Programm
LfL Düngebedarf – Häufig gestellte Fragen

Bei der Nutzung des Programms "LfL Düngebedarf" mit Nmin-Simulation treten manche Fragen immer wieder auf. Diese wurden hier gesammelt und beantwortet. (Stand: 18.03.2021)

1. Allgemein

Warum wird kein PDF erstellt?
Bitte prüfen Sie in den Eingabemasken der organischen und mineralischen Düngung des Vorjahres, ob sie alle Dünger der Dokumentation hinzugefügt haben. Für die Dokumentation müssen alle Schlösser geschlossen sein.
Erst wenn die Dünge-Dokumentation des Vorjahres abgeschlossen ist, beginnt das Programm mit der Dünge-Planung.
Warum muss ich die Daten aus dem Vorjahr erfassen?
Der Anbau des letzten Jahres ist notwendig für die Anrechnung der Vorfrucht und der organischen Düngung aus dem Vorjahr in der Düngebedarfsermittlung. Gleichzeitig dokumentieren Sie damit die tatsächliche Düngung, sodass bei vollständiger Erfassung die Anlage 5 nach DüV vom Programm erstellt werden kann (Betriebssumme Düngebedarf und Düngung).
Wie kann ich meine Daten schnell erfassen?
Über "Werkzeuge" kann die Eingabe schneller erfolgen, insbesondere bei Betrieben mit vielen Schlägen. Das Fenster der Werkzeuge kann ausgeblendet werden.
Warum werden meine Eingaben nicht gespeichert?
Mit dem "Weiter" –Button gelangt man zum nächsten Schritt und die Eingaben werden dabei gespeichert. Wird über die Menüleiste die Eingabemaske gewechselt, wird die Eingabe nicht gespeichert.
Bei längeren Bearbeitungspausen auf "Weiter" klicken, um die Eingaben zu speichern.
Wenn die Eingabe der Bodenuntersuchung länger dauert, sollte bei der Maske "Bodenuntersuchung" im Werkzeug die Funktion "Analysen speichern" regelmäßig gedrückt werden, damit die Eingaben gesichert werden.
Wo finde ich die Zweitfrucht?
Die Zweitfrucht ist im Reiter "Zwischenfrucht" enthalten. Im Programm steht "Zwischenfrucht" aus Platzgründen immer für "Zwischenfrucht/Zweitfrucht".
LfL Düngebedarf online: Eingabebutton zur automatischen Dokumentation
Warum kommt die Fehlermeldung „… es wurden xx Einträge gefunden, bei denen bereits ausgebrachter organischer Dünger noch nicht abgeschlossen wurde…“?
Mit der Düngeverordnung 2020 ist zusätzlich eine Aufzeichnung der Düngegaben notwendig. Im Programm kann deshalb neben der Düngebedarfsermittlung auch die Aufzeichnung/Dokumentation erfolgen. Die Dokumentation wird auf den Eingabemasken der organischen und mineralischen Dünger über das Schlosssymbol abgebildet. Ist bei einem Schlag mit einer eingetragenen Düngegabe das Schloss geschlossen, gilt die Düngegabe als aufgezeichnet und der Eintrag als abgeschlossen.
Über das angegebene Datum bei einer Düngegabe prüft das Programm, ob die Düngegabe bereits erfolgt ist oder erst geplant ist. Liegt das Datum in der Vergangenheit und das Schloss ist nicht geschlossen, gibt das Programm den Hinweis, dass die ausgebrachte Düngung noch nicht abgeschlossen ist. In diesem Fall muss das Schloss geschlossen werden. Gleichzeitig können Gaben in der Zukunft nicht zu bzw. abgeschlossen sein.
Damit nicht jedes Schloss einzeln geschlossen werden muss, gibt es das Werkzeug „Automatische Dokumentation“. Die Werkzeugleiste befindet sich je nach Bildschirmgröße am rechten Bildrand oder über der Felderliste. Schalten Sie hier die automatische Dokumentation an. Mit einem Klick auf „Speichern und auf Seite bleiben“ oder „Weiter“ werden die zurückliegenden Düngegaben dokumentiert.
(Stand:18.03.2021)

2. Betriebsdaten

Werden die Flächen aus dem Mehrfachantrag eingelesen?
Ja. Es werden die Mehrfachantragsdaten des Vorjahres eingelesen, da die Daten des aktuellen Mehrfachantrags zum Zeitpunkt der Planung noch nicht zur Verfügung stehen.
Es können nur bayerische Flächen eingelesen werden.
Die Flächen, die aus dem Mehrfachantrag übernommen wurden, stimmen nicht.
Bitte beachten Sie, dass der Import der Daten aus dem Mehrfachantrag nur eine Hilfe beim Ausfüllen der Eingabefelder darstellen soll. Falls sich nachträglich Änderungen ergeben haben, so ändern Sie bitte die Eingaben auf die korrekten Daten ab. Diese Daten werden von Ihrem Mehrfachantrag getrennt gespeichert.

