Düngung
Häufig gestellte Fragen zur Düngeverordnung (FAQ)

Ergänzend zu den Erläuterungen der Düngeverordnung erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Düngeverordnung.

Stand: 16.04.2021

Neue Fragen

Ob sich eine Frage/Antwort geändert hat oder eine Frage neu dazu gekommen ist, zeigt das Datum 16.04.2021.

1. Düngeplanung (N, P)

1.1 Düngebedarfsermittlung allgemein
Gibt es aufgrund der trockenheitsbedingten Ertragsausfälle eine Sonderregelung für die Düngebedarfsermittlung?

Werden für ein Jahr Sonderregelungen erlassen, können sie hier nachgelesen werden.
(Stand:19.12.2019)

Jahresbezogene Sonderregelungen im Bereich Düngung

Was muss ich bei Düngemaßnahmen nach der Ernte im Herbst beachten?

Im Bayerischen Wochenblatt ist dazu im Herbst 2018 und 2019 eine Zusammenfassung erschienen. Die Artikel können hier nachgelesen werden.
(Stand: 19.12.2019)

DüV-Artikelserie im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt (BLW)

Welche Aufzeichnung zur Düngung muss im Sommer/Herbst gemacht werden?

Bei 2. Hauptfrüchten, die gedüngt werden dürfen und sollen, ist eine Düngebedarfsermittlung notwendig. Die Berechnung ist im zur Verfügung stehenden Excelprogramm „Düngebedarfsermittlung“ möglich.
Wird eine Zwischenfrucht mit < 75 % Leguminosengehalt oder eine Hauptfrucht nach der 30/60 Regelung gedüngt, sind die ausgebrachten Mengen an organischem Dünger aufzuzeichnen und bei der im Frühjahr vor der 1. Düngung zu erstellenden Bedarfsermittlung zu berücksichtigen. Das gilt für die Jahre 2018, 2019 und 2020.
(Stand: 03.06.2020)

Ist die Düngeplanung mittels der EUF-Bodenuntersuchung zugelassen?

Die EUF-Bodenuntersuchung mit der darauf beruhenden Düngebedarfsermittlung ist zugelassen.
(Stand: 16.07.2018)

Wie trage ich eine EUF-Stickstoffbodenuntersuchung in die LfL-Düngebedarfsermittlungprogramme ein?

(Stand: 16.04.2021)

Anleitung zur Einbindung von EUF-N-Düngeempfehlungen in die LfL-Düngebedarfsermittlungsprogramme pdf 1,8 MB

Benötige ich für kleine Teilflächen eines Schlages, unabhängig von der Gebietskulisse, eine eigene Düngebedarfsempfehlung?

(Stand: 20.02.2019)
Kleinstflächen bis 0,5 ha, die in größeren Feldstücken liegen und mit einer anderen Frucht bestellt sind, benötigen keine eigene Düngebedarfsermittlung und keine gesonderte Untersuchung auf den Bodenstickstoff, wenn eine der nachfolgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Lagerfläche für Zuckerrüben
  • Kartoffel-/Gemüseanbau für den Eigenverbrauch
  • Auswinterungsschäden bei Wintergetreide und W-Raps
  • Auflaufprobleme bei Sommerkulturen
1.2 Programm und Berechnung
Gibt es ein Programm zur Düngebedarfsermittlung nach Vorgabe der neuen Düngeverordnung?

Ein Programm zu Düngebedarfsermittlung ist auf der LfL-Internetseite „Düngebedarfsermittlung“ zu finden.
(Stand: 22.02.2018)

Übersicht Düngebedarfsermittlung

An was liegt es, dass im Excelprogramm „Düngebedarfsermittlung“ #Name oder #Makro angezeigt wird?

Für ein fehlerfreies Arbeiten mit diesem Excelprogramm muss eine Programmversion von EXCEL vorliegen, die 2010 oder später erschienen ist.
Werden diese Fehlermeldungen angezeigt, verwenden Sie entweder kein Excel (sondern z. B. Open Office oder Linux) oder Ihre Excelversion ist vor 2010 erschienen.
(Stand: 22.02.2018)

Ich habe keine eigenen Ertragsaufzeichnungen. Woher weiß ich, welchen Ertrag ich in meiner Düngebedarfsermittlung ansetzen muss?

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft stellt für die wichtigsten Ackerkulturen und für Grünland auf Landkreisebene Durchschnittserträge zur Verfügung. Von welchem Landkreis der Ertrag genommen werden kann, entscheidet der Flächensitz. Bei Flächen in mehreren Landkreisen kann aber auch der Betriebssitz als Entscheidungskriterium herangezogen werden.
(Stand: 16.04.2021)

Übersicht Düngebedarfsermittlung (in der Seiten Mitte)

Welchen Ertrag nehme ich bei der Düngebedarfsermittlung im Dauergrünland?

Bei der Grünland-Düngebedarfsermittlung dürfen die TM-Erträge des Gelben Heftes (2018) nicht mehr (uneingeschränkt) verwendet werden.
Grundsätzlich sind die eigenen Grünland-Erträge (plausibilisierte Nährstoffbilanz – hier Mittel der letzten 2 berechneten Jahre oder Futterrationsberechnung) zu verwenden!!!
Wenn keine eigenen Erträge vorliegen, können die potentiellen mittleren Landkreiserträge im Internet verwendet werden.
(Stand: 16.04.2021)

Warum sinkt bei Grünland der maximal zulässige TM-Ertrag mit zunehmender Schnitthäufigkeit?

Bei Grünland führt eine Erhöhung der Schnittintensität bei gegebenen Standortbedingungen bzw. gegebenem Leistungsniveau (hier die „Durchschnittswiese eines Landkreises“) dazu, dass der Rohproteingehalt ansteigt, jedoch der TM-Ertrag absinkt.
(Stand: 16.04.2021)

Wie müssen hohe Erträge bei Kulturen, die Nicht-Grobfutter sind, in der Düngebedarfsermittlung nachgewiesen werden?

