Projekt SoLaBay: Netzwerktreffen der Reallabore
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Im Rahmen des Forschungsprojekts SoLaBay sind für jeden der vier Projektbetriebe fünf Netzwerktreffen in Präsenz vorgesehen.
Im Vorfeld wurden alle relevanten Akteure identifiziert und gezielt zu den ressortübergreifenden Treffen eingeladen.
Zweite Runde der Netzwerktreffen
Die ersten Netzwerktreffen dienten neben dem Kennenlernen von Betrieb und Partnerorganisationen dem Ausloten der inhaltlichen Schwerpunkte und Entwicklungsmöglichkeiten. In der zweiten Runde der Netzwerktreffen im Februar und März 2026 haben die beteiligten Projektbetriebe ihre Planungen weiter konkretisiert und vertieft. Im Fokus der zweiten Netzwerktreffen standen die individuellen Vorhaben auf den Höfen sowie der Besuch von Beispielbetrieben.
Senioren-Wohnen auf dem Bauernhof
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Im Bereich Senioren-Wohnen plant Stefanie Nold auf ihrem Betrieb unter dem Motto und Titel "Dahoam in Ast“ ein Angebot. Inspiration konnte sie sich Ende Januar beim Besuch des Beispielbetriebs "Servicewohnen Brauneis" holen, der dies seit 1998 erfolgreich umsetzt. Direkt im Anschluss an die Betriebsbesichtigung fand vor Ort das zweite Netzwerktreffen statt. Die Netzwerkpartner diskutierten verschiedene Szenarien, in welcher Form und in welchem Umfang das Seniorenwohnen auf dem Forstbetrieb von Frau Nold realisiert werden könnte. Angedacht sind drei bis acht Wohneinheiten, die bei Bedarf durch einen ambulanten Pflegedienst betreut werden können. Eine Machbarkeitsanalyse durch einen Architekten soll in Kürze weitere Klarheit bringen, wie der Umbau praktisch und finanziell gestaltet werden kann.
Stundenweise Seniorenbetreuung auf dem Bauernhof
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Auch im Bereich der stundenweisen Seniorenbetreuung wurden die Planungen weiter vorangetrieben: Kathrin Thaller baut einen ehemaligen Kuhstall zu einer Ergotherapiepraxis mit dem Schwerpunkt auf Tiergestützten Angeboten für Seniorinnen und Senioren um. Die Umbauarbeiten auf dem "Therapiehof Spornhaller" sind bereits in vollem Gange. Mit diesem Vorhaben verwirklicht sie ihr Ziel, ihre Tätigkeit als Ergotherapeutin und zertifizierte Fachkraft für tiergestützte Interventionen künftig auf dem eigenen Hof anzubieten. Im Februar besuchte das Netzwerk ergänzend den „Krümelhof“ bei Augsburg. Dort leben aktuell rund 186 Tiere, es finden tiergestützte Angebote statt. Der Besuch diente dem fachlichen Austausch und bot Inspiration für die eigene Projektumsetzung. So ging es um Anforderungen des Veterinäramtes, wie der Erfüllung des § 11, und welche Kanäle zur Kundenakquise sinnvoll sind.
Kinder- und Jugendhilfe auf landwirtschaftlichen Betrieben
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Im Handlungsfeld Kinder- und Jugendhilfe plant Simone Köppel, auf dem "Kuddelmuddelhof" ein Angebot für schulabstinente Kinder und Jugendliche aufzubauen. Vorgesehen ist eine Betreuung von Mädchen und jungen Frauen im Alter von 14 bis 27 Jahren von Montag bis Freitag auf dem Hof. Im März kamen – anknüpfend an die ersten Abstimmungen – am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Münchberg Vertreterinnen und Vertreter der Jugendämter, des Schulamts sowie der Regierung von Oberfranken zusammen, um die Umsetzungsmöglichkeiten weiter zu konkretisieren. Herausforderungen bestehen insbesondere in der Erreichbarkeit der Zielgruppe sowie in der Sicherstellung der Erfüllung der Schulpflicht. Diese Aspekte machen ein erneutes Überdenken und gegebenenfalls eine Anpassung der Zielgruppe im Rahmen dieses Pionierprojekts erforderlich.
Inklusionsarbeitsplätze in der Landwirtschaft
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Auch im Bereich Inklusionsarbeitsplätze wurden im zweiten Netzwerktreffen die Überlegungen weiter vertieft. Daniela Krafft plant, auf dem "Krafftort" zeitnah zwei Menschen mit Beeinträchtigung zu beschäftigen. Daniela Krafft wird dabei als "Andere Leistungsanbieterin" tätig werden. Im Februar besuchte das Netzwerk den "Karibuhof“ bei Lindau. Dort sind bereits zwei junge Frauen mit Beeinträchtigung fest in den Arbeitsalltag integriert. Im anschließenden Netzwerktreffen vor Ort wurden gemeinsam mit Vertreterinnen des Bezirks sowie Praktikern Möglichkeiten der Vernetzung und Ansätze zur Finanzierung diskutiert.
