Arbeitsschwerpunkt
Grünlandbewirtschaftung und Berglandwirtschaft

Grünland hat einen Anteil von 34 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Bayern und prägt das Landschaftsbild in den touristisch stärksten Regionen. Daher ist die Gewährleistung einer nachhaltigen, möglichst flächendeckenden, vielfältigen und standortsangepassten Bewirtschaftung des Grünlandes ein wichtiges Anliegen. Eine effiziente Grünlandbewirtschaftung erhöht die ökonomische Attraktivität von Grünland und dient damit auch anderen Zielen, wie beispielsweise der Verringerung der Nährstoffkonkurrenz zwischen Menschen und Nutztieren. Grünland ist auch eine wichtige CO2-Senke.
Die Ziele des Arbeitsschwerpunktes Grünlandbewirtschaftung und Berglandwirtschaft sind die Förderung und Stärkung einer nachhaltigen, standortsgerechten und wirtschaftlichen Grünlandnutzung und damit der Erhalt der Grünlandnutzung in der Fläche.
Der Arbeitsschwerpunkt deckt ein breites fachliches Spektrum ab. Es reicht von Grünlandmonitoring oder Untersuchungen von Verlusten in der Futterwirtschaft bis zur Steigerung der Wertschätzung der Grünlandbewirtschaftung in der Öffentlichkeit. Berglandwirtschaft zeigt in weiten Teilen einen sehr engen Bezug zur Grünlandwirtschaft in anderen Regionen, deshalb befasst sich dieser Arbeitsschwerpunkt mit allen Fragen der Berglandwirtschaft. Im Ergebnis werden direkt anwendbare Empfehlungen für eine optimierte Bestandsführung, Futter- und Weidewirtschaft sowie für den Erhalt von artenreichen Grünlandbeständen für die Praxis erarbeitet.

Aktuell

Forschungsprojekte

Grünland AS Themenbild

Effiziente und nachhaltige Grünlandbewirtschaftung

Flächenmäßig stellt das Dauergrünland in Bayern mit rund einem Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche den größten Anteil. In der Bewirtschaftung ergeben sich eine Vielzahl von Fragen zur Bestandsführung, zur Umweltwirkung und der Verwertung beim Tier, so dass die meisten Institute der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in der Grünlandforschung tätig sind.

Projektseiten

Weideochse Berglandwirtschaft

Berglandwirtschaft

Im Sinne einer umfassenden Betrachtung werden zum Beispiel Themen wie die Förderung der Biodiversität durch ressourcenschonende Bewirtschaftung, die Vermarktung regionaler Produkte und Spezialitäten sowie die Förderung von Erwerbskombinationen bearbeitet. Die angewandte Forschung leistet hier einen Beitrag für die Herausforderungen der Praxis Lösungen zu finden und zu erproben.

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Praxisinformationen

Fachbeiträge

Publikationen

Hintergrund

Zielsetzung

Ziel des Arbeitsschwerpunktes ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen, möglichst flächendeckenden und standortangepassten Bewirtschaftung des Grünlandes in Bayern zu gewährleisten. Der Arbeitsschwerpunkt bündelt und koordiniert dabei die Arbeiten zum Grünland an der LfL unter Einbindung der Beratung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Im Vordergrund der Arbeit des steht aufgrund der zunehmenden Flächenknappheit die Effizienz der Grünlandbewirtschaftung unter klarer Beachtung der Kriterien der Nachhaltigkeit. Bei gleichem Aufwand soll mehr „Netto vom Brutto“ vom Grünland erzielt werden. Um die je nach Fragestellung unterschiedlichen Ziele zu erreichen, laufen eine Reihe von möglichst übergreifenden und praxisnahen Forschungsprojekten. Die Ergebnisse werden in LfL-Schriften, Vorträgen, Tagungen und Beraterschulungen der Praxis vermittelt.
Der Arbeitsschwerpunkt greift die speziellen Fragen und Perspektiven landwirtschaftlicher Betriebe in Berggebieten und Gebieten mit vergleichbaren Bewirtschaftungserschwernissen auf. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Berglandbewirtschaftung durch:
  • ressourcenschonende Bewirtschaftung
  • Ausgleich zwischen den Erfordernissen einer zeitgemäßen Bewirtschaftung und Naturschutzbelangen (z.B. Waldweide, Viehbesatz, notwendige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung von Almen und Alpen)
  • Vermarktung regional erzeugter Produkte (Spezialitäten wie z.B. Bergkäse, Heumilch, Heumilchprodukte, Wildkräuterverarbeitung)
  • Förderung von Erwerbskombinationen (z.B. Bewirtung auf Almen und Alpen, Energiegewinnung, Forstwirtschaft, Natur- und Landschaftspflege, Urlaub auf dem Bauernhof)
  • Förderung/Erhaltung der regionaltypischen Kulturlandschaft (z.B. landwirtschaftliches Bauen, Weidehaltung)

Themen

  • Förderung und Stärkung einer nachhaltigen, standortgerechten und wirtschaftlichen Grünlandbewirtschaftung
  • Erhalt der Grünlandnutzung in der Fläche
  • Steigerung der Wertschätzung der Grünlandbewirtschaftung in der Öffentlichkeit
  • Erarbeitung von Empfehlungen zur Ausrichtung der Grünlandbewirtschaftung
  • Themen Erhaltung und Entwicklung der Kulturleistung und Kulturlandschaft in den Regionen mit Berglandwirtschaft
  • Grünland, Landschaftspflege: behandelt werden Sonderfragen soweit diese nur in Höhenlagen über 800 m relevant sind
  • Erhaltung und Entwicklung der landwirtschaftlichen Nutzung der Talbetriebe zur Erhaltung der Almen und Alpen durch:
    • Diversifizierung
    • Vermarktung
    • Regionalität
    • Markenprogramme
  • institutsübergreifende Plattform der mit Grünland befassten Arbeitsgruppen unter Einbeziehung von weiteren Beteiligten aus Verwaltung und Praxis

Beteiligte Institute und Abteilungen

Ansprechpartner
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Dr. Stephan Hartmann
Am Gereuth 4
8536 Freising
Tel.: 08161 71 3650
Fax: 08161 71-4305
E-Mail: Pflanzenbau@LfL.bayern.de