LfL-Information
Pflege von Hecken und Feldgehölzen
3. Auflage

Titelblatt der Publikation

Hecken und Feldgehölze unterliegen einer natürlichen Wuchsdynamik und brauchen Pflege, wenn sie nicht genutzt, das heißt regelmäßig in Zeitintervallen von 7 bis 10 Jahren zur Holzgewinnung geschnitten werden. Die Broschüre gibt Hinweise zur langfristigen Erhaltung ihrer Struktur, Dimension und Funktion.  (16 Seiten)

Erscheinungsdatum: Juni 2018

Preis: 1 €

Die Publikation als PDF pdf 2,1 MB

Stück  

Themenliste

  • Pflege von Hecken und Feldgehölzen
  • Strauchhecke
  • Gemischte Hecke
  • Baumhecke
  • Feldgehölz
  • Feuchtgebüsche und -hecken
  • Baumreihen
  • Durchführung der Pflegemaßnahmen
    • Zeitpunkt
    • Fachliches zum Schnitt

Pflege von Hecken und Feldgehölzen

Hecken und Feldgehölze unterliegen einer natürlichen Wuchsdynamik und brauchen Pflege, wenn sie nicht genutzt, das heißt regelmäßig in Zeitintervallen von 7 bis 10 Jahren zur Holzgewinnung geschnitten werden, zur langfristigen Erhaltung ihrer Struktur, Dimension und Funktion. Die Maßnahmen hierzu gleichen denen der Niederwald-, Mittelwald- und Plenternutzung.
Die Pflegeziele können unterschiedlich sein wie zum Beispiel Verjüngung der Hecke, Begrenzung des Breitenwuchses, Erhaltung oder Förderung des Saumes, Umbau oder Regulierung des Baum-, Strauch- oder des Artenanteils, Erhaltung oder Wiederherstellung der Verkehrssicherheit.
Gehölzarten wie Schlehe, Hartriegel, Zitterpappel, Robinie und Vogelkirsche können mit Ausläufern - Liguster und einige Strauchweiden mit anwurzelnden Absenkern - ihren Standraum in kurzer Zeit überwachsen. Samenanflug von Ahorn, Esche und Weide, die "Aussaat" von Eiche, Wal- und Haselnuss durch Rabenvögel und Nager führen dazu, dass Hecken in wenigen Jahren beträchtlich an Größe zunehmen.
Ohne Verjüngungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Stocksetzung, altern viele Straucharten, verkahlen von unten, besonders wenn sie zu eng stehen, oder fallen auseinander. Alternde Bäume vor allem Pappeln und Eichen werfen ganze Äste ab.
Auf zu engem Standraum gepflanzte Hecken mit einem zu hohen Anteil an Bäumen sind ein häufiger Fehler früherer Windschutzpflanzungen, die im Rahmen von Flurbereinigungsmaßnahmen entstanden. Hier wurden bevorzugt raschwüchsige Arten verwendet. Die Bäume wachsen in diesem Fall notgedrungen mit den Kronen in die Breite, überwachsen dabei ihren ohnehin begrenzten Standraum, behindern die Durchfahrt angrenzender Wege, beschatten angrenzende Grundstücke oder sind, bedingt durch die gegenseitige Konkurrenz, in ihrer Vitalität so eingeschränkt, dass sie oder zumindest Teile der Krone zu früh absterben. Sie können so zu einem Sicherheitsrisiko werden. Sehr oft wird dadurch die Strauchschicht unterdrückt oder zum Absterben gebracht, wodurch Hecken ihre Wind-schutzfunktion verlieren. Meist jedoch versuchen die Sträucher dem Schattendruck seitlich auszuweichen, was zur stetigen Verbreiterung der Hecke führt.
Eine Ausnahme stellen die oberbayerischen Hage dar, die zur Grenzmarkierung und Holznutzung angelegt wurden und bei denen die meist eng stehenden Bäume zur Gewinnung von Wertholz aufgeastet werden.

Mehr zum Thema

Kulturlandschaft
Hecken und Feldgehölze

Hecken und Feldgehölze sind bedeutende Bestandteile unserer Kulturlandschaft und erfüllen wichtige agrarökologische Funktionen. Mehr

Warenkorb

  • Ihr Warenkorb ist leer