LfL-Forschungsschwerpunkt: Milch und Fleisch aus Wiesen und Weide

Grasaufnahme aus liegender PerspektiveZoombild vorhanden

Foto: Birgit Gleixner

Mehr Milch und Fleisch aus Wiesen und Weiden

Das Grünland nimmt in Bayern eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft ein: Etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche besteht aus Dauergrünland, das als Wiese, Weide oder Mähweide vielfältig genutzt wird. Die LfL widmet sich mit ihrem Forschungsschwerpunkt "Milch und Fleisch aus Wiesen und Weiden" der Weiterentwicklung einer nachhaltigen Nutztierhaltung, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte vereint.

Grünland soll alles können!

Wiese mit Heuschwaden vor bewaldeten BergenZoombild vorhanden

Foto: Michael Friedel

Grünland ist weit mehr als nur Futterquelle: Es liefert naturnahes, proteinreiches Futter, schließt betriebliche Nährstoffkreisläufe, schützt Klima, Boden und Wasser und trägt zur Biodiversität bei. Zudem sichert es die Alm- und Alpwirtschaft, die für Bayern auch touristisch von großer Bedeutung ist. Die Bewirtschaftung von Grünlandflächen steht jedoch vor Herausforderungen wie Klimawandel, Strukturwandel in der Landwirtschaft und sich wandelnden gesetzlichen Vorgaben. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an ressourcenschonende und nachhaltige Produktionsmethoden.

Ziele des Forschungsschwerpunktes

Wiese vor einer Baumreihe.Zoombild vorhanden

Foto: Michael Diepolder

Der Forschungsschwerpunkt verfolgt deshalb vielfältige Ziele: Er will den Anteil von Milch und Fleisch aus grasbasierter Fütterung erhöhen und den Getreideeinsatz reduzieren. Dabei sollen Fütterungsstrategien entwickelt werden, die die Nahrungskonkurrenz zwischen Nutztierhaltung und menschlicher Ernährung minimieren. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung der Biodiversität durch angepasste Grünlandbewirtschaftung sowie auf der Entwicklung klimaresilienter und nährstoffeffizienter Produktionssysteme mit geringem CO2-Fußabdruck.
Kühe auf der Weide beim FressenZoombild vorhanden

Foto: Birgit Gleixner

Darüber hinaus unterstützt die LfL die Weiterentwicklung der Nutztierhaltung und forscht an innovativen regionalen Wertschöpfungsketten. Sozioökonomische Aspekte wie Einkommenssicherung und innovative Geschäftsmodelle werden ebenfalls untersucht. Die Bereitstellung zuverlässiger Daten und die Entwicklung praxisnaher, standortangepasster Nutzungskonzepte sind weitere wichtige Bausteine.

Daran forschen wir

Versuchsfelder im Grünland im GebirgeZoombild vorhanden

Foto: Michael Diepolder

Die Forschung beschäftigt sich mit Fragen zur Steigerung der Ressourceneffizienz, zur Anpassung an den Klimawandel, zur Optimierung der Futterwirtschaft und zur Erhaltung schützenswerter Pflanzengesellschaften. Auch technologische Innovationen in Fütterung und Grünlandnutzung sowie Hemmnisse bei der betrieblichen Umsetzung werden analysiert.

So arbeitet der Forschungsschwerpunkt

Die LfL koordiniert diesen Forschungsschwerpunkt interdisziplinär mit mehreren Instituten und arbeitet eng mit Praxis, Beratung und Politik zusammen, um den Wissenstransfer zu fördern und nachhaltige Handlungsempfehlungen zu entwickeln.
Mit diesem umfassenden Ansatz leistet die LfL einen wichtigen Beitrag zur zukunftsfähigen Entwicklung der bayerischen Landwirtschaft – für gesunde Tiere, intakte Ökosysteme und eine nachhaltige Ernährung aus der Region.