Erfolgreicher Projektstart für das "Demonet-KleeLuzPlus" an der LfL in Grub

Logo des Demonstrationsnetzwerkes "Kleinkörnige Leguminosen"
Das Demonstrationsnetzwerk, „Demonet-KleeLuzPlus“, verfolgt im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie des BMEL das Ziel, durch ein bundesweites Netzwerk von Praxisbetrieben den Anbau und die Verwertung von kleinkörnigen Leguminosen zu optimieren und auszuweiten.
Am 28. bis 30. Oktober 2019 trafen sich die am Netzwerk Beteiligten an der LfL in Grub. In einem Verbund von fünf staatlichen Institutionen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts sowie drei Verbänden übernimmt hierbei die LfL die Federführung und Gesamtkoordination des Netzwerkes.
So führte die Gesamtkoordinatorin Frau Daniela Grill die aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Kolleginnen und Kollegen durch ein straffes Programm. Dieses reichte vom Austausch über den aktuellen Stand und die Erfahrungen der einzelnen Netzwerkpartner bis hin zu praktischen Schulungen, Probenahme am Silostock und die Bewertung der Silagequalität.
Die Beteiligten des Netzwerkes wussten die Anwesenheit der Projektbetreuerin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vor Ort sehr zu schätzen. Dadurch konnten letzte praktische Feinabstimmungen mit dem Träger des millionenschweren Vorhabens erfolgen, das den Anbau von Klee, Luzerne und ihrer Gemenge mit seinen vielen positiven pflanzenbaulichen Aspekten stärker ins Bewusstsein von Praxis und Gesellschaft rücken und damit auch wieder in die oft engen Fruchtfolgen bringen soll.

Anbau kleinkörniger Leguminosen in Deutschland

Hierbei ist die Anbausituation im Bundesgebiet sehr unterschiedlich. So liegt der Anbauschwerpunkt der kleinkörnigen Leguminosen mit circa zwei Dritteln an der Gesamtanbaufläche in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg. Hierbei hat Bayern mit einem Drittel den höchsten Anteil. Traditionell folgt der Anbau einem Nord-Süd-Gradienten von maritimem Klima zu stärker kontinental beeinflussten Regionen.
Hierauf gehen die sogenannten Aktionszentren des Netzwerkes in den sieben Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein in den an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse der Praxis ausgerichteten Konzepten ein. Die Aktionszentren sollen über die langjährig etablierte Zusammenarbeit regionaler Länderverbünde auch die übrigen Bundesländer mit einbeziehen.

Demonstrationsbetriebe

Herz des Netzwerkes und wichtigste Partner sind die 60 – 72 Demonstrationsbetriebe im Bundesgebiet. Die Demonstrationsbetriebe stellen nicht nur Praxis- und Demonstrationsflächen zur Verfügung, sie sind auch Botschafter für Neueinsteiger und interessierte Feldfutterbauer. Die Betriebe bieten die Möglichkeit Praxis und Beratung vor Ort zu verwirklichen. Alle Produktionszweige entlang des Feldfutterbaues der kleinkörnigen Leguminosen, angefangen bei der Saatgutproduktion bis hin zum verkaufsfertigen Milch- oder Fleischprodukt, werden veranschaulicht.

Aktionszentrum "Süd-Ost" - Bayern

Im Aktionszentrum „Süd-Ost“, welches durch die LfL Bayern betreut wird, konnten von der Betriebsbetreuerin Frau Maria Johannes zwölf Demonstrationsbetriebe aus allen Regionen Bayerns gewonnen werden. Es wurden Betriebe ausgewählt, die den Anbau, die Aufbereitung und die Verwertung besonders erfolgreich, anschaulich und praxisnah vermitteln können. Der Schwerpunkt der Demonstrationen liegt bei den milchviehhaltenden Betrieben. Aber auch Besonderheiten wie die Saatgutproduktion, die Unterdachtrocknung, das Cobsen von Luzerne und Klee, die Monogasterfütterung aber auch die Produktion von reiner Luzernesilage im Quaderballen werden im Netzwerk aufgegriffen. Alle diese Betriebszweige der Kleinleguminosenproduktion werden bei drei großen Feldtagen und bei den Feldbegehungen auf den Demonstrationsbetrieben hautnah vermittelt.