Intensive Aquakultur

Die Intensive Aquakultur ist gekennzeichnet durch die ausschließliche Verwendung von Trockenfischfuttermitteln (Alleinfütterung) sowie durch den Einsatz von Technologien zur Wasseraufbereitung, Ablaufwasserbehandlung, dem Reinsauerstoffeintrag und der Mehrfachnutzung des Produktionswassers (geschlossene oder teilgeschlossene Kreislaufanlagen). Im Vergleich zur Teichwirtschaft sind die Tierbestandsdichten deutlich höher.

Neben Salmoniden in Teichen und Anlagen können in Anlagen mit geschlossenem Wasserkreislauf in Gebäuden verschiedene wärmeliebende und auch tropische Fisch- und Krebstierarten aufgezogen werden, wie z.B. Aale, Zander, Welse, Tilapia, Störe oder Garnelen (Shrimps). Warmwasser-Kreislaufanlagen (KLA oder RAS) stellen die intensivste Form der Aquakultur dar, die weitgehend unabhängig von den Umgebungsbedingungen und freien Gewässern zu betreiben ist.

Arbeitsschwerpunkte

Technologie und Wirtschaftlichkeit der Intensivhaltung von Fischen

  1. Untersuchungen zur Optimierung der Haltungsbedingungen in intensiven Produktionsverfahren
  2. Untersuchungen zur Fütterung und Qualität von Aquakulturarten
  3. Untersuchungen zu genetischen Aspekten in der Fischzucht
  4. Erprobung neuer Fisch- und Krebstierarten sowie Verfahren in der Aquakultur
  5. Untersuchungen zum Tierwohl in der intensiven Aquakultur
  6. Untersuchungen zur Betriebswirtschaft bei intensiven Aquakulturverfahren
  7. Fachliche Mitwirkung im Vollzug europäischer Fischereiförderung und Beratung zu Spezialfragen der Aquakultur

Aktuelles

Insekten im Fischfutter

Insekten im Futtermittel

Insekten sind eine ökologisch sinnvolle und zunehmend regional verfügbare Futterressource. Für intensive Aquakulturverfahren stellen sie eine gute Alternative zu importierten Eiweißkomponenten dar. In diesem Forschungsprojekt werden verschiedene Anwendungen in der Fütterung untersucht.  Mehr

Aquaponik – eine Kombination aus Fisch- und Pflanzenkultur

Mehrere Afrikanische Welse mit langen Barteln vor einem dunklen Hintergrund..

Das Verfahrensprinzip der Aquaponik stellt eine Kopplung von Aquakultur und Hydrokultur dar, in dem die Fischhaltung mit gartenbaulichen Kulturen ohne Erde kombiniert wird. Das international verbreitete Verfahren findet als geschlossenes System in Gebäuden mit Gewächshauskulturen auch in Bayern zunehmendes Interesse.  Mehr

Allgemeines

Überblick über den Arbeitsbereich Intensive Aquakultur

Versuche zur Bekämpfung der Ichthyophthiriose bei Äschen

Unter Aquakultur wird allgemein die Aufzucht von aquatischen Organismen in verschiedenen Produktionssystemen verstanden. Dazu zählt sowohl die Aufzucht in Teichen als auch in technisierten Anlagen. In vielen Bereichen der Fischproduktion ist seit einigen Jahren eine Intensivierung zu beobachten, die z. B. durch die geringere Verfügbarkeit von Wasser oder durch betriebswirtschaftliche Zwänge begründet ist.  Mehr

Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte

Insekten im Futtermittel
Insekten im Fischfutter

Insekten sind eine ökologisch sinnvolle und zunehmend regional verfügbare Futterressource. Für intensive Aquakulturverfahren stellen sie eine gute Alternative zu importierten Eiweißkomponenten dar. In diesem Forschungsprojekt werden verschiedene Anwendungen in der Fütterung untersucht.  Mehr