Stand: 19.12.2019

Höhere Erträge können nachgewiesen werden über:

  • Verkaufsbelege
  • Plausibilisierung durch verfütterte Mengen (LKV-Auswertung) oder Futterrationsberechnungen
  • Ertragsmessung durch den Häcksler oder Mähdrescher
Ich habe keine eigene Nmin-Untersuchung. Woher weiß ich, welchen Nmin-Wert ich in meiner Düngebedarfsermittlung ansetzen muss?

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft stellt Nmin-Werte zur Verfügung. Von welchem Regierungsbezirk der Nmin-Wert genommen werden kann, entscheidet der Flächensitz. Es kann aber auch der Betriebssitz als Entscheidungskriterium herangezogen werden.
Im Online-Düngebedarfsermittlungsprogramm gibt es zudem die Möglichkeit, den Nmin-Wert mit und ohne Grundlage einer Nmin-Untersuchung zu simulieren. (Auflagen in Roten Gebieten beachten!)
(Stand: 16.04.2021)

Kann ein eigenes Nmin-Untersuchungsergebnis für alle Schläge bzw. Bewirtschaftungseinheiten des Betriebes verwendet werden? Oder kann diese Probe nur für den einen beprobten Schlag/die eine Bewirtschaftungseinheit verwendet werden?

Eine Nmin-Untersuchung je Kultur und Betrieb genügt. Diese kann für weitere Schläge mit der gleichen Kultur verwendet werden. Die Düngeplanung muss jedoch je Kultur für jeden Schlag/Bewirtschaftungseinheit berechnet werden. (Auflagen in Roten Gebieten beachten!)
(Stand: 30.01.2019)

Wie gebe ich ein Gemenge in das Düngebedarfsermittlungsprogramm ein?

Prinzipiell ist bei Gemengen im Dropdown-Menü die Kultur mit dem höchsten Samenanteil (Körner je m²) auszuwählen.
(Stand: 16.04.2021)

Wie kann ich den Nmin-Gehalt der 3. Tiefe (60-90 cm) berechnen, wenn ich nur zwei Tiefen gezogen habe?

(Stand: 20.02.2019)

Der Nmin-Gehalt der 3. Tiefe kann berechnet werden:

  • (Nmin-Wert 0-30 cm + Nmin-Wert 30-60 cm) * 0,35 = Nmin-Wert 60-90 cm
    Beispiel: (40 kg/ha + 30 kg/ha) * 0,35 = 25 kg/ha für Nmin 60-90 cm
  • Gesamter Nmin-Wert für alle Tiefen = 1. Tiefe + 2. Tiefe + 3. Tiefe
    40 kg/ha + 30 kg/ha + 25 kg/ha = 95 kg/ha für Nmin-Wert 0-90 cm
  • Alternativ kann auch gleich der gesamte Nmin-Wert 0-90 cm berechnet werden:
    (Nmin-Wert 0-30 cm + Nmin-Wert 30-60 cm) * 1,35 = Nmin-Wert 0-90 cm
    Beispiel: (40 kg/ha + 30 kg/ha) * 1,35 = 95 kg/ha für Nmin 0-90 cm
Kann die DSN-Stickstoffdüngeempfehlung eines Schlages auch für andere Schläge bzw. Bewirtschaftungseinheiten verwendet werden?

Erfüllen weitere Schläge die Voraussetzung, mit dem untersuchten Schlag zu einer Bewirtschaftungseinheit zusammengefasst zu werden, so gilt die DSN-Düngeempfehlung für alle Schläge dieser Bewirtschaftungseinheit.
Bei weiteren Schlägen des Betriebes mit der gleichen Kultur, die aber nicht zu dieser Bewirtschaftungseinheit gezählt werden können, kann nur der eigene Nmin-Wert als Grundlage für eine separate Stickstoffdüngebedarfsermittlung herangezogen werden. (Auflagen in Roten Gebieten beachten!)
(Stand: 30.01.2019)

Darf bei der tatsächlichen Düngung der Kultur die in der Düngeplanung berechnete Düngebedarfsmenge überschritten werden?

Der berechnete Stickstoffdüngebedarf ist die standortbezogene Obergrenze, die für die Kultur während der gesamten Vegetation gilt. Der Bedarf darf auf Teilgaben aufgeteilt und ausgebracht werden.
Bei der Durchführung der Düngung darf i.d.R. der ermittelte Düngebedarf in der Gesamtsumme (Summe der Teilgaben) nicht überschritten werden.
Der berechnete Phosphorbedarf ist keine jährliche Obergrenze. Bei Phosphor ist das gemittelte dreijährige Ergebnis entscheidend.
(Stand: 30.01.2019)

Was ist eine Bewirtschaftungseinheit?

Eine Bewirtschaftungseinheit ist gegeben, wenn folgendes zutrifft
bei Stickstoffdüngung: gleiche Kultur mit gleichen Ertragserwartungen und Verwendungszweck, gleiche Vorfruchtwirkung, Bodenart, gleiche Herbstdüngung, gleiche org. Düngung (Vorjahr und Anwendungsjahr);
bei Phosphatdüngung: gleiche Kultur mit gleichen Ertragserwartungen, gleiche Versorgungsstufe, wobei die Stufen A + B bzw. D + E zusammengefasst werden können.
(Stand: 30.01.2019)

Können Schläge bei der Düngebedarfsermittlung, die im Vorjahr geteilt wurden (zwei Kulturen), wieder zu einem Schlag zusammengefasst werden?

Ja. Schläge, die im Vorjahr geteilt waren (z. B. unterschiedliche Kulturen) können zu einem Schlag zusammengefasst werden. Dabei ist bei der Düngebedarfsermittlung die Vorfruchtwirkung des flächenbedeutensten Teilschlag des Vorjahres zu verwenden. Bei der Wirkung der organischen Dünger im Vorjahr ist das flächengewichtete Mittel zu verwenden.
Eine Teilung des Schlages nur wegen der org. Düngung ist nicht zulässig.
(Stand: 03.06.2020)

Bei E-Weizensorten ist der N-Sollwert um 30 kg N/ha höher als bei A-Sorten: Muss man einen Nachweis über die Erlangung höherer Eiweißwerte erbringen? Was passiert, wenn trotz höherer N-Düngung bei E-Weizen nicht die erforderlichen Eiweißwerte erreicht werden?

