Forschungs- und Innovationsprojekt
Kreuzungstechnik für Soja und Lupine

Sojabohnen Blüte (geöffnet, rosa)

Das Projekt befasst sich mit der Etablierung der Kreuzungstechnik bei Soja und Lupine und Möglichkeiten, durch Steuerung der Einflussparameter auf die Blütenentwicklung den Kreuzungsansatz zu erhöhen.

Die Sojapflanze (Glycine max) verfügt über sehr kleine Blüten (3-5mm). Die Selbstbefruchtung dieser Blüten erfolgt meist bereits im geschlossenen Zustand (strikter Selbstbefruchter). Dies erschwert die zum Aufbau eines Züchtungsgenpools notwendigen Kreuzungen zwischen verschiedenen Genotypen immens und erfordert einen hohen Anspruch an Kreuzungstechnik. Selbst bei erfahrenem Personal und optimalen Umweltbedingungen ist der Erfolg der Kreuzungsarbeiten keineswegs sicher und es ist unumgänglich, den Kreuzungserfolg genetisch mit Mikrosatellitenmarkern zu überprüfen.

Als fakultativer Fremdbefruchter muss die Kreuzungsroutine bei der Weißen Lupine (Lupinus albus) unter Ausschluss einer unerwünschten Fremdbefruchtung durch Insekten etabliert werden. In diesem Projekt sollen erste Kreuzungs-Erfahrungen gemacht und Routinen entwickelt werden.

Arbeitspakete

  • Anzucht von Kreuzungspflanzen unter unterschiedlichen Bedingungen im Gewächshaus, Phytotron und im Freiland zur Beobachtung des Blütenansatzen, Blütenentwicklung und Blühsynchronisierung
  • Mikroskopische Untersuchungen zur Blütenbiologie
  • Überprüfung verschiedener Methoden zur Übertragung von Pollen und zur Befruchtung
  • Test von Isolierungsmethoden zur Verhinderung von unerwünschter Fremdbefruchtung bei Lupine
Projektinformation
Projektleitung: Dr. Joachim Eder (Arbeitsbereich IPZ 4a: Körner- und Silomais)
Projektbearbeitung: Christoph Holland, Stefanie Gellan
Laufzeit: Januar 2017 bis Dezember 2018
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
FKZ: E/17/03