Forschungs- und Innovationsprojekt
Untersuchung der Renkenbestände in Voralpenseen unter Berücksichtigung der Biomasseabschätzung

Echogramm Starnberger See
Neben dem Fischalter ist die Bestandsdichte eine wesentliche Größe, die im Sinne einer nachhaltigen fischereilichen Bewirtschaftung zu berücksichtigen ist. Zur Beurteilung dieser wichtigen Größe können die Angaben zu den Fangerträgen aus der Berufsfischerei nur bedingt Aufschluss geben, da diese verschiedenen Einflussfaktoren unterliegen.
Regelmäßige standardisierte Versuchsfischereien mit Netzen unterschiedlicher Maschenweiten können Auskunft über die Rekrutierung und umgerechnet in Einheitsfänge auch Hinweise zur Bestandsdichte liefern. Jedoch können die Netzfänge örtlich und zeitlich stark variieren. Eine valide Abschätzung der im Freiwasser des Sees vorhandenen Fischbiomasse und Fischdichte allein anhand von Netzfängen würde einen für die bayerischen Voralpenseen nicht leistbaren Befischungsaufwand erfordern.
Eine vergleichsweise arbeitsextensive und zuverlässige Methode zur Ermittlung dieser Größen ist die Hydroakustik.

Ziel

Ziel der Untersuchungen ist es die Fischbiomasse und Dichte der Renkenbestände im Freiwasser von Ammersee, Bodensee-Obersee, Chiemsee und Starnberger See zu untersuchen.

Methode

Fischbiomasse und Fischdichte werden im Zeitraum von 2018 bis 2020 jährlich einmal mittels Hydoakustik (Simrad EK 80 Split-beam) und ergänzende Netzfischereien ermittelt.

Ergebnis

Es ist beabsichtigt, die Untersuchungen nach Vorliegen der ersten Ergebnisse in den folgenden Jahren fortzuführen.
Projektinformation
Projektleitung: Dr. M. Schubert
Projektbearbeitung: Dr. M. Schubert, Dr. M. Teichert, L. Müller
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Laufzeit: 01.08.2017 – 31.12.2020
Projektpartner: Fachberatung für Fischerei des Bezirkes Oberbayern
Förderkennzeichen: A/17/21