Monitoring der Getreidekrankheiten in Bayern

Gerstenblätter mit rostfarbenen Flecken

In der Zusammenarbeit von Bayerischer Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) führt der amtliche Pflanzenschutzdienst in Bayern ein Monitoring der jährlich auftretenden Getreidekrankheiten durch.

Auf diese Weise werden für die Beratung und die landwirtschaftliche Praxis Entscheidungshilfen für gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt, um die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf das notwendige Maß zu beschränken. Dazu wird von Anfang April bis Mitte Juni wöchentlich der Befall mit den wichtigsten Pilzkrankheiten in fungizidfreien Spritzfenstern von Praxisschlägen untersucht. Anhand von wissenschaftlich definierten Bekämpfungsschwellen nach dem „Weizen- und Gerstenmodell Bayern“ wird die Bekämpfungswürdigkeit der einzelnen Schaderreger eingestuft. Die Ergebnisse aller Standorte werden wöchentlich aktualisiert in Übersichtskarten und Regionaltabellen mit Fachkommentar dargestellt. Von ausgewählten Standorten werden die Daten zusätzlich über das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt veröffentlicht.

Die jährlichen Monitoring-Erhebungen umfassen folgende Getreidearten:

  • Winterweizen (ca. 75 Standorte)
  • Wintergerste (ca. 55 Standorte)
  • Sommergerste (ca. 25 Standorte)
  • Wintertriticale (ca. 15 Standorte)