3. Flächen

Können Flächen aus anderen Bundesländern im Programm eingetragen werden?
Flächen aus anderen Bundesländern können nicht eingelesen werden und können auch manuell nicht ergänzt werden.
Kann ich meine Flächen individuell sortieren?
Im Untermenü "Felder" kann mit der Angabe einer Zahl vor dem Feldstücksnamen die Sortierung gesteuert werden. Bei den Zahlen 1- 9 muss 01-09 geschrieben werden, damit die Sortierung funktioniert. Wenn es mehr als 99 Flächen sind, dann mit 001-010 etc. nummerieren.
Wie kann ich Flächen teilen?
In den Masken "Zwischenfrucht", "Hauptfrucht" und "Grünland" können die Flächen geteilt werden. Flächen können geteilt werden, in dem bei dem Schlag, der geteilt werden soll, in der Zeile der jeweiligen Fläche auf das grüne Pluszeichen geklickt wird. Gleiches gilt für die Bodenuntersuchungen.

4. Bodenuntersuchung

Warum wird meine Bodenuntersuchung nicht automatisch eingelesen?
Automatisch können nur Untersuchungsergebnisse ins Programm eingelesen werden, bei denen die FID auf dem Erhebungsbogen angegeben wurde, die Untersuchung über das LKP erfolgte und beim Bodenuntersuchungsantrag ein Hacken gesetzt worden ist, dass die Daten an die LfL weitergegeben werden dürfen. In allen anderen Fällen müssen die Bodenuntersuchungsergebnisse manuell erfasst werden.
Tipp zum manuellen Erfassen: Zwischenspeichern über Werkzeug "Analysen speichern".
Ich habe mehrere Bodenuntersuchen für eine Fläche. Darf ich diese Ergebnisse mitteln?
Ja, ein flächengewichteter Mittelwert darf je Fläche (FID) berechnet werden. Dadurch wird je FID nur eine Zeile benötigt und der Ausdruck wird übersichtlicher.
(Stand: 13.01.2020)
Woher kommt die Durchwurzelungstiefe?
Die Durchwurzelungstiefe ist aus der Bodenschätzung abgeleitet und fließt in die N-Simulation ein. Die Durchwurzelungstiefe kann nicht geändert werden.

5. Anbau im Jahr 2019/20 bzw. Planungsjahr 2021

Warum muss ich die Daten auf dem Vorjahr erfassen?
Im Startjahr sind das Vorjahr und das aktuelle Jahr zu erfassen. Die Angaben zum Anbau des letzten Jahres ist notwendig für die Anrechnung der Vorfrucht und der organische Düngung aus dem Vorjahr in der Düngebedarfsermittlung. Gleichzeitig dokumentieren Sie die tatsächliche Düngung, sodass bei vollständiger Erfassung die Anlage 5 nach DüV vom Programm erstellt werden kann (Betriebssumme Düngebedarf und Düngung).
Kann ich den Menüpunkt „Anbau im Jahr 2019/2020“ überspringen/weglassen?
Nein. Werden die Daten aus dem Vorjahr nicht vollständig und richtig erfasst, kann das Programm nicht korrekt rechnen.
Ich habe eine stillgelegte (Teil-)Fläche. Muss ich diese ins Programm eingeben?
Stilllegungen benötigen keine Düngebedarfsermittlung.
Wenn die Fläche, über mehrere Jahre stillgelegt ist, muss die Flächen nicht ins Programm eingegeben werden bzw. kann gelöscht werden.
Ist die (Teil-)Fläche nur kurzzeitig stilllegt, ist es sinnvoller, die Fläche im Programm mitzuführen und bei der Nutzung „Keine Nutzung“ anzugeben. Dadurch wird die Handhabung der Fläche im Programm beständiger und einfacher.
Wie berechne ich den Düngebedarf eines mehrjährigen Feldfutterbaus, der im Frühjahr das letzte Mal geerntet wird und anschließend umgebrochen wird (um die nächste Hauptfrucht anzubauen)?
Dieser Fall muss in den Programmen Düngebedarf-Excel und Düngebedarf-Online wie folgt eingegeben werden: Nach der letzten Ernte des Feldfutterbaus im Herbst muss eine Zweitfrucht angelegt werden. Das letzte Erntedatum des Feldfutters bildet dabei das Saatdatum der Zweitfrucht. Der Nmin-Wert der Zweitfrucht kann den veröffentlichten Nmin-Werten entnommen werden.
Der für die Zweitfrucht berechnete Düngebedarf ist die Düngeobergrenze und umfasst die Herbstdüngung nach dem letzten Schnitt und die Frühjahrsdüngung.
Die Düngegaben werden dokumentiert, wie sie tatsächlich erfolgt sind. Die Düngegabe im Herbst nach dem letzten Schnitt (30/60 kg N/ha) ist – abweichend einer Zweitfruchtdüngung – entsprechend dem mehrjährigen Feldfutterbau erlaubt.
(Stand: 18.03.2021)

