Ölfrüchte, Eiweißpflanzen, Zwischenfrüchte

Mit knapp 130.000 ha nimmt der Ölsaatenanbau in Bayern als Blattfrucht nach wie vor eine wichtige Rolle in der Fruchtfolgegestaltung ein. Vor allem in den fränkischen Ackerbaugebieten ist der Winterraps, der mit circa 98 % fast allein den Ölsaatenanbau darstellt, für Marktfruchtbetriebe eine geschätzte Ölfrucht.
Mit knapp einem Prozent Anteil an der Ackerfläche ist der Leguminosenanbau in Bayern zu einer Nischenkultur geworden. Aus Gesellschaftspolitischen Gesichtspunkten und zur Fruchtfolgeauflockerung wäre eine Ausdehnung des Eiweißpflanzenanbaues wünschenswert und soll daher gefördert werden.

Kontakt
Arbeitsbereich Pflanzenbausysteme bei Öl- und Eiweißpflanzen, Zuckerrüben und Zwischenfruchtanbau, Fruchtfolgen
Koordination: Dorothea Hofmann
Tel.: 08161 8640-3635
E-Mail: Pflanzenbau@LfL.bayern.de

Ölfrüchte

Raps

Rapsfeld

In einem über Bayern verteilten Versuchsstellennetz findet eine Prüfung deutschland- und EU-weit zugelassener Raps-Sorten statt. Die für die jeweiligen Anbaugebiete besonders geeigneten Sorten werden auf der Basis dieser mehrjährigen, standardisierten Versuche herausgefiltert.  Mehr

Raps: Versuchsberichte

Korn- und Marktwarenerträge Winterraps 2021 pdf 313 KB

Eiweißpflanzen

Futtererbse

Feldbestand Erbsen

Bei Futtererbsen ist bei der Sortenwahl auf gute, krankheitstolerante Saatgutqualität achten. Momentan sind halbblattlose Wuchstypen für die Körnererzeugung am besten geeignet.  Mehr

Sortenempfehlung Futtererbse für den Anbau 2022 pdf 43 KB

Ergebnisse der Landessortenversuche Erbse 2021 pdf 59 KB

Ackerbohne

Ackerbohnenbestand

Der Ackerbohnenanbau findet zu weiten Teilen in ökologisch wirtschaftenden Betrieben statt. Da in Deutschland kaum noch neue Sorten zugelassen werden, werden verstärkt auch EU Sorten geprüft, um einen möglichen Züchtungsfortschritt zu finden.   Mehr

Sortenempfehlung Ackerbohne für den Anbau 2022 pdf 43 KB

Ergebnisse der Landessortenversuche Ackerbohne 2021 pdf 63 KB

Sojabohne

Sojabohnenfeld

Als qualitativ hochwertige Eiweißpflanze ist die Sojabohne zur Verringerung der Eiweißlücke in der Tierfütterung eine hoch interessante Alternative. In den letzten Jahren hat der Anbauumfang in Bayern rasant zugenommen. Ist der Anbau in allen Ackerbaulagen Bayerns möglich?  Mehr

Sortenempfehlung Sojabohne für die Aussaat 2022 pdf

Ergebnisse der Landessortenversuche Sojabohne 2021 pdf 72 KB

Forschung zur Sojabohne und anderen Eiweißpflanzen

Lupine

blühende Lupinen

Der Anbau von Süßlupinen wäre eine Möglichkeit zur Steigerung der heimischen Eiweißfuttermittelerzeugung. Welche Erfahrungen haben Wissenschaftler und Praktiker mit den verschiedenen Lupinenarten in Versuchen bisher gemacht?  Mehr

Forschung zur Lupine und anderen Eiweißpflanzen

Forschung und Biotechnologie

Lupinenblüte mit Tüte zum Schutz vor Fremdbestäubung

Die Agrarpolitik fördert eine Stärkung der heimischen Eiweißpflanzenerzeugung. Der Leguminosenanbau soll aus ökologischen und gesellschaftlichen Gründen wieder zunehmen und die Züchter diese Pflanzenfamilie wieder stärker bearbeiten. Die Ökosystemleistungen und der Ressourcenschutz des Leguminosenanbaus soll genutzt, die Eiweißversorgung aus heimischer Produktion gesteigert und verbessert und regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden. Dazu ist vorgesehen, zusätzlich zu Modellregionen und Demonstrationsnetzwerken, die einen raschen Wissenstransfer in landwirtschaftliche Betriebe fördern und die Beratung in der Fläche etablieren, die Züchtung und Forschung zu regenerieren und zu stärken. Die LfL kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten.   Mehr

Zwischenfrüchte

Rotkleebestand als Stickstoffsammelnde Zwischenfrucht
Der Anbau von Zwischenfrüchten erfüllt im Ackerbau eine Vielzahl von ökologischen und agronomischen Funktionen. Neben dem Erhalt und der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, dem Erosions- und Grundwasserschutz soll zukünftig über das sogenannte „Greening“ die Biodiversität gefördert werden. Welche Zwischenfrüchte für den jeweiligen Betrieb am besten geeignet sind, hängt entscheidend von den einzelbetrieblichen Gegebenheiten ab.