Forschungs- und Innovationsprojekt
Pilotprojekt Weiterentwicklung Wissenstransfer im Geschäftsbereich Agrar: „Biodiversität“ und „Mit Weide Geld verdienen“ (WiTOP)

Zwei Personen auf der Weide zwischen Kühen
Im Projekt WiTop geht es um die Erhöhung der Effektivität des Wissenstransfers im Agrarbereich am Beispiel der Themen „Mit Weide Geld verdienen“ und „Biodiversität“. Innovative Ansätze zur Nutzung digitaler Systeme sollen erarbeitet, umgesetzt und evaluiert werden.

Ziel

Das zentrale Anliegen des Geschäftsbereichs Agrar ist es, neues Wissen zu den aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft in Bezug auf Weidehaltung und Biodiversität zu erarbeiten und möglichst zeitnah, umfassend und effektiv zur Anwendung zu bringen. Die Umsetzung von Vorschlägen soll im Rahmen eines Pilotprojektes exemplarisch mit dem Schwerpunkt der Nutzung einer digitalen Lernplattform erarbeitet und evaluiert werden. Hierbei handelt es sich um die Themen „Biodiversität“ und „Mit Weide Geld verdienen“, die auch in den Bereichen Stärkung des Tierwohls und Kulturlandschaftsgestaltung angesiedelt sind.
Durch dieses Pilotprojekt sollen die bereits unabhängig voneinander existierenden Einzelerfahrungen im Geschäftsbereich Agrar zur Nutzung von Lernplattformen gebündelt, vertieft und weiterentwickelt werden, um den Wissenstransfer im Ressort zu verbessern und die Methodik zu etablieren. Es soll sich für die Praxis und die Gesellschaft als direkter Vorteil eine Beschleunigung, Verbreiterung und eine höhere Effektivität im Wissenstransfer und der Wissensimplementierung ergeben.
Auf dem Gebiet Biodiversität und Nutzung von Weide ergeben sich unmittelbare Effekte durch die Umsetzung des vorhandenen Wissens. Insgesamt resultiert eine und auch eine bessere Selbstorganisation, die zum Vorteil aller Beteiligten ist. Das Pilotprojekt ist in den Ressortforschungsfeldern „Erhalt und Stärkung der Biodiversität“, „Stärkung des Tierwohls und der Tiergesundheit“ sowie „Innovative Ansätze zur Nutzung von digitalen Systemen und Methoden“ angesiedelt.

Methode

Das Vorhaben steht in engem Zusammenhang mit der Planung, in Ruhstorf a.d.Rott eine Arbeitsgruppe und digitale Plattform für eine neue Form des digitalen Wissenstransfers aufzubauen. Die künftige Palette des Einsatzes von Lernplattformen im Wissenstransfer und deren effiziente Nutzung soll im Rahmen dieses Pilotprojektes entwickelt werden. Das Projekt umfasst die Erstellung verschiedener Formate für die Lernplattform für diverse Zielgruppen, anhand der bereits vorhandenen Erfahrungen im Ressort, wie zum Beispiel der Waldbauernschule, der Internet-Fachschule der LWG oder des TFZ, ergänzt durch weitere zur Verfügung stehende Varianten.
Die Evaluierung der Formate soll zu einer Auswahl, Bündelung und Strukturierung führen, um künftige Abläufe und Zuständigkeiten sowie eine Aufwandsabschätzung für den Dauerbetrieb unter Einbeziehung der am Wissenstransfer beteiligten Einrichtungen ableiten zu können.
Es wird eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die in zwei Untergruppen die beiden fachlichen Themen inhaltlich betreut. Hierbei findet ein Controlling bei der Umsetzung statt. Im Anschluss ist eine Evaluierung vorgesehen. Dies betrifft zum einen den Abgleich der Ziele mit den realisierten Ergebnissen und zum anderen eine Befragung der Zielgruppen und der am Wissenstransfer Beteiligten. Dabei sollen moderne Werkzeuge exemplarisch für den Bereich Lernplattformen, für die es bereits erste Erfahrungen im Geschäftsbereich Agrar gibt, erprobt und evaluiert werden. Dies findet statt um übertragbare und zielgerichtete Lösungsansätze gebündelt im Ressort zur Verfügung zu haben.

Aktivitäten für den Wissenstransfer:

  • Veröffentlichung von projektbezogenen Artikeln in der Fachpresse
  • Verwendung von Online-Medien
  • "Weideschule" in Kringell
  • Erstellung von Leitfäden und Merkblättern
  • Vorstellung der Ergebnisse auf Fachtagungen, Durchführung von Workshops

Ergebnis

Erste Ergebnisse werden im Kalenderjahr 2021 erwartet.
Projektinformation
Projektleitung: Elke Zahner-Meike
Projektbearbeiter: Thomas Laber
Laufzeit: Juli 2020 bis Dezember 2021
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Förderkennzeichen: A/20/01