6. Nmin und N-Simulation

Wann wird ein Nmin-Wert simuliert?
Der Nmin-Gehalt kann bei der Hauptfrucht 2020 (außer Hopfen, Wein, Spargel, einige Sonderkulturen) simuliert werden. Eine Simulation kann nur erfolgen, wenn die Daten aus dem Vorjahr und Planungsjahr vollständig eingegeben sind.Jede Kultur hat einen Termin, an dem der simulierte Nmin-Wert frühestens zur Verfügung gestellt werden kann.
Zudem können Sie über das Wunschtermin, der nach dem kulturindividuellen Termin liegen muss, den Termin noch genauer festlegen. Wenn das „Heute“-Datum vor dem Wunschdatum liegt und das Wunschdatum somit in der Zukunft, kann der Nmin-Wert noch nicht simuliert werden. (Die Simulation weiß heute noch nicht, wie das Wetter morgen ist und wie es den Nmin-Wert beeinflusst.)
Welche Faktoren haben Einfluss auf die Nmin-Simulation?
Die Nmin-Simulation bilanziert täglich die Stickstoffverluste (Auswaschung, Denitrifikation, N-Entzug durch Pflanzen) und den Stickstoffinput (Mineralisation, Niederschlag, Düngung). Neben der Herbstdüngung wirken sich u.a. die Art der Zwischenfrucht (abfrierend/winterhart, Leguminose/Nichtleguminose) und die Menge der Niederschläge auf die Höhe des simulierten Nmin-Wert aus.
(Stand: 31.03.2021)

Informationen zur Simulation des Nmin-Werts

Bei welchen Kulturen wird der Nmin-Wert simuliert und bei welchen nicht?

Übersicht über im Programm enthaltene Kulturen und für welche eine Nmin-Simulation erfolgt Externer Link

Wird bei der Zweitfrucht der Nmin-Wert simuliert?
Nein. Der Nmin-Gehalt der Zweitfrucht kann nicht simuliert werden. Es muss ein Nmin-Gehalt eingegeben werden, diese Werte sind im Internet (oder Wochenblatt) nachzulesen und einzutragen.
Wird bei einer Zwischenfrucht ein Nmin-Wert simuliert?
Nein. Eine Zwischenfrucht benötigt keine Düngebedarfsermittlung und keine Nmin-Eingabe.
Wird bei mehrschnittigem Feldfutterbau ein Nmin-Wert simuliert?
Nein, da bei mehrschnittigem Feldfutterbau in der Düngebedarfsermittlung kein Nmin-Wert benötigt wird.
Wo sehe ich die simulierten Nmin-Werte?
Die simulierten Nmin-Werte sind auf dem PDF-Ausdruck zu finden.
Wo gebe ich eigene Nmin-Werte ein?
Eigene Nmin-Werte können im "Planungsjahr 2021" unter dem Reiter "Nmin-Werte 2021" in der Spalte "Abschlag Nmin" eingegeben werden.
Welchen Nmin-Wert darf/muss ich bei grünen Flächen verwenden?
Bei grünen Flächen kann der Nmin-Wert aus der eigenen Untersuchung, der Veröffentlichung oder auch aus der N-Simulation verwendet werden.
Wie gebe ich das Untersuchungsergebnis einer EUF-Stickstoffbodenuntersuchung ein?

