Was dürfen Photovoltaik(PV)-Dachanlagen bis 100 kWp ab Februar 2019 kosten?

Schmuckbild: Euromünzen und ein Laptop, überdeckt von einem Liniendiagramm
Wie viel eine Photovoltaik-Dachanlage schlüsselfertig installiert unter den neuen Vergütungsbedingungen des EEG 2017 kosten darf, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Dem Stromertrag und den eigenen Renditeansprüchen. Die spezifischen Anschaffungskosten belaufen sich für Kleinanlagen bis 10 kWp je nach Standort und Renditeanspruch auf ca. 780 bis 1.160 €/kWp.

Was dürfen Photovoltaik(PV)-Dachanlagen ab Februar 2019 kosten? - Infoblatt zum Download

Das Infoblatt enthält genauere Informationen zu den spezifischen Anschaffungskosten und zur Berechnungsmethodik.

Spezifische Anschaffungskosten für Photovoltaik-Dachanlagen

Genügt eine Rendite von 6 %, dürfen Kleinanlagen bis 10 kWp an schlechteren Standorten etwa 934 € pro Kilowatt Peak ohne Umsatzsteuer kosten. An sehr guten Standorten können unter gleichen Bedingungen rund 1.163 €/kWp investiert werden.
Soll eine dem Investitionsrisiko eher angemessene Gesamtkapitalrendite erzielt werden, sind ca. 10 Prozent anzusetzen. Die tragbaren Anschaffungskosten einer kleinen Dachanlage liegen dann an schlechteren Standorten in einer Größenordnung von ca. 782 €/kWp. An sehr guten Standorten könnten ca. 973 €/kWp investiert werden.
Ab einer installierten Leistung von mehr als 10 kWp vermindert sich mit zunehmender Anlagenleistung die spezifische Vergütung. Die Anschaffungskosten müssen demnach mit zunehmender Anlagenleistung bei einem gleichbleibenden Renditeanspruch sinken.

Gesetzesgrundlage

Novellierung des Gesetzes für den Ausbau erneuerbare Energien (EEG) zum 01.01.2017; aktuelle Fassung vom 22.12.2016.
Am 01.01.2017 trat die neue Novelle des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (kurz: EEG 2017) in Kraft. § 48 EEG 2017 setzt die anzulegende Werte für den Januar 2017 fest. Nach § 49 Abs. 1 EEG 2017 werden jeweils zum 01. Februar, 01. Mai, 01. August und 01. November die anzulegenden Werte in Abhängigkeit des Brutto-Zubaus neu installierter PV-Leistung angepasst. Je nach Höhe der Unter-/Überschreitung wird der Degressionssatz nach § 49 Abs. 2,3 EEG 2017 gesenkt oder erhöht.
Die EEG-Umlage wird ab § 60 ff. EEG 2017 behandelt. § 9 StromStG gibt Auskunft zur Stromsteuer, § 19 Abs. 2 StromNEV zu Netzentgelten, §§ 26,28 KWKG zur KWK-Umlage, § 17 f EnWG zur Offshore-Umlage, § 18 AblaV zur Umlage für abschaltbare Lasten und §§ 46, 48 EnWG zu Konzessionsabgaben.

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