Schwefeldüngung zu Körnerleguminosen

Aufwuchs mit grünen Pflanzen, teilweise buntblühend
Leguminosen sind der Motor im ökologischen Landbau. Ob auch die Körnerleguminosen Ackerbohne und Erbse eine Schwefeldüngung benötigen, wurde im Rahmen von Feldversuchen untersucht.

Keine Wirkung bei Erbse und Ackerbohne

Balkendiagramm zeigt Wirkung einer Sulfatdüngung bei Ackerbohne und Erbse. Beschreibung im Text.Zoombild vorhanden

Abb 1: Wirkung Sulfatdüngung bei Ackerbohne und Erbse

Im ersten Feldversuch wurde die Wirkung einer Schwefeldüngung bei den Körnerleguminosen Ackerbohne und Erbse auf einem Standort in Niederbayern in den Jahren 2004 und 2005 untersucht. Die Ausbringung von 30 kg S/ha mit einem Sulfatdünger erfolgte drei bis vier Wochen nach der Saat von Ackerbohne und Erbse Ende April/Anfang Mai. Weder im Kornertrag (siehe Abbildung 1) noch im Rohproteingehalt oder pflanzenbaulichen Eigenschaften wurde eine Wirkung der Düngung festgestellt.
Auch im zweiten Feldversuch auf einem leichteren Standort in Oberbayern lag in den drei Versuchsjahren 2012 bis 2014 keine Wirkung der Schwefeldüngung vor.

Fazit

Demnach ist üblicherweise keine Schwefeldüngung zu Ackerbohne und Erbse notwendig. Hintergrund ist der vergleichsweise geringe Schwefelbedarf dieser Kulturen, die ihren Bedarf meistens aus der Schwefelmineralisation des Bodens decken können.