Kreislaufanlage Mit Getauchten Festbett-biofilter
Untersuchungen zu neuen Entwicklungen der Fischzucht in Warmwasser-Kreislaufanlagen in Deutschland

Insbesondere im Zusammenhang mit dem Aufbau von Biogasanlagen entstehen in verschiedenen Bundesländern Warmwasserkreislaufanlagen, die die Abwärme aus der alternativen Energieerzeugung verwerten, die die Abwärme aus der alternativen Energieerzeugung verwerten.  Mehr

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Forschungsarchiv

  • Tierwohl in der Aquakultur - Untersuchungen zur Beurteilung der Belastungen für Fische in der semiintensiven und intensiven Fischhaltung in Bayern
  • Untersuchungen zu morphometrischen und genetischen Merkmalen bayerischer Renkenpopulationen
  • Erhebung von einzelbetrieblichen Untersuchungswerten bei Karpfenteichwirtschaften hinsichtlich der Verbreitung des Koi-Herpes-Virus
  • Experimentelle Untersuchungen zur Vermehrung und Aufzucht von Welsen
  • Untersuchungen zur Beeinflussung der Ausschlachtung von Lachsforellen durch die Photoperiodik
  • Untersuchungen zur Entstehung von Missbildungen (Flossenschäden) bei Forellen in der Aquakultur
  • Erarbeitung von Leitlinien für die fischereiliche Praxis zur Umsetzung des EU-Hygienepaketes
  • Behandlungsversuch der Ichthyophthiriose bei Nutzfischen durch orale Medikation
  • Untersuchungen zur Aufzucht von Felchen mit Trockenmischfuttermitteln in Teichen
  • Angewandte Genomics: Dokumentation, Analyse und Aquakulturpotential natürlicher, aquatischer genetischer Ressourcen: Seesaiblings-Populationen (Salvelinus cf. umbla) in Deutschland
  • Umstellung einsömmriger Flussbarsche (Perca fluviatilis) auf handelsübliche Trockenfuttermittel und Aufzucht in intensiven Haltungssystemen
  • Untersuchungen zur Fischzucht in Kreislaufanlagen
  • Untersuchungen zur Bekämpfung der Ichthyophthiriasis bei der Äsche (Thymallus thymallus)
  • Untersuchungen zum Erbrütungserfolg von Forellen
  • Untersuchungen zur Verringerung der Erbrütungsverluste bei Bachforellen
  • Erfassung und Dokumentation der genetischen Vielfalt von Zuchtfischbeständen in Bayern
  • Untersuchungen zum Arbeitszeitbedarf bei der Forellenerzeugung
  • Untersuchung zum Einfluss von Brutfutter-Zusätzen auf Regenbogenforellenbrut bei optimalen und kritischen Haltungsbedingungen
  • Ad hoc-Umstellung von vorgestreckten Zandern (Zv) auf ein handelsübliches Trockenfutter
  • Vergleichende Untersuchungen zum Einfluss der Futtermittel auf die Satzfischqualität juveniler Störe (Acipenser baerii) unter besonderer Berücksichtigung der Fettzusammensetzung
  • Praxiserprobung eines innovativen Verfahrens in der Wels-Aquakultur: Hälterung mit stressfreiem, selbständigen Überschwimmen der Fische zur Schlachtung
  • Untersuchungen zur artgerechten Betäubung und Tötung von aktuellen Fischarten der Aquakultur (Afrik. Welse, Shrimps)

Rechtliche Grundlagen

Veröffentlichungen

Externe Partner

Ansprechpartner IFI 4
Dr. Helmut Wedekind
Leiter des Arbeitsbereichs Aquakultur
Institutsleiter

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Fischerei
Weilheimer Str. 8
82319 Starnberg
Tel.: 08161 8640-6121
Fax: 08161 8640-6170
E-Mail: Helmut.Wedekind@lfl.bayern.de

Mann hält Fisch

Dr. Helmut Wedekind, Leitung Institut für Fischerei