Lupinen

1. Anbau

Lupinen
Die heute angebauten bitterstoffarmen Sorten werden als „Süßlupinen“ bezeichnet. Es gibt weiß-, gelb- und blaublühende Sorten. Blaublühende Lupinen sind am widerstandfähigsten gegenüber der Anthraknose.
Heutige Süßlupinensorten sind weitgehend frei von Proteaseinhibitoren (Behinderung des Proteinabbaus) und haben im Vergleich zu Sojabohnen einen Fettgehalt von ca. 9 %.

2. Inhaltsstoffe pro kg TM im Vergleich zu Sojaextraktionsschrot (nach ZIFO 2012)

 SüßlupinenSojaextr.-Schrot
(44 % XP)
Trockenmasse [g]880880
Rohasche [g]4167
Rohprotein [g]376500
nXP [g]217291
UDP [%]201)30
Lysin [g]1830
Methionin [g]2,36,8
NEL [MJ]9,28,6
ME [MJ]14,713,8
Stärke und Zucker [g]147178
Rohfett [g]8814
Rohfaser [g]13668
Kalzium [g]2,93,1
Phosphor [g]5,17,0
Natrium [g]0,60,2
Kalium [g]9,522,0
1) Kann durch thermische Behandlung erhöht werden

3. Beachte

  • Lupinen haben von allen heimischen Körner-Leguminosen den höchsten Eiweißgehalt. Der hohe Energiewert von Süßlupinen resultiert aus den hohen Fettgehalten und einem hohen Anteil an leicht verdaulichen Zellwandbestandteilen (Pektine). Diese sind langsam abbaubar, was sich in stärkereichen Rationen positiv auswirkt.
  • Lupinen müssen geschrotet oder zerquetscht gefüttert werden.
  • Lupinen können Sojaextraktionsschrot und Getreide teilweise ersetzen . (1 kg Lupinen entsprechen ca. 0,3 kg Getreide und 0,7 kg Sojaextraktionsschrot).
  • Da Lupinen relativ reich an Lysin, aber arm an Methionin sind, bringt die Ergänzung mit Rapsextraktionsschrot eine deutliche Verbesserung der Eiweißwertigkeit.

4. Einsatzempfehlungen

NutzungsrichtungEinsatzempfehlungerprobte Höchstmenge
Aufzuchtrind, FresserIn Mischung 50/50 mit Rapsextraktionsschrot20 % im Kraftfutter
MilchkuhIn Mischung 50/50 mit Rapsextraktionsschrot4 kg
Mastrinder ab 200 kgIn Mischung 50/50 mit Rapsextraktionsschrot1,5 kg