Forschungs- und Innovationsprojekt
Einfluss des Phosphorgehaltes der Ration auf Futteraufnahme und Leistung in der Rindermast

Fresser auf Stroh liegend
Um den gesetzlichen Vorgaben entsprechen zu können müssen die Phosphorausscheidungen auch in der Rindermast möglichst gering gehalten werden. In zwei Fütterungsversuchen sollen deshalb die Auswirkungen einer unterschiedlichen Phosphorversorgung auf Futteraufnahme und Leistungskriterien in der Fresseraufzucht und Bullenmast überprüft werden.

Zielsetzung

Aufgrund der Novellierung der Düngeverordnung bekommt auch in der Rindermast die Phosphor (P)- Ausscheidung eine zunehmende Bedeutung. Dabei ist davon auszugehen, dass die Versorgungsempfehlungen der GfE (1995) ausreichend sind bzw. zur Ausschöpfung der Zuwachsleistungen entsprechende Sicherheitszuschläge enthalten. Nach Literaturübersichten (NRC, 2000) sind bei wachsenden Rindern erst bei sehr niedrigen täglichen P-Aufnahmen Leistungsbeschränkungen zu erwarten. Aus diesem Grund soll mit entsprechenden Fütterungsversuchen die Auswirkung einer abgestuften P-Versorgung auf Futteraufnahme und Leistung in der Rindermast untersucht werden.

Methode

Im Rahmen des Projektes sind ein Versuch zur P-Versorgung in der Fresseraufzucht und ein Versuch zur P-Versorgung in der Bullenmast im Gewichtsbereich 200 – 750 kg vorgesehen.
  • Der Versuch zur P-Versorgung in der Fresseraufzucht wird mit 74 männlichen Fleckviehkälbern mit einem Anfangsgewicht von ca. 80 kg an der Versuchsstation Karolinenfeld durchgeführt. Während der 5- wöchigen Tränkephase werden die Kälber einheitlich über eine Trocken– TMR auf Basis Heu, Kraftfutter und Melasse versorgt. Nach dem Absetzen werden die Kälber auf 2 Gruppen aufgeteilt. Anschließend erfolgt die Umstellung auf eine maissilagebasierte TMR. Erfasst werden die tägliche Futter- und Nährstoffaufnahme je Fütterungsgruppe und die Gewichtsentwicklung.
    • Für die Fütterungsgruppe 1 sind die P-Gehalte in der Ration an den Empfehlungen orientiert.
    • Für die zweite Fütterungsgruppe wird der P-Gehalt der Ration demgegenüber um ca. 20 % abgesenkt.
  • Der Bullenmastversuch wird mit 36 Fleckvieh- und 36 Braunviehbullen an der Versuchsstation Grub durchgeführt. Die Aufteilung auf 3 Fütterungsgruppen erfolgt nach Rasse, Alter, Lebendmasse und Herkunft (Vater bzw. Fleischwert). Alle Fütterungsgruppen werden über totale Mischrationen auf Basis Maissilage und Kraftfutter versorgt. Im Mastverlauf werden die P-Gehalte und die XP-Gehalte der Rationen abgesenkt (3-phasige Fütterung). Erfasst werden die Futter- und Nährstoffaufnahme über Wiegetröge, die Gewichtsentwicklung und Schlachtleistungskriterien.
    • Fütterungsgruppe 1 erhält eine Ration mit einem an den Empfehlungen ausgerichteten P-Gehalt.
    • In Gruppe 2 wird der P-Gehalt der Ration demgegenüber um etwa 25 % abgesenkt.
    • In der Gruppe 3 wird der P-Gehalt um 25 % erhöht.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Versuche werden nach Auswertung der Daten hier veröffentlicht.
Projektinformation
Projektleitung: Dr. Thomas Ettle
Projektbearbeitung: Anton Obermaier, Peter Edelmann
Kooperation: Bayerische Staatsgüter in Gründung (BaySG i.G.)
Laufzeit: 07/2019 – 03/2021