Erste Runde der Netzwerktreffen
Im November und Dezember 2025 fanden an verschiedenen Standorten in Bayern die ersten Netzwerktreffen der beteiligten Projektbetriebe statt. Gemeinsam wurden wichtige Weichen für die praxisnahe Weiterentwicklung der Projektbetriebe gestellt.
Seniorenwohnen: Auftakttreffen in Landshut
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Am 11. November kamen Netzwerkpartnerinnen und -partner zum Schwerpunkt "Seniorenwohnen" erstmals zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens standen innovative Wohnformen für ältere Menschen, beispielsweise ambulant betreute Wohngemeinschaften und Service-Wohnen, sowie deren Umsetzbarkeit für unseren Projektbetrieb. Gemeinsam wurden konkrete nächste Schritte und die Einbindung weiterer Netzwerkpartner und Entscheidungsträgerinnen und -träger geplant. Unter den Anwesenden waren die Projektleitung der LfL, die zuständige Ansprechpartnerin des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Landshut, ein spezialisiertes Beratungsteam für Senioren-WGs, die Seniorenbeauftragte des Landkreises Landshut sowie die Koordinationsstelle Pflege und Wohnen.
Stundenweise Seniorenbetreuung auf dem Bauernhof: Treffen in Fürstenfeldbruck
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Am 20. November stand am AELF Fürstenfeldbruck die geplante stundenweise Betreuung von Seniorinnen und Senioren auf dem Bauernhof im Fokus. Geplant ist die Errichtung einer Ergotherapiepraxis mit tiergestützten Interventionen im umgebauten Stallgebäude. Die Hofeigentümerin, eine erfahrene Ergotherapeutin mit Schwerpunkt Demenz und Schlaganfall, wird im kommenden Jahr die ISAAT-zertifizierte Qualifikation für tiergestützte Interventionen mit Bauernhoftieren abschließen. Ein konkreter Bauplan ist bereits vorhanden: Die entstehende Praxis soll direkten Blickkontakt zu Schafen und Eseln ermöglichen. Zum ersten Austausch waren Vertreterinnen und Vertreter des AELF, der LfL, des Amtstierarztes, der Versicherungskammer Bayern, des Deutschen Verbands Ergotherapie sowie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Bayern eingeladen.
Tagesstätte für schulabstinente Jugendliche: Treffen in Münchberg
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Ein weiterer Meilenstein war das Netzwerktreffen am 24. November am AELF Bayreuth-Münchberg zur Entwicklung einer tiergestützten, heilpädagogischen Bauernhof-Tagesstätte für schulabstinente Jugendliche. Da dieser Ansatz für alle Beteiligten Neuland bedeutet, bedarf es umfassender Abstimmungen. Entsprechend vielfältig war die Expertise der Teilnehmenden: Vertreterinnen und Vertreter der Regierung von Oberfranken (Soziales und Jugend), des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie Fachleute vom AELF zu Baurecht, Fördermitteln und Sozialer Landwirtschaft tauschten sich intensiv aus.
Inklusionsarbeitsplätze in der Landwirtschaft: Austausch in Kempten
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Den Abschluss bildete das Netzwerktreffen am 03. Dezember am AELF Kempten mit dem Fokus auf Inklusionsarbeitsplätze. Besonders intensiv wurde darüber diskutiert, mit welchen Ansätzen Menschen mit Beeinträchtigung für diese Arbeitsplätze gezielt gewonnen werden können. Auch die Vernetzung von Betrieben, die wie die Betriebsleiterin als Anderer Leistungsanbieter Menschen mit Beeinträchtigung beschäftigen, war Thema. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter des Bezirks Schwaben, der EAA Schwaben, die Leiterin des "Karibuhofs" mit aktuellen Erfahrungen als inklusiver Anbieter, die Projektbeteiligten der LfL und HSWT sowie die Ansprechperson des AELF Kempten.
Mit viel Engagement und Fachwissen wurden bei allen Treffen die nächsten Schritte festgelegt und ein reger Austausch gepflegt. Wir freuen uns, unser Projekt durch die aktive Mitarbeit aller beteiligten Akteure weiter voranbringen zu können.
Für weitere Informationen über das Projekt SoLaBay und die Möglichkeiten der Beteiligung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
E-Mail: Diversifizierung-IBA@LfLbayern.de
Bildnachweis:
Kopfbild, Foto: Freudenstein