Der höhere Stickstoffbedarfswert von E-Weizen ist rein über die angebaute Weizensorte nachzuweisen. Die Eiweißgehalte des Weizens spielen hier keine Rolle.

Was ist eine Hauptfrucht?

Hauptfrucht ist die Frucht, die im Mehrfachantrag steht.

Was ist eine Zweitfrucht (2. Hauptfrucht)?

Eine 2. Hauptfrucht ist eine Kultur, die wie eine Hauptfrucht gedüngt werden darf, aber aufgrund der Anbau- und Erntezeiten nicht im Mehrfachantrag erscheint.
Entweder ist die Saat vor 01.08. (bzw. Ernte der Deckfrucht) und die Ernte vor 31.12. oder die Ernte im Frühjahr, wobei der Saattermin ohne Bedeutung ist.
(Stand: 11.01.2018)

Muss der Stickstoffdüngebedarf auch für eine Zweitfrucht ermittelt werden?

Ja, auch für eine 2. Hauptfrucht muss der Düngebedarf ermittelt werden.
(Stand: 16.04.2021)

Wie muss ich eine Düngebedarfsermittlung für eine Zweitfrucht im Excel-Düngebedarfsermittlungsprogramm erstellen, die ich im Herbst des Ansaatjahres (2020) und im Frühjahr des Folgejahrs (2021) ernte und nach Bedarf düngen möchte (z.B. Weidelgras als Zweitfrucht nach Hauptfrucht Gerste)?

Vor der Düngung der Zweitfrucht muss eine Düngebedarfsermittlung vorliegen. Deshalb muss 2020 die Planung der Herbstgabe im Tabellenblatt Zweitfrucht im Excelprogramm mit Stand 2020 (Nicht: 12.12.2019) erfolgen. Es kann der Ertrag der beiden Ernten angesetzt werden, sodass man den Düngebedarf für die beiden Düngegaben (Herbst- und Frühjahrsgabe) erhält.
Es kann aber auch, nur der Ertrag der Herbsternte angesetzt werden, wenn für die Düngung 2021 eine separate Düngebedarfsermittlung mit dem dazugehörigen Ertrag 2021 im Excelprogamm 2021 gerechnet wird.
(Stand:03.06.2020)

Landwirt A macht mit Landwirt B einen Bewirtschaftungsvertrag für die Fläche B. Wer muss die Düngebedarfsermittlung für die Fläche B erstellen? Wer gibt die Fläche B in seiner Nährstoffbilanz an? Wer darf die Fläche für seine Berechnung der 170 kg-Grenze miteinbeziehen?

Der Landwirt, der den Mehrfachantrag gestellt hat ist für die Fläche verantwortlich und muss deshalb die notwendigen Aufzeichnungen vorlegen können.
(Stand: 11.01.2018)

1.3 Düngeplanung Zwischenfrucht
Welche Voraussetzungen muss eine Zwischenfrucht erfüllen, damit sie im Herbst gedüngt werden darf?

Die Zwischenfrucht muss mit den praxisüblichen Saatmengen bis 15.09. bestellt werden und muss mindestens 6 Wochen stehen. Der Leguminosenanteil der Zwischenfrucht (Körner/m²) darf höchstens 75 % betragen.
Die Düngung zur Zwischenfrucht muss der Etablierung der Kultur dienen, das heißt, es sollte die organische Düngung vor der Saat eingearbeitet werden oder bis spätestens 14 Tage nach der Saat gegeben werden. Eine Düngebedarfsermittlung ist für Zwischenfrüchte nicht notwendig. Das gilt für die Jahr 2018, 2019, 2020 und 2021.
(Stand: 16.04.2021)

Mit welcher Düngemenge darf eine Zwischenfrucht im Herbst gedüngt werden?

Wenn eine Zwischenfrucht alle Voraussetzungen erfüllt (siehe oben), darf sie mit insgesamt nicht mehr als 30 kg Ammoniumstickstoff (NH4) oder 60 kg Gesamtstickstoff (Nges) je Hektar im Herbst gedüngt werden (Auflagen in roten Gebiete beachten).

Darf ich im Herbst Festmist ausbringen, wenn ich die Kultur im Herbst bereits mit 30 kg NH[suv]4[/sub]/60 kg N gedüngt habe?

Wenn eine 30/60-Düngegabe über Gülle oder Gärrest erfolgt ist, darf kein Festmist mehr ausgebracht werden.
(Stand: 16.04.2021)

Wie viel Festmist von Huf- und Klauentieren oder Kompost darf auf Zwischenfrüchte gedüngt werden?

Die Zwischenfrucht darf, wenn sie nicht anderweitig gedüngt wurde, über Festmist mit fachlich sinnvoller Menge gedüngt werden. Auf einer Roten Fläche darf über Festmist von Huf- und Klauentieren max. 120 kg N/ha ausgebracht werden.
(Stand: 16.04.2021)

Wann gilt eine Untersaat als Zwischenfrucht, die gedüngt werden kann?

Stand: 17.10.2018

Eine Untersaat gilt als Zwischenfrucht, wenn

  • die Ernte der Deckfrucht vor 15. September erfolgt und
  • der Pflanzenbestand mindestens eine Bodenbedeckung von 30 % aufweist und
  • der Pflanzenbestand mindestens 6 Wochen stehen bleibt und
  • der Leguminosenanteil des Pflanzenbestands (Körner/m²) höchstens 75 % beträgt.
Haben Zwischenfrüchte mit einem Leguminosenanteil im Herbst einen Düngebedarf?

Nein, Zwischenfrüchte mit einem Leguminosenanteil > 75 % (Körner je m²) haben keinen Düngebedarf.
(Stand: 11.01.2018)

Wann gilt eine Zwischenfrucht bei der Düngebedarfsermittlung als abgefroren?

Grundsätzlich gilt die Deklaration des Saatguts (abfrieren oder winterhart).
In Ausnahmefällen kann auch der tatsächliche Zustand im Frühjahr angesetzt werden, z. B. Senf ist im Frühjahr nicht abgefroren.
(Stand: 11.01.2018)

1.4 Düngeplanung Getreide
Ein Landwirt hat aus seiner Triticale GPS-Silage machen lassen. Nun möchte er auf dieser Fläche ein Hafergemenge zur weiteren Futternutzung säen. Das Gemenge wird im Herbst geerntet. Darf das Gemenge nach Bedarf gedüngt werden?

