Versuchsergebnisse aus Bayern zur Krankheitsbekämpfung in Getreide

Symptome von Septoria tritici auf einem Weizenblatt

Septoria tritici

In der Zusammenarbeit von Bayerischer Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) führt der amtliche Pflanzenschutzdienst in Bayern Feldversuche durch zur gezielten Prüfung von Pflanzenschutzmitteln, zur Entwicklung von Verfahren der Schaderregerbekämpfung unter besonderer Berücksichtigung von Resistenzentwicklungen, sowie zur Bereitstellung von Versuchsergebnissen für Beratung und Ausbildung.
Im Bereich der Krankheitsbekämpfung im Getreide werden dazu in der Regel an mehreren Standorten Versuche zur Prüfung von Entscheidungssystemen zur gezielten Schadpilzbekämpfung durchgeführt. Neben einer Fungizid-freien Kontrolle und einer Maximal-Variante („Gesundvariante“), enthalten die Versuche stets auch Versuchsglieder, in denen ein möglicher Fungizdeinsatz nach den Bekämpfungsschwellen des „Weizen- und Gerstenmodells Bayern“ erfolgt.

Die Versuche umfassen folgende Kulturen:

  • Winterweizen (je 8-9 Standorte)
  • Wintergerste (je 6-8 Standorte)
  • Sommergerste (je 3-4 Standorte)
  • Winterroggen (je ein Standort im Landkreis Ansbach)
  • Wintertriticale (je 1-2 Standorte)
  • Spelzweizen (Standort Günzburg, 2010-2012)
  • sowie Versuche zur Fusarium-Bekämpfung in Winterweizen und Wintertriticale (je an der Versuchsstation Frankendorf, Landkreis Erding)
Der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel ist auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Die Versuchsergebnisse beinhalten deshalb nicht nur die biologische Ertragswirkung der Fungizide, sondern bewerten auch die Wirtschaftlichkeit der Pflanzenschutzmaßnahme durch Angabe des kostenbereinigten Mehr- bzw. Minderertrages. Die Absoluterträge sind hierbei um die jeweiligen Kosten der Pflanzenschutzmittel und den variablen Maschinenkosten für deren Ausbringung vermindert. Die zugrundeliegenden Erzeugerpreise für die jährliche Verrechnung werden zentral vom Institut für Betriebswirtschaft und Agrarstruktur der LfL vorgegeben. Aufgrund der großen Schwankungen der Erzeugerpreise in den Jahren 2007 bis 2009 erfolgt dies seit 2010 als gleitende Fünf-Jahres-Mittelwerte.
Anmerkung:
In der Darstellung der Versuchsergebnisse sind teils auch nicht zugelassene Prüfmittel enthalten. Diese sind entweder mit einer internen Firmen-Nummern aufgeführt, oder, falls der vorgesehene Handelsname im Prüfjahr schon feststand, ist dieser in Klammern gesetzt. Nachfolgende Datei enthält eine Zuordnung der Prüfmittel zum späteren Handelsnamen, sowie den aktuellen Status der Zulassung.