Qualitätstrends in der bayerischen Milchwirtschaft und ihre Perspektiven

Milchglas
Milcherzeugung und Milchverarbeitung haben in Bayern Tradition. Hinsichtlich der Vermarktung der vielfältigen und hochwertigen Erzeugnisse ist es wichtig, sich vom Durchschnitt abzuheben und das „Besondere“ an den Produkten hervorzuheben.
Das Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte der LfL ermittelt seit einigen Jahren die Anteile der besonderen Qualitäten der Milch, die die bayerischen Molkereien erfassen und verarbeiten.

Zusammenfassung

Der Trend zur Ausdifferenzierung des Rohstoffs Milch hält an und hat im Jahr 2017 weiter an Dynamik gewonnen. Die Auswertung bestätigt, was sich bereits früh im Verlauf des letzten Jahres abgezeichnet hat. Die bayerischen Molkereien haben die Verarbeitung von Biomilch stark ausgebaut. Gleichzeitig ist der Großteil des konventionellen Rohstoffs, Milch, die ohne den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln (Milch OGT) erzeugt wird.
Immer mehr Erzeuger und Verarbeiter widmen sich der Erzeugung und Vermarktung von Heu- und Weidemilchprodukten. Auch wenn der Anteil an der bayerischen Milchmenge gering ist, so bieten diese Segmente gute Verwertungen. Insgesamt belegen die bayerischen Akteure, dass sie sich an den Bedürfnissen der Verbraucher orientieren, die in Umfragen regelmäßig besonderen Wert auf Regionalität, biologische Erzeugung und/oder den Verzicht auf Gentechnik legen.