Japankäfer: Aktuelle Verbreitung
Der Japankäfer stammt ursprünglich aus Asien und dem östlichen Russland. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangte er vermutlich als „blinder Passagier“ über den Reise- und Güterverkehr oder den Pflanzenhandel nach Nordamerika. Dort konnte er sich erfolgreich etablieren und verbreitete sich in den USA und Kanada.
Europa
In den 1970er-Jahren gelangte der Japankäfer aus den USA auf die Azoren. 2014 wurde nahe Mailand erstmals eine dauerhaft etablierte Population auf dem europäischen Festland nachgewiesen. Inzwischen hat sich das betroffene Gebiet in Italien deutlich ausgeweitet und erfasst große Teile der Lombardei und des Piemonts. Von dort aus setzt sich die Ausbreitung stetig in nördliche Richtung fort. Auch die Schweiz ist betroffen: Im südlichen Tessin besteht ein größerer Schwerpunkt, ergänzt durch mehrere kleinere Vorkommen entlang bedeutender Verkehrsachsen.
Deutschland
Seit 2021 treten in Baden-Württemberg wiederholt Einzelfunde adulter Tiere auf. Durch einen Ausbruch in Basel nahe der deutschen Grenze gab es 2024 das erste mal eine bis nach Deutschland reichende Pufferzone. Seit 2025 gibt es zudem abgegrenzte Gebiete in Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) und in Trebur (Hessen).
Bayern
In Bayern wurden 2024 und 2025 einzelne Käferfunde in der Nähe von Lindau am Bodensee und Kiefersfelden in Pheromonfallen registriert. Bei den bislang gefangenen Exemplaren handelte es sich ausschließlich um Männchen.
Die LfL überwacht weiter bayernweit eine mögliche Ausbreitung der Käfer mithilfe von Pheromonfallen und visuellen Untersuchungen an Risikostandorten.
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