Projektsteckbrief
Status-Quo-Analyse der Märkte für Öko-Lebensmittel in Bayern

Biotüte mit Zwiebeln

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Kurzbeschreibung und Methode

Die Status-Quo-Analyse der Märkte für Öko-Lebensmittel in Bayern umfasst neben der Erhebung von Anbauflächen und der Tierzahlen von Öko-Betrieben auch die Struktur der Verarbeitungsunternehmen in Bayern sowie die Entwicklung der Zeichennutzer des Bayerischen Qualitäts- und Herkunftszeichens „Öko-Qualität garantiert – Bayern“. Daneben stellt sie den Öko-Landbau in Bayern in den Zusammenhang zum Marktgeschehen im Bereich des Öko-Landbaus in Deutschland, der EU und auf anderen Kontinenten. Es werden auf Bundesebene die wichtigsten Einzelmärkte im Hinblick auf Absatzmöglichkeiten und Preisgeschehen analysiert. Die Daten werden jährlich aktualisiert.

Ergebnisse

  • Der deutsche Bio-Markt setzt seinen Wachstumskurs fort. 2013 ist er – verglichen mit dem Vorjahr – von 7,04 Mrd. € auf 7,2 Mrd. € um 7 % gewachsen. Das Umsatzplus gegenüber 2012 verteilt sich mit stetigem Wachstum auf alle Absatzwege.
  • Im Jahr 2013 haben die deutschen Haushalte ca. 6 % mehr Geld für Bio-Produkte einschließlich Bio-Getränke ausgegeben als im Vorjahr.
  • Mit einem Umsatzanteil von 30 % ist Deutschland der größte Absatzmarkt für Bio-Produkte in Europa.
  • Auf Erzeugerseite hat sich in Deutschland im Jahr 2013 nur ein verlangsamter Zuwachs von 1 % bei der ökologisch bewirtschafteten Fläche ergeben. Der relative Anteil der Bio-Betriebe in Deutschland beträgt Ende 2013 8,2 %, die ökologisch bewirtschaftete Fläche hat einen Anteil von 6,3 % an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche und umfasst 1.044.953 ha.
  • Die Zahl der landwirtschaftlichen Öko-Betriebe und die ökologisch bewirtschaftete Fläche hat sich in Bayern verlangsamt nach oben entwickelt. Bayern ist das Bundesland mit der höchsten Flächenausstattung im Öko-Landbau und rangiert bei der Zahl der Öko-Betriebe ebenfalls an erster Stelle, gefolgt von Baden-Württemberg.
  • Zum Jahresende 2013 wirtschafteten in Bayern 6.558 Betriebe nach den Regeln des ökologischen Landbaus, das waren 1,7 % weniger als 2012. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche stieg 2012 innerhalb eines Jahres um 1,9 % von 207.900 ha auf 212.000 ha. Die durchschnittliche Betriebsgröße der im Kontrollsystem stehenden Betriebe erhöhte sich um 1,3 ha auf 32,3 ha.
Publikationen
Agrarmärkte Jahresheft 2013, Teilauszug: Bio-/Ökoprodukte, LfL Schriftenreihe, S. 279-309

Jahresheft Agrarmärkte 2013 (LfL-Schriftenreihe)

Agrarmärkte Jahresheft 2014, Teilauszug: Bio-/Ökoprodukte, LfL Schriftenreihe, S 283-312

Jahresheft Agrarmärkte 2014 (LfL-Schriftenreihe) Externer Link

Projektinformation
Projektleitung: Johannes Enzler, Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte (IEM)
Projektbearbeitung: Kathrin Volz-Lichtenegger, IEM
Projektpartner: Lutz Ralf Hamm, Institut für Betriebswirtschaft und Agrarstruktur der LfL
Laufzeit: 2013-2017
Finanzierung: Eigenmittel LfL

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