Ja. Wenn das Hafergemenge vor dem 1. August gesät und bis zum 31. Dezember geerntet wird, handelt es sich um eine Zweitfrucht (2. Hauptfrucht). Eine Zweitfrucht darf nach Bedarf gedüngt werden.
(Stand: 11.01.2018)

Wie und wann darf Winterroggen, der im Frühjahr als Grünroggen geerntet wird, gedüngt werden?

Da der Winterroggen im Frühjahr geerntet wird, ist der Winterroggen hier eine Zweitfrucht (2. Hauptfrucht) und keine Zwischenfrucht. Winterroggen als Hauptfrucht bzw. Zweitfrucht darf im Herbst nicht gedüngt werden.
Im Frühjahr ist eine Düngung nach Bedarf möglich.
(Stand: 11.01.2018)

Wie und wann darf Winterroggen, der im Frühjahr nicht geerntet, sondern eingearbeitet wird, gedüngt werden?

Der Winterroggen ist in diesem Fall eine Zwischenfrucht, weil er nicht geerntet wird. Er darf im Herbst mit 30 kg NH4/60 kg Nges je Hektar gedüngt werden, wenn er bis zum 15. September gesät wurde.
Wird er später gesät, greift die Sperrfrist und er darf im Herbst nicht gedüngt werden.
(Stand: 11.01.2018)

Welche Folgen hat es, wenn Winterroggen, der im Herbst gedüngt wurde, im Frühjahr (nochmal gedüngt wird sowie) geerntet wird?

Es liegt eine Ordnungswidrigkeit vor.

1.5 Düngeplanung Leguminosen
Dürfen Körnerleguminosen mit Festmist gedüngt werden?

Körnerleguminosen mit > 75 % Leguminosenanteil (bezogen auf den Samenanteil Körner je m²) haben keinen N-Düngebedarf.
In Ausnahmefällen kann in der Düngebedarfsermittlung für Körnerleguminosen auch statt 0 kg N ein Stickstoffbedarfswert von 60 kg N/ha ansetzt werden, der aber ausschließlich über betriebseigene Wirtschaftsdünger gedeckt werden darf.
(Stand: 16.04.2021)

Wie und wo kann ich eine Düngebedarfsermittlung für Körnerleguminosen, die gedüngt werden sollen, berechnen?

Der Düngebedarf kann im Excel-Programm berechnet werden. Hierzu muss die Kultur im Tabellenblatt „Eigene Angaben“ unter „weitere Hauptfrüchte“ mit dem entsprechenden Bedarfswert angelegt werden. Die eingetragene Kultur erscheint anschließend im Tabellenblatt „Flächen und Kulturen“ im Drop-Downmenü.
(Stand: 16.04.2021)

Welchen Stickstoffdüngebedarf haben Luzerne und Klee?

Luzerne und Klee haben einen Stickstoffbedarfswert von 0 - (30) kg N je Hektar. In Ausnahmenfällen kann ein Stickstoffbedarfswert von 30 kg N/ha angesetzt werden, der ausschließlich über betriebseigene Wirtschaftsdünger gedeckt werden darf.
(Stand: 18.07.2018)

Wie kann für Klee und Luzerne eine Düngebedarfsermittlung mit einem Stickstoffbedarfswert von 30 kg N berechnet werden?

Die Eingabe im Düngebedarfsermittlungsprogramm ist als „Luzernegras 70 % Leguminosen“ oder „Kleegras 70 % Leguminosen“ möglich. Bei der Eingabe eines Ertrags von 200 dt Frischmasse wird im Programm ein Düngebedarf von 30 kg N/ha berechnet.
(Stand: 16.04.2021)

Wie und wann darf Perserklee oder Alexandrinerklee als Zwischenfrucht/2.Hauptfrucht, die im Herbst zur Futtergewinnung genutzt wird, gedüngt werden?

Obwohl die beiden Kleesorten im Herbst geerntet werden, dürfen sie im Herbst nicht gedüngt werden. Klee ist eine Leguminose und hat als Reinsaat einen Stickstoffdüngebedarf von 0 kg N je Hektar.
(Stand: 27.03.2018)

1.6 Düngeplanung mehrschnittiger Feldfutterbau und Grünland
Darf Weidelgras, das vor 1. August gesät und im Herbst sowie im Frühjahr geerntet wird, im Herbst nach Bedarf gedüngt werden?

Ja, es darf im Herbst wie auch im Frühjahr nach Bedarf gedüngt werden.
Auch wenn eine späte zweite Herbsternte erfolgt, darf nur bis Ende September nach Bedarf gedüngt werden. Danach ist der Stickstoffbedarf von Weidelgras gleich 0 kg N je Hektar.
(Stand: 03.09.2020)

Darf Weidelgras, das bis zum 15. September gesät und nur im Herbst geerntet wird, im Herbst nach Bedarf gedüngt werden?

Nein. Weidelgras, das zwischen 1. August und 15. September gesät wird, darf mit 30 kg NH4/60 kg Nges je Hektar bis Ende September gedüngt werden.
(Stand: 27.11.2017)

Welche Folgen hat es, wenn das Weidelgras, das im Frühjahr gedüngt wurde, nicht geerntet wird?

Keine, wenn darauf eine Hauptfrucht mit Düngebedarf folgt.
(Stand: 11.01.2018)

Darf Weidelgras, das bis zum 15. September gesät wurde und das 1. Mal im Frühjahr geerntet wird, im Herbst gedüngt werden?

Nein. Weidelgras, das im Herbst nicht geerntet wird, darf im Herbst nicht gedüngt werden.

Wann gilt eine Kultur als mehrjähriger Feldfutterbau?

Ein mehrjähriger Feldfutterbau liegt vor, wenn die Kultur vor 15. Mai gesät wurde und zweimal im Mehrfachantrag erscheint.
(Stand: 27.11.2017)

Darf mehrjähriges Szarvasi-Gras und Durchwachsende Silphie etc. im Herbst gedüngt werden?