Anleitung zur Einbindung von EUF-N-Düngeempfehlungen in die LfL-Düngebedarfsermittlungsprogramme pdf 1,8 MB

7. Organische Düngung

Wo gebe ich die Herbstdüngung zur Zwischenfrucht ein, die VOR meiner Hauptfrucht auf dem Schlag stand?
Die Düngung zur Zwischenfrucht 2020/21 ist bei "Planung für 2021" unter "Organische Düngung 2021" zu erfassen.
Wo gebe ich die Herbstdüngung zur Wintergerste nach Getreidevorfrucht und zur Winterraps ein?
Die Herbstdüngung (30/60-Gabe) wird bei "Planung für 2021" unter "Organische Düngung 2021" erfasst. Dabei ist die Herbstdüngung separat von den Frühjahrsgaben mit entsprechendem Datum als Düngung zur Hauptfrucht einzutragen.

8. Mineralische Düngung

In der Auswahl der Mineraldünger ist das verwendete Produkt nicht gelistet. Welche Vorlage ist auszuwählen für den Eintrag "eigene Daten"?
Die Eingabe eigener mineralischer Dünger ist am Seitenende über den Button „Eigene Daten verwenden“ möglich. Im Dropdown-Menü „Vorlage“ ist unter sonstige Dünger der Dünger „eigener Mineraldünger*“ gelistet. Dieser kann ausgewählt werden, um eigene Dünger anzulegen. Es können aber auch vorhandene Mineraldünger entsprechend abgeändert werden.

9. Ausdruck

Woran liegt es, dass in der Übersicht auf dem Ausdruck meine berechneten Düngebedarfsermittlungen nicht mit meinen Flächen übereinstimmen?
Wenn die erfasste Fläche mit den Flächen, für die eine Düngebedarfsermittlung gerechnet wurde, noch nicht übereinstimmt, wurden entweder Flächen weggelassen oder aber auf den Flächen stehen Kulturen, für die noch keine Nmin-Simulation stattfinden kann (siehe Nmin-Simulation), oder Kulturen, welche keine Düngebedarfsermittlung benötigen und keine Düngebedarfsermittlung gerechnet wird, da sie keinen Düngebedarf haben (z.B. Körnerleguminosen, Pufferstreifen).
LfL Düngebedarf Online - Ausdruck mit Wasserzeichen
Warum zeigt die PDF-Datei an, dass die Vorgaben der roten Flächen nicht eingehalten wurden?
Zur Einhaltung der Vorgaben muss entweder die 160/80-Regel oder die Reduzierung des Düngebedarfs der roten Flächen um 20 % erfüllt sein. Wird die 160/80-Regel nicht eingehalten, muss der Düngebedarf der roten Flächen um 20 % gekürzt werden.
Das Online-Programm berechnet zunächst den Düngebedarf ohne (bzw. nur mit den in der Eingabemaske „Weitere Angaben“ manuell eingegebenen Kürzung) aus.
Um die Einhaltung der Vorgaben auf roten Flächen zu prüfen, befindet sich auf der „Ergebnis“-Seite die Rubrik „Betrachtung von nitratbelasteten Flächen (rote Flächen)“. Wählen Sie den Button „Zu den Optimierungsvorschlägen“.
Sie werden auf eine Seite weitergeleitet, auf der zunächst ein Überblick über die Düngung im Betrieb gegeben wird und Vorschläge aufgeführt sind, wie möglicherweise eine Einhaltung der Regel 160/80 erreicht werden kann, ohne dass die Düngung gekürzt werden muss.
Wenn die 160/80 Regel nicht genutzt werden kann/soll, müssen Kürzungen vorgenommen werden. Die werden vom Programm für jeden roten Schlag fruchtartenspezifisch vorgeschlagen. Durch ein Speichern können die vorgeschlagenen Kürzungen übernommen werden, können jedoch auch manuell angepasst werden. Anschließend muss ein neues PDF mit den Kürzungen generiert werden.
(Stand: 18.03.2021)
Was besagt die 160/80-Regel?
Im Schnitt der roten Flächen dürfen insgesamt maximal 160 kg N/ha und davon maximal 80 kg N/ha über mineralische Dünger ausgebracht werden.
(Stand: 18.03.2021)