Biodiversität im Ökologischen Landbau

Ein wichtiges Ziel des ökologischen Landbaus ist die Erhaltung der Biodiversität. Diese schließt auch die durch die historischen Aktivitäten des Menschen und seiner Haustiere entstandene Vielfalt wild lebender Arten der Agrarlandschaften mit ein. Zahlreiche Biobetriebe engagieren sich über die Einhaltung der Richtlinien hinaus für die Biodiversität – durch Neuanlage oder Wiederherstellung naturnaher Vegetationsstrukturen wie Hecken oder Streuobstanlagen. Auch für die Erhaltung von Ackerwildkräutern bietet der Ökolandbau besonders günstige Voraussetzungen, was vor allem am Verzicht auf Herbizide liegt, zum Teil auch an der geringeren Intensität der Stickstoffdüngung und der damit verbundenen geringeren Konkurrenz durch Kulturpflanzen.

Wiederansiedlung von gefährdeten Ackerwildkräutern auf Flächen von Biobetrieben

Echter Frauenspiegel

Echter Frauenspiegel

Im ökologischen Landbau werden keine Herbizide angewendet, somit liegen günstige Ausgangsbedingungen für die Ansiedlung von seltenen und gefährdeten Ackerwildkräutern vor, aber die Zielarten des Naturschutzes kommen auf diesen Flächen oft nicht vor. Ziel der Arbeit ist es die Bedingungen für eine erfolgreiche (Wieder-)ansiedlung von Ackerwildkräutern zu erarbeiten.

Forschungsergebnisse und Veröffentlichungen

Streuwiesen nutzen – Artenvielfalt erhalten

Streuwiesen zu nutzen ist besonders im Ökobetrieb interessant. Das LfU und die Öko-Erzeugerringe haben unter Mitwirkung der LfL einen Leitfaden für den Bayerischen Voralpenraum zur Nutzung von Streuwiesen herausgegeben.

Nutzen und Förderung der Regenwürmer im ökologischen Landbau

Regenwürmer vernetzen die Bodenhorizonte, verbgringen aktiv Kohlenstoff in den Boden, schaffen Lebensräume für die Mesofauna und sind Nahrungsgrundlage epigäischer Arten, insbesondere von Laufkäfern. Diese LfL-Beratungsgrundlage gibt grundlegende Informationen über die verschiedenen Arten von Regenwürmern in Bayern und wie diese, speziell im ökologischen Landbau, gefördert werden können.

Mehr zum Thema

Arbeitsschwerpunkt
Ökologischer Landbau

Die Forschung und Entwicklung zum ökologischen Landbau wird an der LfL seit ihrer Gründung im Jahr 2003 als Querschnittsaufgabe (Arbeitsschwerpunkt) organisiert. An den neun Instituten der LfL wurden im Zeitraum 2008 bis 2013 rund 50 Forschungsprojekte zum ökologischen Landbau in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Praxisbetrieben und der Ökolandbau-Beratung in Bayern bearbeitet. Mehr