Pilzkrankheiten in Triticale – Monitoring
Aktuelle Hinweise vom 13.05.2026
Pünktlich zu den Eisheiligen sorgt eine durchziehende Kaltfront für einen deutlichen Temperaturrückgang. Am Mittwochmorgen war lokal sogar nochmals Frost in Bodennähe möglich. Ab dem Wochenende soll es nun aber wieder stetig wärmer werden, für kommende Woche werden teils wieder 20 Grad vorhergesagt. Die Tiefdruckausläufer brachten die dringend nötigen Niederschläge. Seit letzter Woche bis Dienstag waren es in der Summe im Mittel des LfL-Messnetzes 21 mm, bei einer weiten Spanne der Stationen von 7 bis 50 mm aufgrund der teils kleinräumigen Schauerzellen. Für Christi Himmelfahrt und die Folgetage ist weiterer, teils auch ergiebiger Regen vorhergesagt. Nach der bis Anfang Mai andauernden Trockenheit, finden mit der Feuchte nun auch viele pilzliche Schaderreger erstmals günstige Bedingungen vor. Darauf ist bei den Kontrollen und möglichen Maßnahmen zu achten.
Die Spanne der Entwicklung von Triticale reichte am Montag dieser Woche vom Spitzen des Fahnenblattes (BBCH 37) bis kurz vor Beginn des Ährenschiebens (BBCH 49). Bereits seit mehreren Wochen lässt sich in Triticale, anders als in weiteren Getreidearten, häufiger Krankheitsbefall finden. Anfangs vor allem Mehltau und ersten Gelbrost, aktuell auch häufiger Rhynchosporium-Blattflecken, teils sind die Bekämpfungsschwellen überschritten. Ab BBCH 39 lässt sich Triticale, auf Standorten ohne schlagspezifisches Fusariumrisiko, mit einer Maßnahme ausreichend bis zur Abreife schützen. Wie für Weizen eignen sich dazu breitwirksame Azol-Mischungen mit Carboxamid-, Picolinamid- und/oder Strobilurin-Anteil. Die Regelaufwandmengen lassen sich gegenüber dem Weizen moderat, um bis zu 20 Prozent reduzieren. Anders als vielfach im Vorjahr ist aufgrund der weiterhin regnerischen Witterung für Betriebe mit schlagspezifischem Fusarium-Risiko bei stärkeren Ausgangsbefall eine Vorbehandlung nötig, bevor in etwa 2 Wochen die eigentliche Blütenbehandlung folgt. Mittelwahl und weitere Hinweise dazu finden Sie in den Fungizidstrategien, unten auf dieser Seite.
In vielen gesunden Triticalebeständen kann dagegen weiter abgewartet werden, gleiches gilt für Schläge, wo eine erste Fungizidmaßnahme weniger als zwei Wochen zurückliegt.
Weitere Hinweise zu Strategien und Fungiziden finden Sie in den untenstehenden Informationen:
Prognose Halmbruchkrankheit (SIMCERC)
Prognose Triticalekrankheiten (SIG)
Weitere Informationen