Szarvasi-Gras wie auch andere mehrjährige Energiepflanzen stehen im Normalfall mindestens zweimal im Mehrfachantrag. Wurden die mehrjährigen Energiepflanzen vor 15. Mai gesät, dürfen sie im Herbst gedüngt werden. Voraussetzung ist dabei, dass sie tatsächlich mindestens zwei Jahre im Mehrfachantrag stehen.
(Stand: 11.01.2018)

Wie berechne ich die Düngebedarfsermittlung für mehrjähriges Szarvasi-Gras und Durchwachsende Silphie etc.?

Szarvasi-Gras wie auch andere mehrjährige Energiepflanzen stehen im Normalfall mindestens zweimal im Mehrfachantrag. Die Düngebedarfsermittlung für mehrjährige Energiepflanzen erfolgt nach dem Schema für mehrschnittigen Feldfutterbau. Es muss keine Nmin-Probe gezogen werden.
(Stand: 16.04.2021)

Darf im Herbst nach der letzten Schnittnutzung von mehrjährigem Feldfutterbau eine Güllegabe erfolgen und noch im gleichen Jahr für eine Ansaat im Frühjahr umgebrochen werden?

In diesem Fall darf keine Düngung erfolgen.
(Stand: 27.11.2017)

Wann ist im Herbst eine Düngung nach dem letzten Schnitt möglich?

Auf Grünland, Dauergrünland und auf Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau dürfen in der Zeit vom 1. September bis zu Sperrfristbeginn mit flüssigen organischen und flüssigen organisch-mineralischen Düngemitteln, einschließlich flüssigen Wirtschaftsdüngern, mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff nicht mehr als 80 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar aufgebracht werden.
Eine Düngung mit 30 kg NH4/60 kg Nges je Hektar nach der letzten Nutzung ist nur möglich, wenn im Zeitraum von 1. September bis Sperrfristbeginn die 80 kg N/ha noch nicht ausgeschöpft sind. Auf roten Flächen dürfen in diesem Zeitraum max. 60 kg N/ha ausgebracht werden.
(Stand: 16.04.2021)

Wie und wann ist eine Düngung im Grünland bzw. mehrjährigem Feldfutterbau nach dem letzten Schnitt anzurechnen?

Die Düngung nach dem letzten Schnitt im Herbst wird dem Folgejahr und nicht dem aktuellen Düngejahr zugerechnet. Die Anrechnung erfolgt wie bei einer Frühjahrsgabe.
(Stand: 27.11.2017)

Warum wird bei der Düngebedarfsermittlung bei Weide kein P-Entzug angerechnet?

2018 war der Faktor Nutzungsart bei Weide (100 %) für Phosphat 0 (vgl. Gelbes Heft 2018, Seite 56).
2019 wurde der Faktor Nutzungsart bei Weide (100 %) für Phosphat von 0 auf 0,25 angepasst, um die P-Abfuhr aller Weidesysteme abzubilden. Der Nutzungsfaktor bei Mähweide (60 % Weide) wurde für Phosphat von 0,4 auf 0,5 erhöht.
(Stand: 30.01.2019)

1.7 Düngeplanung organische Düngung
Wann ist Kompost im Sinne der DüV Kompost?

Es muss ein Kompostierungsprozess (Abbauprozess mit Prozesstemperatur) durchlaufen sein. Die Bioabfallverordnung beschreibt den Prozess wie folgt:
Im Verlauf der aeroben hygienisierenden Behandlung muss eine Temperatur von mindestens 55 °C über einen möglichst zusammenhängenden Zeitraum von 2 Wochen, von 60 °C über 6 Tage oder von 65 °C über 3 Tage auf das gesamte Rottematerial einwirken.
Wirtschaftsdünger bleiben auch nach aerober Behandlung Wirtschaftsdünger (gem. Düngegesetz) und werden nicht zu Kompost im Sinne der DüV.
(Stand: 27.11.2017)

Ab wann darf auf eine unbestellte Fläche, auf die im Frühjahr Mais gebaut werden soll, Gülle ausgebracht werden?

Eine Güllegabe ist ab 15. März möglich. Bei der Zugabe eines Nitrifikationshemmers (NI) ist die Gülleausbringung ab 1. März möglich.
(Stand: 22.02. 2018)

Welcher Nährstoffgehalt darf für die Düngebedarfsermittlung bei Mischgülle von Milchvieh und Schweinen verwendet werden?

Nährstoffgehalte org. Dünger, die durch Ausscheidungen verschiedene Tierarten anfallen, können anteilig des Anfalls berechnet werden. Eine Untersuchung ist nicht notwendig. Die Berechnung darf nach Zahlen der Basisdaten Tabelle 5 oder mit dem Lagerraumprogramm für Gülle, Mist und Jauche erfolgen.
(Stand: 03.06.2020)

Wie oft und wann muss ich meinen Biogasgärrest untersuchen?

Biogasanlagen, die Gärrest abgeben, müssen zu jedem Hauptabgabetermin (in der Regel 3x/Jahr) ihren Gärrest untersuchen lassen. Wird der Gärrest nur auf betriebseigenen Flächen ausgebracht, muss der Gärrest mind. 1x/Jahr untersucht werden.
(Stand: 16.07.2018)

Wie oft muss ich Wirtschaftsdünger untersuchen, wenn die Untersuchung Pflicht ist (Rote Gebiete)?

Das vorliegende Wirtschaftsdünger-Untersuchungsergebnis darf zum Zeitpunkt der Ausbringung der organischen Düngung grundsätzlich nicht älter als ein Jahr sein.
(Stand: 30.01.2019)

Dürfen bei der Düngebedarfsermittlung eigene Gülleuntersuchungsergebnisse verwendet werden?

Für die Düngebedarfsermittlung nach § 4 DüV dürfen eigene Gülleuntersuchungsergebnisse (Laborergebnisse) verwendet werden. Die Gülleuntersuchungsergebnisse können im LfL-Programm zur Düngebedarfsermittlung eingegeben werden.
Grundsätzlich dürfen auch die LfL-Basisdaten verwendet werden (Beachte Vorgaben Rote Gebiete).
(Stand: 16.04.2021)

2. Regelungen zur Ausbringung

Was ist eine hinreichende Bestandsentwicklung im Rahmen der Vorgaben zum Gewässerabstand?

