Pressemitteilung – 30. Juni 2026, Hohenkammer, Landkreis Freising
Öko-Feldtag 2026: Aktuelle Feldversuche und zwei besondere Jubiläen
Rund 130 Fachbesucherinnen und Fachbesucher informierten sich am 26. Juni beim Öko-Feldtag der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) auf dem Gut Eichethof über aktuelle Forschungsergebnisse und Feldversuche im ökologischen Landbau. Die Veranstaltung stand im Zeichen eines Doppeljubiläums: Mit dem diesjährigen Feldtag fand die Veranstaltungsreihe bereits zum 20. Mal statt, zugleich feierten die LfL und der Naturland-Betrieb Gut Eichethof – Schloss Hohenkammer 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit im ökologischen Landbau.
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Die Flächen des Gut Eichethof mit rund 20 verschiedenen Versuchen (Foto: Birgit Gleixner).
Der Betrieb, der sich im Eigentum der Munich Re befindet, bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, innerhalb von fünf Stunden ein breites Spektrum an Feldversuchen zu besichtigen. Dieses reichte von Öko-Landessortenversuchen zu Winterweizen und Sojabohnen bis hin zu Untersuchungen neuer Kulturarten wie Winterlinsen. Darüber hinaus präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der LfL aktuelle Forschungsergebnisse zur Leguminosenmüdigkeit und zur Vorfruchtwirkung von Zwischenfrüchten.
Ergänzt wurde die Hauptveranstaltung durch drei Vorexkursionen am Vormittag: Im Tofulabor der LfL wurde den Interessenten demonstriert, wie aus dem Ausgangsprodukt Sojabohne Tofu entsteht. Parallel dazu bestand die Möglichkeit, den Standort Berglern mit den Öko-Landessortenversuchen zu Hafer, Sommergerste, Sommerweizen und Sommertriticale zu besuchen. Die dritte Exkursion führte zum Standort Kranzberg. Dort wurde ein Versuch vorgestellt, der den Einfluss von Kleegrasumbruch, Pflug- und pflugloser Bewirtschaftung sowie unterschiedlicher Umbruchzeitpunkte auf Ertrag und Qualität von Hafer und Winterweizen unter-sucht.
Der diesjährige Feldtag markiert zwei bedeutende Meilensteine: Seit dem Start der Veranstaltungsreihe im Jahr 2007 wurde der Öko-Feldtag bereits zum 20. Mal durchgeführt. Das Gut Eichethof war dabei zum achten Mal Veranstaltungsort. Die kontinuierlich steigenden Besucherzahlen verdeutlichen die wachsende Bedeutung des ökologischen Landbaus in Bayern.
Zudem konnten die LfL und das Gut Eichethof auf 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken. Ihren Ursprung hat die Partnerschaft im Jahr 1996 mit der damaligen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau (LBP) sowie dem Engagement von Betriebsleiter Helmut Steber. Seit der Gründung der LfL im Jahr 2003 wurde die Kooperation stetig weiterentwickelt und ausgebaut. Heute betreut das Kompetenzzentrum Ökolandbau der LfL am Gut Eichethof rund 20 verschiedene Versuche.
"Wir freuen uns, dass die enge Zusammenarbeit mit dem Gut Eichethof seit drei Jahrzehnten so fruchtbare Ergebnisse liefert und damit die Praxis des Ökolandbaus in Bayern nachhaltig stärkt", erklärte Stephan Sedlmayer, Präsident der LfL und ergänzte: "Unser besonderer Dank gilt Helmut Steber, ohne ihn wäre die Durchführung des Feldversuchswesens und die Entwicklung innovativer Öko‑Landbaulösungen am Standort nicht möglich gewesen." Die LfL dankt Helmut Steber, seinem Team und der Munich Re für die langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft.
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LfL-Präsident Stephan Sedlmayer dankte dem Betriebsleiter des Guts Eichethof, Helmut Steber, für die langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft (Foto: Birgit Gleixner).
Öko-Landessortenversuche in Berglern zu Hafer, Sommergerste, Sommerweizen und Sommertriticale (Foto: Ralf Mack).
Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.

