwiegend Südbayern)
BQSM - D 2aMischung für mittlere bis schwere Böden, niederschlagsreiche Gebiete, auch Moorböden (vorwiegend Südbayern) mit Wiesenfuchsschwanz
BQSM - D 1Mischung für trockene, flachgründige Böden und Mittelgebirgslagen
BQSM - W 2Weidemischung für wenig intensive Nutzung (2 -3 mal), auch für Mittelgebirgslagen
BQSM - D 2-NNachsaatmischung für mittlere bis schwere Böden, niederschlagsreiche Gebiete, auch Moorböden (vorwiegend Südbayern) Regeneration lückiger Bestände
BQSM - D 1-NNachsaatmischung für trockene, flachgründige Böden und Mittelgebirgslagen vorwiegend Nordbayern) Regeneration lückiger Bestände
BQSM - W 1aWeidemischung für intensive Nutzung (für 4 und mehr Nutzungen) - für weidelgrassichere Lagen
BQSM - W 1bWiesen- und Weidemischung für intensive Nutzung (für 4 und mehr) - für weidelgrasunsichere Lagen
BQSM - W 1cWiesen- und Weidemischung für intensive Nutzung (4 und mehr) - für weidelgrassichere Lagen (ohne Knaulgras)
BQSM - W-NNachsaatmischungen für Weiden
Feldfutterbaumischungen
KurzbezeichnungEinsatzschwerpunkt
BQSM - FM 3Mehrjähriges Kleegras für trockene Standorte
BQSM - FM 5Jurakleegras
BQSM - FM 4Mehrjähriges Kleegras für mittlere, frische Standorte
BQSM - FM 3-KMehrjähriges Kleegras für niederschlagsärmere Standorte
BQSM - FM 4-KMehrjähriges Kleegras für niederschlagsreiche Standorte
BQSM - W-N "E"Mehrjähriges Weißkleegras auch als Biogassubstrat geeignet