Ein Getreidebestand ist ab BBCH 30 hinreichend entwickelt.
Der Bestand von anderen Kulturen ist ab einer Bodenbedeckung von 70 % hinreichend entwickelt.

Ab wann ist eine Fläche schneebedeckt?

Zur Beantwortung der Frage stehen Beispielfotos zur Verfügung.
(Stand: 19.12.2019)

Erläuterungen zur DüV – Regelungen zur Ausbringung

Darf im Herbst Festmist von Huf- und Klauentieren oder Kompost ausgebracht werden, wenn der Acker gepflügt bzw. unbestellt ist?

Nein. Auf einer unbestellten Fläche ohne Bewuchs darf im Herbst nach der Ernte der Vorfrucht kein Festmist von Huf- und Klauentieren oder Kompost ausgebracht werden. Eine Ausbringung ist erst nach Sperrfristende im Frühjahr möglich.
(Stand: 16.04.2021)

Welche Regelungen gelten für die Ausbringung von Hopfenhäcksel im Herbst?

Eine Ausbringung von Hopfenrebenhäcksel ist im Herbst bis 31.10. auf allen Flächen (mit und ohne Hopfenbau, und auch roten Flächen) möglich, wenn

  • auf der Ausbringfläche folgender Anbau vorliegt:
    • Zwischenfrucht abfrierend mit Aussaat bis 15.09 und Umbruch nach 15.01. oder
    • Zwischenfrucht winterhart mit Aussaat bis 30.09. und Umbruch nach 15.01. oder
    • Winterraps oder Wintergetreide (z.B. WW, …) mit Aussaat bis 30.09.
  • und die ausgebrachte N-Menge maximal 120 kg Nges beträgt.

In Hopfenflächen muss die Zwischenfrucht zwischen zwei Hopfenreihen mindestens 1 Meter breit sein.
(Stand: 16.04.2021)

Was ist, wenn beim Düngen der Mindestabstand zu Oberflächengewässern unterschritten wird?

Es ist ein Verstoß gegen die Düngeverordnung.
(Stand: 27.11.2017)

Ab wann ist die Rückführung von Ernteresten ein Ernterückstand?

Stand: 16.04.2021

Die Ausbringung von Resten aus dem Gemüse- und Weinanbau gilt als Ausbringung eines Ernterückstands, wenn alle folgende Punkte eingehalten werden:

  • Die in der Verarbeitungsanlage anfallenden Erntereste könnten grundsätzlich (insbesondere hinsichtlich Menge und Konsistenz) auch bei Arbeitsschritten auf dem Feld anfallen,
  • mit Ausnahme einer für die Verteilung evtl. notwendigen Zerkleinerung erfolgt keine weitere Verarbeitung, so dass die Konsistenz der Erntereste im Wesentlichen erhalten bleibt,
  • die Aufbringung sollte innerhalb von fünf Tagen nach dem Anfall erfolgen und
  • die anfallenden Erntereste werden wieder auf die gesamte Ursprungsfläche breitflächig verteilt.
Was muss ich bei der Ausbringung von Harnstoff ≥ 44 % Stickstoff beachten?

Harnstoff ohne Ureasehemmer darf ab 2020 nur noch auf unbestelltes Ackerland ausgebracht werden und muss unverzüglich (4 Stunden) eingearbeitet werden. Auf bestellten Flächen darf nur noch Harnstoff mit Ureasehemmer verwendet werden. Diese Vorgabe gilt auch für Düngermischungen (physikalische), wenn Harnstoff ≥ 44 % Stickstoff in der Mischung enthalten ist.
Die Vorgaben gelten nicht für Düngemittel, die weniger als 44 % Stickstoff enthalten (z.B. AHL, Piamon, YaraVera UREAS).
(Stand: 18.02.2020)

Welche Ausbringtechnik brauche ich für die Ausbringung flüssiger organischer Dünger?

Unter der Überschrift Regelungen zur Ausbringung sind die Vorgaben zur Gerätetechnik nachlesbar.
(Stand: 18.02.2020)

Erläuterungen zur Düngeverordnung

3. Obergrenzen (170 kg N/ha)

Was ist im Rahmen der 170 kg-Grenze bei der Ausbringung von organischen Düngern zu beachten? Welche Nährstoffausscheidungen muss ich ansetzen? Wie kann der mittlere Jahresbestand der Tiere ermittelt werden?

Unter häufige gestellte Fragen zur Berechnung organischer Dünger (Grenze 170 kg N/ha) (FAQ) sind Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden.
(Stand: 30.01.2019)

Häufige gestellte Fragen zur Berechnung organischer Dünger (Grenze 170 kg N/ha) (FAQ)

Dürfen Flächen, auf denen das Ausbringen von Düngemitteln (vertraglich) verboten ist, die aber beweidet werden dürfen, in die Berechnung der 170 kg N-Grenze einbezogen werden?

Ja.
(Stand: 16.04.2021)

4. Sperrfristen und Herbstdüngung

Gilt Ausfallraps weiterhin als Zwischenfrucht?

Ja, Ausfallraps ist eine Zwischenfrucht, wenn der Pflanzenbestand bzw. das Massenwachstum einem normalen Zwischenfruchtbestand entspricht und mindestens 6 Wochen auf dem Acker steht.

Gilt Ausfallgetreide als Zwischenfrucht?

Nein, Ausfallgetreide ist keine Zwischenfrucht.

Ist Mais eine Getreidevorfrucht?

Nein.

Wann darf Wintergerste im Herbst gedüngt werden?

Wintergerste darf nur gedüngt werden, wann sie zur Körnernutzung angebaut wurde und die Vorfrucht Getreide war, bei dem eine Körnerernte erfolgte.
(Stand: 16.04.2021)

Gelten für separierte feste Gärrückstände oder den festen Anteil von separierter Gülle die Sperrfristen von Festmist?

Nein, es gelten die gleichen Sperrfristen wie für Gülle und flüssigen Gärrest.

Zu welchen Kulturen ist das Ausbringen von Festmist nach der Ernte der Hauptfrucht bis zur Sperrfrist erlaubt?

Festmist von Huf- und Klauentieren kann bis zu Beginn der Sperrfrist am 1. Dezember auf allen bestellten Flächen mit einem Düngebedarf ausgebracht werden.
(Stand: 16.04.2021)

Winterraps wurde mit 30 kg Ammoniumstickstoff (NH4) oder 60 kg Gesamtstickstoff (Nges) je Hektar im Herbst gedüngt. Darf dann im Herbst zu Winterraps noch Mist gedüngt werden?

Nein.
(Stand: 16.04.2021)

Darf Saatgut mit stickstoffhaltiger Beizung oder stickstoffhaltiges Spurennährstoffdüngemittel/Pflanzenschutzmittel in der Sperrfrist ausgebracht werden?

Wenn der enthaltene Stickstoff nur ein Nebenbestandteil ist (passiver Stickstoff) und maximal 5 kg N je Hektar ausgebracht werden, ist eine Anwendung in der Sperrfrist erlaubt.

Welche Sperrfrist gilt für eine Kultur, die als mehrjähriges Feldfutter geplant ist, aber erst nach 15. Mai gesät wurde?

Erfolgt die Saat/Ernte der Deckfrucht nach 15.5. und ist ein mehrjähriger Anbau geplant, gilt im Ansaatjahr noch die Ackersperrfrist. In den Folgejahren gilt dann die Sperrfrist für Grünland und mehrjährigen Feldfutterbau.
(Stand: 27.11.2017)

Welche Sperrfrist gilt der Grassamenvermehrung?

Bei Grassamenvermehrung gilt die Sperrfrist des mehrjährigen Feldfutterbaus, wenn die Vorgaben des mehrjährigen Feldfutterbaus erfüllt sind.
(Stand: 27.11.2017)

Wann gilt auf einer Fläche die Sperrfrist für Gemüse-, Erdbeer- und Beerenobstkulturen?

Die Sperrfrist (1. Dez. bis 31. Jan.) gilt für Gemüse-, Erdbeer- und Beerenobstflächen sowie für Heil- und Gewürzpflanzen .
Diese Flächen liegen vor, wenn die stehende Kultur auf der Fläche Gemüse, Erdbeeren bzw. Beerenobst oder eine Heil- und Gewürzpflanze ist. Die stehende Kultur wird noch geerntet und für den menschlichen Verzehr als Frischware verwendet. Ansonsten ist die Fläche eine Ackerfläche, und es gelten die Sperrfristen für landwirtschaftliches Ackerland.
(Stand: 03.06.2020)

Darf Carbokalk ausgebracht werden, wenn danach eine Stilllegung folgt?

Ja.
(Stand: 16.04.2021)

Wo kann ich nachschauen, ob ich eine Kultur im Herbst noch düngen darf?

(Stand: 16.04.2021)

Excelentscheidungshilfe Sperrfristprogramm – Darf ich im Herbst düngen?

5.Stoffstrombilanz (Nährstoffvergleich)

Ich habe Fragen zur Benutzung des Programms Nährstoff Bilanz Bayern.

Sie erhalten hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Nährstoffbilanz Bayern
(Stand: 30.01.2019)

Nährstoffbilanz Bayern - Häufig gestellte Fragen

Gibt es aufgrund der trockenheitsbedingten Ertragsausfälle eine Sonderregelung für die Nährstoffbilanz?

Werden für ein Jahr Sonderregelungen erlassen, können sie hier nachgelesen werden.
(Stand: 19.12.2019)

Jahresbezogene Sonderregelungen im Bereich Düngung

Bis wann muss der Nährstoffvergleich erstellt sein, wenn ich dazu verpflichtet bin?

Der Nährstoffvergleich muss spätestens am 31. März vorliegen. Dabei ist egal, ob er für das vergangene Kalenderjahr oder für das vergangene Wirtschaftsjahr gerechnet wird. Als Nachweis für die rechtzeitige Berechnung zählt das Erstellungsdatum auf dem Ausdruck.
Die letzte Erstellung des Nährstoffvergleichs ist für das Kalenderjahr 2019 bzw. Wirtschaftsjahr 2018/19.
(Stand: 03.06.2020)

Welche Werte müssen bei der Stoffstrombilanz einer Biogasanlage für den Futterzukauf verwendet werden?

In die Stoffstrombilanz müssen die tatsächlich zugekauften/aufgenommen Nährstoffmengen verbucht werden. Die Daten des Einsatzstofftagebuchs können nur als Orientierung, aber nicht als Beleg herangezogen werden. Bei Nährstoffabgang aus der Biogasanlage wird genauso verfahren.
(Stand: 16.04.2021)

Muss ich eine Stoffstrombilanz rechnen?

Wer eine Stoffstrombilanz rechnen muss, kann anhand des Schemas im Kapitel „Stoffstrombilanz nach Hof-Tor-Ansatz“ auf der Internetseite „Nährstoffvergleich im landwirtschaftlichen Betrieb“ ermittelt werden.
(Stand: 16.07.2018)

Nährstoffvergleich im landwirtschaftlichen Betrieb

6. Lagerkapazität

Ist die Lagerkapazität des Festmistes vom Nährstoffgehalt und dem Strohanteil des Mistes abhängig?

Ja. Bei höherem Strohanteil wird auch der Anfall höher.
(Stand: 11.01.2018)

Kann über Güllelagerungsverträge Lagerkapazität nachgewiesen werden?

In Bayern ist die Zupacht von Lagerraum für die notwendige Lagerkapazität anerkannt, wenn ein gültiger schriftlicher Vertrag vorliegt. Ein Mustervertrag steht zur Verfügung
(Stand: 19.12.2019)

Informationen und Programm zur Lagerkapazität

Ist Feldrandlagerung von Geflügelmist möglich?

Nein. Nur der Mist von Huf- und Klauentieren darf am Feldrand gelagert werden.
(Stand: 27.11.2017)

Kann ich durch Gülleseparierung Lagerdauer reduzieren?

Gülle bleibt auch nach der Separation Gülle und wird nicht zu Festmist. Das heißt, die Lagerkapazität im Betrieb muss so groß sein, dass der gesamte Gülleanfall ("flüssigen und festen Anteil") gelagert werden kann. Durch die Separation wird der benötigte Platz in der Güllegrube zwar kleiner, dafür muss aber eine entsprechend große Lagerstätte für den separierten trockenen Gülleanteil nachgewiesen werden.
(Stand: 19.12.2019)

Wann spricht man von einer „leichten Rinderrasse“?

Eine leichte Rinderrasse liegt vor, wenn das Lebendgewicht der Kuh maximal 500 kg beträgt.
Leichte Rassen werden in erster Linie in der Mutterkuhhaltung und für Extensivflächen gehalten, z. B. Hinterwälder, Galloway, Schottische Hochlandrinder, Dexter, Fjäll-Rind, Zwergzebus, Yaks, u.a.. Aber auch Jersey als Milchviehrasse gehört zu den leichten Rassen.
(Stand: 11.01.2018)

Im Excelprogramm zu Berechnung der Lagerkapazität bzw. im Biogasgärrestrechner gibt es das Tabellenblatt „Abweichende Werte“. Können hier Werte für N-/P-reduzierte gefütterte Schweine und Rinder eingegeben werden.

Im Tabellenblatt „Abweichende Werte“ können bereits hinterlege Tiergruppen in ihren Nährstoffanfall etc. angepasst werden. Werte für (sehr) stark N-/P-red. gefütterte Schweine müssen über die Stallbilanz belegt werden. N-/P-reduzierte Fütterung von Milchvieh kann/darf nicht eingegeben werden.
(Stand: 16.04.2021)

Welchen Niederschlag darf ich ansetzen?

Landkreismittel der Wetterstation (Mittel der vergangenen 10 Jahre), siehe Lagerraumprogramm
Falls eine eigene Wetterstation mit den entsprechenden Aufzeichnungen (langjähriger Niederschlag) vorhanden ist, können diese verwendet werden. Es ist ein Mittelwert aus den letzten 10 Jahren zu bilden.
(Stand: 16.04.2021)

Ich halte Pferde und Kleintiere auf meinem Grundstück. Muss ich für meine private Hobbytierhaltung Lagerkapazität für den anfallenden Dung vorweisen?

Die Düngeverordnung unterscheidet nicht zwischen einer landwirtschaftlichen oder privaten Tierhaltung. Das bedeutet, dass die Mindestlagerkapazität (in Abhängigkeit vom Weideanteil) immer vorzuhalten ist. Das kann beispielsweise auch in Form eines wasserdichten Containers oder im Stall selbst sein. Wenn der Lagerraum nicht vorgewiesen werden kann, handelt es sich um einen Verstoß gegen die Düngeverordnung.
(Stand: 16.04.2021)

Wie kann ich meine Lagerkapazität belegen?

Die Lagerkapazität kann über die Berechnung der Lagerkapazität im Lagerraum-Programm belegt werden.
(Stand: 16.04.2021)

Exelprogramm zur Berechnung des Lagerraums

7. Dokumentation der Düngung

Müssen nicht deklariere Nährstoffe dokumentiert werden?

Bei der Düngebedarfsermittlung und damit auch bei der Berechnung der Düngeobergrenze müssen 2021 nur die deklarierten Nährstoffe berücksichtigt werden.
Bei der Aufzeichnungspflicht sind alle Nährstoffmengen zu erfassen.
(Stand: 16.04.2021)

8. Länderregelungen zur DüV (AVDüV) – Rote Gebiete

Welche zusätzlichen Maßnahmen gelten in den Roten und Grünen Gebieten?

Die "Verordnung über besondere Anforderungen an die Düngung und Erleichterungen bei der Düngung (Ausführungsverordnung Düngeverordnung – AVDüV)" ist eine Landesverordnung und setzt die Auflagen bei der Düngung in Gebieten mit einer hohen Nitratbelastung des Grundwassers (sogenannte "rote Gebiete") fest. Betriebe in wenig belasteten Gebieten (sogenannte "grüne Gebiete") können im Gegenzug Erleichterungen erhalten.
(Stand: 30.01.2019)

Ausführungsverordnung DüV – Rote Gebiete, grüne Gebiete

Ab wann gelten die neuen Regelungen für die roten Gebieten?

Die Vorgaben der DüV 2020 zu den roten Gebieten gelten ab 01.01.2021.
Das bedeutet, dass auch die neuen bundeseinheitlichen Maßnahmen ab 01.01.2021 gelten.
Die Maßnahmen „Anbau von Zwischenfrüchten vor allen Sommerkulturen“ oder „Verbot der Herbstdüngung auf Wintergerste, Winterraps und Zwischenfrüchte (ohne Futternutzung)“ sind erstmals im Sommer/Herbst 2021 relevant und umzusetzen.
(Stand: 16.04.2021)

Gibt es für Kulturen auf roten Flächen, bei denen eine Nmin-Probe gezogen werden muss, eine Flächenmindestgröße?

Fruchtarten auf roten Flächen, die auf weniger als einem Hektar (Summe aller roten Flächen mit dieser Fruchtart) im Betrieb angebaut werden, benötigen nicht zwingend eine N-Bodenuntersuchung. In diesen Fällen ist eine N-Simulation für diese Fläche/Flächen ausreichend.
(Stand: 20.02.2019)

Warum wurde eine Neuabgrenzung der Gebietskulissen vorgenommen?

Mitte 2018 hat der Europäische Gerichtshof die Bundesrepublik Deutschland wegen unzureichender Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie verurteilt. Daraufhin hat die Bundesregierung im Mai 2020 die Düngeverordnung novelliert, die die Landesregierungen dazu verpflichtet, bis zum 31.12.2020 Gebiete mit einer hohen Nitrat („rote Gebiete“) bzw. Phosphorbelastung („gelbe Gebiete“) auszuweisen, in denen erhöhte Anforderungen an die Bewirtschaftung der Flächen gestellt werden. Die in Bayern im Jahr 2018 ausgewiesenen roten Gebiete mussten somit überprüft und angepasst werden. Die gelben Gebiete wurden erstmalig ausgewiesen.
(Stand: 16.04.2021)

Welcher Zeitraum muss für die schlagbezogene 170 kg N/ha Grenze auf roten Flächen betrachtet werden?

Bei der schlagbezogenen 170 kg N/ha Grenze wird nicht das Kalenderjahr, sondern das Düngejahr betrachtet.
(Stand: 16.04.2021)